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Daunenschlafsack waschen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Mann im Daunenschlafsack zum Waschen
Nach solch einer Tour muss man den Daunenschlafsack waschen
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wann ein Daunenschlafsack gewaschen werden sollte
  2. Pflege statt Wäsche
  3. Punktuelle Reinigung
  4. Waschen in der Maschine
  5. Handwäsche in der Badewanne
  6. Trocknen: Geduld zahlt sich aus
  7. Richtig lagern
  8. Reinigung durch den Fachbetrieb
  9. Loft und Fillpower: was eine Wäsche bewirkt
  10. Häufige Fragen
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Einen Daunenschlafsack sollten Sie nur waschen, wenn er deutlich an Bauschkraft verloren hat, riecht oder sichtbar verschmutzt ist. Dann geht es mit Daunenwaschmittel in einem großen Frontlader oder von Hand in der Badewanne, gefolgt von einem langen, geduldigen Trocknen. Die meiste Arbeit sparen Sie sich allerdings, wenn Sie den Schlafsack gut behandeln und nur selten waschen müssen.

Wann ein Daunenschlafsack gewaschen werden sollte

Anders als ein Bettbezug wird ein Schlafsack nicht regelmäßig gewaschen. Jede Wäsche strapaziert Daunen, Nähte und den dünnen Außenstoff. Gute Gründe für eine Wäsche sind:

  • Er wärmt spürbar schlechter und ist flacher als früher. Oft haben Schweiß und Hautfett die Daunen verklebt.
  • Er riecht, auch nach gründlichem Lüften.
  • Er ist verschmutzt, etwa nach einer Tour mit Schlamm, Rauch oder Sonnencreme.

Wer häufig unterwegs ist, wäscht vielleicht alle paar Jahre; wer ihn einmal im Sommer benutzt, womöglich nie. Vor jeder Wäsche gilt: Pflegehinweise des Herstellers lesen. Sie stehen meist auf einem Etikett im Inneren nahe dem Reißverschluss oder in der Beschreibung.

Pflege statt Wäsche

Diese Gewohnheiten verlängern die Zeit bis zur nächsten Wäsche erheblich:

  • Inlett verwenden. Ein Baumwoll-, Seiden- oder Kunstfaserinlett nimmt Schweiß und Hautfett auf und lässt sich einfach mitwaschen.
  • Lüften nach jeder Nacht. Morgens öffnen und ausbreiten, damit die Körperfeuchtigkeit entweichen kann. Nach der Tour zu Hause einen Tag lang offen auslegen.
  • Sauber ins Bett. Wer abends Sonnencreme, Mückenschutz und Straßenstaub abwäscht, schont den Innenstoff.
  • Aufschütteln vor und nach dem Gebrauch, damit sich die Daunen in den Kammern verteilen.

Ein Schlafsack, der feucht in den Packsack kommt und dort tagelang bleibt, kann muffig werden und Stockflecken bekommen. Nach der Tour also zuerst trocknen, dann einräumen.

Punktuelle Reinigung

Oft ist nur der Kopfbereich speckig, weil dort Haut und Haare den Stoff berühren. Dann reicht es, diese Stelle zu reinigen:

  1. Stelle anfeuchten. Den Stoff vom Füllmaterial weg anheben, so weit es geht, und mit einem feuchten Tuch benetzen.
  2. Waschmittel einarbeiten. Einen Tropfen Daunenwaschmittel auftragen und mit den Fingern sanft verteilen, nicht bürsten.
  3. Ausspülen. Mit einem feuchten Tuch mehrmals nachwischen, bis kein Schaum mehr kommt.
  4. Trocknen. Wasser mit einem Handtuch herausdrücken, den Schlafsack offen liegend trocknen lassen und die Stelle zwischendurch aufschütteln.

Waschen in der Maschine

Ein Daunenschlafsack braucht viel Platz in der Trommel. Für einen Sommerschlafsack reicht oft eine Maschine ab 7 kg, für dicke Winterschlafsäcke ist eine Waschsalonmaschine mit großer Trommel die bessere Wahl. Toplader mit Rührflügel in der Mitte sind ungeeignet.

  1. Nähte und Stoff prüfen. Kleine Löcher vorher flicken, sonst wandern Daunen in die Maschine.
  2. Reißverschlüsse schließen und auf links drehen. Das schützt Außenstoff und Reißverschluss.
  3. Programm wählen. Daunen-, Woll- oder Feinwaschprogramm, Temperatur laut Etikett, meist 30 °C.
  4. Daunenwaschmittel dosieren. Nach Packungsangabe, kein Weichspüler, kein Vollwaschmittel.
  5. Zusätzlich spülen. Mindestens einen Extraspülgang einstellen. Waschmittelreste in der Füllung verkleben die Daunen.
  6. Mäßig schleudern. Mittlere Drehzahl nach Etikett; ein zweiter Schleudergang verkürzt das Trocknen.
  7. Als Bündel herausnehmen. Den nassen Schlafsack mit beiden Armen von unten stützen. Hebt man ihn an einem Ende hoch, zieht das Gewicht der nassen Daunen an den dünnen Kammerwänden im Inneren – diese Stege können reißen, und dann wandert die Füllung.

Welches Mittel passt, erfahren Sie im Beitrag zum Daunenwaschmittel.

Junge Frau liegt in einem Daunenschlafsack
Den Daunenschlafsack waschen ist nach einer langen Tour Pflicht

Handwäsche in der Badewanne

Ohne passende Maschine bleibt die Wanne:

  1. Lauwarmes Wasser einlassen und das Daunenwaschmittel darin auflösen.
  2. Schlafsack hineinlegen und mit flachen Händen untertauchen, bis er vollgesogen ist.
  3. Sanft durchdrücken. Immer wieder drücken und loslassen, nicht reiben oder wringen. Stark verschmutzte Stellen etwas länger bearbeiten.
  4. Spülen. Wasser ablassen, den Schlafsack ausdrücken, frisches Wasser einlassen. Wiederholen, bis das Wasser klar bleibt und nicht mehr schäumt.
  5. Entwässern. Den Schlafsack in der leeren Wanne von einem Ende her aufrollen und das Wasser herausdrücken. Wenn möglich anschließend in der Maschine schleudern.

Trocknen: Geduld zahlt sich aus

Nach dem Waschen ist die Füllung zu Klumpen zusammengefallen. Nur wenn sie beim Trocknen immer wieder bewegt wird, entsteht wieder ein gleichmäßiges Polster.

Im Wäschetrockner gelingt das am besten:

  • Schonprogramm oder niedrige Temperatur, große Trommel.
  • Zwei bis drei Trocknerbälle oder saubere Tennisbälle mitgeben.
  • Zwischendurch herausnehmen, ausschütteln und Klumpen mit den Fingern lösen.
  • Mehrere Stunden und mehrere Durchgänge einplanen.

An der Luft dauert es mehrere Tage bis zu einer Woche. Den Schlafsack flach auf einen großen Wäscheständer oder eine saubere Unterlage legen, nicht über eine Leine hängen – sonst rutscht die nasse Füllung nach unten und die Kammerwände werden belastet. Mehrmals täglich wenden und aufschütteln, keine pralle Sonne, kein Heizkörper.

Fertig ist er erst, wenn sich keine Kammer mehr kühl oder klumpig anfühlt. Im Zweifel einen Tag länger warten.

Richtig lagern

Ein Daunenschlafsack wird locker gelagert, nicht gepresst. Der Kompressionssack ist für den Rucksack da, nicht für den Schrank. Monatelang zusammengedrückt verlieren Daunen an Bauschkraft. Besser ist ein großer, luftdurchlässiger Aufbewahrungssack aus Baumwolle oder Netzstoff, wie er vielen Schlafsäcken beiliegt, oder ein Platz, an dem der Schlafsack ausgebreitet oder hängend liegen kann. Der Raum sollte trocken sein; ein feuchter Keller ist ungeeignet.

Reinigung durch den Fachbetrieb

Wer sich die Wäsche nicht zutraut, kann den Schlafsack in eine auf Daunen spezialisierte Reinigung oder eine Bettfedernreinigung geben. Manche Outdoor-Hersteller bieten auch eigene Wasch- und Reparaturdienste an. Eine gewöhnliche chemische Reinigung ist nicht immer auf Daunen eingerichtet; fragen Sie vorher nach, wie gereinigt wird.

Loft und Fillpower: was eine Wäsche bewirkt

Der Loft ist die Bauschhöhe des Schlafsacks, also wie dick er aufliegt. Er hängt davon ab, wie frei sich die Daunen entfalten können. Die Fillpower dagegen beschreibt die Qualität der Daunen selbst, gemessen als Volumen, das eine bestimmte Menge Daunen einnimmt. Eine Wäsche kann einen verklebten, platten Schlafsack wieder aufbauschen und so den Loft zurückbringen. An der Qualität der Daunen ändert sie nichts.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man einen Daunenschlafsack waschen?

So selten wie möglich. Mit Inlett, regelmäßigem Lüften und punktueller Reinigung kommen viele Schlafsäcke jahrelang ohne komplette Wäsche aus. Waschen Sie, wenn er riecht, verschmutzt ist oder spürbar weniger wärmt.

Warum darf kein Weichspüler an den Schlafsack?

Weichspüler überzieht die Daunen mit einem Film. Sie verkleben, bauschen sich nicht mehr richtig auf, und der Schlafsack wärmt schlechter.

Wie erkenne ich, ob der Schlafsack trocken ist?

Wenn sich die Füllung überall leicht und locker anfühlt und keine Kammer kühl, schwer oder klumpig ist. Ein nasser Schlafsack wiegt deutlich mehr als ein trockener.

Reicht Lüften zum Auffrischen?

Oft ja. Bei leichten Gerüchen und ohne Flecken genügt ein Tag an der frischen Luft im Schatten, dazu kräftiges Aufschütteln.

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