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Tesa Klebenagel

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Bild mit Tesa Klebenagel aufhängen
Ein Tesa Klebenagel ist ruckstandsfrei entfernbar
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wie ein Klebenagel funktioniert
  2. Welche Ausführung für welchen Untergrund
  3. Richtig anbringen
  4. Rückstandsfrei entfernen
  5. Wiederverwenden
  6. Typische Fehler
  7. Alternativen ohne Bohren
  8. Häufige Fragen

Ein Tesa Klebenagel ist ein kleiner Kunststoffhaken in Nagelform, der nicht in die Wand geschlagen, sondern mit einem Klebestreifen angeklebt wird. An ihm hängen Sie Bilder, Wanduhren oder leichte Spiegel auf, ohne zu bohren oder zu nageln. Er trägt laut Hersteller je nach Ausführung etwa 1 oder 2 kg und lässt sich später wieder ablösen. Ob das ohne Spuren gelingt, hängt vor allem vom Untergrund und vom richtigen Abziehen ab.

Wie ein Klebenagel funktioniert

Der Klebenagel besteht aus einer flachen Grundplatte mit einem Haken, der wie ein schräg eingeschlagener Nagel aussieht. Auf die Rückseite kommt ein doppelseitiger Klebestreifen, bei Tesa „Powerstrips“ genannt. Der Streifen hat eine Lasche, die unten übersteht. Zieht man daran langsam und parallel zur Wand, dehnt sich der Kleber und löst sich, statt die Wand mitzureißen. Das ist das ganze Geheimnis der Ablösbarkeit.

Bei den verstellbaren Ausführungen lässt sich der Nagel nach dem Aufkleben noch etwas nach oben oder unten schieben. Das ist praktisch, wenn zwei Bilder nebeneinander auf gleiche Höhe sollen oder der erste Versuch ein paar Millimeter danebenliegt.

Welche Ausführung für welchen Untergrund

Tesa bietet Klebenägel in mehreren Varianten an, die sich im Kleber unterscheiden:

UntergrundEignungHinweis
Tapete und PutzEigene Ausführung dafürTapete muss fest an der Wand haften. Raufaser und Vliestapete gehen, lose oder frisch gestrichene Tapete nicht.
Fliesen, Glas, Metall, lackiertes HolzEigene Ausführung dafür, meist höhere TragkraftGlatte, saubere Flächen halten am besten.
Frische FarbeNicht geeignetWandfarbe braucht mehrere Wochen zum Aushärten, sonst reißt sie beim Ablösen ab.
Stark strukturierter Putz, RauputzKaum geeignetZu wenig Kontaktfläche, der Streifen hält nur auf den Spitzen.
Silikon, Kunststoffe mit Weichmacher, StyroporNicht geeignetKleber haftet nicht oder zerstört den Untergrund.

Maßgeblich sind die Angaben auf der Packung. Tragkräfte gelten für ideale Bedingungen, also glatte, saubere Flächen bei Zimmertemperatur. Bei schweren Bildern mehrere Klebenägel nebeneinander verwenden, sodass das Gewicht gleichmäßig verteilt ist.

Richtig anbringen

  1. Untergrund prüfen. Die Wand muss trocken, fest und tragfähig sein. Frisch gestrichene Wände einige Wochen aushärten lassen.
  2. Fläche säubern. Staub und Fett mindern die Haftung deutlich. Glatte Flächen wie Fliesen mit etwas Spiritus oder Glasreiniger entfetten und trocknen lassen. Tapeten nur trocken abwischen.
  3. Position anzeichnen. Mit Bleistift und Wasserwaage die Höhe markieren. Bei Bildern mit Drahtaufhängung zuerst messen, wie weit der Draht beim Aufhängen nach oben zieht.
  4. Streifen aufkleben und andrücken. Den Klebestreifen auf die Rückseite des Nagels bzw. an die Wand setzen – je nach Anleitung –, dann Schutzfolie abziehen und den Nagel fest gegen die Wand drücken. Die Andruckzeit auf der Packung einhalten, meist einige Sekunden mit kräftigem Druck.
  5. Warten. Zwar hält der Nagel sofort, der Kleber erreicht seine volle Haftkraft aber erst nach einiger Zeit. Schwere Bilder lieber erst nach einer Stunde oder am nächsten Tag aufhängen.

Rückstandsfrei entfernen

Das Abziehen entscheidet, ob die Wand heil bleibt:

  1. Bild abnehmen. Nie mit Gewicht am Nagel abziehen.
  2. Nagel festhalten. Mit einer Hand die Grundplatte gegen die Wand drücken.
  3. Lasche langsam ziehen. Die überstehende Lasche flach an der Wand entlang nach unten ziehen, parallel zur Wand, nicht nach vorn. Langsam, der Streifen dehnt sich deutlich.
  4. Nicht ruckartig. Wer nach vorn oder zu schnell zieht, reißt den Streifen ab oder Tapete und Farbe mit.

Reißt der Streifen doch, lässt sich der Rest oft mit Zahnseide oder einem dünnen Draht hinter der Grundplatte durchsägen. Auf Tapete bleiben dann manchmal Spuren; hier ist Vorsicht besser als Kraft.

Wiederverwenden

Der Klebenagel selbst lässt sich wiederverwenden, der Klebestreifen in der Regel nicht. Ersatzstreifen gibt es einzeln zu kaufen. Achten Sie darauf, dass sie zum Nagel und zur Tragkraft passen: Es gibt Powerstrips für sehr leichte Dinge und für schwerere Lasten, und die Streifen für Tapete unterscheiden sich von denen für Fliesen.

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Die passenden Ersatz-Powerstrips sind deutlich günstiger als ein neuer Nagel.

Typische Fehler

  • Auf frischer Farbe oder loser Tapete geklebt. Das Bild hält vielleicht, beim Entfernen kommen Farbe oder Tapete mit.
  • Tragkraft überschätzt. Ein großer Spiegel mit Holzrahmen wiegt schnell mehrere Kilogramm. Im Zweifel das Bild auf die Küchenwaage oder die Personenwaage legen.
  • In Bad oder direkter Sonne. Wärme, Dampf und starke Temperaturschwankungen schwächen viele Kleber. Im Bad nur Ausführungen verwenden, die dafür ausgewiesen sind.
  • Auf Gewicht gezogen. Klebenägel sind für senkrechte Last gemacht. Wer an der Garderobe kräftig Mäntel abreißt, belastet sie schräg, dafür sind sie nicht ausgelegt.

Alternativen ohne Bohren

Für Spiegel über 2 kg, Regale oder Handtuchhalter reicht ein Klebenagel nicht. Tesa bietet dafür Klebeschrauben an, die mit einem Spezialkleber an Fliesen oder glatten Wänden dauerhaft halten und laut Hersteller deutlich mehr tragen – dafür sind sie nicht mehr ohne Spuren entfernbar. Im Bad gibt es viele Lösungen ohne Bohren, etwa Handtuchhalter ohne Bohren oder eine Duschablage ohne Bohren. Für Vorhänge in Nischen eignet sich eine Duschvorhangstange ohne Bohren als Klemmstange.

Für Mieter gilt: Kleine Dübellöcher für Bilder gehören nach herrschender Rechtsprechung meist zum normalen Wohngebrauch und müssen beim Auszug nur verschlossen werden. Wer aber Fliesen anbohren will oder unsicher ist, fragt vorher den Vermieter. Weitere Ideen zum Einrichten finden Sie unter Wohnen.

Häufige Fragen

Wie viel hält ein Tesa Klebenagel?

Laut Hersteller je nach Ausführung etwa 1 oder 2 kg pro Nagel. Die Angabe gilt für geeignete, saubere Untergründe. Bei schwereren Bildern mehrere Nägel verwenden oder eine andere Befestigung wählen.

Hält ein Klebenagel auf Raufaser?

Auf gut haftender Raufasertapete mit der Ausführung für Tapete und Putz meist ja. Beim Entfernen besonders langsam und flach ziehen, weil Raufaser leicht mitreißt.

Wie lange muss ich warten, bis ich das Bild aufhängen kann?

Leichte Bilder können meist gleich nach dem Andrücken hängen. Die volle Haftkraft braucht etwas Zeit; bei schwereren Stücken lieber einige Stunden warten.

Warum ist mein Klebenagel abgefallen?

Meist war der Untergrund staubig, fettig, frisch gestrichen oder zu rau, oder das Gewicht war zu hoch. Auch Wärme und Feuchtigkeit schwächen den Kleber. Fläche reinigen, neuen Streifen nehmen und die Andruckzeit einhalten.