Apfelschälmaschine

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Eine Apfelschälmaschine ist ein kleines Küchengerät, das Äpfel mechanisch schält – meist mit einer Handkurbel, seltener elektrisch. Die verbreiteten 3-in-1-Geräte entkernen den Apfel dabei gleich und schneiden ihn in eine gleichmäßige Spirale. Für einzelne Äpfel ist der Sparschäler schneller, sobald aber ein Eimer voll verarbeitet werden soll, spart die Maschine viel Zeit.
Wie eine Apfelschälmaschine funktioniert
Die klassische Kurbelmaschine hat eine Gewindestange mit einer Gabel am vorderen Ende. Auf diese Gabel wird der Apfel gesteckt. Dreht man die Kurbel, rotiert der Apfel und wandert dabei langsam nach vorn. Ein federnd gelagertes Schälmesser liegt an der Schale an und zieht sie in einem langen Band ab.
Bei 3-in-1-Geräten sitzen vorn zusätzlich ein rundes Entkernungsrohr und ein Schneidmesser. Während der Apfel nach vorn wandert, schneidet das Messer ihn in eine Spirale aus dünnen Ringen, das Rohr sticht das Kerngehäuse heraus. Am Ende liegt der entkernte, geschälte Apfel als Spirale auf der Stange, das Kerngehäuse bleibt auf der Gabel. Ein Schnitt längs durch die Spirale, und Sie haben gleichmäßige Scheiben für Kuchen oder Dörrobst.
Die meisten Geräte lassen sich so einstellen, dass sie nur schälen oder nur schneiden – etwa wenn die Schale dranbleiben soll.

Kurbel oder elektrisch?
Kurbelmaschinen sind der Standard. Sie sind robust, brauchen keinen Strom und schälen je nach Übung einen Apfel in wenigen Sekunden. Sie werden mit einem Saugfuß oder einer Schraubzwinge an der Arbeitsplatte befestigt.
Elektrische Apfelschäler arbeiten anders: Der Apfel wird senkrecht aufgespießt, ein Arm mit Schälklinge fährt auf Knopfdruck von oben nach unten und schält die Frucht, während sie sich dreht. Sie laufen mit Batterien oder Netzteil. Meist schälen sie nur, entkernen und schneiden also nicht. Ihr Vorteil: Sie brauchen keine Kraft und eignen sich für Menschen, denen das Kurbeln schwerfällt. Dafür sind sie weniger robust und oft langsamer als geübtes Kurbeln.

| Kurbelmaschine 3-in-1 | Elektrischer Schäler | |
| Schälen | ja | ja |
| Entkernen und Spiralschneiden | ja | meist nein |
| Kraftaufwand | gering, aber Kurbeln nötig | keiner |
| Befestigung | Saugfuß oder Tischklemme | steht frei |
| Strom | nein | Batterien oder Netzteil |
| Typischer Einsatz | Kuchen, Dörrobst, große Mengen | Schälen bei eingeschränkter Handkraft |
Für welche Äpfel sie sich eignet
Die Maschine arbeitet am besten mit festen, möglichst runden Äpfeln mittlerer Größe. Mürbe, mehlige Äpfel zerbrechen auf der Gabel oder werden vom Messer zerrissen. Sehr kleine Äpfel rutschen am Messer vorbei, sehr große passen nicht durch das Entkernungsrohr, und unförmige oder stark gerippte Früchte behalten Schalenreste in den Mulden. Gut geeignet sind feste Sorten wie Boskop, Elstar, Braeburn oder Jonagold, frisch aus dem Lager.
Auch Birnen lassen sich schälen, wenn sie noch fest sind. Kartoffeln funktionieren mit vielen Kurbelgeräten ebenfalls, sofern sie rund und fest sind. Bei länglichen oder knubbeligen Knollen bleibt allerdings einiges an Schale stehen, das Sie mit dem Sparschäler nacharbeiten müssen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Befestigung: Ein Saugfuß hält nur auf glatten, fugenlosen Flächen wie Kunststoff-, Glas- oder Steinplatten. Auf Holz mit Maserung oder gefliesten Flächen hält eine Schraubzwinge besser, sie braucht aber einen Tisch mit überstehender Kante.
- Material: Gestelle aus Gusseisen oder Metall sind robust, Kunststoffgeräte leichter. Klingen und Gabel sollten aus rostfreiem Edelstahl sein.
- Verstellbarkeit: Schälen, Entkernen und Schneiden sollten sich einzeln abschalten lassen.
- Ersatzteile: Ersatzklingen verlängern das Leben der Maschine erheblich. Fragen Sie vor dem Kauf nach, ob es sie gibt.
- Reinigung: Viele Kurbelgeräte sind nicht spülmaschinenfest. Achten Sie darauf, dass sich die Teile leicht abspülen lassen.
Einfache Kurbelgeräte kosten meist zwischen 15 und 40 Euro, elektrische Schäler liegen in einem ähnlichen Bereich. Ein bekanntes Beispiel für eine Kurbelmaschine mit Saugfuß ist dieses Modell:
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So schälen Sie Äpfel mit der Kurbelmaschine
- Gerät befestigen. Arbeitsfläche und Saugfuß anfeuchten oder sauber wischen, das Gerät aufsetzen und den Hebel umlegen. Rüttelt es noch, hält es beim Kurbeln nicht.
- Apfel aufstecken. Den Apfel mit dem Stielansatz mittig auf die Gabel drücken. Sitzt er schief, wird die Spirale ungleichmäßig und das Kerngehäuse nicht getroffen.
- Messer anlegen. Das Schälmesser an den Apfel klappen.
- Gleichmäßig kurbeln. Ohne Ruck drehen, bis der Apfel das Ende der Stange erreicht hat.
- Apfel abnehmen. Die Spirale vom Entkernungsrohr ziehen und das Kerngehäuse von der Gabel lösen, Kurbelstange zurückdrehen.
Damit die Äpfel nicht braun werden, legen Sie die fertigen Spiralen in eine Schüssel mit Wasser und etwas Zitronensaft.
Vorsicht: Klingen, Entkernungsrohr und Gabelzinken sind scharf. Fassen Sie beim Abnehmen des Kerngehäuses nicht in die Zinken, und lassen Sie Kinder nur unter Aufsicht kurbeln.
Wofür sich die Maschine lohnt
Eine Apfelschälmaschine ist ein Saisongerät. Richtig nützlich wird sie, wenn im Herbst Äpfel aus dem Garten verarbeitet werden müssen: für Apfelkuchen und Strudel, für Apfelmus und Kompott oder für Apfelringe im Dörrgerät. Durch die gleichmäßigen Scheiben trocknen die Ringe gleichzeitig, mehr dazu im Beitrag zum Infrarot-Dörrautomaten. Die Schalen und Kerngehäuse können übrigens noch in den Dampfentsafter, wenn Sie ohnehin Äpfel entsaften.
Wer nur ab und zu einen Apfel schält, braucht keine Maschine. Ein guter Sparschäler und ein Apfelschneider, der den Apfel in Spalten teilt und entkernt, reichen dann völlig und nehmen weniger Platz weg.
Reinigung und Pflege
Reinigen Sie die Maschine gleich nach dem Gebrauch. Apfelsaft trocknet klebrig an und macht die Mechanik schwergängig. Meist genügt es, Gabel, Klingen und Stange unter fließendem Wasser mit einer Bürste abzuspülen und das Gerät danach gut abtrocknen zu lassen. Gusseiserne Teile können rosten, wenn sie nass liegen bleiben. Halten Sie sich bei der Spülmaschine an die Herstellerangabe – viele Kurbelgeräte sollen nur von Hand gespült werden. Ein Tropfen Speiseöl auf das Gewinde hält die Kurbel leichtgängig.
Klingen werden mit der Zeit stumpf. Sie merken es daran, dass die Schale ausfranst oder das Messer über die Schale rutscht, statt zu schneiden. Dann ist es Zeit für eine Ersatzklinge. Weitere praktische Helfer finden Sie in der Rubrik Küche.
Häufige Fragen
Kann man mit einer Apfelschälmaschine auch Kartoffeln schälen?
Ja, runde und feste Kartoffeln lassen sich mit vielen Geräten schälen. Bei länglichen oder unförmigen Knollen bleiben Schalenreste, die Sie nachschälen müssen.
Welche Äpfel eignen sich am besten?
Feste, runde Äpfel mittlerer Größe, etwa Boskop, Elstar oder Braeburn. Mehlige und weiche Äpfel zerbrechen, sehr kleine rutschen am Messer vorbei.
Warum hält der Saugfuß nicht?
Saugfüße brauchen eine glatte, fugenlose Fläche. Auf Holzmaserung, Fliesen oder rauen Oberflächen halten sie schlecht. Dann hilft ein Gerät mit Schraubzwinge oder eine glatte Unterlage wie ein Schneidebrett aus Kunststoff, das selbst rutschfest liegt.
Darf die Apfelschälmaschine in die Spülmaschine?
Das hängt vom Gerät ab. Viele Kurbelmaschinen sind nur für die Handwäsche gedacht, besonders solche mit Gusseisen- oder Holzteilen. Die Herstellerangabe entscheidet.
Kann man die Äpfel ungeschält nur in Spiralen schneiden?
Bei den meisten 3-in-1-Geräten ja: Das Schälmesser wird einfach weggeklappt, dann schneidet und entkernt die Maschine nur.



