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Zungentrommel – mit sanftem Klang zur Entspannung

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Inhalt8 Abschnitte
  1. Wie die Zungentrommel entstanden ist
  2. So entsteht der Ton
  3. Worauf es beim Kauf ankommt
  4. So lernen Sie das Spielen
  5. Für wen die Zungentrommel geeignet ist
  6. Pflege und Aufbewahrung
  7. Alternativen zur Zungentrommel
  8. Häufige Fragen

Eine Zungentrommel, englisch Steel Tongue Drum, ist ein rundes Instrument aus Stahl, in dessen Oberseite Zungen unterschiedlicher Länge geschnitten sind. Schlägt man eine Zunge mit dem Finger oder einem Schlägel an, entsteht ein weicher, glockenähnlicher Ton, der lange nachklingt. Weil die Zungen meist auf eine Tonleiter gestimmt sind, in der alle Töne zueinander passen, klingt auch zufälliges Spielen angenehm. Das macht sie zu einem der zugänglichsten Instrumente überhaupt – für Kinder, Erwachsene ohne Notenkenntnisse und alle, die abends einfach etwas Klang möchten.

Wie die Zungentrommel entstanden ist

Die heutige Zungentrommel aus Stahl ist ein junges Instrument. Als Wegbereiter gilt der Amerikaner Dennis Havlena, der um 2007 eine Anleitung veröffentlichte, wie man aus einer leeren Propangasflasche eine Trommel mit eingeschnittenen Zungen baut. Er nannte sie „Hank Drum“ oder „Tank Drum“. Die Idee verbreitete sich unter Bastlern, bald folgten Hersteller mit eigens geformten Klangkörpern. Hölzerne Schlitztrommeln mit ähnlichem Prinzip gibt es dagegen in vielen Kulturen seit Langem.

Oft verwechselt wird die Zungentrommel mit der Handpan. Die Handpan hat keine Zungen, sondern eingeformte Tonfelder, klingt voller und obertonreicher und kostet ein Vielfaches. Die Zungentrommel ist die einfachere und deutlich günstigere Verwandte.

Pinke Zungentrommel mit 11 Zungen
Pinke Zungentrommel mit 11 Zungen

So entsteht der Ton

Jede Zunge ist an einer Seite mit dem Klangkörper verbunden und schwingt frei, wenn sie angeschlagen wird. Lange, breite Zungen klingen tief, kurze hell. Der hohle Körper verstärkt den Ton, die Öffnung an der Unterseite lässt ihn nach außen. Stellt man die Trommel auf eine weiche Unterlage oder legt sie auf die Oberschenkel, klingt sie anders als auf einem harten Tisch. Manche Spieler bewegen die Hand vor der Öffnung, um den Ton leicht zu verändern.

Die meisten Trommeln sind auf eine pentatonische oder eine andere „gutmütige“ Tonleiter gestimmt, zum Beispiel in D-Dur oder C-Dur. In einer solchen Tonleiter gibt es kaum Töne, die schief nebeneinander klingen. Wer bestimmte Lieder nachspielen möchte, sollte beim Kauf auf die Stimmung und den Tonumfang achten.

Worauf es beim Kauf ankommt

GrößeZungenKlangGeeignet für
etwa 13–15 cmmeist 6–8hell, kurzer NachklangKinder, Reise, Geschenk zum Ausprobieren
etwa 25–30 cmmeist 11–13voll, lang nachklingendEinsteiger und Erwachsene, die regelmäßig spielen möchten
35 cm und mehrmeist 11–15tief und kräftigFortgeschrittene, Musik mit anderen, Klangreisen

Weitere Punkte:

  • Stimmung: Die Tonart ist meist auf der Trommel oder in der Beschreibung angegeben. Für Kinderlieder eignen sich Dur-Stimmungen, für meditatives Spiel oft Moll- oder pentatonische Stimmungen.
  • Material und Verarbeitung: Stahl oder Stahllegierungen, sauber geschnittene Zungen ohne Grate, gleichmäßige Lackierung.
  • Zubehör: Viele Trommeln kommen im Set mit Schlägeln, Fingerhütchen, Tonaufklebern, Liederheft und Tasche. Eine gepolsterte Tasche schützt vor Dellen, die den Ton verändern können.
  • Probehören: Wenn möglich vorher Klangbeispiele anhören. Günstige Trommeln sind nicht immer sauber gestimmt.

Kleine Zungentrommeln gibt es meist ab etwa 20 bis 40 Euro, gute Einsteigermodelle mit 30 cm Durchmesser kosten eher 60 bis 150 Euro, handgefertigte Trommeln deutlich mehr.

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Wer vor allem Klang für Yoga oder Entspannung sucht, greift eher zu einer größeren Steel Tongue Drum mit 13 Zungen; für kleine Kinder genügt eine kleine Zungentrommel.

Mädchen spielt auf einer Zungentrommel
Mädchen spielt auf einer Zungentrommel

So lernen Sie das Spielen

  1. Bequem hinsetzen. Die Trommel auf die Oberschenkel oder auf eine weiche Unterlage legen, sodass die Zungen gut erreichbar sind.
  2. Anschlagen, nicht drücken. Mit der Fingerkuppe kurz und locker auf die Mitte der Zungenspitze tippen und den Finger sofort wieder abheben. Bleibt er liegen, dämpft er den Ton.
  3. Mit Schlägeln probieren. Die gummierten Schlägel geben einen klareren, lauteren Ton. Auch hier: kurz aufprallen lassen.
  4. Frei spielen. Einzelne Töne, dann Wechsel zwischen zwei, drei Zungen. Pausen gehören dazu, denn der Nachklang ist Teil der Musik.
  5. Nach Zahlen spielen. Die meisten Sets haben nummerierte Aufkleber und Liederhefte, in denen statt Noten Zahlen stehen. So lassen sich einfache Melodien ohne Notenkenntnisse spielen.

Anleitungsvideos und Liederbücher für Zungentrommeln gibt es reichlich. Wer Noten lesen kann, kommt schnell weiter, wenn er die Töne der eigenen Trommel kennt.

Für wen die Zungentrommel geeignet ist

Die Zungentrommel eignet sich für Kinder ab dem Kindergartenalter, sofern Kleinteile wie Aufkleber und Fingerhütchen außer Reichweite der Kleinsten bleiben. Erwachsene schätzen sie als Instrument, das ohne Vorkenntnisse sofort Freude macht. Viele spielen sie zum Abschalten am Abend, in Yogastunden oder in Gruppen. Ob der Klang beruhigt, empfindet jeder anders; eine Therapie ersetzt er nicht.

Nachbarn stört eine Zungentrommel in der Regel wenig. Mit den Fingern gespielt ist sie leise, mit Schlägeln deutlich lauter, aber viel leiser als ein Schlagzeug oder eine Trommel mit Fell.

Pflege und Aufbewahrung

Wischen Sie die Trommel nach dem Spielen mit einem weichen, trockenen Tuch ab, um Fingerabdrücke und Hautfett zu entfernen. Stärkere Verschmutzungen mit einem nur leicht feuchten Tuch abnehmen und sofort nachtrocknen, damit keine Feuchtigkeit ins Innere gelangt und der Stahl nicht rostet. Die Trommel nicht fallen lassen und keine schweren Gegenstände daraufstellen, denn Dellen verändern die Stimmung. Aufbewahrt wird sie in der Tasche, trocken und griffbereit, dann wird sie auch gespielt.

Straßenmusiker spielt eine Zungentrommel
Straßenmusiker spielt eine Zungentrommel

Alternativen zur Zungentrommel

Wer ein ähnlich einfaches Instrument sucht, kann sich die Kalimba ansehen, ein kleines Daumenklavier mit Metallzungen, das ebenfalls ohne Vorkenntnisse klingt. Die Maultrommel ist trotz des ähnlichen Namens ein ganz anderes Instrument, das mit dem Mund gespielt wird und einen schnarrenden Klang hat. Die Handpan ist klanglich reicher, aber viel teurer. Für Kinder sind Glockenspiel und Klangstäbe günstige Einstiege.

Weitere Ideen für Hobby und Entspannung finden Sie in der Rubrik Freizeit, Geschenkideen für Kinder in der Rubrik Familie. Wer abends gern zur Ruhe kommt, interessiert sich vielleicht auch für die Gewichtsdecke.

Häufige Fragen

Ist eine Zungentrommel schwer zu spielen?

Nein. Weil die Töne auf eine passende Tonleiter gestimmt sind, klingt auch freies Spielen harmonisch. Mit nummerierten Aufklebern und Liederheften lassen sich einfache Melodien ohne Notenkenntnisse spielen.

Wie viele Zungen sollte eine Zungentrommel haben?

Für den Einstieg reichen 8 bis 11 Zungen. Mehr Zungen erweitern den Tonumfang und ermöglichen mehr Melodien. Kleine Trommeln mit 6 bis 8 Zungen sind gut für Kinder und unterwegs.

Was ist der Unterschied zwischen Zungentrommel und Handpan?

Die Zungentrommel hat eingeschnittene Zungen, die Handpan eingeformte Tonfelder. Die Handpan klingt voller und obertonreicher, ist aber schwerer zu bauen und deutlich teurer.

Ab welchem Alter eignet sich eine Zungentrommel?

Kleine Trommeln können schon Kindergartenkinder spielen, wenn Kleinteile wie Aufkleber und Fingerhütchen nicht in die Hände der Kleinsten gelangen. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

Wie reinige ich eine Zungentrommel?

Mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen, bei Bedarf leicht feucht und sofort nachtrocknen. Keine Feuchtigkeit ins Innere gelangen lassen und keine scharfen Reiniger verwenden.