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Staubsauger mit Wischfunktion

Christoph · 7 Min. Lesezeit

Junge Frau wischt den Fußboden
Ein Staubsauger mit Wischfunktion könnte diese junge Frau erlösen
Inhalt9 Abschnitte
  1. Drei Gerätearten mit ähnlichem Namen
  2. Wie ein Wischsauger arbeitet
  3. Akkusauger mit Wischaufsatz
  4. Saug-Wischroboter
  5. Darauf kommt es beim Kauf an
  6. Welche Böden vertragen den Wischsauger?
  7. Grenzen im Alltag
  8. Für wen sich die Anschaffung lohnt
  9. Häufige Fragen
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Ein Staubsauger mit Wischfunktion nimmt in einem Arbeitsgang losen Schmutz auf und wischt den Boden feucht. Das klappt am besten mit einem echten Wischsauger, der eine nasse Walze hat und das Schmutzwasser sofort wieder absaugt. Akkusauger mit aufsteckbarem Wischpad und Saug-Wischroboter sind bequemer, wischen aber eher leicht nach. Für Wohnungen mit viel Hartboden, Kindern oder Haustieren kann so ein Gerät den Wischmopp weitgehend ersetzen – für stark verschmutzte Böden und Ecken bleibt er trotzdem nützlich.

Drei Gerätearten mit ähnlichem Namen

Im Handel läuft vieles unter „Staubsauger mit Wischfunktion“. Die Geräte arbeiten aber grundverschieden:

GeräteartSo wird gewischtStärkenSchwächen
Wischsauger (Nass-Trocken-Sauger)Eine rotierende, ständig befeuchtete Walze schrubbt; das Schmutzwasser wird abgesaugt und in einem eigenen Tank gesammeltGründlich, auch bei angetrockneten Flecken; nimmt Verschüttetes aufSchwer, laut, Walze und Tank müssen nach jedem Einsatz gereinigt werden
Akkusauger mit WischaufsatzEin Wassertank befeuchtet ein Mikrofaserpad, das hinter der Saugdüse über den Boden gleitetLeicht, schnell bereit, gut für tägliches NachwischenWischt nur feucht nach, schiebt Schmutz eher, als ihn aufzunehmen
Saug-WischroboterEin feuchtes Tuch oder rotierende Pads ziehen hinter dem Roboter herArbeitet allein, auch wenn niemand zu Hause istEcken und Kanten bleiben oft liegen, Vorbereitung nötig

Früher gab es außerdem kabelgebundene Kombigeräte, die mit Wasserimpulsen und Mikrofasertuch arbeiteten. Heute dominieren Wischsauger mit Walze, meist mit Akku und oft mit einer Station, die das Gerät nach der Arbeit selbst ausspült.

Wie ein Wischsauger arbeitet

Der Wischsauger hat zwei Tanks. Aus dem Frischwassertank wird Wasser, gegebenenfalls mit einem Reiniger, auf eine weiche Walze aus Mikrofaser oder Filz geleitet. Die Walze dreht sich schnell, schrubbt den Boden und nimmt Schmutz auf. Gleichzeitig saugt das Gerät Walze und Boden ab, das Schmutzwasser landet im zweiten Tank. So kommt, anders als beim Wischmopp, nie Schmutzwasser zurück auf den Boden.

Weil der Boden nur feucht bleibt, trocknet er nach wenigen Minuten. Verschüttete Getränke, Krümel vom Frühstückstisch und festgetretene Spuren nimmt das Gerät in einem Durchgang auf. Grenzen gibt es trotzdem: Die Tanks fassen meist unter einem Liter, der Akku hält je nach Modell etwa eine halbe Stunde, und in Ecken kommt die breite Walze nicht ganz hinein.

Akku-Stielsauger auf hellem Holzboden vor einer weißen Kommode
Akkusauger lassen sich oft mit einem Wischaufsatz nachrüsten

Akkusauger mit Wischaufsatz

Viele Akku-Stielsauger gibt es mit einem Wischaufsatz: einem kleinen Wassertank, der unter oder hinter der Bodendüse eingeklickt wird und ein Mikrofaserpad befeuchtet. Vorne saugt die Düse, hinten wischt das Pad nach. Das ist praktisch für die tägliche Runde auf Fliesen und Laminat, zum Beispiel gegen Pfotenabdrücke oder Staubschleier.

Erwarten sollten Sie davon aber kein gründliches Wischen. Das Pad wird nicht ausgewaschen, sondern verteilt nach einigen Quadratmetern auch Schmutz. Für eine größere Wohnung braucht es mehrere Pads zum Wechseln. Wer ohnehin einen Akkusauger kaufen möchte, bekommt den Wischaufsatz aber oft günstig dazu. Worauf es beim Akkusauger selbst ankommt, lesen Sie im Vergleich mit dem Stielstaubsauger mit Kabel.

Saug-Wischroboter

Roboter mit Wischfunktion ziehen ein feuchtes Tuch oder zwei rotierende Pads hinter sich her. Einfache Modelle wischen nur, ohne zu saugen – wie der Wischroboter auf unserem Foto, der mit einem Mikrofasertuch über Fliesen fährt. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Staubwischroboter.

Unterseite eines Wischroboters mit blauem Mikrofasertuch auf Fliesenboden
Mittels Mikrofasertuch wischt der Roboter (hier ohne Saugfunktion).

Aufwendigere Modelle saugen und wischen in einem Durchgang, heben das Wischpad auf Teppich an und kehren zu einer Station zurück, die Pads auswäscht, Schmutzwasser aufnimmt und Frischwasser nachfüllt. Sie sind bequem, aber auch deutlich teurer. Alle Roboter brauchen einen aufgeräumten Boden: Kabel, Socken und Spielzeug müssen weg, sonst bleibt der Roboter hängen. Einen genaueren Blick auf reine Wischroboter bietet unser Ratgeber zum Nasswischroboter.

Junge Frau sitzt auf einem Parkettboden neben einem Saugroboter
Vollautomatisierte Akku Staubsauger mit Wischfunktion ersparen im Haushalt viel Zeit

Darauf kommt es beim Kauf an

  • Bodenarten. Gewischt wird nur auf Hartböden. Wer viel Teppich hat, braucht zusätzlich einen normalen Sauger oder ein Gerät, das die Wischfunktion abschalten kann.
  • Tankgröße. Wischsauger haben meist zwischen 0,5 und 1 Liter Frischwasser. Für eine Wohnung mit 60 bis 80 m² Hartboden reicht das oft für einen Durchgang.
  • Laufzeit. Bei Akku-Wischsaugern liegen die Herstellerangaben meist zwischen 25 und 40 Minuten, bei Akkusaugern ohne Wischfunktion teils deutlich mehr. Ein wechselbarer Akku ist ein Vorteil.
  • Wassermenge regelbar. Für Parkett und Laminat muss sich die Wassermenge reduzieren lassen, für Fliesen darf es mehr sein.
  • Selbstreinigung. Viele Wischsauger spülen Walze und Leitungen in der Ladestation durch, manche trocknen die Walze mit warmer Luft. Das spart Arbeit und verhindert Geruch.
  • Gewicht und Randreinigung. Wischsauger wiegen mit gefüllten Tanks oft 4 bis 5 kg. Eine Walze, die bis an die Kante reicht, ist bei Sockelleisten und Möbelfüßen viel wert.
  • Ersatzteile. Walzen, Filter und Pads nutzen sich ab. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob sie einzeln nachzukaufen sind.

Die Preise reichen grob von 150 Euro für einfache Akkusauger mit Wischaufsatz über 250 bis 600 Euro für Wischsauger mit Station bis weit darüber für Roboter mit Reinigungsstation.

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Wer vor allem Hartböden hat und gründlich wischen will, sucht gezielt nach einem Nass-Trockensauger mit Wischwalze. Wer schon einen Akkusauger besitzt, sollte zuerst prüfen, ob der Hersteller einen passenden Wischaufsatz anbietet.

Welche Böden vertragen den Wischsauger?

Fliesen, Feinsteinzeug, Vinyl und Linoleum sind unproblematisch. Bei versiegeltem Parkett und Laminat entscheidet die Wassermenge: Nur nebelfeucht wischen, keine Pfützen stehen lassen und die Freigabe des Bodenherstellers beachten. Geöltes oder gewachstes Holz sollten Sie nur nach Herstellerangaben nass reinigen. Naturstein wie Marmor und Kalkstein verträgt keine sauren Reiniger, hier nur klares Wasser oder einen pH-neutralen Reiniger verwenden.

Verwenden Sie im Wischsauger nur Reiniger, die der Gerätehersteller freigibt, oder klares Wasser. Normale Bodenreiniger schäumen oft zu stark, der Schaum kann in den Motorraum gelangen. Essig, Entkalker und chlorhaltige Mittel greifen Dichtungen und Schläuche an – und chlorhaltige Reiniger dürfen nie mit Essig oder anderen Säuren zusammenkommen, weil dabei giftiges Chlorgas entsteht. Destilliertes Wasser ist in der Regel nicht nötig. In Gegenden mit sehr hartem Wasser kann es die Ablagerungen im Gerät verringern; was der Hersteller empfiehlt, steht in der Anleitung.

Grenzen im Alltag

Kein Kombigerät ist ein Wundermittel. Typische Schwachstellen:

  • Grober Schmutz. Große Krümel, Erde aus dem Blumentopf und Katzenstreu verstopfen manche Wischsauger. Vorher kurz saugen oder kehren.
  • Lange Haare. Menschenhaar und lange Tierhaare wickeln sich um die Walze. Viele Hersteller bieten dafür Schneidkanten oder Kämme an, trotzdem muss die Walze regelmäßig gereinigt werden.
  • Scherben. Glasscherben gehören mit Handfeger und Kehrblech aufgenommen, nicht in den Wischsauger – sie können Walze und Schläuche beschädigen.
  • Ecken. Die breite Walze erreicht Ecken nicht vollständig. Hier hilft gelegentlich ein Tuch.
  • Hygiene. Ein Schmutzwassertank, der ein paar Tage stehen bleibt, riecht unangenehm. Nach jedem Einsatz leeren, ausspülen und offen trocknen lassen.
Mann saugt mit einem Akkusauger auf einem gelben Teppich unter dem Bett
Auf Teppich wird nur gesaugt – die Wischfunktion bleibt dort aus

Für wen sich die Anschaffung lohnt

Ein Wischsauger lohnt sich in Haushalten mit viel Hartboden, in denen täglich etwas auf dem Boden landet: Familien mit kleinen Kindern, Hunde- und Katzenbesitzer, offene Küchen mit Essbereich. Hier ersetzt er das tägliche Saugen und die Zwischenreinigung mit dem Mopp. Für kleine Wohnungen mit wenig Hartboden ist er dagegen oft überdimensioniert. Dort reichen ein Akkusauger und ein Putzeimer mit Presse oder ein Sprühwischer für die gelegentliche feuchte Reinigung.

Unsere Empfehlung: Wer wirklich wischen will, kauft einen Wischsauger mit Walze und Selbstreinigung. Wer vor allem saugt und nur ab und zu nachwischt, ist mit einem guten Akkusauger mit Wischaufsatz besser bedient – er ist leichter und vielseitiger.

Häufige Fragen

Kann ein Staubsauger mit Wischfunktion den Wischmopp ersetzen?

Für die regelmäßige Reinigung meist ja, zumindest ein Wischsauger mit Walze. Bei hartnäckigem Schmutz, in Ecken und für die gelegentliche Grundreinigung bleibt ein Mopp aber nützlich. Wischpads an Akkusaugern ersetzen den Mopp nicht.

Darf ich mit dem Wischsauger Parkett reinigen?

Versiegeltes Parkett in der Regel ja, wenn Sie die geringste Wassermenge wählen und der Boden danach schnell trocknet. Geöltes oder gewachstes Parkett nur nach Freigabe durch den Bodenhersteller. Im Zweifel an einer unauffälligen Stelle ausprobieren.

Welches Reinigungsmittel gehört in den Wischsauger?

Am sichersten ist das Mittel des Geräteherstellers oder klares Wasser. Normale Bodenreiniger schäumen oft zu stark. Essig und Entkalker greifen Dichtungen an und haben im Gerät nichts zu suchen.

Kann ich mit einem Wischsauger auch Teppich reinigen?

Saugen ja, wenn das Gerät eine Trockensaugfunktion hat, wischen nein. Für die Nassreinigung von Teppichen ist ein Teppichreinigungsgerät gedacht.

Wie oft muss die Walze gewechselt werden?

Das hängt von Nutzung und Bodenart ab. Hersteller empfehlen oft einen Wechsel nach einigen Monaten. Spätestens wenn die Walze auch nach der Reinigung verfilzt ist, riecht oder Streifen hinterlässt, ist eine neue fällig.

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