Duschfalttür

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Eine Duschfalttür besteht aus zwei oder mehr Elementen, die sich beim Öffnen wie eine Ziehharmonika zusammenfalten. Dadurch schwenkt sie kaum in den Raum und ist in kleinen Bädern oft die einzige Tür, die überhaupt passt. Es gibt sie aus Glas und aus Kunststoff, für Nischen, Eckduschen und Badewannen. Worauf es ankommt, sind die Maße, das Material und eine saubere Montage.
So funktioniert eine Falttür
Eine normale Duschtür dreht sich in einem Stück um ihre Scharniere und braucht vor der Dusche einen Schwenkbereich so breit wie die Tür selbst. Die Falttür teilt sich in zwei Flügel, die beim Öffnen in der Mitte einknicken. Sie schwenkt daher nur etwa halb so weit in den Raum oder in die Dusche. Geführt wird sie je nach Bauart über ein Scharnier an der Wand, ein Gelenk zwischen den Flügeln und oft eine Laufschiene oben.
Viele Falttüren lassen sich nach innen und außen öffnen. Das ist praktisch, wenn vor der Dusche ein Waschtisch oder die Toilette steht. Klappen sie nach innen, braucht die Dusche aber genug Tiefe, sonst steht man nach dem Öffnen zwischen Wand und Tür.
| Türart | Platzbedarf vor der Dusche | Einstieg | Geeignet für |
| Drehtür | volle Türbreite | breit | Bäder mit Platz vor der Dusche |
| Falttür | etwa halbe Türbreite | fast volle Breite | kleine Bäder, Nischen, Wannen |
| Schiebetür | kein Schwenkbereich | etwa halbe Breite | breite Duschen, sehr enge Bäder |
| Duschvorhang | keiner | volle Breite | Wannen, Übergangslösungen |
Mehr zu den Alternativen lesen Sie in den Beiträgen Duschschiebetür und Duschglaswand.
Die drei Einsatzbereiche
Nischendusche mit frontalem Einstieg. Die häufigste Situation: Die Dusche sitzt zwischen zwei Wänden, vorne fehlt nur die Tür. Eine Nischen-Falttür wird links und rechts an die Wand geschraubt und füllt die ganze Breite.
Eckdusche. Hier treffen zwei Türen oder eine Tür und eine feste Seitenwand in der Ecke zusammen. Zwei Falttüren über Eck ergeben einen besonders breiten Einstieg. Das ist bequem für Menschen, die sich beim Einsteigen schwertun. Wo es an den Stoßkanten dicht sein muss, sorgen Magnetdichtungen dafür.
Badewannenaufsatz. Eine Faltwand auf dem Wannenrand macht aus der Badewanne eine Dusche mit Spritzschutz. Sie lässt sich zur Wand klappen, wenn man baden möchte. Wichtig ist hier ein Dichtprofil unten, das auf dem gewölbten Wannenrand gut anliegt.
Glas oder Kunststoff?
Glas wirkt hochwertig, bleibt klar und lässt sich gut reinigen. In der Dusche muss es Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) sein, geprüft nach DIN EN 12150. Das vorgespannte Glas ist stoßfester als normales Glas und zerfällt bei einem Bruch in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. Glasfalttüren sind schwer, die Beschläge müssen entsprechend stabil sein, und die Wand muss das tragen.
Kunststoff (Acryl, Polystyrol oder PVC) ist leicht, günstig und bruchsicher. Er zerkratzt aber leichter, wird mit den Jahren oft milchig und nimmt Kalk schlechter wieder ab. Für eine Mietwohnung auf Zeit oder ein Gäste-Bad ist das vertretbar.
Der Rahmen besteht meist aus Aluminium, oft pulverbeschichtet oder verchromt. Kunststoffrahmen gibt es bei sehr günstigen Türen. Edelstahlbeschläge rosten nicht und halten schwere Glastüren am besten.
Verboten: Setzen Sie nie eine gewöhnliche Glasscheibe, eine Spiegelscheibe oder einen Glaseinsatz unbekannter Herkunft als Duschtür ein. Normales Glas bricht in lange, scharfe Scherben und kann schwere Schnittverletzungen verursachen. In der Dusche gehört nur gekennzeichnetes Sicherheitsglas hin – das Zeichen ist meist in einer Ecke der Scheibe eingeätzt.
Richtig messen vor dem Kauf
Eine Falttür wird nach der lichten Breite der Nische oder der Wanne ausgewählt. So messen Sie:
- Breite dreimal messen. Oben, in der Mitte und unten, jeweils von Wand zu Wand. Wände im Bad sind selten ganz gerade. Maßgeblich ist das kleinste Maß.
- Lot prüfen. Mit der Wasserwaage prüfen, ob die Wände senkrecht sind. Die Wandprofile der Tür haben meist einen Verstellbereich von einigen Zentimetern, den die Hersteller angeben. Weicht die Wand stärker ab, braucht es Ausgleichsprofile.
- Höhe beachten. Übliche Höhen liegen zwischen etwa 185 und 200 cm. Bei Dachschrägen gibt es kürzbare Modelle oder Sonderanfertigungen.
- Untergrund prüfen. Die Tür steht auf der Duschwanne, dem Wannenrand oder den Fliesen. Dort muss sie dicht aufsetzen können. Auf gefliestem Boden ohne Wanne braucht es oft ein Bodenprofil oder eine Schwallschutzleiste.
Viele Nischenfalttüren lassen sich in der Breite kürzen oder über die Wandprofile anpassen. Welche Nischenbreiten ein Modell abdeckt, steht in der Produktbeschreibung als Spanne.
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Montage: was Laien schaffen und was nicht
Eine Falttür aus dem Handel ist für die Selbstmontage gedacht. Sie brauchen Bohrmaschine, Fliesenbohrer, Wasserwaage, Zollstock, Schraubendreher, Sanitärsilikon und am besten eine zweite Person, vor allem bei Glastüren.
Wichtige Punkte bei der Montage:
- Leitungen in der Wand: Vor dem Bohren mit einem Leitungssucher prüfen, wo Wasser- und Stromleitungen verlaufen. Neben der Armatur liegen fast immer Rohre.
- Fliesenbohrer ohne Schlag: Erst mit Klebeband auf der Fliese ankörnen, dann ohne Schlagfunktion bohren, damit die Fliese nicht springt.
- Silikon nur außen: Die Wandprofile werden an der Außenseite mit Silikon abgedichtet. Innen bleibt die Fuge offen, damit Wasser, das hinter das Profil läuft, wieder in die Dusche abfließen kann. Das gibt die Montageanleitung in der Regel so vor.
- Aushärten lassen: Silikon braucht meist 24 Stunden, bevor die Dusche benutzt wird.
Wer unsicher ist oder schwere Glasflügel an eine Leichtbauwand hängen will, lässt die Montage von einem Sanitärbetrieb erledigen.

Pflege und typische Schwachstellen
Falttüren haben mehr bewegliche Teile als eine Drehtür: Gelenke, Rollen, Führungen. Dort sammeln sich Kalk und Seifenreste. Damit die Tür leicht läuft:
- Glas nach dem Duschen mit einem Duschabzieher abziehen, Kunststoff mit einem weichen Tuch abtrocknen.
- Gelenke und Laufschienen einmal im Monat mit Spülmittelwasser und einer alten Zahnbürste säubern.
- Gegen Kalk verdünnten Essig nur kurz einwirken lassen und gut abspülen. Aluminiumrahmen und Dichtungen vertragen Säure schlecht.
- Klemmt die Tür, nicht mit Gewalt schieben, sondern Rollen und Führung reinigen und prüfen, ob etwas verbogen ist.
- Undichte Stellen liegen meist an den Profilen. Wie der Tausch geht, zeigt der Beitrag Duschtür-Dichtung erneuern.
Achtung bei Lamellentüren: Sie sind noch schmaler als Falttüren, bestehen aber aus vielen schmalen Kunststoffstreifen mit noch mehr beweglichen Teilen. Sie gehören zu den günstigsten Lösungen, sind aber oft wenig haltbar, und im geöffneten Zustand ist der Einstieg deutlich schmaler. Wer auf Dauer plant, fährt mit einer Falttür besser.
Kosten und Empfehlung
Einfache Falttüren aus Kunststoff gibt es meist unter 100 Euro, Glasfalttüren mit Aluminiumrahmen beginnen deutlich darüber und liegen oft im mittleren dreistelligen Bereich. Dazu kommt gegebenenfalls die Montage.
Für ein kleines Bad mit Nische und wenig Platz vor der Dusche ist eine Glasfalttür aus ESG mit stabilen Beschlägen die beste Wahl. Eine Kunststofftür taugt als günstige Übergangslösung. Wer ganz ohne Bohren auskommen will, bleibt beim Vorhang an einer Duschvorhangstange ohne Bohren. Weitere Ideen für kleine Bäder finden Sie in der Rubrik Badezimmer.
Häufige Fragen
Wie viel Platz braucht eine Duschfalttür?
Etwa die Hälfte der Türbreite als Schwenkbereich, bei einer 80 cm breiten Tür also rund 40 cm vor oder hinter der Tür. Genaue Angaben stehen in der Montageanleitung des jeweiligen Modells.
Kann ich eine Duschfalttür selbst montieren?
Ja, die meisten Modelle sind für die Selbstmontage gedacht. Sie brauchen einen Fliesenbohrer, eine Wasserwaage, Silikon und etwas Geschick. Vor dem Bohren unbedingt nach Leitungen suchen. Schwere Glastüren und schwierige Wände überlassen Sie besser dem Fachbetrieb.
Ist eine Duschfalttür dicht?
Gut montiert ja, so dicht wie eine Drehtür. Die Schwachstellen sind die Stoßstellen zwischen den Flügeln und am Boden. Dort sitzen Dichtprofile, die mit der Zeit verschleißen und ersetzt werden können.
Glas oder Kunststoff – was ist besser?
Glas aus ESG ist langlebiger, bleibt klar und sieht hochwertiger aus. Kunststoff ist leichter, günstiger und bruchsicher, wird aber mit der Zeit trüb und zerkratzt leichter. Für den Dauereinsatz spricht fast alles für Glas.
Passt eine Falttür auf jede Badewanne?
Auf die meisten geraden Wannenränder, sofern der Rand breit und eben genug für das Wandprofil und die Dichtung ist. Bei stark gewölbten oder sehr schmalen Rändern vorher die Maße mit der Herstellerangabe vergleichen.



