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Sagrotan No Touch nachfüllen

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Seifenspender ohne No Touch Funktion
Ohne No Touch Funktion übertragen sich schnell Baktierien
Inhalt8 Abschnitte
  1. So funktioniert der No-Touch-Spender
  2. Original-Kartusche nachfüllen: Schritt für Schritt
  3. Kann man die Seifenmenge einstellen?
  4. Eine leere Kartusche mit anderer Seife befüllen
  5. Welche Seife funktioniert
  6. Hygiene beim Selbstbefüllen
  7. Lohnt sich der Aufwand?
  8. Häufige Fragen

Den Sagrotan No-Touch füllen Sie am einfachsten mit der passenden Original-Nachfüllkartusche: leere Kartusche heraus, neue hinein, fertig. Wer lieber eine andere Flüssigseife verwendet, kann eine leere Original-Kartusche öffnen und selbst befüllen. Das funktioniert, ist aber Bastelei auf eigene Verantwortung – und es gibt ein paar hygienische Regeln, die man dabei nicht ignorieren sollte.

So funktioniert der No-Touch-Spender

Der Sagrotan No-Touch ist ein batteriebetriebener Seifenspender mit Sensor. Hält man die Hand darunter, erkennt ein Infrarot-Sensor sie, und eine kleine Pumpe gibt eine voreingestellte Menge Seife ab. Man berührt den Spender nicht, deshalb landen keine Keime von schmutzigen Fingern auf einem Pumpkopf. Die Seife steckt in einer Kartusche, die oben in den Spender gesetzt wird. Welche Batterien das Gerät braucht, steht im Batteriefach auf der Unterseite und in der Anleitung.

Gerade in der Küche, wo man mit Händen voller Hackfleisch oder Teig an die Seife muss, ist das berührungslose Prinzip praktisch. Im Gäste-WC erspart es dem Nächsten den verschmierten Pumpkopf.

Original-Kartusche nachfüllen: Schritt für Schritt

Die Nachfüllkartuschen gibt es in Drogerien und Supermärkten, in verschiedenen Duftsorten. Achten Sie auf die Aufschrift für den No-Touch-Spender, andere Nachfüllbeutel passen nicht.

  1. Leere Kartusche herausnehmen. Die Kartusche sitzt oben im Spender. Sie wird nach oben herausgezogen oder, je nach Modell, durch Drehen gelöst.
  2. Neue Kartusche vorbereiten. Bei manchen Kartuschen muss vor dem Einsetzen eine Schutzkappe oder ein Siegel entfernt werden. Das steht auf der Verpackung.
  3. Einsetzen. Die neue Kartusche mit der Öffnung nach unten einsetzen und andrücken, bis sie fest sitzt.
  4. Probelauf. Die Hand ein paar Mal unter den Sensor halten. Bei einer neuen Kartusche kann es einige Versuche dauern, bis die Seife durch die Pumpe kommt.

Wenn der Spender trotz voller Kartusche nichts abgibt, liegt es meist an schwachen Batterien oder einer eingetrockneten Düse. Die Düse mit warmem Wasser und einem Tuch säubern, dann erneut versuchen.

Kann man die Seifenmenge einstellen?

Viele suchen danach, aber einen Regler für die Menge hat der No-Touch nicht. Die Portion ist vom Hersteller festgelegt. Wer weniger möchte, hält die Hand nur kurz in den Sensorbereich. Ob das bei Ihrem Modell einen Unterschied macht, zeigt ein kurzer Versuch. Bei neueren Modellen sollten Sie trotzdem einen Blick in die Anleitung werfen, falls sich daran etwas geändert hat.

Vom Verdünnen der Seife mit Wasser, damit sie länger reicht, raten wir ab. Dazu gleich mehr.

Eine leere Kartusche mit anderer Seife befüllen

Die Original-Kartuschen sind so gebaut, dass man sie nicht ohne Weiteres öffnen kann. Der Hersteller möchte, dass seine Nachfüller verwendet werden, und rechnet nicht mit selbst befüllten Kartuschen. Wer es trotzdem versucht, riskiert eine beschädigte Kartusche oder einen tropfenden Spender – nicht aber den Spender selbst, solange die Kartusche dicht bleibt.

Sie brauchen:

  • eine leere Original-Kartusche
  • eine Flüssigseife oder Waschlotion Ihrer Wahl
  • eine Schüssel mit heißem, nicht kochendem Wasser
  • ein Handtuch
  • eventuell eine Einwegspritze ohne Nadel aus der Apotheke
  1. Kartusche reinigen. Die leere Kartusche außen mit einem feuchten Tuch abwischen, damit beim Öffnen kein Schmutz hineingelangt.
  2. Deckel erwärmen. Die Kartusche mit dem Deckel nach unten etwa 15 Sekunden in das heiße Wasser tauchen. Der Kunststoff wird dadurch etwas weicher.
  3. Deckel lösen. Das Handtuch um den Deckel legen und ihn vorsichtig abdrehen oder abhebeln. Die kleinen Silikonteile im Deckel dürfen dabei nicht einreißen, sonst tropft es später.
  4. Ausspülen und trocknen. Die Kartusche mit heißem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen. Restwasser verdünnt die neue Seife.
  5. Befüllen. Die Seife langsam einfüllen und etwa einen Zentimeter unter dem Rand aufhören.
  6. Verschließen. Den Deckel so aufsetzen, wie er vorher saß, und andrücken, bis er einrastet. Dann einsetzen und testen.

Statt den Deckel zu öffnen, lässt sich die Seife auch mit einer Einwegspritze durch die Ventilöffnung im Deckel einfüllen. Das geht ohne Kraft, dauert aber, und die Silikonöffnung kann dabei nachgeben.

Achtung: Heißes Wasser verbrüht die Hände schneller, als man denkt. Nehmen Sie heißes Leitungswasser oder Wasser aus dem Wasserkocher, das einige Minuten abgekühlt ist, und halten Sie Kinder fern. Eine Zange hilft beim Öffnen, beschädigt aber leicht den Deckel.

Welche Seife funktioniert

Nicht jede Flüssigseife läuft gleich gut durch die kleine Pumpe:

  • Konsistenz: Die Seife sollte etwa so dickflüssig sein wie das Original. Sehr dünne Seifen tropfen nach, sehr dicke Cremeseifen oder Lotionen mit Pflegeperlen können die Düse verstopfen.
  • Schaumseife: Schaumseife aus einem Schaumspender ist sehr dünn und für den No-Touch nicht gemacht. Sie läuft oft einfach aus. Es gibt eigene Schaumseifen-Spender mit Sensor.
  • Empfindliche Haut: Wer eine bestimmte Waschlotion verträgt oder vom Hautarzt empfohlen bekommen hat, kann sie so auch im Sensorspender nutzen. Genau dafür lohnt der Aufwand am ehesten.

Auch normale Seife reinigt die Hände gründlich, wenn Sie richtig waschen: 20 bis 30 Sekunden, alle Stellen einschließlich Daumen und Fingerzwischenräume, danach gut abtrocknen. Das empfehlen Gesundheitsbehörden wie die BZgA auf infektionsschutz.de. Antibakterielle Zusätze braucht es im Privathaushalt dafür nicht.

Seifenspender ohne No Touch Funktion
Auch wenn diese Seifen nett aussehen, ist Sagrotan No Touch zum Nachfülllen hygienischer

Hygiene beim Selbstbefüllen

Der No-Touch soll die Übertragung von Keimen vermindern. Ausgerechnet eine selbst befüllte Kartusche kann das Gegenteil bewirken, wenn man unsauber arbeitet. Flüssigseifen enthalten Konservierungsstoffe, die auf die unverdünnte Seife abgestimmt sind. Verdünnt man sie mit Wasser, wirkt der Schutz schwächer, und in der Kartusche können sich Bakterien vermehren. Deshalb:

  • Nicht verdünnen, auch wenn es verlockend ist.
  • Keine Reste aufgießen: Die Kartusche erst ganz leeren, ausspülen und trocknen, bevor neue Seife hineinkommt.
  • Nicht ewig wiederverwenden: Kunststoff und Silikon altern. Wird die Kartusche undicht, riecht die Seife seltsam oder verfärbt sie sich, gehört sie in den Gelben Sack bzw. die Wertstofftonne.

Lohnt sich der Aufwand?

Die Original-Nachfüller kosten spürbar mehr als eine gewöhnliche Flüssigseife aus dem Nachfüllbeutel. Wer viel Seife verbraucht, spart mit dem Selbstbefüllen Geld. Dafür kostet es jedes Mal einige Minuten und etwas Geschick, und es bleibt ein Restrisiko, dass die Kartusche beim Öffnen bricht. Für Haushalte, die eine bestimmte Waschlotion nutzen wollen, lohnt es sich eher als für reine Sparfüchse.

Wer grundsätzlich frei in der Seifenwahl sein will, fährt mit einem Sensor-Seifenspender zum freien Befüllen oft besser. Diese Geräte haben einen offenen Tank, in den jede Flüssigseife passt. Mehr Tipps rund um Sauberkeit im Bad finden Sie in unseren Rubriken Badezimmer und Reinigen und Putzen, etwa im Beitrag Wohnung putzen.

Häufige Fragen

Kann ich jede Flüssigseife in den Sagrotan No-Touch füllen?

Grundsätzlich jede normale Flüssigseife mit ähnlicher Konsistenz wie das Original. Sehr dünne Seifen und Schaumseifen tropfen nach, sehr dicke Cremeseifen können die Pumpe verstopfen. Vorgesehen ist vom Hersteller aber nur die Original-Kartusche.

Warum gibt der Spender keine Seife mehr ab?

Meist sind die Batterien schwach, die Kartusche leer oder die Düse mit eingetrockneter Seife verklebt. Die Düse mit warmem Wasser säubern, die Batterien tauschen und die Kartusche prüfen. Bei selbst befüllten Kartuschen kann auch Luft in der Pumpe sein – einige Male auslösen hilft.

Werden die Hände mit einer anderen Seife genauso sauber?

Ja. Für saubere Hände kommt es auf gründliches Waschen an, also ausreichend lange und an allen Stellen. Eine gewöhnliche Flüssigseife reicht dafür im Haushalt völlig aus.

Kann ich die Seife mit Wasser verdünnen, damit sie länger reicht?

Besser nicht. Verdünnte Seife läuft leichter nach und bietet Bakterien in der Kartusche bessere Bedingungen, weil die Konservierung schwächer wird. Sparen können Sie eher, indem Sie die Hand nur kurz unter den Sensor halten.

Gibt es den Spender auch für Kinder?

Sagrotan hat eine Kinder-Variante mit eigenen Kartuschen angeboten. Ob sie aktuell erhältlich ist, zeigt ein Blick ins Drogerieregal. Für Kinder gilt dasselbe wie für Erwachsene: Wichtig ist, dass sie gründlich und lange genug waschen.