Hängemattengestell klappbar

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Ein Hängemattengestell ist ein freistehender Rahmen, zwischen dessen Enden eine Hängematte gespannt wird. Klappbare oder steckbare Modelle aus Stahlrohr lassen sich ohne Werkzeug auf- und abbauen und im Winter platzsparend im Keller verstauen. Wer ein Gestell sucht, sollte zuerst auf zwei Zahlen schauen: die Länge, für die es gebaut ist, und die zulässige Belastung.
Wofür ein Gestell sinnvoll ist
Die klassische Hängematte braucht zwei feste Punkte im richtigen Abstand – zwei kräftige Bäume, zwei Pfosten oder Haken in einer tragfähigen Wand. Wo das fehlt, ist ein Gestell die einfachste Lösung:
- Garten ohne passende Bäume, oder mit Bäumen, die zu jung, zu weit auseinander oder zu dünn sind.
- Terrasse und Balkon, wo sich nichts anbohren lässt. Auf dem Balkon aber die Maße prüfen, denn die meisten Gestelle sind knapp drei Meter lang oder mehr.
- Wohnzimmer und Wintergarten, als Leseplatz, den man bei Bedarf wieder abbaut.
- Campingplatz mit Auto oder Wohnwagen, wo keine Bäume stehen oder das Anbringen an Bäumen nicht erlaubt ist.
Für Wandern und Trekking taugen Gestelle nicht. Selbst leichte Modelle wiegen meist mehr als zehn Kilo und bestehen aus mehrere Meter langen Rohren. Unterwegs zu Fuß hängt man eine leichte Reisehängematte mit breiten Baumgurten zwischen Bäume.

Die richtige Länge: Gestell und Hängematte müssen zusammenpassen
Die häufigste Enttäuschung nach dem Kauf: Die Hängematte hängt im Gestell entweder fast auf dem Boden oder ist so straff gespannt, dass man darin liegt wie auf einem Brett. Deshalb gilt:
- Tuchhängematten (ohne Stäbe) brauchen ein langes Gestell, typischerweise um 3,5 bis 4 Meter. In ihnen liegt man diagonal und bequem.
- Stabhängematten mit Holzstäben an den Enden sind kürzer und passen in Gestelle um 2,8 bis 3,2 Meter. Sie wirken ordentlicher, kippen aber leichter.
- Hängesessel und Hängestühle brauchen ein eigenes Gestell mit einem einzigen Aufhängepunkt oben, kein Hängemattengestell.
Maßgeblich ist die Gesamtlänge der Hängematte einschließlich Aufhängeschnüren, die der Hersteller angibt, und die Längenangabe des Gestells. Viele Gestelle haben mehrere Einhängepunkte oder Ketten, mit denen sich Höhe und Spannung anpassen lassen – das ist sehr praktisch und ein gutes Kaufkriterium. Wer unsicher ist, kauft Gestell und Hängematte als Set.
Stahl, Edelstahl oder Holz
| Material | Stärken | Schwächen |
| Pulverbeschichteter Stahl | Günstig, stabil, meist steckbar ohne Werkzeug | Rostet an Kratzern und Schnittkanten, recht schwer |
| Edelstahl | Rostet kaum, schlank, langlebig | Teurer, nicht jede Legierung ist salzwasserfest |
| Holz (Bogengestell) | Schön, warm, sehr ruhiges Liegegefühl | Groß und schwer, braucht Pflege, Auf- und Abbau aufwendiger |
Für ein Gestell, das im Herbst in den Keller kommt und im Frühjahr wieder heraus, ist ein Stahlrohrgestell mit Steckverbindungen die praktische Wahl. Ein Holzgestell ist eher ein Möbelstück, das stehen bleibt: im Wintergarten oder unter einem Dach auf der Terrasse. Holzgestelle für draußen sollten aus wetterfestem Holz sein oder regelmäßig mit einer Lasur geschützt werden.
Tragkraft und sicherer Stand
Die zulässige Belastung steht beim Hersteller, bei Einzelgestellen oft zwischen 100 und 150 kg, bei Doppelgestellen um 200 kg. Diese Zahl gilt für ruhiges Liegen. Wer sich hineinfallen lässt, schaukelt oder springt, belastet Gestell und Aufhängung um ein Vielfaches. Für zwei Erwachsene braucht es ein ausdrücklich für zwei Personen ausgelegtes Gestell mit entsprechender Tragkraft.
Für einen sicheren Stand:
- Ebener, fester Untergrund. Auf weichem Rasen sinken die Füße einseitig ein, auf Gefälle kippt das Gestell. Unter die Füße gelegte Platten helfen.
- Alle Steckverbindungen vollständig einrasten lassen und Sicherungsstifte oder Schrauben einsetzen, falls vorhanden.
- Nicht auf die Querstreben stellen und das Gestell nicht als Klettergerüst benutzen.
- Vor der Saison prüfen: Rost an Verbindungen, verbogene Rohre, ausgerissene Haken und brüchige Schnüre der Hängematte.
Kinder lieben Hängematten, sollten aber nur unter Aufsicht hineinklettern. Für Säuglinge und Kleinkinder ist eine normale Hängematte kein Schlafplatz: Sie können sich im Stoff einwickeln oder herausfallen. Babyhängematten sind eine eigene Produktgruppe mit eigenen Sicherheitsanforderungen.
Worauf es beim Kauf ankommt
- Länge des Gestells passend zur Hängematte, siehe oben.
- Tragkraft mit Reserve, bei zwei Personen ausdrücklich dafür ausgelegt.
- Mehrere Einhängepunkte oder Ketten zum Einstellen von Höhe und Spannung.
- Werkzeugloser Aufbau mit Steckverbindungen, die sich nicht verwechseln lassen.
- Transporttasche, damit Kleinteile nicht verloren gehen.
- Füße mit breiten Kappen, die auf Holzboden und Fliesen nicht kratzen.
Einfache Stahlgestelle gibt es ab etwa 50 Euro, stabile Gestelle für zwei Personen und Holzgestelle kosten deutlich mehr. Wer Gestell und Hängematte zusammen sucht, schaut nach einem Hängemattengestell mit Hängematte; Holzgestelle findet man unter Hängemattengestell aus Holz.
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Aufbauen, pflegen, lagern
Beim ersten Aufbau lohnt ein Blick in die Anleitung, danach geht es meist in wenigen Minuten. Legen Sie die Teile vorher der Reihe nach aus, und bauen Sie zu zweit auf – lange Rohre sind allein unhandlich.
Stahlgestelle wischt man mit Wasser und etwas Spülmittel ab und lässt sie vor dem Einpacken vollständig trocknen, sonst setzt sich in den Rohren Rost an. Kratzer in der Beschichtung mit etwas Lack ausbessern. Die meisten Hängematten aus Baumwolle oder Polyester vertragen eine Wäsche nach Etikett; Schnüre und Holzstäbe dabei gegebenenfalls einpacken oder abnehmen. Über den Winter gehören Gestell und Hängematte trocken in Keller oder Garage, nicht in den nassen Schuppen.
Alternativen zum Gestell
Wer zwei stabile Bäume im passenden Abstand hat, braucht kein Gestell: Mit breiten Baumgurten wird die Rinde geschont. Im Haus kommen Deckenhaken für Hängesessel oder Wandhaken für Hängematten infrage – aber nur in tragfähigen Decken und Wänden und mit dafür zugelassenen Dübeln. Im Zweifel fragen Sie einen Fachbetrieb, denn beim Schaukeln wirken große Kräfte. Wer lieber sitzt als liegt, findet mit dem Luftsofa eine leichte Variante für Garten und Strand, fürs Wohnzimmer eignet sich auch ein Schlafwürfel.
Mehr für Garten und Freizeit finden Sie in der Rubrik Freizeit, für Möbel und Einrichtung unter Wohnen.
Häufige Fragen
Welche Länge muss ein Hängemattengestell haben?
Das hängt von der Hängematte ab. Stabhängematten passen meist in Gestelle um 2,8 bis 3,2 Meter, Tuchhängematten brauchen eher 3,5 bis 4 Meter. Maßgeblich sind die Herstellerangaben zur Gesamtlänge der Hängematte und zur Länge des Gestells.
Kann ich ein Hängemattengestell im Wohnzimmer aufstellen?
Ja, wenn der Platz reicht. Rechnen Sie neben der Länge auch mit Raum zum Ein- und Aussteigen. Filz- oder Gummikappen an den Füßen schützen den Boden.
Wie viel Gewicht hält ein Hängemattengestell?
So viel, wie der Hersteller angibt – meist 100 bis 150 kg bei Einzel- und um 200 kg bei Doppelgestellen. Die Angabe gilt für ruhiges Liegen, nicht für Schaukeln oder Hineinspringen.
Kann das Gestell im Winter draußen bleiben?
Besser nicht. Nässe, Frost und Schnee setzen Steckverbindungen und Beschichtung zu. Abgebaut und trocken gelagert hält ein Gestell viele Jahre.
Eignet sich ein klappbares Gestell zum Campen?
Für Camping mit Auto oder Wohnwagen ja, wenn im Kofferraum Platz ist. Zum Wandern ist es zu groß und zu schwer; dafür gibt es leichte Reisehängematten für Bäume.
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