Gemüsereibe elektrisch

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Eine elektrische Gemüsereibe nimmt Ihnen das Raspeln, Reiben und Hobeln ab: Möhren für Rohkost, Kartoffeln für Puffer, Kohl für Krautsalat, Käse für den Auflauf. Das geht schneller als von Hand, die Ergebnisse sind gleichmäßig, und die Finger kommen nicht in die Nähe der Klinge. Ob sich ein eigenes Gerät lohnt, hängt davon ab, wie oft Sie größere Mengen verarbeiten und ob schon eine Küchenmaschine im Schrank steht.
Drei Gerätearten, die oft verwechselt werden
Unter „elektrische Gemüsereibe“, „elektrischer Gemüsehobel“ oder „elektrische Kartoffelreibe“ verkauft der Handel sehr verschiedene Geräte. Drei Grundtypen lassen sich unterscheiden.
Das Schnitzelwerk ist ein kompaktes Gerät mit Motorblock, Einfüllschacht und Stopfer. Vorne steckt eine Trommel oder ein Kegel mit Klingen, die sich dreht. Das Gemüse wird hineingedrückt, das Ergebnis fällt vorne heraus in eine Schüssel, die Sie selbst darunterstellen. Je nach Einsatz entstehen grobe oder feine Raspel, Scheiben oder feines Reibgut für Parmesan und Nüsse.
Die Küchenmaschine oder der Food Processor hat Scheiben, die oben im Arbeitsbehälter rotieren. Das Reibgut sammelt sich im Behälter darunter. Viele Küchenmaschinen mit Rührschüssel bieten einen Durchlaufschnitzler als Zubehör an. Der Vorteil: Ein Gerät kann auch kneten, mixen und hacken.
Der Zerkleinerer (Multizerkleinerer, Chopper) hat dagegen keine Reibscheiben, sondern Messer, die unten in einem Behälter rotieren. Er hackt Zwiebeln, Kräuter und Nüsse, macht aber keine Raspel oder Scheiben. Für Pesto, Dips und Babybrei ist er ideal, als Gemüsereibe taugt er nicht.
| Schnitzelwerk | Food Processor / Küchenmaschine | Zerkleinerer | |
| Raspeln, Reiben, Scheiben | ja | ja | nein, nur hacken |
| Menge | unbegrenzt, fällt in externe Schüssel | begrenzt durch Behälter | kleine Mengen |
| Weitere Funktionen | keine | kneten, mixen, hacken | hacken, pürieren |
| Platzbedarf | klein | groß | klein |
| Leistung | meist 150–300 Watt | meist 500–1.200 Watt | meist 300–500 Watt |
Das Schnitzelwerk: die eigentliche elektrische Reibe
Für Leute, die regelmäßig Rohkost, Krautsalat oder Kartoffelpuffer machen, ist das Schnitzelwerk oft das praktischste Gerät. Es ist schnell aufgebaut, verarbeitet große Mengen am Stück und braucht wenig Platz. Ein bekanntes Beispiel ist das Moulinex Fresh Express Plus, das laut Hersteller mit fünf Einsätzen zum Raspeln, Reiben und Schneiden geliefert wird.
Die Einsätze sind als Trommel oder Kegel gebaut. Der Unterschied ist vor allem konstruktiv: Kegel erlauben eine kompaktere Bauweise, Trommeln haben oft eine größere Schnittfläche. Wichtiger als die Form ist, dass die Einsätze aus Edelstahl sind und sich einfach wechseln lassen.
Die Leistung dieser Geräte ist niedriger als bei einer Küchenmaschine, reicht aber für Möhren, Kohl, Sellerie und Käse. Bei sehr harten Sachen wie Parmesan oder Nüssen und bei großen Mengen am Stück verlangen manche Hersteller Pausen, damit der Motor nicht überhitzt. Die Anleitung nennt die zulässige Betriebsdauer.
Kartoffeln reiben: Puffer, Knödel und Rösti
Für Reibekuchen und rohe Kartoffelknödel müssen Kartoffeln fein gerieben werden. Genau hier zeigt sich der Vorteil des Motors: Ein Kilo Kartoffeln von Hand zu reiben ist mühsam, und das letzte Stück gefährdet die Fingerkuppen.

So gelingt es:
- Kartoffeln schälen und passend schneiden. Sie müssen in den Einfüllschacht passen.
- Feinen Reibeinsatz wählen. Für Puffer und Knödel die feine Reibe, für Rösti die grobe Raspel.
- Mit dem Stopfer nachschieben. Nie mit den Fingern.
- Sofort weiterverarbeiten. Geriebene Kartoffeln werden an der Luft schnell grau. Ein paar Tropfen Zitronensaft oder eine mitgeriebene Zwiebel verzögern das.
- Ausdrücken. Die Masse in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig auspressen. Für Knödel ist das unverzichtbar, für Puffer macht es sie knuspriger.
Gekochte Kartoffeln für Gnocchi oder Kartoffelteig lassen sich in einer Reibe schlecht verarbeiten, sie werden klebrig. Dafür nimmt man eine Kartoffelpresse.
Worauf es beim Kauf ankommt
Vor dem Kauf lohnt die Frage, was Sie am häufigsten machen. Danach entscheiden diese Punkte:
- Einsätze aus Edelstahl: rostfrei und lange scharf. Achten Sie darauf, welche Einsätze dabei sind – mindestens eine feine und eine grobe Raspel sowie eine Scheibe.
- Einfüllschacht: Je größer, desto weniger müssen Sie vorschneiden. Ein Stopfer muss dabei sein.
- Zerlegen und Reinigen: Alle Teile mit Lebensmittelkontakt sollten sich ohne Werkzeug abnehmen lassen und spülmaschinenfest sein. Ein kompliziertes Gerät bleibt im Schrank.
- Sicherheit: Der Motor sollte nur laufen, wenn alles korrekt verriegelt ist.
- Zubehör und Ersatzteile: Bietet der Hersteller weitere Einsätze oder Ersatzteile an? Das verlängert die Lebensdauer.
- Standfestigkeit und Lautstärke: Saugfüße oder rutschfeste Füße, und im Zweifel ein Blick in Kundenbewertungen zur Geräuschentwicklung.
Einfache Schnitzelwerke kosten meist zwischen 30 und 80 Euro, Food Processors mit Reibscheiben meist zwischen 80 und 250 Euro. Große Küchenmaschinen mit Durchlaufschnitzler als Zubehör liegen deutlich darüber.
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Wann ein Zerkleinerer die bessere Wahl ist
Wer vor allem Zwiebeln hacken, Kräuter zerkleinern oder Pesto machen will, braucht keine Reibe, sondern einen Zerkleinerer. Er hat unten rotierende Messer in einem geschlossenen Behälter und arbeitet mit kurzen Impulsen. Ein Beispiel ist der Kenwood CH580, laut Hersteller mit vier Klingen:
Für Rohkostsalate aus geraspelten Möhren oder Rotkohl ist er dagegen ungeeignet: Er macht aus dem Gemüse kleine Stückchen oder Mus statt Raspel.
Sicher arbeiten und richtig reinigen
Die Klingen elektrischer Reiben sind genauso scharf wie die von Handreiben. Verletzungen passieren meist nicht beim Reiben, sondern beim Wechseln und Spülen der Einsätze. Deshalb:
- Vor dem Wechseln oder Reinigen immer den Stecker ziehen.
- Einsätze am Rand anfassen, nie über die Klingen wischen.
- Nur mit dem Stopfer nachschieben.
- Kinder dürfen nur unter Aufsicht mitarbeiten.
Reinigen Sie die Einsätze direkt nach dem Gebrauch unter fließendem Wasser mit einer Spülbürste, bevor Stärke und Gemüsesaft antrocknen. Viele Teile sind laut Hersteller spülmaschinenfest; Kunststoffteile können sich durch Möhren oder Rote Bete verfärben, das ist harmlos. Ein Spritzer Speiseöl auf einem Küchentuch löst orangefarbene Verfärbungen oft wieder. Den Motorblock nur feucht abwischen.

Alternativen ohne Motor
Wer nur ab und zu reibt, braucht kein weiteres Elektrogerät:
- Eine Vierkantreibe oder eine Reibe mit Auffangbehälter reicht für kleine Mengen.
- Ein Gemüsehobel (Mandoline) schneidet sehr gleichmäßige Scheiben und Stifte. Nur mit Restehalter benutzen, sonst drohen Schnittverletzungen.
- Eine Trommelreibe mit Handkurbel ist eine gute Zwischenlösung für Käse und Nüsse.
- Für Zucchininudeln eignet sich ein Gemüsespaghettischneider.
- Für Käse gibt es eigene Geräte, siehe elektrische Käsereibe; für die feine Zitrusschale die Zitronenreibe.
Die Empfehlung: Wer mehrmals in der Woche größere Mengen raspelt, kauft ein Schnitzelwerk oder nutzt die Reibscheiben einer vorhandenen Küchenmaschine. Wer ohnehin eine neue Küchenmaschine sucht, achtet auf gute Reibscheiben. Wer nur gelegentlich reibt, bleibt bei der Handreibe. Weitere Helfer finden Sie in der Rubrik Küche.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen elektrischer Gemüsereibe und Zerkleinerer?
Die Reibe hat Trommeln oder Scheiben mit Klingen und macht Raspel, Scheiben oder feines Reibgut. Der Zerkleinerer hat rotierende Messer in einem Behälter und hackt Lebensmittel in kleine Stücke. Für Rohkost und Kartoffelpuffer brauchen Sie die Reibe.
Kann ich mit einer elektrischen Reibe Käse reiben?
Hartkäse wie Parmesan ja, mit dem feinen Reibeinsatz. Weicher Käse wie junger Gouda geht besser gut gekühlt und mit der groben Raspel. Sehr weicher Käse verklebt die Einsätze.
Ist geraspeltes Gemüse gesünder?
Nicht grundsätzlich. Fein zerkleinerte Möhren geben ihr Beta-Carotin allerdings leichter frei, vor allem mit etwas Öl im Dressing. Andererseits verliert geraspeltes Gemüse an der Luft schneller Vitamin C. Am besten raspeln Sie kurz vor dem Essen.
Wie lange gilt die Gewährleistung?
Gegenüber dem Verkäufer haben Sie in Deutschland zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung. Eine Garantie des Herstellers ist eine freiwillige Zusatzleistung mit eigenen Bedingungen. Heben Sie den Kaufbeleg auf, damit Sie den Kauf nachweisen können.
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