Elektropfanne

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Eine Elektropfanne – auch Partypfanne, Multipfanne oder elektrische Bratpfanne genannt – ist eine große, tiefe Pfanne mit eigener Heizung. Sie braucht keinen Herd, nur eine Steckdose und einen hitzefesten Untergrund. Das macht sie praktisch für Partys, das Buffet, den Wohnwagen und die kleine Küche. Ersetzen kann sie eine gute Herdpfanne nicht ganz, ergänzen aber sehr wohl.
So funktioniert eine Elektropfanne
Im Boden der Pfanne liegt ein Heizelement, geregelt von einem Thermostat. Bei den meisten Modellen steckt der Thermostat im Stecker, der seitlich in die Pfanne eingesteckt wird; bei anderen sitzt er fest am Gehäuse. Der Thermostat schaltet die Heizung ein und aus, um die eingestellte Temperatur zu halten. Die Höchsttemperatur liegt je nach Modell meist zwischen 200 und 250 °C – genug zum scharfen Anbraten.
Typisch sind ein Durchmesser zwischen 30 und 40 cm, ein hoher Rand und ein Glasdeckel mit Dampfloch. Viele Modelle sind rund, es gibt auch eckige Varianten. Im Unterschied zum Tischgrill oder zur Pizzapfanne mit flacher Platte lässt sich in einer tiefen Elektropfanne auch schmoren, dünsten und Eintopf kochen.
Wofür sich eine Elektropfanne lohnt

- Partys und Buffets: Gyros, Chili, Geschnetzeltes oder Bratkartoffeln werden vorab gekocht und bleiben auf niedriger Stufe warm. Die Gäste bedienen sich direkt aus der Pfanne.
- Große Mengen: Eine 40-cm-Pfanne fasst deutlich mehr als eine Herdpfanne. Paella, Pfannengerichte für sechs Personen oder Spiegeleier für die ganze Familie passen auf einmal hinein.
- Camping und Wohnmobil: Auf dem Campingplatz mit Stromanschluss ersetzt sie den Gaskocher. Beachten Sie, dass Stromanschlüsse auf Campingplätzen oft nur wenige Ampere liefern; zusammen mit Wasserkocher oder Heizlüfter fliegt dann schnell die Sicherung.
- Übergangsküche: Bei einer Renovierung, im Studentenzimmer oder im Ferienhaus ohne vernünftigen Herd.
- Kochen am Tisch: Ähnlich wie ein Raclette oder Tischgrill, nur mit mehr Rand.
Weniger geeignet ist die Elektropfanne, wenn Sie nur für eine oder zwei Personen kochen und einen funktionierenden Herd haben. Dann steht sie die meiste Zeit im Schrank.
Rund oder eckig, klein oder groß
Runde Pfannen haben meist einen höheren Rand und mehr Volumen. Sie eignen sich für Schmorgerichte, Paella und alles, was umgerührt werden muss. Eckige Pfannen nutzen die Fläche besser aus, wenn mehrere Dinge nebeneinander braten sollen – Würstchen auf der einen, Bratkartoffeln auf der anderen Seite.
Beim Durchmesser gilt: 30 cm reichen für zwei bis drei Personen, ab 36 bis 40 cm wird es partytauglich. Die Randhöhe entscheidet, ob Suppen und Eintöpfe hineinpassen; viele Partypfannen sind 6 bis 10 cm tief. Denken Sie auch an den Platz im Schrank: Eine 40-cm-Pfanne mit gewölbtem Glasdeckel braucht eine tiefe Ablage.
Die Kaufkriterien im Überblick
| Leistung | Meist 1.200 bis 2.200 Watt. Mehr Leistung heizt eine große Fläche schneller auf und hält die Temperatur, wenn kaltes Bratgut hineinkommt. |
| Thermostat | Stufenlos oder in fünf Stufen; hilfreich sind Gradangaben statt bloßer Zahlen. Eine Kontrollleuchte zeigt, wann geheizt wird. |
| Beschichtung | Fast alle Modelle sind antihaftbeschichtet. Wichtig ist eine Beschichtung, die Pfannenwender aus Holz oder Silikon verträgt; Metall zerkratzt sie. |
| Stecker | Ein abnehmbarer Thermostatstecker ist fast Pflicht, denn nur dann lässt sich die Pfanne im Spülbecken reinigen. |
| Deckel | Glasdeckel mit Dampfloch und hitzefestem Griff, damit Sie hineinsehen können, ohne zu öffnen. |
| Griffe und Füße | Wärmeisolierte Griffe an beiden Seiten und rutschfeste Füße, die die Pfanne vom Untergrund abheben. |
Zum Material: Die Pfannenwanne besteht fast immer aus Aluminium mit Antihaftbeschichtung. Aluminium leitet Wärme gut und ist leicht. Wirkliche Edelstahl- oder Gusspfannen mit elektrischer Heizung sind im Haushaltsbereich selten.
Elektropfannen kosten meist zwischen 30 und 80 Euro; große Modelle mit 40 cm und mehr Leistung liegen am oberen Ende. Ein Beispiel für die flache Bauart mit Grillfunktion ist die Tristar-Multifunktionspfanne mit laut Hersteller fünf Temperaturstufen:
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Wer eher flach braten und grillen will, schaut sich auch eine Partypfanne mit Grillplatte an.
Kochen mit der Elektropfanne

Grundsätzlich kochen Sie in einer Elektropfanne wie in einer Herdpfanne. Ein paar Unterschiede gibt es:
- Vorheizen. Die große Fläche braucht einige Minuten, bis sie gleichmäßig heiß ist. Die Kontrollleuchte erlischt, wenn die Temperatur erreicht ist.
- Nicht überladen. Viel kaltes Bratgut auf einmal lässt die Temperatur einbrechen, das Fleisch kocht dann im eigenen Saft. Lieber in zwei Portionen anbraten.
- Temperatur passend wählen. Warmhalten liegt unter 100 °C, schonendes Braten von Eiern und Pfannkuchen bei etwa 150 bis 180 °C, scharfes Anbraten auf der höchsten Stufe. Welche Stufe welcher Temperatur entspricht, steht in der Anleitung.
- Deckel nutzen. Mit Deckel garen Gemüse und Schmorgerichte schneller und sparen Strom.
- Warmhalten. Nach dem Kochen auf die kleinste Stufe stellen und den Deckel auflegen. Sahnesoßen hin und wieder umrühren, damit am Boden nichts ansetzt.
Beim Stromverbrauch gilt: Die Nennleistung wird nur beim Aufheizen voll abgerufen, danach schaltet der Thermostat die Heizung immer wieder ab. Eine Stunde Warmhalten kostet deshalb deutlich weniger als eine Stunde Volllast.
Sicher benutzen
- Die Pfanne gehört auf einen stabilen, hitzefesten Untergrund, nicht auf eine Tischdecke oder direkt auf eine empfindliche Holzplatte. Ein Brett oder eine hitzefeste Unterlage schützt den Tisch.
- Das Kabel darf nicht herunterhängen, sonst reißen Kinder oder Haustiere die heiße Pfanne vom Tisch.
- Mehrfachsteckdosen und Verlängerungen sollten für die Leistung ausgelegt sein. Hängen außerdem Wasserkocher oder Kaffeemaschine daran, ist schnell die Grenze erreicht.
- Heißes Fett niemals mit Wasser löschen. Brennt etwas, Deckel drauf und Stecker ziehen.
- Auf der Terrasse nur mit einer Außensteckdose oder einer für draußen geeigneten Verlängerung arbeiten und das Gerät nicht im Regen stehen lassen.
Richtig reinigen
Der Thermostatstecker und das Heizteil dürfen niemals ins Wasser. So gehen Sie vor:
- Abkühlen lassen. Stecker aus der Steckdose ziehen, Pfanne handwarm werden lassen.
- Thermostat abnehmen. Bei Modellen mit abnehmbarem Stecker kann die Pfanne danach in warmem Spülwasser gereinigt werden – außer der Hersteller sagt etwas anderes.
- Weich reinigen. Mit Schwamm und mildem Spülmittel, keine Scheuermilch, kein Stahlschwamm.
- Angebranntes einweichen. Etwas Wasser in die Pfanne geben, kurz aufkochen und einweichen lassen, dann lösen sich die Reste.
- Gut trocknen. Die Steckbuchse an der Pfanne muss vollständig trocken sein, bevor der Thermostat wieder eingesteckt wird.
Bei Modellen mit fest verbautem Heizteil wird die Pfanne nur ausgewischt. Genau deshalb lohnt beim Kauf der Blick auf den abnehmbaren Stecker. Mehr zu Kochgeschirr, das lange hält, lesen Sie im Kaufratgeber für langlebiges Kochgeschirr.
Alternativen zur Elektropfanne
Die Elektropfanne ist Pfanne, Topf und Warmhalteplatte in einem – eine einzelne Alternative gibt es deshalb nicht. Für einzelne Aufgaben aber schon: Ein Elektrogrill oder Tischgrill brät flacher und schneller, raucht dafür mehr. Ein Multikocher oder Schongarer eignet sich besser für Eintöpfe und Chili, die lange ziehen sollen. Eine Induktionskochplatte mit einer normalen großen Pfanne ist die flexibelste Lösung, wenn Sie ohnehin gutes Kochgeschirr besitzen – vorausgesetzt, es ist induktionsgeeignet. Wer draußen viel grillt, findet unter dem Elektro-Standgrill eine Lösung für den Balkon.
Häufige Fragen
Gibt es einen Elektropfannen-Test?
Wir haben keine Elektropfannen getestet und kennen keinen aktuellen vergleichenden Test einer unabhängigen Stelle. Achten Sie beim Vergleich auf die hier genannten Kriterien – vor allem abnehmbarer Thermostat, ausreichender Durchmesser und eine Leistung, die zur Pfannengröße passt.
Wie viel Strom verbraucht eine Elektropfanne?
Die Nennleistung liegt meist zwischen 1.200 und 2.200 Watt, wird aber nur beim Aufheizen dauerhaft abgerufen. Danach schaltet der Thermostat die Heizung im Wechsel ein und aus. Mit Deckel und nicht zu hoher Stufe bleibt der Verbrauch überschaubar.
Kann man in einer Elektropfanne frittieren?
Manche Hersteller erlauben es, viele nicht. Ohne Temperaturkontrolle im Fett und mit einer offenen, flachen Pfanne ist Frittieren riskant. Dafür ist eine Fritteuse oder eine Heißluftfritteuse die sicherere Wahl.
Warum brennt in meiner Elektropfanne alles am Rand an?
Die Heizspirale liegt meist ringförmig im Boden, deshalb wird die Pfanne nicht überall gleich heiß. Rühren Sie öfter um, schieben Sie das Bratgut zwischendurch vom heißen Ring in die Mitte und wählen Sie eine etwas niedrigere Stufe.



