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Flammkuchenbrett

Christoph · 7 Min. Lesezeit

Flammkuchenbrett
Ein Flammkuchen lässt sich viel einfacher als eine Pizza zubereiten
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wozu ein Flammkuchenbrett gut ist
  2. Welches Holz sich eignet
  3. Größe, Form und Stärke
  4. Worauf Sie beim Kauf achten sollten
  5. So benutzen Sie das Brett richtig
  6. Pflege und Reinigung
  7. Flammkuchen und Pizza: der Unterschied im Teig
  8. Welches Brett für wen
  9. Häufige Fragen
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Ein Flammkuchenbrett ist ein flaches Holzbrett mit Griff, auf dem der Flammkuchen in den Ofen geschoben, wieder herausgeholt und direkt serviert wird. Es ersetzt damit Pizzaschieber und Servierplatte zugleich. Wer öfter Flammkuchen oder Pizza backt, braucht ein Brett von etwa 30 × 40 cm aus formstabilem Holz mit angeschrägter Vorderkante – mehr Ausstattung ist nicht nötig.

Wozu ein Flammkuchenbrett gut ist

Im Elsass wird der Flammkuchen traditionell auf dem Holzbrett aufgetragen und gleich darauf geschnitten und gegessen. Das hat praktische Gründe: Der hauchdünne, knusprige Boden bleibt auf dem Holz knusprig, weil das Brett keine Feuchtigkeit staut wie ein kalter Porzellanteller. Und es spart Geschirr, denn der Flammkuchen wandert vom Ofen ohne Umweg auf den Tisch.

Das Brett übernimmt drei Aufgaben:

  • Vorbereiten: Der ausgerollte Teig wird darauf belegt oder vom Tisch aufgenommen.
  • Einschießen und Herausholen: Mit einem kurzen Ruck gleitet der Flammkuchen vom Brett auf den heißen Pizzastein oder das Blech, nach dem Backen schiebt man das Brett wieder darunter.
  • Servieren: Auf dem Brett wird der Flammkuchen in Stücke geschnitten und von allen gemeinsam gegessen.

Außerhalb der Flammkuchen-Abende taugt ein großes Brett auch für Pizza, Brotzeit, Käse oder als Unterlage für ein kleines Buffet.

Flammkuchen
Das Flammkuchenbrett wird bereits bei der Zubereitung vom Flammkuchen benötigt

Welches Holz sich eignet

Flammkuchenbretter werden aus zwei Arten von Holz gefertigt, die sich im Alltag deutlich unterscheiden:

  • Birken-Multiplex (auch Sperrholz genannt) besteht aus vielen dünnen, kreuzweise verleimten Schichten. Dadurch verzieht es sich kaum, auch wenn es mal feucht wird oder Hitze abbekommt. Deshalb nutzen viele Gastronomiebetriebe solche Bretter. Achten Sie darauf, dass die Verleimung für Lebensmittel geeignet ist – seriöse Anbieter geben das an.
  • Massivholz wie Buche, Eiche, Akazie oder Olivenholz sieht wärmer und edler aus. Es ist aber empfindlicher: Ein dünnes Massivholzbrett kann sich wölben oder reißen, wenn es nass wird oder einseitig Wärme abbekommt.

Bambusbretter bestehen aus verpressten Bambusstreifen. Sie sind hart und leicht, die Klebstoffanteile sind aber höher als bei Holz, und die Oberfläche stumpft Messer schneller ab.

Für ein Brett, das oft am heißen Ofen im Einsatz ist, spricht viel für Multiplex. Wer vor allem serviert und selten einschießt, kann ebenso gut ein schönes Massivholzbrett nehmen.

Größe, Form und Stärke

Ein Flammkuchen für eine Person oder zum Teilen misst meist etwa 30 × 40 cm. Das Brett sollte mindestens so groß sein, sonst hängt der Rand über und bricht beim Einschießen ab. Übliche Maße ohne Griff liegen bei 30 × 40 cm, große Bretter reichen bis etwa 30 × 50 cm.

Wichtig ist auch der Blick in den eigenen Backofen: Das Brett muss samt Flammkuchen durch die Ofentür passen und sich darin so weit schräg halten lassen, dass der Fladen sauber auf den Stein rutscht. Ein normaler Haushaltsbackofen ist innen meist rund 40 cm breit.

Bei der Form gibt es rechteckige, ovale und runde Bretter. Für den klassisch rechteckigen Flammkuchen ist das Rechteck am praktischsten, runde Bretter passen besser zu Pizza.

Die Stärke liegt meist zwischen 6 und 10 mm. Dünnere Bretter rutschen leichter unter den Teig, sind aber weniger stabil und bekommen beim Schneiden schneller Kerben. Etwa 8 mm sind ein guter Mittelweg. Eine angeschrägte Vorderkante ist das wichtigste Detail überhaupt: Sie gleitet unter den fertigen Flammkuchen, ohne ihn zusammenzuschieben. Bretter ohne Fase lassen sich zum Servieren nutzen, zum Aufnehmen aus dem Ofen braucht es dann einen Pizzaschieber.

Flammkuchenbretter
Kaufkriterien für Flammkuchenbretter

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

MaterialBirken-Multiplex (formstabil) oder Hartholz wie Buche, Eiche, Akazie; unbehandelt oder nur mit lebensmittelechtem Öl
GrößeLiegefläche etwa 30 × 40 cm, passend zur Innenbreite des Backofens
Stärke6–10 mm; dünner gleitet besser, dicker hält länger
Vorderkanteangeschrägt (Fase), damit das Brett unter den Flammkuchen gleitet
Griffaus einem Stück mit dem Brett, etwa 10–15 cm lang, damit die Hand Abstand zur Ofenhitze hat
Anzahlim Set zu dritt oder zu viert, wenn mehrere Personen gleichzeitig essen

Einzelne Bretter kosten meist zwischen 10 und 25 Euro, Sets mit drei oder vier Brettern entsprechend mehr. Handgefertigte Massivholzbretter liegen darüber.

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So benutzen Sie das Brett richtig

  1. Ofen gut vorheizen. Flammkuchen braucht viel Hitze, im Haushaltsbackofen die höchste Stufe, meist 250 °C oder mehr. Mit einem Pizzastein oder einem mit vorgeheizten, umgedrehten Backblech wird der Boden knuspriger.
  2. Brett bemehlen. Streuen Sie etwas Mehl oder feinen Hartweizengrieß auf das Brett. Grieß wirkt wie kleine Kugellager und lässt den Teig besser gleiten.
  3. Teig auflegen und belegen. Den dünn ausgerollten Teig auf das Brett legen und erst dort belegen – ein fertig belegter, weicher Fladen lässt sich schlecht umheben. Nicht zu feucht belegen, sonst klebt der Teig.
  4. Einmal rütteln. Vor dem Einschießen das Brett kurz schütteln. Bewegt sich der Fladen, ist alles gut. Klebt er irgendwo, dort den Rand anheben und etwas Mehl darunterstreuen.
  5. Einschießen. Das Brett schräg an die hintere Kante des Steins halten und mit einem kurzen Ruck zurückziehen. Der Flammkuchen rutscht auf den Stein.
  6. Herausholen und servieren. Nach wenigen Minuten, wenn der Rand braun und blasig ist, das Brett mit der angeschrägten Kante darunterschieben, herausholen und auf dem Brett schneiden.

Das Brett selbst bleibt dabei nicht im Ofen. Holz ist bei 250 °C und mehr nicht dafür gemacht, es würde austrocknen, sich verziehen und im ungünstigen Fall anbrennen.

Pflege und Reinigung

Holzbretter mögen keine Spülmaschine: Die Kombination aus Hitze, Nässe und scharfem Reiniger lässt sie aufquellen, reißen und grau werden. So bleibt das Brett lange schön:

  • Nach dem Essen abkratzen und feucht abwischen, bei Fett mit etwas Spülmittel. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen.
  • Nicht einweichen. Kurz abspülen ist in Ordnung, stundenlang im Spülbecken liegen nicht.
  • Hochkant trocknen lassen, damit beide Seiten gleichmäßig abtrocknen. So verzieht sich das Brett nicht.
  • Ab und zu einölen. Ein neutrales Speiseöl oder ein spezielles Schneidebrettöl dünn auftragen, einziehen lassen und den Überschuss abwischen. Wird die Oberfläche rau, vorher mit feinem Schleifpapier glätten.

Schnittspuren gehören dazu und sind kein Mangel. Wer lieber ein glattes Brett behält, schneidet mit einem Pizzaschneider statt mit dem Messer oder nimmt dafür ein separates Wiegemesser mit Brett.

Flammkuchen und Pizza: der Unterschied im Teig

Flammkuchenteig ist heute meist ein einfacher Teig aus Mehl, Wasser, etwas Öl und Salz, der nur kurz ruhen muss. Ursprünglich war es ein Stück vom Brotteig, das die Bauern im Elsass vor dem Brotbacken dünn ausrollten, um die Hitze im Holzofen zu prüfen – daher der Name. Pizzateig enthält dagegen immer Hefe und braucht Zeit zum Gehen. Der Flammkuchen wird hauchdünn ausgerollt und klassisch mit Crème fraîche oder Schmand, Zwiebeln und Speck belegt, lässt sich aber leicht vegetarisch oder mit veganem Aufstrich abwandeln.

Weil der Boden so dünn ist, backt er in wenigen Minuten. Das macht das Brett besonders nützlich: Ein Flammkuchen nach dem anderen kommt heiß auf den Tisch, jeder auf seinem eigenen Brett. Wer das stilecht mag, findet in unserem Beitrag über den Flammkuchenofen Geräte, die besonders hohe Temperaturen erreichen. Für den normalen Backofen genügt eine Pizzapfanne oder ein gut vorgeheizter Stein.

Welches Brett für wen

Wer ein- oder zweimal im Monat Flammkuchen backt, ist mit einem Set aus drei oder vier Multiplex-Brettern in 30 × 40 cm am besten bedient: formstabil, günstig und für jeden Gast ein eigenes Brett. Wer das Brett vor allem als Servierbrett und für die Brotzeit nutzt, darf zu einem schönen Massivholzbrett greifen. Achten Sie in jedem Fall auf die angeschrägte Kante und darauf, dass das Brett in Ihren Backofen passt. Weitere Helfer finden Sie in unserer Rubrik Küche.

Häufige Fragen

Kann das Flammkuchenbrett mit in den Backofen?

Nur zum Einschießen und Herausholen, nicht zum Backen. Bleibt das Holz länger im heißen Ofen, trocknet es aus, verzieht sich und kann anbrennen. Gebacken wird auf einem Pizzastein, einem Backblech oder einer Pizzapfanne.

Darf man auf dem Brett schneiden?

Ja, dafür ist es gedacht. Mit der Zeit entstehen Schnittspuren, die bei Holz normal sind. Ein Pizzaschneider hinterlässt weniger Kerben als ein Messer.

Was kostet ein Flammkuchenbrett?

Einzelne Bretter kosten meist zwischen 10 und 25 Euro, Sets entsprechend mehr. Teurer sind handgefertigte Bretter aus Massivholz. Die Unterschiede liegen weniger im Nutzen als im Holz und in der Verarbeitung.

Warum klebt der Flammkuchen am Brett fest?

Meist ist der Teig zu feucht, der Belag zu nass oder das Brett nicht bemehlt. Streuen Sie Mehl oder Hartweizengrieß auf das Brett, belegen Sie den Teig erst auf dem Brett und schieben Sie ihn zügig ein.

Womit ölt man ein Flammkuchenbrett ein?

Mit einem neutralen Speiseöl oder einem Schneidebrettöl aus dem Handel. Dünn auftragen, einziehen lassen und den Rest abwischen. Einmal im Monat oder immer dann, wenn das Holz trocken und hell wirkt, genügt.

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