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Kaffeedose luftdicht

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Kaffeedose luftdicht
Das beste Aroma hat Kaffee, wenn er erst vor der Zubereitung frisch gemahlen wird
Inhalt9 Abschnitte
  1. Warum Kaffee überhaupt Aroma verliert
  2. Was eine gute Kaffeedose ausmacht
  3. Die Materialien im Vergleich
  4. Gemahlenen Kaffee richtig aufbewahren
  5. Kaffeebohnen aufbewahren
  6. Wo die Dose stehen sollte
  7. Kühlschrank und Gefrierfach
  8. Reinigen: öfter als gedacht
  9. Häufige Fragen

Eine luftdichte Kaffeedose schützt Kaffee vor dem, was sein Aroma zerstört: Sauerstoff, Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Am besten ist eine undurchsichtige Dose aus Edelstahl oder Keramik mit gut schließendem Deckel, die zur gekauften Menge passt. Wer frisch geröstete Bohnen kauft, nimmt eine Dose mit Aromaventil. Einen „Testsieger“ braucht es dafür nicht – die Kriterien sind einfach zu prüfen.

Warum Kaffee überhaupt Aroma verliert

Geröstete Kaffeebohnen enthalten Hunderte flüchtiger Aromastoffe und Öle. Sobald die Packung geöffnet ist, beginnen sie zu verfliegen und mit Sauerstoff zu reagieren. Der Kaffee schmeckt dann flach, bitter oder muffig. Vier Dinge beschleunigen das:

  • Sauerstoff lässt die Öle oxidieren und ranzig werden.
  • Licht, vor allem Sonnenlicht, fördert diese Prozesse.
  • Wärme lässt Aromen schneller verdampfen.
  • Feuchtigkeit wird von Kaffee angezogen; er verklumpt und kann im schlimmsten Fall schimmeln.

Dazu kommt, dass Kaffee fremde Gerüche aufnimmt. Neben einem offenen Gewürzregal schmeckt er bald nach Kreuzkümmel.

Gemahlener Kaffee ist davon viel stärker betroffen als ganze Bohnen, weil seine Oberfläche um ein Vielfaches größer ist. Bohnen bleiben nach dem Öffnen einige Wochen gut, gemahlener Kaffee verliert schon nach wenigen Tagen merklich. Verderben im gesundheitlichen Sinn tut trocken gelagerter Kaffee dagegen kaum – er schmeckt nur schlechter.

Kaffeedose luftdicht
Eine dicht schließende Dose hält Sauerstoff und Feuchtigkeit fern

Was eine gute Kaffeedose ausmacht

DichtungEin Deckel mit umlaufender Silikon- oder Gummidichtung, Bügel- oder Klemmverschluss. Einfache Stülpdeckel sind nicht dicht.
LichtschutzUndurchsichtiges Material. Glasdosen sehen schön aus, gehören dann aber in den Schrank.
AromaventilEin Einwegventil lässt Kohlendioxid entweichen, das frisch geröstete Bohnen noch Tage abgeben, aber keine Luft hinein. Für gemahlenen Supermarktkaffee nicht nötig.
VakuumManche Dosen haben einen Deckel, der beim Schließen Luft herausdrückt, oder eine Pumpe. Das reduziert den Sauerstoff zusätzlich.
GrößePassend zur Menge. Für 250 g Bohnen genügt rund ein Liter Volumen, für 500 g etwa 1,5–2 Liter, für 1 kg entsprechend mehr.
ReinigungWeite Öffnung, abnehmbare Dichtung. Ventil und Dichtung meist nur von Hand spülen.
ExtrasDatumsrad im Deckel, Halter für den Messlöffel – nett, aber keine Voraussetzung.

Die Größe ist wichtiger, als viele denken: Eine große Dose mit einem Rest Kaffee enthält viel Luft und damit viel Sauerstoff. Wer Kaffee in großen Packungen kauft, füllt lieber eine kleine Dose für die laufende Woche und lässt den Rest dicht verschlossen.

Luftdichte Kaffeedosen kosten meist zwischen 15 und 40 Euro, Modelle mit Vakuumpumpe etwas mehr.

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Wer frisch geröstete Bohnen kauft, sucht gezielt nach einer Kaffeedose mit Aromaventil.

Die Materialien im Vergleich

  • Edelstahl: robust, geschmacksneutral, lichtdicht, meist mit guter Dichtung. Die häufigste und praktischste Wahl.
  • Keramik und Porzellan: lichtdicht und geschmacksneutral, sehen gut aus. Die Deckel sind aber oft Holz- oder Stülpdeckel und nicht wirklich dicht; auf eine Dichtung achten.
  • Glas: dicht mit Bügelverschluss, aber durchsichtig. Nur im geschlossenen Schrank sinnvoll oder als braunes, getöntes Glas.
  • Blech mit Druckdeckel: günstig und lichtdicht, aber selten ganz luftdicht; Beschichtungen können mit der Zeit Schaden nehmen.
  • Kunststoff: leicht und günstig, wenn undurchsichtig und mit Dichtung. Manche Kunststoffe nehmen mit der Zeit Kaffeegeruch an.
  • Holz: dekorativ, aber kaum luftdicht und schwer zu reinigen; eher für die Packung als für losen Kaffee.

Gemahlenen Kaffee richtig aufbewahren

Für gemahlenen Kaffee gibt es zwei gute Wege:

  1. In der Originalpackung in die Dose. Die Packung oben fest zusammenrollen, mit einer Klammer sichern und so in die Dose stellen. Das ist bei großen Packungen die einfachste Lösung, wenn die Dose groß genug ist.
  2. Umfüllen in eine passende Dose. Den Kaffee direkt nach dem Öffnen in eine Dose füllen, die gerade passt, und diese nach jeder Entnahme sofort schließen.

Beides funktioniert. Entscheidend ist, dass möglichst wenig Luft an den Kaffee kommt und er zügig verbraucht wird – offen im Idealfall innerhalb von ein bis zwei Wochen. Wer nur eine Tasse am Tag trinkt, kauft lieber kleine Packungen.

Kaffeebohnen aufbewahren

Bohnen halten ihr Aroma länger. Frisch geröstete Bohnen geben in den ersten Tagen noch Kohlendioxid ab; eine Dose ohne Ventil kann sich dann leicht aufwölben, deshalb für Röstereikaffee eine Ventildose nehmen. Nach dem Öffnen sind ganze Bohnen einige Wochen gut, danach lässt das Aroma spürbar nach. Am meisten Aroma haben Sie, wenn Sie die Bohnen erst direkt vor dem Brühen mahlen – eine Handmühle oder eine Maschine mit Mahlwerk, etwa eine Siebträgermaschine mit Mahlwerk, macht den Unterschied deutlicher als jede Dose.

Kaffee
Ganze Bohnen halten ihr Aroma deutlich länger als gemahlener Kaffee

Wo die Dose stehen sollte

Ein kühler, dunkler, trockener Platz ist ideal: ein Küchenschrank oder die Speisekammer, nicht neben Herd, Backofen, Kaffeemaschine oder Spülmaschine, die beim Öffnen warmen Dampf abgibt. Auch das Regal im Sonnenlicht ist ungeeignet, selbst mit lichtdichter Dose, weil sie sich aufheizt. Gewürze und stark riechende Lebensmittel sollten nicht direkt daneben stehen.

Kühlschrank und Gefrierfach

Der Kühlschrank ist für Kaffee kein guter Ort. Dort ist es feucht und es riecht nach vielem, was Kaffee gerne aufnimmt. Jedes Mal, wenn die kalte Dose in die warme Küche kommt, kann sich Kondenswasser am Kaffee bilden.

Einfrieren ist dagegen eine Möglichkeit für größere Mengen Bohnen, etwa vor dem Urlaub: in kleinen Portionen in dicht verschlossenen Beuteln oder Dosen einfrieren, jede Portion nur einmal entnehmen, verschlossen auf Zimmertemperatur kommen lassen und erst dann öffnen. So kann sich keine Feuchtigkeit niederschlagen. Einmal aufgetaute Bohnen nicht wieder einfrieren.

Reinigen: öfter als gedacht

Kaffeeöle setzen sich an der Innenwand ab und werden mit der Zeit ranzig – dann riecht auch frischer Kaffee in der Dose alt. Deshalb die Dose alle paar Wochen oder vor jeder neuen Packung reinigen:

  • Dose mit warmem Wasser und etwas Spülmittel auswaschen; Edelstahldosen vertragen oft die Spülmaschine, Deckel mit Ventil und Dichtung aber nur Handwäsche.
  • Dichtung abnehmen und separat reinigen.
  • Vollständig trocknen lassen, bevor wieder Kaffee hineinkommt. Restfeuchte schadet mehr als ein paar Ölspuren.

Wer auch Tee aufbewahrt, sollte dafür eigene Dosen nehmen – Tee nimmt Kaffeegeruch ebenso leicht an. Passende Behälter finden Sie im Beitrag zu Teedosen für losen Tee, weitere Küchenhelfer in der Rubrik Küche.

Unsere Empfehlung: eine undurchsichtige Edelstahldose mit Dichtung in einer Größe, die zur üblichen Packung passt, bei Röstereikaffee mit Aromaventil. Dazu ein dunkler Schrank und möglichst Bohnen statt Pulver.

Häufige Fragen

Welche Kaffeedose ist die beste?

Eine allgemeingültige beste Dose gibt es nicht, und wir haben keine eigenen Vergleichstests durchgeführt. Gut ist eine Dose, die undurchsichtig ist, einen Deckel mit umlaufender Dichtung hat und zur gekauften Menge passt. Für frisch geröstete Bohnen kommt ein Aromaventil dazu.

Wie bewahre ich gemahlenen Kaffee am besten auf?

Luftdicht, dunkel, kühl und trocken – entweder in der fest verschlossenen Originalpackung in einer Dose oder umgefüllt in eine gut passende Dose. Gemahlener Kaffee sollte nach dem Öffnen innerhalb von ein bis zwei Wochen verbraucht werden.

Braucht eine Kaffeedose ein Ventil?

Nur für frisch geröstete Bohnen, die noch Kohlendioxid abgeben. Für Supermarktkaffee und gemahlenen Kaffee ist ein Ventil nicht nötig; dort zählt eine gute Dichtung.

Kann ich Kaffee im Kühlschrank lagern?

Besser nicht. Die Feuchtigkeit und die Gerüche im Kühlschrank schaden dem Aroma, und beim Herausnehmen kann Kondenswasser entstehen. Für längere Lagerung eignet sich eher das Einfrieren von Bohnen in kleinen, dichten Portionen.

Wie lange hält Kaffee nach dem Öffnen?

Gemahlener Kaffee verliert nach wenigen Tagen merklich an Aroma und sollte in ein bis zwei Wochen aufgebraucht sein. Ganze Bohnen bleiben einige Wochen gut. Schädlich wird trocken gelagerter Kaffee nach dieser Zeit nicht, er schmeckt nur schwächer.