Gemüsespaghettischneider

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Ein Gemüsespaghettischneider, auch Spiralschneider oder Spiralizer genannt, dreht festes Gemüse an einer Klinge entlang und schneidet es dabei zu langen, dünnen Streifen. Am bekanntesten sind „Zoodles“ aus Zucchini, die als leichter Ersatz für Nudeln dienen. Für den Anfang genügt ein kleiner Handschneider für wenige Euro; wer oft Gemüsenudeln macht, ist mit einem Tischgerät mit Kurbel besser bedient.
Wie ein Spiralschneider funktioniert
Das Prinzip ist immer gleich: Gemüse und Klinge drehen sich gegeneinander. Die Klinge schält dabei eine endlose Spirale ab, und zusätzliche Messerzähne teilen diese Spirale in schmale Streifen. Wie breit die Streifen werden, hängt vom Klingeneinsatz ab. Ohne Zähne entstehen breite Bänder, ähnlich wie Pappardelle, mit feinen Zähnen dünne Spaghetti.
Weil Gemüse in dünnen Streifen eine große Oberfläche hat, gart es in sehr kurzer Zeit. Viele Streifen braucht man überhaupt nicht zu kochen, sondern isst sie roh im Salat.
Drei Bauarten im Vergleich
| Handspiralschneider | Tischgerät mit Kurbel | Elektrisch oder als Küchenmaschinenaufsatz | |
| Bedienung | Gemüse von Hand in den Trichter drehen | Gemüse wird eingespannt, Kurbel dreht | Motor dreht, Gemüse wird nachgeschoben |
| Menge | kleine Portionen | Familienportionen | große Mengen |
| Klingen | meist zwei feste | drei bis fünf Wechselklingen | mehrere Einsätze |
| Platz | passt in die Schublade | braucht Schrankplatz | braucht Schrankplatz |
| Preis | meist unter 15 Euro | meist 20–40 Euro | meist 40 Euro und mehr |
Der Handspiralschneider sieht aus wie ein großer Bleistiftspitzer. Sie stecken die Zucchini hinein und drehen. Das funktioniert gut, bis das Gemüse kürzer wird; das letzte Stück bleibt übrig oder muss mit einem Aufsatz gehalten werden. Für eine Portion zum Ausprobieren ist er ideal.
Das Tischgerät mit Kurbel hält das Gemüse zwischen einem Dorn an der Kurbel und der Klinge fest. Sie drehen die Kurbel und schieben dabei nach. Saugfüße halten das Gerät auf der Arbeitsplatte. Mit Wechselklingen entstehen dünne und dicke Spaghetti, breite Bänder oder spiralförmige Scheiben. Diese Bauart ist für die meisten Haushalte der beste Kompromiss.
Elektrische Geräte und Aufsätze für Küchenmaschinen lohnen sich, wenn regelmäßig große Mengen geschnitten werden. Wer bereits eine Küchenmaschine besitzt, fragt zuerst beim Hersteller nach einem passenden Aufsatz. Allgemein zu elektrischen Schneidgeräten lesen Sie mehr im Beitrag zur elektrischen Gemüsereibe.
Spiralschneider mit Kurbel sind im Handel in vielen Varianten erhältlich; achten Sie auf die Kriterien im nächsten Abschnitt.
Worauf es beim Kauf ankommt
- Klingen aus Edelstahl: scharf, rostfrei und fest im Kunststoff verankert. Stumpfe Klingen reißen das Gemüse, statt es zu schneiden.
- Wechselklingen: Mindestens eine Klinge für dünne Spaghetti und eine für breitere Bänder. Gut ist ein Fach im Gerät, in dem die Klingen sicher liegen.
- Standfestigkeit: Saugfüße, die auf glatter Arbeitsplatte wirklich halten. Ein wanderndes Gerät ist der häufigste Ärger.
- Aufnahmegröße: Wie dick und lang darf das Gemüse sein? Große Geräte nehmen auch Kürbis und Kohlrabi am Stück.
- Restehalter: Beim Handschneider schützt ein Aufsatz, der das letzte Stück Gemüse greift, die Finger.
- Material: Lebensmittelechter, BPA-freier Kunststoff ist heute Standard.
- Reinigung: Lassen sich die Klingeneinsätze zerlegen, und sind die Teile spülmaschinenfest?
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Welches Gemüse sich eignet
Gemüse für den Spiralschneider sollte fest, möglichst gerade und mindestens etwa 3 cm dick sein, dazu nicht zu kurz. Gut geeignet sind:
- Zucchini: der Klassiker, roh oder kurz gegart.
- Möhren und Pastinaken: am besten dicke Exemplare; dünne brechen leicht.
- Rote Bete: färbt stark, schmeckt roh im Salat oder kurz geröstet.
- Kohlrabi, Rettich, Gurke: für Salate und asiatische Gerichte.
- Butternut-Kürbis: den massiven Halsteil verwenden, der Bauch mit den Kernen ist hohl.
- Süßkartoffel und Kartoffel: als Spiralpommes aus dem Ofen oder der Heißluftfritteuse.
- Äpfel und Birnen: mit Schale, als Snack oder im Müsli.
Ungeeignet sind weiche oder hohle Früchte wie Tomaten, Paprika, reife Avocados und Auberginen mit weichem Kern.

So gelingen Gemüsespaghetti
- Gemüse vorbereiten. Waschen, die Enden gerade abschneiden, damit Dorn und Klinge sauber greifen. Möhren und Rote Bete schälen, Zucchini nicht.
- Einspannen und gleichmäßig drehen. Mit leichtem Druck nachschieben. Zu viel Druck bricht die Streifen.
- Streifen kürzen. Sehr lange Spiralen mit der Küchenschere einmal durchschneiden, dann lassen sie sich besser essen.
- Zucchini entwässern. Leicht salzen, zehn Minuten ziehen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. So wird die Soße nicht wässrig.
- Kurz garen. Zucchini-Spaghetti ein bis zwei Minuten in der heißen Pfanne schwenken oder nur mit der heißen Soße übergießen. Möhren und Rote Bete brauchen einige Minuten länger.
Wer Nudeln nicht ganz ersetzen will, mischt halb Zucchini, halb Pasta. Das ist ein guter Einstieg für Familien.
Sicherheit beim Schneiden
Die Klingen eines Spiralschneiders sind scharf wie ein Küchenmesser. Die meisten Verletzungen passieren beim Handschneider am Ende, wenn das Gemüse kurz wird, und beim Spülen. Nutzen Sie den Restehalter oder hören Sie rechtzeitig auf – das Endstück lässt sich klein schneiden und mitkochen. Beim Reinigen die Klingen nie mit dem Schwamm entlang der Schneide wischen, sondern mit einer Bürste von der stumpfen Seite her ausbürsten. Kinder können gut beim Kurbeln helfen, das Wechseln der Klingen übernehmen Erwachsene.
Reinigen und aufbewahren
Direkt nach dem Gebrauch unter fließendem Wasser mit einer Spülbürste reinigen, bevor Stärke und Gemüsesaft antrocknen. Die meisten Kunststoffteile sind laut Hersteller spülmaschinenfest. Möhren und Rote Bete verfärben Kunststoff, das ist unschön, aber harmlos. Die Wechselklingen im dafür vorgesehenen Fach oder einer Box aufbewahren, nicht lose in der Schublade.
Alternativen ohne eigenes Gerät
- Mit einem Sparschäler entstehen breite Gemüsebänder, ähnlich wie Tagliatelle.
- Ein Julienneschneider, ein Schäler mit gezahnter Klinge, zieht dünne, gerade Streifen ab.
- Ein Gemüsehobel mit Julienne-Einsatz schneidet größere Mengen feiner Stifte.
- Für dekorative Wellenschnitte bei Pommes und Gemüse eignet sich ein Wellenschneider.
Diese Werkzeuge liefern keine echten Spiralen, sind aber für Salate und Pfannengerichte völlig ausreichend. Wer ausprobieren möchte, ob Gemüsenudeln in der Familie ankommen, beginnt mit einem Handschneider und kauft bei Gefallen ein Kurbelgerät. Mehr Küchenhelfer finden Sie in der Rubrik Küche.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Spiralschneider und Julienneschneider?
Der Spiralschneider dreht das Gemüse und schneidet lange, zusammenhängende Spiralen. Der Julienneschneider ist ein Schäler mit gezahnter Klinge, der gerade, kürzere Streifen abzieht. Für Spaghetti-ähnliche Nudeln ist der Spiralschneider besser.
Wie lange muss man Zucchini-Spaghetti kochen?
Kaum. Ein bis zwei Minuten in der Pfanne oder ein Überbrühen mit heißer Soße reichen. Länger gegart werden sie weich und geben viel Wasser ab. Roh schmecken sie im Salat.
Warum brechen meine Gemüsespaghetti?
Meist ist das Gemüse zu dünn, zu weich oder zu trocken, oder es wird zu fest gedrückt. Nehmen Sie dicke, frische Möhren oder Zucchini, spannen Sie sie mittig ein und schieben Sie gleichmäßig mit wenig Druck nach.
Sind Gemüsespaghetti gesünder als Nudeln?
Sie haben deutlich weniger Kalorien und Kohlenhydrate als Nudeln aus Hartweizengrieß und liefern Ballaststoffe und Vitamine. Sie sättigen aber auch weniger. Als Teilersatz oder Beilage sind sie eine gute Ergänzung.
Darf der Spiralschneider in die Spülmaschine?
Das hängt vom Modell ab, viele Kunststoffteile und Edelstahlklingen dürfen hinein. Klingen, die sich nicht herausnehmen lassen, sind von Hand mit einer Bürste oft besser sauber zu bekommen.



