Sprühwischer

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Ein Sprühwischer ist ein Bodenwischer mit eingebautem Wassertank. Per Abzug am Griff sprüht er einen feinen Wassernebel vor den Wischkopf, der Mikrofaserbezug nimmt den Schmutz auf. Er ersetzt Eimer, Auswringen und das Schleppen von Putzwasser und ist damit ideal für die schnelle Zwischenreinigung. Für sehr verschmutzte Böden oder große Flächen bleibt der klassische Mopp mit Eimer oft gründlicher.
So funktioniert ein Sprühwischer
Am Stiel sitzt ein Tank, der je nach Modell zwischen etwa 300 und 700 ml fasst. Mit einem Hebel oder Abzug am Griff pumpen Sie Wasser zur Düse knapp über dem Wischkopf, die einen schmalen Fächer auf den Boden sprüht. Darunter liegt ein flacher Wischkopf mit einem Bezug, meist aus Mikrofaser, der per Klett oder Klemmen hält. Das Gelenk ist drehbar, sodass Sie unter Möbel und an Kanten entlang kommen.
Das Prinzip hat zwei Folgen: Sie arbeiten mit sehr wenig Wasser, und der Bezug ist der einzige Ort, an dem sich Schmutz sammelt. Deshalb entscheidet vor allem das Wechseln des Bezugs darüber, wie sauber der Boden wird.
Für wen sich ein Sprühwischer lohnt
Ein Sprühwischer passt gut, wenn Sie:
- kleine bis mittlere Wohnungen oder einzelne Räume häufiger kurz durchwischen wollen,
- Böden haben, die wenig Nässe vertragen, etwa Laminat oder versiegeltes Parkett,
- sich ungern bücken oder einen vollen Eimer tragen – ein Eimer mit zehn Litern Wasser wiegt eben zehn Kilo,
- Probleme mit den Handgelenken haben, denn das Auswringen entfällt,
- Flecken zwischendurch schnell wegwischen möchten, ohne gleich alles aufzubauen.
Weniger geeignet ist er für Werkstätten, Kellerböden, Terrassen oder stark verschmutzte Flächen, auf denen man viel Wasser zum Einweichen braucht. Hier verteilen Sie mit dem Sprühwischer eher den Schmutz, weil der Bezug schnell gesättigt ist.

Sprühwischer, Wischmopp oder Dampfwischer?
| Sprühwischer | Wischmopp mit Eimer | Dampfwischer | |
| Wassermenge | sehr wenig, nebelfeucht | je nach Auswringen viel | wenig, aber heiß |
| Vorbereitung | Tank füllen, fertig | Eimer füllen, tragen, leeren | Aufheizen, Kabel |
| Stark verschmutzte Böden | mäßig, Bezug oft wechseln | gut | gut bei Fett und Klebrigem |
| Laminat, Parkett | gut (nebelfeucht) | nur gut ausgewrungen | meist nicht empfohlen |
| Strom | nein | nein | ja |
| Reinigungsmittel | verdünnt möglich | ja | in der Regel nein |
Dampfwischer lösen fettigen und klebrigen Schmutz mit Hitze und kommen ohne Reiniger aus. Viele Hersteller von Laminat und Parkett raten aber davon ab, weil Dampf in Fugen dringen kann. Außerdem brauchen sie Strom und Aufheizzeit. Wer regelmäßig größere Flächen wischt und keine Lust auf Handarbeit hat, sollte sich auch Nasswischroboter oder einen Staubsauger mit Wischfunktion ansehen. Und wer beim Eimer bleibt, macht es sich mit einem Putzeimer mit Presse leichter.
Worauf Sie beim Kauf achten
Tank: Abnehmbare Tanks lassen sich am Wasserhahn füllen und nach dem Putzen ausspülen und trocknen. Im Stiel verbaute Tanks sind schlank, aber schwerer zu reinigen. Eine Tankgröße um 400 bis 600 ml reicht für eine normale Wohnung; zu große Tanks machen den Wischer kopflastig.
Sprühbild: Eine gute Düse sprüht einen breiten, gleichmäßigen Fächer vor die ganze Breite des Wischkopfs. Sprüht sie nur einen schmalen Strahl in die Mitte, entstehen feuchte Streifen und trockene Ränder. Achten Sie in den Produktbeschreibungen auf Angaben zum Sprühwinkel und in Bewertungen auf Hinweise zu verstopften Düsen.
Mechanik: Der Abzug sollte sich mit einem Finger leicht betätigen lassen. Billige Pumpen sind die häufigste Schwachstelle; fällt sie aus, bleibt nur noch ein normaler Bodenwischer.
Wischkopf und Gelenk: Breiten von etwa 35 bis 45 cm sind üblich. Breiter geht schneller, schmaler kommt besser zwischen Stuhlbeine. Ein drehbares Gelenk ist Pflicht, ein flacher Kopf hilft unter Sofa und Schrank.
Bezüge: Mikrofaserbezüge, die sich bei 60 °C waschen lassen, sind Standard. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ersatzbezüge erhältlich sind und welches Maß der Kopf hat. Bei Noname-Modellen sind Originalbezüge oft schwer zu bekommen; mit dem richtigen Maß passen aber häufig auch Universalbezüge.
Stiel: Höhenverstellbar oder in passender Länge, damit Sie aufrecht arbeiten. Metallstiele sind stabiler als dünne Kunststoffrohre.
Ersatzteile: Wenn Tank oder Pumpe einzeln nachgekauft werden können, lebt der Wischer länger.
Einfache Sprühwischer kosten meist zwischen 20 und 40 Euro, Modelle mit besseren Bezügen, zwei Tanks oder Zusatzfunktionen wie einer Gummilippe für Fenster auch mehr. Ein Testergebnis von uns gibt es nicht; lesen Sie bei Kaufberichten vor allem nach, wie die Pumpe nach einigen Monaten arbeitet.
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Wer schon einen Wischer hat, findet die passenden Mikrofaser-Ersatzbezüge für Sprühwischer meist unter dem Maß des Wischkopfs.
Welche Reiniger in den Tank dürfen
Klares Wasser reicht für die meisten Zwischenreinigungen. Wer Reiniger zugeben will, beachtet ein paar Regeln:
- Nur wenig und gut verdünnt. Zu viel Reiniger schäumt, verklebt die Düse und hinterlässt einen Film, auf dem sich neuer Schmutz sammelt.
- Zum Boden passend. Der Reiniger muss für den Bodenbelag geeignet sein. Essig und Zitronensäure greifen Naturstein wie Marmor an, geölte Holzböden brauchen eigene Pflegemittel.
- Keine Mischungen. Niemals verschiedene Reiniger im Tank kombinieren, und schon gar nicht chlorhaltige Mittel mit säurehaltigen – dabei entsteht giftiges Chlorgas.
- Herstellerangabe lesen. Manche Hersteller schließen bestimmte Mittel für Tank und Pumpe aus.
- Tank leeren. Nach dem Wischen Restwasser ausgießen und den Tank offen trocknen lassen. Stehendes Wasser mit Reinigerresten riecht nach einigen Tagen und fördert Keime.
Richtig wischen mit dem Sprühwischer
- Vorher saugen oder kehren. Krümel, Sand und Haare verteilt der Bezug sonst nur und kann damit sogar Kratzer ziehen.
- Tank füllen. Lauwarmes Wasser, bei Bedarf ein wenig passender Reiniger.
- Bezug leicht anfeuchten. Ein trockener Bezug zieht beim ersten Durchgang Streifen.
- Abschnittsweise sprühen und wischen. Ein, zwei Sprühstöße vor den Wischer, dann in Bahnen oder Achterschleifen nachziehen.
- Vom Sauberen zum Schmutzigen. Erst Schlafzimmer und Flur, zuletzt Küche und Bad.
- Bezug wechseln. Sobald er grau ist oder Streifen zieht. Für eine ganze Wohnung sollten zwei oder drei Bezüge bereitliegen.
Laminat und Parkett sollen nach dem Wischen nach wenigen Minuten trocken sein. Stehen Pfützen, war es zu viel.
Bezüge pflegen
Mikrofaserbezüge waschen Sie am besten bei 60 °C mit Vollwaschmittel und ohne Weichspüler, weil der die feinen Fasern verklebt und ihre Schmutzaufnahme verschlechtert. Nicht mit fusselnden Handtüchern zusammen waschen. An der Luft trocknen oder im Trockner bei niedriger Temperatur, sofern das Etikett es erlaubt. Einwegtücher gibt es für manche Systeme ebenfalls; sie sind bequem, erzeugen aber laufend Müll und Kosten.
Weitere Tipps rund um Böden und die Putzroutine finden Sie in unserem Beitrag Wohnung putzen und in der Rubrik Reinigen & Putzen.
Häufige Fragen
Gibt es einen Sprühwischer-Test?
Wir haben keine Sprühwischer selbst getestet. Die Geräte unterscheiden sich vor allem in Sprühbild, Haltbarkeit der Pumpe und Verfügbarkeit von Ersatzbezügen. Darauf sollten Sie bei Kaufberichten und Bewertungen achten, weniger auf Werbeangaben zur Fläche je Tankfüllung.
Wird der Boden mit einem Sprühwischer wirklich sauber?
Für normale Alltagsverschmutzung ja, vorausgesetzt, Sie wechseln den Bezug rechtzeitig. Ein verschmutzter Bezug verteilt Schmutz genauso wie ein Mopp, der in trübem Putzwasser ausgewaschen wird. Bei eingetrockneten Flecken hilft es, kurz vorzusprühen und einwirken zu lassen.
Kann ich Parkett mit einem Sprühwischer wischen?
Versiegeltes Parkett verträgt nebelfeuchtes Wischen in der Regel gut, dafür ist der Sprühwischer sogar besonders geeignet. Geöltes oder gewachstes Parkett braucht spezielle Pflegemittel; die Angaben des Bodenherstellers haben Vorrang.
Warum sprüht mein Sprühwischer nicht mehr?
Häufig ist die Düse durch Kalk oder Reinigerreste verstopft. Tank mit warmem Wasser füllen und mehrmals durchpumpen, die Düse vorsichtig mit einer Nadel säubern. Hilft das nicht, ist oft die Pumpe defekt; dann lohnt eine Anfrage beim Hersteller nach Ersatzteilen.
Wie schwer ist ein Sprühwischer?
Mit gefülltem Tank meist um 1,5 kg, etwas mehr als ein normaler Bodenwischer. Dafür entfällt der Eimer.
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