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Nasswischroboter

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Nasswischroboter und Saugroboter
Während der Saugroboter nur saugt, kann der Nasswischroboter auch wischen
Inhalt7 Abschnitte
  1. Wie ein Wischroboter arbeitet
  2. Für welche Böden er sich eignet
  3. Was ein Wischroboter kann – und was nicht
  4. Worauf Sie beim Kauf achten sollten
  5. Einrichtung und Alltag
  6. Alternativen
  7. Häufige Fragen

Ein Nasswischroboter ist ein Bodenroboter, der Fliesen, Vinyl, Laminat und versiegeltes Parkett selbstständig feucht wischt. Die meisten heutigen Geräte sind Saug-Wisch-Kombinationen: Sie saugen Krümel und Staub auf und ziehen danach ein feuchtes Mikrofaserpad über den Boden. Das Ergebnis ist ein sichtbar gepflegter Boden zwischen den großen Putztagen – aber kein Ersatz für den Wischmopp bei echtem Schmutz.

Wie ein Wischroboter arbeitet

Es gibt drei Bauarten:

  • Reine Wischroboter: kleine, flache Geräte, die nur wischen. Sie tragen ein Mikrofaserpad, das aus einem kleinen Tank befeuchtet wird, und schieben es in Bahnen über den Boden. Manche wischen trocken mit Einwegtüchern.
  • Saugroboter mit Wischplatte: ein normaler Saugroboter, unter dem eine Platte mit feuchtem Tuch hängt. Das Tuch wird nur hinterhergezogen – das nimmt Staub auf, gegen angetrocknete Flecken hilft es kaum.
  • Saug-Wisch-Roboter mit aktiven Mopps: Zwei rotierende Mopps oder eine vibrierende Wischplatte drücken mit etwas Druck auf den Boden und schrubben aktiv. Diese Geräte wischen spürbar gründlicher. Viele heben die Mopps an, sobald sie auf einen Teppich fahren.

Oberklassegeräte kommen mit einer Station, die den Schmutzbehälter absaugt, die Mopps mit Frischwasser auswäscht, das Schmutzwasser in einem eigenen Tank sammelt und die Pads mit warmer Luft trocknet. Das spart viel Handarbeit und verhindert muffige Pads.

Unterseite eines kleinen Wischroboters mit blauem Mikrofaserpad
Ein einfacher Wischroboter mit Mikrofaserpad: nach dem Einsatz sieht man, was er aufgenommen hat

Für welche Böden er sich eignet

Gut geeignet sind alle versiegelten Hartböden: Fliesen, Feinsteinzeug, Vinyl, Linoleum und PVC, Laminat und lackiertes oder versiegeltes Parkett.

Vorsicht bei:

  • Geöltem oder gewachstem Holz und alten Dielen mit offenen Fugen. Sie vertragen Nässe schlecht, Wasser kann in die Fugen ziehen und das Holz aufquellen lassen. Nur mit sehr geringer Wassermenge oder gar nicht wischen lassen – im Zweifel die Pflegeanleitung des Bodenherstellers lesen.
  • Laminat mit offenen Kanten. Hier nur nebelfeucht wischen lassen.
  • Naturstein wie Marmor: Keine sauren Reinigungsmittel in den Tank geben.
  • Teppich: Wischen gehört dort nicht hin. Geräte ohne Moppanhebung müssen Teppiche über Sperrzonen meiden oder Sie legen sie vorher hoch.

Was ein Wischroboter kann – und was nicht

Ein Wischroboter ist eine Pflegehilfe. Er entfernt Staub, Pollen, Pfotenabdrücke, leichte Tropfspuren und den grauen Film, der sich auf Fliesen und Vinyl mit der Zeit bildet. Täglich oder alle paar Tage eingesetzt, bleibt der Boden deutlich länger sauber.

Nicht erwarten sollten Sie:

  • dass eingetrocknete Soße, Kaffee oder klebrige Flecken verschwinden – die müssen vorher eingeweicht oder von Hand entfernt werden,
  • saubere Ecken, Fußleisten und Stellen unter niedrigen Möbeln,
  • einen Boden nach Renovierung oder Umzug sauber zu bekommen. Grobe Verschmutzung verteilt er nur.

Wer den Roboter ohnehin laufen lässt, wischt trotzdem gelegentlich von Hand nach, etwa mit einem Sprühwischer.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

WischsystemRotierende Mopps oder vibrierende Platte wischen gründlicher als ein nur hinterhergezogenes Tuch.
MoppanhebungHebt die Mopps auf Teppich an, meist um 5 bis 10 mm oder mehr. Wichtig bei gemischten Böden.
WassermengeMehrstufig regelbar, für empfindliche Böden die niedrigste Stufe wählen.
NavigationLaser (LiDAR) oder Kamera mit Raumkarte, Sperrzonen und Raumauswahl per App. Geräte ohne Karte fahren nach Zufallsprinzip und lassen Stellen aus.
HinderniserkennungErkennt Kabel, Socken, Tierhaufen. Spart Ärger, wenn die Wohnung nicht aufgeräumt ist.
StationAbsaugstation, Moppwäsche, Trocknung. Komfortabel, braucht aber Platz und kostet deutlich mehr.
HöheUnter Sofa und Bett messen: Viele Geräte sind 9–10 cm hoch, mit Laserturm mehr.
ErsatzteileMopps, Filter, Bürsten und Akku sollten nachkaufbar sein.

Einfache Wischroboter und Saugroboter mit Wischplatte gibt es ab etwa 150 Euro. Saug-Wisch-Roboter mit aktiven Mopps und Raumkarte kosten meist 300 bis 600 Euro, mit Komplettstation deutlich mehr.

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Einrichtung und Alltag

  1. Station aufstellen. An einer Wand mit etwas Platz links, rechts und davor, nicht direkt neben der Treppe.
  2. Karte erstellen lassen. Beim ersten Lauf erkundet das Gerät die Wohnung. Danach Räume benennen, Sperrzonen für Teppiche, Hundenapf und Kabelnester setzen.
  3. Aufräumen. Socken, Kabel und Spielzeug vom Boden. Je freier der Boden, desto besser das Ergebnis.
  4. Tank füllen. Klares, handwarmes Wasser genügt meist. Reinigungsmittel nur, wenn der Hersteller es erlaubt, dann das vorgesehene. Kein Essig und keine stark schäumenden Mittel – sie können Dichtungen und Pumpen schaden.
  5. Pflegen. Mopps nach jedem Einsatz auswaschen oder die Station das machen lassen, Schmutzwassertank leeren, Station und Behälter regelmäßig ausspülen, sonst riecht es.

Treppen: Absturzsensoren verhindern den Sturz meist zuverlässig, bei sehr dunklen oder spiegelnden Böden und Kanten können sie aber irren. Gerade bei offenen Treppen oder Galerien lohnt eine Sperrzone. Auch Haustiere und Kleinkinder sollten nicht unbeaufsichtigt mit einem laufenden Gerät in einem Raum sein, das Kabel oder Kleinteile einsaugen kann.

Alternativen

  • Wischsauger oder Nass-Trocken-Sauger: Handgeführte Geräte, die gleichzeitig wischen und Schmutzwasser aufsaugen. Gründlicher als ein Roboter, aber nicht automatisch. Mehr dazu im Beitrag Staubsauger mit Wischfunktion.
  • Staubwischroboter: kleine Geräte, die nur trocken wischen. Sie halten Staub in Schach, wischen aber nicht nass; siehe Staubwischroboter.
  • Wischmopp mit Sprühfunktion: günstig, schnell, für kleine Wohnungen oft genug.

Unsere Empfehlung: Wer überwiegend Hartböden hat und gern zwischen den Putztagen einen sauberen Boden möchte, profitiert von einem Saug-Wisch-Roboter mit rotierenden Mopps, Moppanhebung und Raumkarte. Einfache Geräte mit nur hinterhergezogenem Tuch sind eher Staubfänger als Wischer. Weitere Helfer finden Sie in der Rubrik Reinigen und Putzen.

Häufige Fragen

Kann ein Wischroboter auf Parkett eingesetzt werden?

Auf versiegeltem oder lackiertem Parkett ja, mit geringer Wassermenge. Geöltes oder gewachstes Holz und Böden mit offenen Fugen vertragen Nässe schlecht – dort besser nicht oder nur nach Rücksprache mit dem Bodenhersteller wischen lassen.

Wie lange läuft ein Wischroboter mit einer Akkuladung?

Die Herstellerangaben liegen meist zwischen etwa 90 und 180 Minuten, im Wischbetrieb eher im unteren Bereich. Für eine normale Wohnung reicht das. Viele Geräte fahren bei leerem Akku zur Station und setzen die Reinigung danach fort.

Darf ich Reinigungsmittel in den Wassertank geben?

Nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt, und dann nur das empfohlene Mittel. Essig, Allzweckreiniger oder stark schäumende Mittel können Pumpe und Dichtungen beschädigen und Rückstände hinterlassen.

Ersetzt ein Wischroboter das Wischen von Hand?

Nicht ganz. Er hält Böden sauber, schafft aber keine eingetrockneten Flecken, Ecken und Fußleisten. Gelegentliches Wischen von Hand bleibt nötig.