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Schuhabtropfschale

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Bei dreckigen und nassen Schuhen lohnt sich eine Schuhabtropfschale
Bei dreckigen und nassen Schuhen lohnt sich eine Schuhabtropfschale
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wofür eine Schuhabtropfschale gut ist
  2. Größen: vom Einzelpaar bis zur Familienschale
  3. Darauf kommt es beim Kauf an
  4. Wo die Schale am besten steht
  5. Nasse Schuhe richtig trocknen
  6. Schuhregal aus Schuhwannen
  7. Weitere Verwendungen
  8. Schale oder Matte?
  9. Häufige Fragen

Eine Schuhabtropfschale – auch Schuhwanne oder Schuhablage genannt – ist eine flache Kunststoffschale mit erhöhtem Rand, in die nasse oder schmutzige Schuhe gestellt werden. Das Wasser läuft in die Schale statt auf den Boden, und Schmutz bleibt dort, wo man ihn in einer Minute ausspülen kann. Für ein paar Euro schützt sie Holzböden vor Wasserflecken und Fliesenfugen vor Streusalz. Worauf es ankommt, sind vor allem Größe, Randhöhe und die Struktur im Boden.

Wofür eine Schuhabtropfschale gut ist

Nasse Schuhe verlieren beim Abtrocknen eine erstaunliche Menge Wasser. Stehen sie direkt auf Laminat oder Parkett, dringt das Wasser in Fugen und Kanten, die Oberfläche quillt, und es bleiben helle oder dunkle Ränder zurück. Im Winter kommt Streusalz dazu: Salzwasser hinterlässt weiße Krusten, greift manche Natursteinböden an und setzt sich in Fliesenfugen. Auf Teppich entstehen Salzränder, die sich nur mühsam entfernen lassen.

Eine Schuhabtropfschale fängt all das auf. Sie ist besonders nützlich

  • im Eingangsbereich, wenn es keinen Windfang oder Hauswirtschaftsraum gibt,
  • in Haushalten mit Kindern, die mit Matschschuhen und Gummistiefeln heimkommen,
  • für Wanderer, Läufer und Radfahrer, deren Schuhe regelmäßig voller Schlamm sind,
  • in Mietwohnungen, in denen der Holzboden keine Wasserflecken abbekommen soll.
Verschmutzte Laufschuhsohle auf einem schlammigen Feldweg
Mit solchen Sohlen gehören die Schuhe in die Schuhwanne, nicht auf das Parkett

Größen: vom Einzelpaar bis zur Familienschale

Schuhabtropfschalen gibt es in wenigen Standardgrößen:

GrößeTypische MaßePlatz fürGeeignet für
Kleinetwa 35 × 27 cm1 PaarSingles, enge Flure, einzelne Stiefel
Mitteletwa 50 × 35 cm2–3 PaarPaare, kleine Familien
Großetwa 70–76 × 35–38 cm4–6 PaarFamilien, Gäste, Terrassentür
Ausziehbarverstellbarje nach AuszugWechselnder Bedarf

Kleine Schalen werden oft im Dreier- oder Viererpack verkauft. Das ist praktisch, weil man sie flexibel verteilen kann – eine an die Haustür, eine an die Terrassentür, eine in den Keller. Große Schalen sind dagegen besser, wenn mehrere Familienmitglieder gleichzeitig nach Hause kommen. Ausziehbare Modelle passen sich an, haben aber an der Verbindung eine Schwachstelle, an der Wasser austreten kann.

Rechnen Sie ruhig großzügig. Große Winterstiefel, Kinderschuhe und Gummistiefel brauchen mehr Platz als Sommerschuhe, und im Winter stehen oft mehr Schuhe gleichzeitig zum Trocknen da.

Darauf kommt es beim Kauf an

  • Randhöhe. Ein Rand von 2 bis 3 cm hält auch Tauwasser von Schneestiefeln zurück. Flache Tabletts mit 1 cm Rand laufen schnell über.
  • Rippen oder Noppen im Boden. Sie heben die Sohle über das Wasser. So trocknen die Schuhe von unten ab und stehen nicht stundenlang in einer Pfütze.
  • Material. Fast alle Schalen bestehen aus Polypropylen. Es ist leicht, bruchfest, verträgt Streusalz und lässt sich abspülen. Wichtig ist eine ausreichende Wandstärke, damit die Schale beim Tragen mit Wasser nicht nachgibt.
  • Farbe. Schwarz und Anthrazit verzeihen Schlamm, Laub und Grasflecken. Weiße Schalen sehen anfangs frischer aus, verfärben sich aber mit der Zeit.
  • Rutschfestigkeit. Auf glatten Fliesen verrutscht eine leichte Schale leicht. Kleine Gummifüße oder eine Unterlage helfen.
  • Stapelbarkeit. Gleiche Schalen lassen sich im Sommer platzsparend ineinanderstellen.

Die meisten Schuhabtropfschalen kosten zwischen 5 und 15 Euro, Sets entsprechend mehr. Große Qualitätsunterschiede gibt es kaum – es lohnt sich, auf Maße und Randhöhe zu achten statt auf die Marke.

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Wer mehrere Paare gleichzeitig unterbringen muss, sucht gezielt nach einer großen Schuhwanne. Für enge Flure sind Schuhabtropfschalen im Set in kleiner Größe praktischer.

Wo die Schale am besten steht

Der beste Platz ist direkt neben der Haus- oder Wohnungstür, möglichst so, dass man die Schuhe ausziehen kann, ohne mit den nassen Sohlen noch einen Schritt auf den Boden zu machen. Davor gehört idealerweise ein Schmutzfangteppich, auf dem man die Sohlen abstreift. Zusammen halten beide das meiste vom Boden fern.

Stellen Sie die Schale nicht direkt vor einen Heizkörper, wenn Lederschuhe darin stehen. Leder wird bei direkter Hitze hart und rissig. Auch Außenbereiche sind möglich, etwa ein überdachter Eingang oder die Terrasse. Weil die Schalen sehr leicht sind, sollten Sie sie draußen beschweren, damit der Wind sie nicht wegträgt.

Brauner Wanderschuh auf einem Felsen, im Hintergrund verschneite Berge
Nach der Wanderung trocknen Stiefel in der Schuhwanne, ohne den Boden zu beschädigen

Nasse Schuhe richtig trocknen

Die Schale fängt das Wasser auf, trocknen müssen die Schuhe aber trotzdem. Stark durchnässte Schuhe trocknen besser, wenn Sie:

  1. Groben Schmutz entfernen. Schlamm abbürsten oder kurz abspülen, solange er noch feucht ist.
  2. Einlegesohlen herausnehmen. Sie trocknen getrennt schneller, und der Schuh kann innen auslüften.
  3. Zeitungspapier hineinstopfen. Es zieht die Feuchtigkeit aus dem Schuh. Wechseln Sie es nach einigen Stunden aus.
  4. Bei Raumtemperatur trocknen. Nicht auf die Heizung stellen und nicht mit dem Föhn trocknen, besonders bei Leder und geklebten Sohlen.
  5. Pflegen. Lederschuhe nach dem Trocknen eincremen, Streusalzränder vorher mit einem feuchten Tuch abwischen.

Eine volle Schale mit mehreren nassen Paaren darin sollte regelmäßig ausgeleert werden. Stehendes Wasser riecht nach einigen Tagen, und die Schuhe trocknen darin schlechter.

Schuhregal aus Schuhwannen

Eine beliebte Idee, besonders in kleinen Wohnungen: Große Schuhwannen werden mit Ziegelsteinen oder Holzklötzen als Abstandshalter übereinandergestapelt. So entsteht ein einfaches Regal mit Abtropfschutz auf jeder Ebene. Das funktioniert, wenn die Stapel niedrig bleiben, die Abstandshalter alle gleich hoch sind und der Stapel an einer Wand steht. Für Haushalte mit kleinen Kindern, die gern klettern, ist ein richtiges Schuhregal die sicherere Wahl.

Weitere Verwendungen

Die Schalen sind so simpel, dass sie auch an vielen anderen Stellen nützen:

  • Unter Futter- und Wassernäpfen für Hund und Katze – der hohe Rand hält verschüttetes Wasser auf.
  • Als Untersetzer für Blumentöpfe, besonders wenn mehrere kleine Töpfe zusammenstehen.
  • Beim Umtopfen als Arbeitsfläche, die Erde auffängt.
  • Im Kofferraum für nasse Gummistiefel, Wanderschuhe oder den Einkauf.
  • In der Garage und im Keller unter dem Fahrradständer oder für tropfende Regenkleidung.

Für die Reinigung reicht es meist, die Schale unter der Dusche oder draußen mit dem Schlauch abzuspülen. Eingetrocknete Salzkrusten lösen sich mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Scheuermittel und harte Bürsten zerkratzen die glatte Oberfläche, an der sich Schmutz dann leichter festsetzt. Weitere Tipps für einen sauberen Eingangsbereich finden Sie in unserer Rubrik Reinigen und Putzen und im Ratgeber Wohnung putzen.

Schale oder Matte?

Eine Schmutzfangmatte streift die Sohlen ab und nimmt Feuchtigkeit auf, ist aber nach einem Regentag selbst nass und braucht Zeit zum Trocknen. Unter nassen Schuhen trocknet sie kaum. Eine Schale hält das Wasser zurück, reinigt aber die Sohlen nicht. Deshalb ergänzen sich beide: erst abstreifen, dann in die Schale. Zeitungspapier als Ersatz funktioniert für einen Abend, weicht aber durch und hinterlässt Druckerschwärze auf hellen Böden.

Häufige Fragen

Wie groß sollte eine Schuhabtropfschale sein?

Rechnen Sie mit etwa 35 × 27 cm pro Paar Schuhe. Für eine Familie mit zwei Kindern ist eine große Schale mit rund 70 × 35 cm sinnvoll, im Winter gern zwei. Wer wenig Platz hat, nimmt mehrere kleine Schalen, die sich auch stapeln lassen.

Welche Farbe ist besser, schwarz oder weiß?

Schwarz oder Anthrazit. Schlamm, Laub und Grasreste färben weißen Kunststoff mit der Zeit gelblich oder grünlich, auf dunklen Schalen sieht man das kaum. Weiß ist nur dann sinnvoll, wenn die Schale vor allem optisch in einen hellen Flur passen soll.

Kann ich Streusalzränder vom Boden vermeiden?

Ja, indem die Schuhe gar nicht erst auf den Boden kommen: abstreifen, ausziehen, in die Schale. Ist schon Salz auf dem Boden, wischen Sie es feucht mit klarem Wasser auf, bevor es eintrocknet. Auf Naturstein sollten Sie dabei keine sauren Reiniger verwenden.

Wie reinige ich eine Schuhabtropfschale?

Mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ausspülen, bei hartnäckigem Schmutz mit einer weichen Bürste. Scheuermittel vermeiden, sie rauen die Oberfläche auf. Danach gut trocknen lassen, bevor wieder Schuhe hineinkommen.