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Duschsitz klappbar

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Duschsitz-klappbar
Duschsitz-klappbar
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wer von einem Duschsitz profitiert
  2. Klappsitz, Hocker oder Duschstuhl?
  3. Worauf es beim Kauf ankommt
  4. Montage: hier entscheidet sich die Sicherheit
  5. Wer die Kosten übernehmen kann
  6. Mehr Sicherheit in der Dusche
  7. Unsere Empfehlung
  8. Häufige Fragen

Ein klappbarer Duschsitz ist ein an der Wand befestigter Sitz, den Sie zum Duschen herunterklappen und danach wieder hochklappen. Er hilft allen, die beim Duschen nicht lange oder sicher stehen können – nach einer Verletzung, im Alter, in der Schwangerschaft oder bei Schwindel. Hochgeklappt steht er kaum mehr als eine Handbreit von der Wand ab. Entscheidend ist die Montage: Ein Duschsitz ist nur so sicher wie die Wand und die Dübel, an denen er hängt.

Wer von einem Duschsitz profitiert

Duschen im Stehen verlangt mehr, als man denkt: Balance auf nassem Boden, Arme über dem Kopf beim Haarewaschen, Bücken zu den Füßen. Ein Sitz nimmt das Risiko heraus. Er ist sinnvoll für:

  • ältere Menschen mit unsicherem Gang oder nachlassender Kraft,
  • Menschen nach Operationen, Unfällen oder mit Gelenkbeschwerden,
  • Menschen mit Kreislaufproblemen oder Schwindel, denen heißes Wasser zu schaffen macht,
  • Schwangere, besonders in den letzten Monaten,
  • alle, die beim Duschen die Füße pflegen oder die Beine rasieren wollen.

Wer zu Hause jemanden pflegt, kennt noch einen Vorteil: Im Sitzen lässt sich eine Person viel leichter und sicherer beim Duschen unterstützen.

Klappsitz, Hocker oder Duschstuhl?

Duschsitz in Dusche
Ein nicht klappbarer Duschsitz nimmt viel Platz weg
ArtStärkenSchwächenPasst für
Wand-Klappsitzsehr stabil, hochgeklappt platzsparend, bleibt fest am Ortmuss gebohrt und sicher montiert werdenDauernutzung, gemeinsam genutzte Duschen
Klappsitz mit Stützfüßenzusätzlich über Füße am Boden abgestützt, trägt meist mehrMontage aufwendiger, Füße stehen im Nassbereichhöheres Körpergewicht, wenig tragfähige Wände
Duschhockerohne Montage, sofort einsatzbereit, verschiebbarkein Halt für den Rücken, steht immer im Wegvorübergehender Bedarf, Mietwohnung
Duschstuhl mit LehneRücken- und oft Armlehnen geben Halt beim Hinsetzen und Aufstehenbraucht viel Platz in der Duschedeutlich eingeschränkte Mobilität

Ein Klappsitz passt am besten, wenn die Dusche von mehreren Personen genutzt wird und der Sitz dauerhaft gebraucht wird. Für ein paar Wochen nach einer Operation reicht meist ein stabiler Hocker.

Worauf es beim Kauf ankommt

  • Traglast: Übliche Klappsitze sind laut Hersteller für 100 bis 150 kg ausgelegt, verstärkte Modelle mit Stützfüßen für mehr. Wählen Sie eine Traglast deutlich über dem eigenen Körpergewicht, denn beim Hinsetzen wirken kurzzeitig höhere Kräfte.
  • Sitzhöhe: Im Sitzen sollten die Füße flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa im rechten Winkel sein. Bei Wandsitzen legen Sie die Höhe bei der Montage fest; meist liegt sie zwischen 45 und 55 cm.
  • Sitzfläche: Groß genug, rutschhemmend und mit Löchern oder Rillen, damit Wasser abläuft. Kunststoff ist pflegeleicht, Holz- oder Bambusauflagen sind wärmer, brauchen aber mehr Pflege.
  • Material: Rostfreies Gestell aus Edelstahl oder beschichtetem Aluminium.
  • Klappmechanismus: Er sollte hochgeklappt von selbst oben bleiben und heruntergeklappt spielfrei aufliegen.
  • Lehne und Griffe: Rückenlehne und Armlehnen erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen deutlich. Ergänzend hilft ein fest montierter Haltegriff an der Wand.

Einfache Wandklappsitze kosten meist zwischen 40 und 120 Euro, verstärkte Modelle mit Lehne und Stützfüßen deutlich mehr. Ein Beispiel für einen einfachen Wandklappsitz aus Kunststoff:

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Montage: hier entscheidet sich die Sicherheit

Ein Klappsitz wirkt wie ein langer Hebel. Wenn sich jemand darauf niederlässt, zerren große Kräfte an den oberen Schrauben. Deshalb gilt:

  1. Wand prüfen. Massives Mauerwerk oder Beton trägt gut. Leichtbauwände aus Gipskarton, Vorwandinstallationen und dünne Fliesenplatten tragen einen Klappsitz nur, wenn dahinter eine Verstärkung oder Traverse sitzt.
  2. Leitungen suchen. Im Duschbereich verlaufen Wasser- und oft auch Stromleitungen. Vor dem Bohren mit einem Leitungssucher prüfen.
  3. Passende Dübel verwenden. Die mitgelieferten Dübel passen längst nicht zu jeder Wand. Hohlblocksteine oder Porenbeton brauchen eigene Dübel oder Injektionsmörtel.
  4. Bohrlöcher abdichten. Schraubenlöcher in der Dusche mit Sanitärsilikon abdichten, damit kein Wasser hinter die Fliesen läuft.
  5. Probelast. Vor der ersten Nutzung mit dem eigenen Gewicht vorsichtig belasten und prüfen, ob nichts nachgibt.

Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Sitz von einem Sanitär- oder Handwerksbetrieb montieren. Ein herunterbrechender Duschsitz ist genau der Sturz, den er verhindern sollte. In Mietwohnungen den Vermieter vorher fragen; bei Pflegebedarf wird eine solche Anpassung oft gestattet.

Wer die Kosten übernehmen kann

Duschsitze und Duschstühle zählen zu den Hilfsmitteln. Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse unter Umständen die Kosten, meist über ein Sanitätshaus. Bei anerkanntem Pflegegrad kann die Pflegekasse Umbauten im Bad als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bezuschussen. Fragen Sie vor dem Kauf bei Ihrer Kasse nach, denn eine Erstattung im Nachhinein ist oft schwierig. Die Verbraucherzentrale und Pflegestützpunkte beraten dazu kostenlos.

Mehr Sicherheit in der Dusche

Ein Sitz allein macht die Dusche noch nicht sicher. Sinnvolle Ergänzungen sind ein fest montierter Haltegriff, eine rutschhemmende Duschmatte oder Antirutsch-Streifen und eine Handbrause, die man im Sitzen erreicht. Duschgel und Shampoo gehören in Griffhöhe, etwa auf eine Duschablage ohne Bohren. Wenn auch die Toilette schwerfällt, hilft eine WC-Sitzerhöhung. Weitere Ideen für ein altersgerechtes Bad finden Sie in den Tipps zum Nachrüsten.

Unsere Empfehlung

Für eine dauerhaft genutzte Dusche ist ein Wand-Klappsitz mit Rückenlehne und ausreichender Traglast die beste Lösung, montiert an einer tragfähigen Wand, im Zweifel vom Fachbetrieb. Für den vorübergehenden Bedarf oder in einer Mietwohnung genügt ein stabiler Duschhocker mit Gummifüßen. Klären Sie bei Pflegebedarf vor dem Kauf, ob Ihre Kasse die Kosten übernimmt.

Häufige Fragen

Kann man einen klappbaren Duschsitz ohne Bohren montieren?

Wandklappsitze müssen fest verschraubt werden, Klebe- oder Saugnapflösungen tragen das Gewicht eines Menschen nicht sicher. Wer nicht bohren kann oder darf, nimmt einen frei stehenden Duschhocker oder Duschstuhl mit rutschfesten Füßen.

Wie hoch sollte ein Duschsitz montiert werden?

So, dass die Füße im Sitzen flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa im rechten Winkel sind. Meist sind das 45 bis 55 cm über dem Duschboden. Für große Menschen oder zum leichteren Aufstehen darf es etwas höher sein.

Zahlt die Krankenkasse einen Duschsitz?

Mit ärztlicher Verordnung ist das möglich, weil Duschsitze als Hilfsmittel gelten. Bei Pflegebedürftigkeit kann zusätzlich die Pflegekasse Umbauten im Bad bezuschussen. Klären Sie das vor dem Kauf mit Ihrer Kasse.

Wie viel Gewicht hält ein klappbarer Duschsitz?

Das hängt vom Modell und vor allem von der Wand ab. Herstellerangaben liegen meist zwischen 100 und 150 kg, verstärkte Modelle mit Stützfüßen tragen mehr. Die Angabe gilt nur bei fachgerechter Montage in einer tragfähigen Wand.

Ist ein Duschsitz auch für Kinder geeignet?

Zum Waschen kleiner Kinder sitzen Eltern oft selbst bequemer auf dem Klappsitz. Kinder sollten ihn nur unter Aufsicht nutzen und nicht darauf stehen oder klettern.