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Federkissen waschen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Junges Mädchen hält Federkopfkissen zum Reinigen
Federkissen waschen ist eine Aufgabe, die man regelmäßig durchführen sollte.
Inhalt10 Abschnitte
  1. Federn oder Daunen: was steckt im Kissen?
  2. Wie oft sollte man ein Federkissen waschen?
  3. Das richtige Waschmittel
  4. Federkissen in der Waschmaschine waschen – Schritt für Schritt
  5. Daunenkissen: was anders ist
  6. Trocknen: ohne Geduld wird es nichts
  7. Wann ein neues Kissen fälliger ist als eine Wäsche
  8. Bettfedernreinigung als Alternative
  9. Unsere Empfehlung
  10. Häufige Fragen

Ein Federkissen können Sie in der Regel in der Waschmaschine waschen, am besten zu zweit, im Schonprogramm, mit Daunenwaschmittel und ohne Weichspüler. Danach muss es gründlich trocknen, idealerweise im Trockner bei niedriger Temperatur, bis kein Klumpen mehr zu spüren ist. Für Daunenkissen gilt dasselbe – sie sind nur noch etwas empfindlicher, was das Trocknen angeht.

Federn oder Daunen: was steckt im Kissen?

Auf dem Etikett steht die Zusammensetzung der Füllung, etwa „Federn 85 %, Daunen 15 %“. Federn haben einen festen Kiel und geben dem Kissen Stützkraft. Daunen sind die flauschigen Büschel ohne Kiel aus dem Untergefieder; sie machen das Kissen weich und leicht. Je höher der Daunenanteil, desto weicher und bauschiger das Kissen – und desto sorgfältiger muss es beim Waschen und Trocknen behandelt werden. Die Grundregeln sind für beide Kissenarten gleich.

Wie oft sollte man ein Federkissen waschen?

Jede Nacht nimmt ein Kopfkissen Schweiß, Hautfett und Hautschuppen auf. Der Bezug fängt das meiste ab und sollte deshalb regelmäßig mit der Bettwäsche gewechselt werden. Das Kissen selbst braucht deutlich seltener eine Wäsche:

  • Ein- bis zweimal im Jahr bei normaler Nutzung.
  • Öfter, wenn Sie stark schwitzen, das Kissen riecht oder gelbliche Flecken durch den Bezug gekommen sind.
  • Bei Hausstaubmilbenallergie bei 60 °C, sofern das Etikett es erlaubt. Ein milbendichter Kissenbezug, ein sogenanntes Encasing, hilft zusätzlich.

Zu häufiges Waschen schadet ebenfalls: Nasse Federn werden bei jeder Wäsche beansprucht und brechen mit der Zeit. Zwischen den Wäschen helfen Aufschütteln und Lüften an einem trockenen, schattigen Ort.

Junge Frau schläft auf einem weißen Kopfkissen
Im Schlaf gibt der Körper Fett, Hautschuppen und Schweiß an das Kissen ab

Das richtige Waschmittel

Nicht an Federn und Daunen gehören Weichspüler, Trocknertücher und Vollwaschmittel. Weichspüler legt sich als Film um die Federn, sie verkleben und das Kissen bleibt platt. Vollwaschmittel enthalten meist Enzyme und Bleiche, die das Eiweiß der Federn angreifen.

Geeignet sind:

  • Daunenwaschmittel, das mild und ohne Enzyme wäscht. Mehr dazu im Beitrag zum Daunenwaschmittel.
  • Wollwaschmittel ohne Enzyme, am besten mit dem Hinweis „für Daunen geeignet“. Worauf Sie achten, steht im Beitrag zum enzymfreien Waschmittel.

In jedem Fall sparsam dosieren. Zu viel Mittel schäumt, lässt sich aus der dichten Füllung schlecht herausspülen und verklebt die Federn.

Federkissen in der Waschmaschine waschen – Schritt für Schritt

  1. Etikett lesen. Waschtemperatur und Trocknereignung stehen dort. Ist das Kissen nur für die Reinigung vorgesehen, halten Sie sich daran.
  2. Inlett prüfen. Kleine Löcher und offene Nähte vorher zunähen. Einzelne Federkiele, die herausschauen, nicht herausziehen, sondern von außen zurückschieben – sonst wird das Loch größer.
  3. Zwei Kissen gleichzeitig waschen. Ein einzelnes nasses Kissen liegt als schwerer Klumpen in der Trommel und erzeugt eine Unwucht. Zwei gleich große Kissen verteilen sich besser. Mehr als zwei sollten es in einer normalen Maschine nicht sein.
  4. Programm wählen. Daunen-, Woll- oder Feinwaschprogramm, Temperatur laut Etikett, oft 40 oder 60 °C.
  5. Zusätzlich spülen. Ein Extraspülgang holt Waschmittelreste aus der Füllung.
  6. Mäßig schleudern. Eine mittlere Drehzahl, etwa 600 bis 800 Umdrehungen, entzieht Wasser, ohne die Nähte zu überlasten. Ein zweiter Schleudergang verkürzt das Trocknen spürbar.

Nach dem Schleudern sieht das Kissen flach und klumpig aus. Das ist normal und gibt sich beim Trocknen.

Daunenkissen: was anders ist

Daunenkissen werden genauso gewaschen wie Federkissen, reagieren aber empfindlicher auf Fehler beim Trocknen. Daunen verklumpen stärker, und wenn im Inneren Feuchtigkeit bleibt, fängt die Füllung schneller an zu riechen. Bei Daunenkissen lohnt der Trockner daher besonders. Manche hochwertige Daunenkissen sind nur für 40 °C freigegeben; das Etikett entscheidet.

Trocknen: ohne Geduld wird es nichts

Die größte Gefahr beim Kissenwaschen ist nicht die Maschine, sondern Restfeuchte. Eine Füllung, die innen nicht trocknet, riecht nach wenigen Tagen muffig und kann Stockflecken bekommen.

Im Wäschetrockner gelingt es am besten:

  • Niedrige Temperatur oder Schonprogramm wählen, sofern das Etikett den Trockner erlaubt.
  • Zwei bis drei Trocknerbälle oder saubere Tennisbälle mitgeben. Sie klopfen die Klumpen auseinander.
  • Zwischendurch aufschütteln. Nach jedem Durchgang die Kissen herausnehmen, kräftig schütteln und Klumpen mit den Fingern lösen.
  • Mehrere Durchgänge einplanen. Zwei Kissen brauchen oft einige Stunden.

Ohne Trockner liegen die Kissen flach auf einem Wäscheständer, in einem gut belüfteten Raum oder draußen im Schatten. Mehrmals täglich wenden und aufschütteln. Das dauert zwei Tage oder länger. Nicht direkt auf die Heizung legen und nicht in die pralle Sonne.

Ob das Kissen trocken ist, prüfen Sie mit der Hand und mit der Nase: Es muss sich überall locker anfühlen, darf keine kühlen Stellen haben und nicht muffig riechen. Erst dann kommt der Bezug wieder darüber.

Weiße Kopfkissen, gestapelt, mit zwei hellen Blüten
Aus hygienischen Gründen sollte man Federkissen regelmäßig waschen

Wann ein neues Kissen fälliger ist als eine Wäsche

Eine Wäsche bringt verklebte Federn wieder in Form, sie macht aber keine gebrochenen Federn heil. Ein einfacher Test: Falten Sie das trockene Kissen in der Mitte. Bleibt es gefaltet liegen, statt sich wieder aufzurichten, hat die Füllung ihre Spannkraft verloren. Ebenfalls ein Zeichen für ein Ende sind viele spitze Kiele, die durch das Inlett stechen, oder ein dauerhaft muffiger Geruch, der auch nach gründlichem Waschen und Trocknen bleibt.

Lächelnde Frau hält im Bettengeschäft ein weißes Kopfkissen im Arm
Bevor man ein Kissen neu kauft, lohnt oft eine Wäsche

Bettfedernreinigung als Alternative

Bei hochwertigen Kissen lohnt eine Bettfedernreinigung. Sie öffnet das Kissen, reinigt und entstaubt die Füllung, sortiert auf Wunsch gebrochene Federn aus, füllt mit frischen Federn oder Daunen auf und näht alles in ein neues Inlett. Für ein einfaches Kissen ist das meist teurer als ein neues. Ob sich die Aufarbeitung lohnt, sagt Ihnen der Betrieb nach einem Blick auf die Füllung. Wie Sie größere Stücke waschen, lesen Sie im Beitrag Daunendecke waschen.

Unsere Empfehlung

Waschen Sie Ihre Federkissen ein- bis zweimal im Jahr, immer paarweise, mit Daunenwaschmittel und einem Extraspülgang. Nehmen Sie sich beim Trocknen Zeit und nutzen Sie den Trockner, wenn das Etikett ihn erlaubt. Ein Kissen, das den Falttest nicht mehr besteht, ersetzen Sie besser. Weitere Tipps rund um Bettwaren finden Sie in der Rubrik Wäsche.

Häufige Fragen

Kann man Federkissen in der Waschmaschine waschen?

Ja, die meisten Feder- und Daunenkissen sind maschinenwaschbar. Das Pflegeetikett nennt Temperatur und Programm. Waschen Sie am besten zwei Kissen zusammen, damit die Trommel ausgeglichen läuft.

Bei wie viel Grad wäscht man Federkissen?

Nach Etikett, meist 40 oder 60 °C. 60 °C ist für Hausstaubmilbenallergiker sinnvoll. Kochwäsche verträgt kaum ein Federkissen.

Warum riecht mein Kissen nach dem Waschen?

Nasse Federn riechen leicht nach Tier; das verschwindet beim Trocknen. Riecht das Kissen danach muffig, ist die Füllung innen noch feucht. Sofort weitertrocknen, sonst drohen Stockflecken.

Muss das Kissen in den Trockner?

Es geht auch ohne, dauert aber mehrere Tage und braucht häufiges Aufschütteln. Der Trockner mit Trocknerbällen bringt die Füllung zuverlässiger in Form.

Warum darf kein Weichspüler an Federkissen?

Weichspüler überzieht die Federn mit einem Film. Sie verkleben, das Kissen verliert an Volumen und bleibt platt.