Staubwischer

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Ein Staubwischer – auch Staubwedel, Staubfeger oder Staubmagnet genannt – nimmt Staub von Möbeln, Regalen, Lampen und Heizkörpern auf und hält ihn fest, statt ihn in die Luft zu wirbeln. Das gelingt nur mit dem richtigen Material: Mikrofaser, Lammwolle, echte Straußenfedern oder imprägnierte Einwegtücher. Billige Wedel aus glatten Kunststoffborsten verteilen Staub dagegen oft nur. Mit Teleskopstiel ersetzt ein guter Staubwischer außerdem die Leiter für die Oberseiten von Schränken.
Wie ein Staubwischer den Staub festhält
Staub besteht aus feinsten Fasern, Hautschüppchen, Pollen, Sand und Ruß. Wer ihn mit einem trockenen Tuch wegwischt, wirbelt einen Teil auf, und er setzt sich eine Stunde später wieder ab. Ein Staubwischer soll das verhindern. Je nach Material auf unterschiedliche Weise:
- Mikrofaser besteht aus extrem feinen Kunstfasern mit vielen Zwischenräumen, in denen sich Staub mechanisch verfängt.
- Lammwolle enthält natürliches Wollfett (Lanolin), an dem Staub haften bleibt.
- Straußenfedern laden sich beim Wischen leicht elektrostatisch auf und fangen Staub in ihren feinen Verästelungen.
- Einwegtücher („Staubmagnet“) aus Vlies sind so strukturiert und oft leicht imprägniert, dass Staub daran hängen bleibt. Nach Gebrauch landen sie im Müll.
Ein feuchtes Tuch bindet Staub übrigens auch zuverlässig. Es hinterlässt auf manchen Oberflächen aber Schlieren und eignet sich nicht für Elektronik, Bücher oder Stoffe.
Die Materialien im Vergleich
| Material | Stärken | Schwächen |
| Mikrofaser | nimmt viel Staub auf, schonend, meist waschbar, auch als Teleskopmodell | Kunstfaser; beim Waschen lösen sich Fasern |
| Lammwolle | weich, bindet Staub gut, sehr langlebig | nur selten und von Hand waschbar, riecht anfangs nach Wolle |
| Straußenfedern | sehr fein, gut für Bilderrahmen, Figuren, Bücherrücken | teurer, empfindlich, nicht waschbar |
| Einwegtücher | sehr gute Aufnahme, hygienisch, kein Waschen | laufende Kosten, Müll |
| Kunststoffborsten | billig | verteilt Staub, kann Displays und Lack zerkratzen |
Für die meisten Haushalte ist ein waschbarer Mikrofaser-Wedel die vernünftige Wahl. Wer gern mit Naturmaterial arbeitet, greift zu Lammwolle, die bei guter Pflege viele Jahre hält. Einwegsysteme sind praktisch für Allergiker, weil der Staub mit dem Tuch aus dem Haus geht.

Worauf Sie beim Kauf achten
Stiel: Ein Teleskopstiel, der sich auf zwei Meter oder mehr ausziehen lässt, reicht für Schrankoberseiten, Deckenlampen und Spinnweben in Raumecken. Für Regale und Tische genügt ein kurzer Handwedel. Achten Sie auf eine Arretierung, die unter Last nicht nachgibt.
Kopf: Ein biegsamer oder abwinkelbarer Kopf kommt hinter Heizkörper, unter Möbel und auf die Oberseite von Schränken, ohne dass Sie sich strecken müssen. Schmale, lange Köpfe passen zwischen Heizkörperrippen.
Wechselbarkeit: Ein abnehmbarer Bezug oder Kopf lässt sich waschen oder austauschen, ohne den ganzen Wischer zu ersetzen.
Waschbarkeit: Mikrofaser sollte bei mindestens 40 °C, besser 60 °C waschbar sein. Die Pflegeangabe steht meist auf der Verpackung.
Griff: Rutschfest und so geformt, dass das Handgelenk nicht abknickt.
Gute Staubwischer kosten meist zwischen 10 und 30 Euro, echte Straußenfederwedel und Lammwollwedel mit langem Stiel auch mehr. Einwegsysteme sind in der Anschaffung günstig, die Nachfülltücher kosten aber dauerhaft.
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Wer hohe Decken hat, sucht gezielt nach einem Staubwedel mit Teleskopstiel; für Heizkörper gibt es eigene Heizkörperbürsten mit langem, schmalem Kopf.
So wischen Sie Staub richtig
- Von oben nach unten. Erst Lampen, Schrankoberseiten und hohe Regale, dann Tische und Fensterbänke, zuletzt den Boden. Was herunterfällt, nimmt der Staubsauger mit.
- Langsam wischen. Hastige Bewegungen wirbeln Staub auf, auch mit dem besten Wedel.
- Nicht ausschütteln im Raum. Den Wedel zwischendurch draußen oder am offenen Fenster ausschütteln, sonst landet der Staub wieder im Zimmer.
- Empfindliches mit Gefühl. Bilderrahmen, Figuren und Pflanzen nur leicht abtupfen.
- Danach saugen. Staubwischen vor dem Saugen, nicht umgekehrt.
Zweimal pro Woche ist für die meisten Wohnungen reichlich; wer Allergiker im Haus hat, wischt öfter. Mehr Tipps, wie weniger Staub entsteht, finden Sie in unserem Beitrag Im Kampf gegen Staub.
Bildschirme, Elektronik und empfindliche Flächen
Fernseher, Monitore und Laptopbildschirme haben empfindliche Beschichtungen. Nehmen Sie dafür nur weiche Mikrofaser oder einen Wedel, der ausdrücklich für Bildschirme geeignet ist, und wischen Sie ohne Druck. Kunststoffborsten, Küchenpapier und Frotteetücher können feine Kratzer hinterlassen. Geräte vorher ausschalten, dann sehen Sie den Staub besser, und bei Bedarf ein Mikrofasertuch nur leicht anfeuchten, nie direkt auf den Bildschirm sprühen. Hochglanzmöbel und lackiertes Holz behandeln Sie genauso.
Staubwischer reinigen und pflegen
Mikrofaser: Regelmäßig ausschütteln, bei sichtbarer Verschmutzung waschen – je nach Etikett in der Maschine bei 40 bis 60 °C, ohne Weichspüler, weil dieser die Fasern verklebt. Lufttrocknen lassen.
Lammwolle: Nach jedem Gebrauch draußen ausschütteln oder zwischen den Handflächen rollen. Nur selten waschen, dann lauwarm von Hand mit Wollwaschmittel, gut ausdrücken und liegend trocknen. Zu häufiges Waschen entfernt das Wollfett, das den Staub bindet. Für die Pflege von Lammfell gibt es eigene Anleitungen, etwa zum Schaffell waschen.
Straußenfedern: Nur ausschütteln oder im Freien ausklopfen. Nicht waschen.
Einwegtücher: Wechseln, sobald sie grau sind, und in den Restmüll.
Wann andere Helfer besser sind
Ein Staubwischer ist das Werkzeug für Oberflächen. Gegen Staub auf dem Boden helfen Staubsauger und Wischer; wer den Aufwand ganz abgeben will, sieht sich einen Staubwischroboter an. Polster, Matratzen und Vorhänge sammeln Staub und Milben, die ein Wedel nicht erreicht. Für Heizkörper mit engen Lamellen ist eine schmale Bürste oder der Staubsauger mit Fugendüse gründlicher. Weitere Ideen finden Sie in der Rubrik Reinigen & Putzen.
Häufige Fragen
Welcher Staubwischer ist am besten für Allergiker?
Einer, der Staub zuverlässig festhält und ihn aus der Wohnung bringt: waschbare Mikrofaser, die regelmäßig heiß gewaschen wird, oder Einwegtücher. Nicht im Raum ausschütteln. Staubwischen ersetzt aber nicht das Saugen mit einem Gerät mit gutem Filter und das Waschen der Bettwäsche.
Kann man Staubwedel aus Lammwolle waschen?
Ja, aber selten und schonend: lauwarm von Hand mit Wollwaschmittel, nicht wringen, liegend trocknen. Im Alltag reicht Ausschütteln. Zu häufiges Waschen nimmt der Wolle das Fett, das den Staub bindet.
Sind Straußenfederwedel besser als Mikrofaser?
Sie sind feiner und eignen sich gut für empfindliche Dekoration, Bücher und Bilderrahmen. Für den Alltag mit viel Staub und unterschiedlichen Flächen ist ein waschbarer Mikrofaser-Wedel robuster und günstiger.
Warum liegt der Staub nach dem Wischen gleich wieder da?
Meist wurde er aufgewirbelt statt aufgenommen – durch zu schnelles Wischen, einen ungeeigneten Wedel oder Ausschütteln im Raum. Von oben nach unten wischen, danach saugen und den Wedel draußen ausschütteln.
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