Daunendecke waschen

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Eine Daunendecke lässt sich zu Hause waschen, wenn das Pflegeetikett es erlaubt und die Waschmaschine groß genug ist. Die Wäsche selbst ist dabei der leichte Teil. Schwierig wird es danach: Nasse Daunen verklumpen, und eine Decke, die nicht vollständig durchtrocknet, riecht schnell muffig oder bekommt Stockflecken. Wer den Trockner nutzen kann und Geduld mitbringt, bekommt die Decke aber wieder locker und frisch.
Wie oft muss eine Daunendecke gewaschen werden?
Seltener als viele denken. Der Bezug schützt die Decke vor dem Gröbsten und wird regelmäßig mitgewaschen. Die Decke selbst verträgt jede Wäsche als kleine Belastung: Daunen und Federn werden mit der Zeit brüchiger. Als Anhaltspunkt:
- Alle ein bis drei Jahre bei täglicher Nutzung.
- Früher, wenn die Decke riecht, Flecken durchgekommen sind oder sichtbar an Bauschkraft verloren hat.
- Öfter bei Hausstaubmilbenallergie, sofern die Decke laut Etikett bei 60 °C gewaschen werden darf. Viele Allergiker fahren besser mit einem milbendichten Bezug.
Zwischen den Wäschen hilft Pflege: Die Decke morgens aufschlagen, damit die Feuchtigkeit der Nacht entweicht, regelmäßig kräftig aufschütteln und an trockenen Tagen im Schatten lüften.
Passt die Decke in meine Waschmaschine?
Eine trockene Daunendecke wiegt wenig, eine nasse ein Vielfaches davon. Die Füllung muss sich in der Trommel bewegen können, sonst bleibt sie innen schmutzig und das Waschmittel wird nicht ausgespült.
Faustregeln für die Größe der Maschine:
- Sommer- und Kinderdecken passen meist in eine Maschine mit 7 kg Fassungsvermögen.
- Normale Ganzjahresdecken 135 × 200 cm brauchen eher 8 kg und mehr.
- Dicke Winter- oder Kassettendecken und Übergrößen wie 155 × 220 cm sind oft zu voluminös. Dann in den Waschsalon mit großen Maschinen oder in eine Bettfedernreinigung.
Lässt sich die Decke nur mit Gewalt in die Trommel stopfen, ist die Maschine zu klein. Eine überladene Trommel erzeugt eine Unwucht beim Schleudern, und die Decke wird ungleichmäßig gewaschen.
Das richtige Waschmittel
Ein spezielles Daunenwaschmittel ist die sicherste Wahl. Es wäscht mild und enthält keine Enzyme und keine Bleiche. Alternativ geht ein flüssiges Fein- oder Wollwaschmittel ohne Enzyme – worauf Sie dabei achten, steht im Beitrag zum enzymfreien Waschmittel.
Wichtig:
- Sparsam dosieren. Zu viel Waschmittel schäumt stark, bleibt in der Füllung und lässt die Daunen verkleben. Die Dosierangabe des Daunenwaschmittels gilt, bei Feinwaschmittel eher weniger als für eine normale Ladung.
- Kein Weichspüler. Er legt sich als Film um die Daunen, sie verlieren an Bauschkraft.
- Kein Vollwaschmittel in Pulverform. Es enthält meist Enzyme und Bleichmittel und löst sich in der dichten Füllung schlecht.
Daunendecke in der Maschine waschen – Schritt für Schritt
- Etikett lesen. Temperatur, Waschbarkeit und Trocknereignung stehen dort. Manche Decken sind nur für die Reinigung vorgesehen.
- Hülle prüfen. Nähte und Stoff nach Löchern absuchen und diese vorher schließen. Austretende Federn können die Laugenpumpe verstopfen.
- Decke ausschütteln und locker einrollen. So verteilt sie sich in der Trommel gleichmäßig.
- Programm wählen. Ein Daunen- oder Bettdeckenprogramm, falls vorhanden, sonst Fein- oder Wollwäsche. Die Temperatur richtet sich nach dem Etikett, meist 40 oder 60 °C.
- Zusätzlich spülen. Einen weiteren Spülgang einstellen, damit keine Waschmittelreste in der Füllung bleiben.
- Mäßig schleudern. Eine mittlere Drehzahl nach Etikett entzieht Wasser, ohne die Nähte zu überlasten. Ein zweiter Schleudergang verkürzt das Trocknen.
- Vorsichtig herausnehmen. Die nasse Decke ist schwer. Mit beiden Armen stützen, nicht an einer Ecke herausziehen, sonst reißen Nähte.

Handwäsche in der Badewanne
Ohne passende Maschine bleibt die Handwäsche. Sie ist mühsam, weil sich eine nasse Decke kaum auswringen lässt.
- Einweichen. Wanne mit lauwarmem Wasser füllen, Daunenwaschmittel darin auflösen und die Decke untertauchen.
- Durchdrücken. Die Decke mit flachen Händen immer wieder sanft drücken. Nicht reiben, nicht wringen.
- Spülen. Wasser ablassen, Decke ausdrücken, mit frischem Wasser spülen. So lange wiederholen, bis kein Schaum mehr kommt.
- Entwässern. Die Decke einrollen und das Wasser herausdrücken. Wer kann, schleudert sie anschließend in der Waschmaschine.
Ohne Schleudern dauert das Trocknen sehr lange. Die Handwäsche ist deshalb eher die Notlösung.
Trocknen: der wichtigste Teil
Nasse Daunen verklumpen. Werden sie nicht bewegt, trocknen sie als harte Klumpen, und im Inneren kann die Feuchtigkeit tagelang stehen.
Im Wäschetrockner gelingt es am besten, sofern die Decke laut Etikett trocknergeeignet ist und die Trommel groß genug:
- Niedrige Temperatur oder Schonprogramm wählen. Hohe Hitze schadet Hülle und Daunen.
- Zwei bis drei Trocknerbälle oder saubere Tennisbälle mit hineingeben. Sie klopfen die Klumpen auseinander. Mehr dazu im Beitrag zu Trocknerbällen.
- Zwischendurch aufschütteln. Alle ein bis zwei Stunden die Decke herausnehmen, ausschütteln und Klumpen von Hand lösen.
- Durchhalten. Es dauert mehrere Stunden und oft mehr als einen Durchgang, bis die Decke vollständig trocken ist.
An der Luft geht es auch, dauert aber mehrere Tage. Die Decke dabei flach auf einen Wäscheständer legen, nicht über eine Leine hängen – sonst rutscht die Füllung nach unten. Mehrmals täglich wenden und aufschütteln. Pralle Sonne und Heizkörper sind tabu, sie schädigen Stoff und Daunen. Ein Platz mit Abstand zur Heizung und gutem Luftaustausch ist ideal.
Ob die Decke trocken ist, prüfen Sie mit der Hand: Kein Klumpen darf sich kühl oder schwer anfühlen, auch nicht in den Ecken. Erst dann kommt der Bezug wieder darüber.
Waschsalon oder Bettfedernreinigung?
Waschsalons haben Maschinen und Trockner mit großer Trommel. Planen Sie dort mehrere Stunden für das Trocknen ein oder trocknen Sie die Decke dort nur vor und zu Hause fertig.
Die Bettfedernreinigung geht einen Schritt weiter: Sie öffnet die Decke, reinigt die Füllung, ersetzt auf Wunsch das Inlett und füllt mit frischen Daunen auf. Das lohnt sich bei hochwertigen, älteren Decken, deren Hülle verschlissen ist. Eine normale chemische Reinigung ist dagegen nicht auf Daunen eingerichtet; fragen Sie vorher nach.
Unsere Empfehlung
Lesen Sie zuerst das Etikett und prüfen Sie ehrlich, ob die Decke locker in die Trommel passt. Ist das der Fall, waschen Sie mit Daunenwaschmittel, spülen zusätzlich und trocknen mit Trocknerbällen im Trockner, bis nichts mehr klumpt. Ist die Maschine zu klein oder fehlt ein Trockner, ist der Waschsalon oder die Bettfedernreinigung die bessere Wahl als ein halbherziger Versuch in der Badewanne. Wie Sie Kissen mit Federfüllung waschen, lesen Sie im Beitrag Federkissen waschen.
Häufige Fragen
Bei wie viel Grad wasche ich eine Daunendecke?
So, wie es auf dem Pflegeetikett steht, meist 40 oder 60 °C. 60 °C ist für Allergiker sinnvoll, weil dabei Hausstaubmilben absterben. Höher sollte es nicht sein.
Warum riecht die Daunendecke nach dem Waschen?
Nasse Daunen haben einen eigenen, leicht tierischen Geruch, der beim Trocknen verschwindet. Bleibt ein muffiger Geruch, ist die Füllung nicht vollständig trocken. Dann sofort weitertrocknen, sonst drohen Stockflecken.
Kann ich die Daunendecke ohne Trockner trocknen?
Ja, flach liegend auf dem Wäscheständer, mehrmals täglich gewendet und aufgeschüttelt. Das dauert mehrere Tage. Die Decke darf erst in den Bezug, wenn keine Stelle mehr feucht ist.
Helfen Tennisbälle im Trockner?
Ja, zwei bis drei saubere Tennisbälle oder Trocknerbälle lockern die Füllung und verhindern Klumpen. Neue Tennisbälle können auf helle Hüllen abfärben; im Zweifel in eine helle Socke stecken.



