Spülkasten entkalken

Klempner beim Spülkasten entkalken
Damit Dichtungen keinen Schaden nehmen, muss man den Spülkasten entkalken | Foto: petrkurgan / depositphotos.com

Ob das Wasser besonders hart ist oder der Spülkasten lange Zeit nicht gereinigt wurde – in jedem Fall kann es sinnvoll sein, den Spülkasten zu entkalken. Wie dabei vorgegangen werden muss und worauf es bei den unterschiedlichen Arten von Spülkästen ankommt, zeigt der folgende Ratgeber.

Das Wichtigste zum Entkalken des Spülkastens in Kürze

  • Verkalkungen können zu Schäden führen und die Spülkraft einschränken
  • bei freistehenden und Unterputz-Spülkästen muss zum Entkalken unterschiedlich vorgegangen werden
  • sowohl spezielle Mittel als auch Hausmittel können den Spülkasten entkalken
  • mit dem richtigen Vorgehen ist für das Entkalken nur wenig Aufwand erforderlich
  • je häufiger das Entkalken durchgeführt wird, umso einfacher, leichter und schneller gestaltet es sich

Ratgeber: Spülkasten entkalken einfach und schnell

Um einen Spülkasten zu entkalken sollten entsprechende Schritte befolgt werden. Diese sind wiederum davon abhängig, um welche Art von Spülkasten es sich handelt. Allerdings spielt das nur eine Rolle beim Öffnen und Schließen des Spülkastens. Das Entkalken an sich funktioniert nach denselben Prinzipien und ist an sich ganz einfach.

Wann muss ein Spülkasten entkalkt werden?

Einen Spülkasten genauso wie einen Duschkopf entkalken zu müssen, ist immer dann nötig, wenn das Wasser sehr hart ist – also einen hohen Kalkgehalt aufweist.

Wichtig - AusrufezeichenWie hart das Wasser ist kann beim jeweiligen Wasserwerk in Erfahrung gebracht werden. Es zeigt sich allerdings auch im Verkalken von anderen Geräten, wie Wasserkochern, Kaffeemaschinen und der Waschmaschine. Je schneller diese verkalken, umso härter ist das Wasser.

Um das WC zu pflegen und funktional zu halten, sollte bei hartem Wasser alle ein bis drei Monate eine Entkalkung erfolgen. Hierdurch werden Leitungen und andere Bauteile sauber gehalten und ihre Lebensdauer kann gezielt verlängert werden. Auf die Dauer wird somit Reparaturen vorgebeugt und der Aufwand kann geringgehalten.

Ist das Wasser in der Region sehr weich und enthält demnach nur wenig Kalk, kann der Spülkasten seltener entkalkt werden. Es empfiehlt sich aber dennoch, ihn aller vier bis zwölf Wochen zu kontrollieren. Haben sich Ränder und Ablagerungen gebildet, wird es höchste Zeit für eine Entkalkung.

Wie lassen sich Spülkästen öffnen?

Das Öffnen des Spülkastens ist von der jeweiligen Art abhängig.

Grundlegend werden zwei Arten von Spülkästen unterschieden. Freistehende Spülkästen und Unterputz-Spülkästen.

Freistehenden Spülkasten öffnen und entkalken

Freistehende Spülkästen befinden sich direkt hinter dem WC als gut sichtbarer Kasten. An ihrem oberen Ende befindet sich ein Deckel, der sehr einfach abgenommen werden kann. Er ist rechts und links mit jeweils einer Klammer befestigt, wodurch der Deckel lediglich nach oben gezogen werden muss.

Der gewählte Entkalker wird hineingegeben, einwirken gelassen und schließlich mehrfach gut nachgespülen. Die Ergebnisse des Entkalkens lassen sich problemlos überprüfen, da die freistehenden Spülkästen gut einsehbar sind. Zudem kann eine manuelle Reinigung erfolgen, um gröbere und festsitzende Verschmutzungen zu entfernen.

Unterputz-Spülkasten öffnen und entkalken

Bei Unterputz-Spülkästen – also Spülkästen, die sich in der Wand befinden – ist etwas mehr Aufwand erforderlich, um den Spülkasten entkalken zu können.

Zunächst muss die Abdeckung entfernt werden. Dazu wird sie nach oben gedrückt und nach vorn gezogen.

Hinter der Abdeckung kann sich eine Trennwand verbergen. Diese ist in der Regel mit zwei Kreuzschrauben befestigt. Nach dem Lösen der Schrauben wird die Trennwand ebenfalls abgenommen und der Spülkasten wird einsehbar.

Wie bei dem freistehenden Spülkasten kann das gewählte Entkalkungsmittel im richtigen Verhältnis in den Spülkasten gegeben werden, einziehen und danach gründlich herausgespült werden.

Die manuelle Reinigung gestaltet sich jedoch etwas schwieriger und aufwendiger, da bei einem Unterputz-Spülkasten gewissermaßen „um die Ecke“ geschaut werden muss.

Wichtig - AusrufezeichenUmso wichtiger ist es jedoch, regelmäßig eine Entkalkung durchzuführen. Denn wenn es zu einem starken Verkalken kommt, werden Reparaturen notwendig. Schlimmstenfalls muss der Spülkasten teilweise oder vollständig ausgetauscht werden, was die Entfernung der Fliesen und Wand erforderlich werden lässt. Ein regelmäßiges Entkalken kann das Risiko dafür reduzieren.

Spülkästen sollten regelmäßig entkalkt werden
Einen Spülkasten zu entkalken ist eine regelmäßige Aufgabe | Foto: RasulovS / depositphotos.com

Welche Mittel eignen sich zur Entkalkung von Spülkästen?

Zur Entkalkung eignen sich verschiedene Mittel, wie beispielsweise:

  • Essig und Essigessenz
  • Milchsäure-Entkalker
  • Zitronensäure

Zudem können natürlich auch fertige Entkalker aus dem Handel verwendet werden, die in Drogerien, Supermärkten oder online erhältlich sind. Bei der Auswahl sollte beachtet werden, dass sich die Mittel für den Spülkasten eignen. Anderenfalls muss befürchtet werden, dass Leitungen und andere Bestandteile des Spülkastens Schaden nehmen und porös werden.

Spülkasten entkalken mit Essig oder Essigessenz

Sowohl Essig als auch Essigessenz eignen sich wunderbar als Entkalker für den Spülkasten sowie andere Behälter und Geräte. Zudem sind die Hausmittel kostengünstig und einfach anzuwenden, stellen keine Gefahr für die Umwelt dar und zeigen sich dennoch effektiv.

Die Anwendung von Essig zum Spülkasten entkalken erfolgt in drei simplen Schritten:

  1. Wenn Essig eingesetzt werden soll, wird dieser im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischt und in den Spülkasten gegeben. Bei Essigessenz sollte das Verhältnis 1:2 betragen. Hierdurch wirkt der Essig nicht zu aggressiv und die Elemente in dem Kasten werden geschont. Der kalklösende Effekt kann noch verstärkt werden, wenn die Mischung mit heißem Wasser angefertigt wird.
  2. Nach einer Einwirkzeit von etwa zwei Stunden sollte sich ein Großteil des abgelagerten Kalks gelöst haben. Durch wiederholtes Spülen wird die Lösung nun aus dem Spülkasten entfernt.
  3. Finden sich im Anschluss dennoch Kalkränder im Spülkasten, kann das Einweichen mit Essig wiederholt werden. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen ist es ratsam, zusätzlich von Hand zu reinigen. Beispielsweise mit der rauen Seite eines Schwamms. Dadurch werden verkrustete Ränder meist schneller und gründlicher entfernt als durch die wiederholte Verwendung von Essig. Das vorherige Einweichen hilft dennoch dabei, die Reinigung einfacher zu gestalten.

Den Spülkasten mit Zitronensäure entkalken

Um den Spülkasten mit Zitronensäure zu entkalken, sind dieselben Schritte notwendig wie bei der Entkalkung mit Essig.

Lediglich die Dosierung unterscheidet sich. Für einen gewöhnlichen Spülkasten reichen etwa drei Teelöffel Zitronensäurepulver aus. Diese werden zuvor in etwas heißem Wasser aufgelöst und dann in flüssiger Form in den Spülkasten gegeben. Nach einer Einwirkzeit von ebenfalls zwei Stunden wird wiederum mehrfach gespült, um die Lösung und den gelösten Kalk zu entfernen.

Bei sehr großen Mengen an Kalk ist es möglich, dass nochmals Zitronensäure verwendet oder von Hand geputzt werden muss.

Spezielle Entkalker verwenden

Im Handel finden sich zahlreiche Entkalkungsmittel, die auch im Spülkasten eingesetzt werden können. Die Anwendung gestaltet sich in der Regel nicht anders als bei Essig und Zitronensäure. Für die Dosierung sollten die Angaben des Herstellers beachtet werden.

Eine Alternative und Ergänzung hierzu, stellen WC Tabs dar. Sie lösen Verschmutzungen schnell und gründlich, sollten jedoch erst nach der Verwendung von Entkalkern und separat von ihnen verwendet werden, um gefährliche oder schädliche Reaktionen der Mittel untereinander zu verhindern.

Hinweis: Milchsäure-Entkalker sind besonders umweltfreundlich.

Den Spülkasten schneller entkalken

Eine Alternative zum bloßen Einweichen des Spülkastens, um ihn zu entkalken, kann das folgende Vorgehen darstellen:

  1. Das Wasser abstellen und solange spülen, bis der Spülkasten leer ist.
  2. Essigessenz- oder Zitronensäurelösung, Entkalker-Spray oder einen anderen, gelösten Entkalker aufsprühen und einwirken lassen.
  3. Nach der Einwirkzeit werden die verkalkten Bereiche mit einem Schwamm gereinigt. Finden sich dennoch Kalkrückstände, kann der Vorgang so oft wiederholt werden, bis der komplette Kalk entfernt wurde.
  4. Im Anschluss wird der Kasten mit Wasser gefüllt und das Wasser wieder angestellt, um durch mehrfaches Spülen die Kalkrückstände und die Reinigungslösung zu entfernen. Sind sehr große Kalkstücke abgesprungen, sollten diese zuvor von Hand entfernt werden. Anderenfalls könnten sie die Leitungen verstopfen.

Alternativ zum Einsprühen kann in den zuvor geleerten Spülkasten warmes bis heißes Wasser und Entkalker eingefüllt werden. Hierdurch löst sich der Kalk schneller und die Einwirkzeit kann in der Regel verkürzt werden. Vor allem bei Unterputz-Spülkästen empfiehlt sich das mehrfache Einweichen, Spülen und Wiederholen des Vorgangs, da die manuelle Reinigung sehr schwer ausfällt und nicht alle Bereiche von Hand gereinigt werden können.

Gleiches gilt für Spülkästen, die bereits sehr stark verkalkt sind. Der Grund hierfür ist, dass auch hochwertige Reiniger und hoch konzentrierte Lösungen bei einem hohen Kalkaufkommen gesättigt werden. Ist dieser Zustand erreicht, kann kein weiterer Kalk gelöst werden. Erst wenn erneut frische Reinigungslösung verwendet wird, kommt es wieder zum Entkalken.

Spülkasten entkalken: empfohlene Mittel und Produkte

Um den Spülkasten zu entkalken, können verschiedene Produkte und Mittel verwendet werden. Geeignet sind unter anderem:

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Häufig gestellte Fragen – FAQ rund um das Entkalken des Spülkastens

Beim Entkalken des Spülkastens können sich viele Fragen stellen. Die häufigsten Fragen und die Antworten darauf, finden sich hier.

Wie oft sollte der Spülkasten entkalkt werden?

Abhängig von der Wasserhärte und der Spülhäufigkeit sollte das Entkalken alle ein bis drei Monate durchgeführt werden. Je härter das Wasser und umso seltener gespült wird, desto häufiger sollte auch entkalkt werden.

In Regionen mit sehr weichem und daher kalkarmem Wasser muss der Spülkasten vergleichsweise selten entkalkt werden. Auch hier sollten jedoch nicht mehr als drei Monate vergehen, da sich mit der Zeit immer mehr Kalk ablagert und dieser immer schwerer zu entfernen ist.

Ein vergleichsweise sicherer Hinweis darauf, dass ein Entkalken erforderlich ist, ist das Nachlaufen oder sogar ständige Laufen der Spülung. Allerdings kann das auch für einen bereits entstandenen Schaden, wie beispielsweise eine poröse Leitung oder Dichtung sein. Bei Unterputz-Spülkästen kann der Fehler auch in herausgesprungenen Federn direkt unter der Abdeckung zu finden sein. In jedem Fall muss bei einer nachlaufenden oder dauerhaft laufenden Spülung Ursachenforschung betrieben werden, denn selbst bei einem kleinen Rinnsal gehen überraschend große Wassermengen verloren. Das belastet nicht nur das Budget, sondern auch die Umwelt und kann Folgeschäden erzeugen.

Lässt sich dem Verkalken des Spülkastens vorbeugen?

Ja, durch sogenannte Spülkasten-Steine oder Wasserkastenwürfel kann der Spülkasten nahezu frei von Verkalkungen gehalten werden. Diese lösen sich nach und nach auf, verhindern eine Ablagerung von Kalk und anderen Verschmutzungen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Spülkasten aus, sondern vereinfacht auch die Reinigung des WCs. Zudem kann das Spülwasser frischer riechen und es kann auf WC-Steine verzichtet werden.

Was tun, wenn der Spülkasten nach dem Entkalken läuft?

Wenn der Spülkasten nach dem Entkalken läuft, können sich dafür drei Ursachen verantwortlich zeigen.

  1. Zum einen kann bei der Reinigung eine Dichtung oder Leitung gelöst oder verschoben worden sein. Das Risiko besteht vor allem dann, wenn eine Reinigung von Hand erfolgte.
  2. Zum anderen kann eine Leitung oder Dichtung auch porös und damit undicht sein. Löcher und Risse fallen dann nach der Entkalkung auf, weil der bisherige Kalkbelag entfernt wurde und dadurch Lecks entstehen beziehungsweise plötzlich frei liegen.
  3. Bei dem dritten Grund handelt es sich um herausgesprungene oder lose Federn hinter der Abdeckung oder an den Schaltern.

In jedem Fall ist Ursachenforschung erforderlich, um das Problem zu finden und beheben zu können. Eine Hilfe können hier Fotos darstellen. Das Innere des Spülkasten sollte bereits vor der Reinigung fotografiert werden, um den Aufbau festzuhalten. Hierdurch fallen Änderungen an den Leitungen und anderen Bestandteilen des Spülkastens auch Laien schneller auf und können bei Bedarf behoben werden.

Weiterführende Literatur zum Thema Spülkasten entkalkten

https://www.merkur.de/leben/wohnen/spuelkasten-entkalken-funktioniert-toilette-wieder-tadellos-zr-9610040.html

https://www.heimhelden.de/spuelkasten-entkalken

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