Wäsche richtig sortieren und die passende Temperatur wählen

Inhalt10 Abschnitte
- Warum Sortieren sich lohnt
- Schritt 1: nach Farbe trennen
- Schritt 2: nach Material und Temperatur trennen
- Die passende Temperatur
- Das richtige Waschmittel zur Gruppe
- Vor dem Waschen: die kleine Kontrolle
- Die Trommel richtig beladen
- Sonderfälle, die eine eigene Ladung verdienen
- Ein Sortiersystem für den Alltag
- Häufige Fragen
Wäsche sortieren Sie am besten in zwei Schritten: zuerst nach Farbe, dann nach Material und Temperatur laut Pflegeetikett. Für die meisten Haushalte reichen vier Gruppen – Weißes, Buntes, Dunkles und Empfindliches. Dazu kommt die Temperatur: Alltagswäsche bei 30 bis 40 °C, Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche bei 60 °C. Wer so trennt, vermeidet verfärbte Hemden, Grauschleier und eingelaufene Pullover.
Warum Sortieren sich lohnt
Jede Waschladung ist ein Kompromiss. Die Maschine kann nur eine Temperatur, ein Programm und ein Waschmittel. Liegt ein Wollpullover neben Handtüchern, wird entweder der Pullover zu heiß gewaschen oder die Handtücher werden nicht richtig sauber. Liegt ein neues rotes Shirt neben weißer Unterwäsche, ist die Unterwäsche danach rosa. Sortieren heißt also nichts anderes, als Kompromisse klein zu halten.
Schritt 1: nach Farbe trennen
- Weiß: weiße Baumwolle und Leinen, etwa Hemden, Bettwäsche, Handtücher, Unterwäsche.
- Hell und Pastell: hellgraue, beige, zartrosa und hellblaue Teile. Sie können zu Weißem, wenn sie nicht abfärben, oder zu hellem Bunten.
- Bunt: kräftige Farben wie Rot, Grün, Gelb, mittleres Blau.
- Dunkel: Schwarz, Dunkelblau, Jeans, Anthrazit.
Neue, kräftig gefärbte Teile waschen Sie die ersten Male allein oder nur mit sehr ähnlichen Farben. Besonders Jeans und rote Textilien geben anfangs viel Farbe ab. Ist es doch passiert, hilft der Beitrag Verfärbte Wäsche retten.
Schritt 2: nach Material und Temperatur trennen
Innerhalb der Farbgruppen trennen Sie nach dem, was das Etikett erlaubt. Die Bedeutung der Symbole erklärt der Beitrag Waschsymbole.
| Gruppe | Beispiele | Temperatur | Waschmittel |
| Weiß- und Kochwäsche | Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche, Geschirrtücher | 60 °C | Vollwaschmittel |
| Weiße Alltagswäsche | Hemden, Blusen, T-Shirts | 40 °C | Vollwaschmittel |
| Buntwäsche | farbige Shirts, Pullover aus Baumwolle, Freizeitkleidung | 30–40 °C | Colorwaschmittel |
| Dunkle Wäsche | Jeans, schwarze Kleidung | 30–40 °C, auf links | Color- oder Schwarzwaschmittel |
| Pflegeleicht | Synthetik, Mischgewebe, Sportkleidung | 30–40 °C, Schonprogramm | Color- oder Sportwaschmittel |
| Fein und Wolle | Wolle, Seide, Viskose, Spitze | kalt bis 30 °C | Woll- oder Feinwaschmittel |
Die passende Temperatur
Moderne Waschmittel arbeiten schon bei niedrigen Temperaturen gut. Normal verschmutzte Kleidung wird bei 30 oder 40 °C sauber, und das spart deutlich Strom. Heißer waschen lohnt sich bei:
- Handtüchern, Bettwäsche, Unterwäsche und Waschlappen, weil sie direkt mit Haut und Körperflüssigkeiten in Kontakt kommen. Hier sind 60 °C mit Vollwaschmittel sinnvoll. Mehr steht im Beitrag Bettwäsche waschen.
- Wäsche von Kranken, etwa bei Magen-Darm-Infekten, sofern das Etikett 60 °C erlaubt.
- Putzlappen und Küchentüchern, die oft stark verschmutzt sind.
90 oder 95 °C sind im Haushalt nur selten nötig. Wer aber nur noch bei 30 °C wäscht, riskiert Gerüche in der Maschine: Mindestens einmal im Monat eine Ladung bei 60 °C mit Vollwaschmittel hält Trommel und Schläuche sauber. Riecht die Maschine schon, hilft der Beitrag Waschmaschine reinigen.
Das richtige Waschmittel zur Gruppe
- Vollwaschmittel enthält Bleiche. Es hält Weißes weiß und hilft gegen Grauschleier, bleicht bunte Stoffe aber mit der Zeit aus.
- Colorwaschmittel hat keine Bleiche, dafür Zusätze, die Farbübertragung hemmen. Richtig für bunte und dunkle Wäsche.
- Feinwaschmittel ist mild und für Synthetik, Viskose und Empfindliches gedacht.
- Wollwaschmittel ist enzymfrei und schont Wolle und Seide.
Die Dosierung richtet sich nach Wasserhärte und Verschmutzung; die Angaben stehen auf der Packung. Zu wenig Waschmittel ist eine häufige Ursache für graue Wäsche und muffigen Geruch.
Vor dem Waschen: die kleine Kontrolle
- Taschen leeren. Taschentücher verteilen sich als Fusseln über die ganze Ladung, Münzen und Schrauben beschädigen Trommel und Pumpe.
- Reißverschlüsse und Klettverschlüsse schließen, damit sie keine anderen Teile aufrauen.
- Auf links drehen: Jeans, dunkle Kleidung, bedruckte Shirts und Strick. So bleiben Farbe und Oberfläche länger schön.
- Empfindliches ins Wäschenetz: BHs mit Bügeln, Strumpfhosen, Teile mit Pailletten.
- Flecken vorbehandeln. Was vor der Wäsche behandelt wird, geht meist besser heraus als danach.
Die Trommel richtig beladen
- Baumwolle darf die Trommel locker füllen. Eine Handbreit Platz über der Wäsche sollte bleiben.
- Pflegeleichtes nur etwa halb voll, damit es weniger knittert.
- Wolle und Feines nur zu etwa einem Drittel, damit wenig Reibung entsteht.
Handtücher und Frottee geben viele Fusseln ab. Waschen Sie sie getrennt von dunkler Kleidung und von Fleece, das Fusseln magisch anzieht.
Sonderfälle, die eine eigene Ladung verdienen
- Sport- und Funktionskleidung hält Gerüche fester als Baumwolle. Sie kommt am besten in eine eigene Ladung mit Sport- oder Colorwaschmittel, ohne Weichspüler, der die Poren der Membran verklebt. Hinweise dazu stehen im Beitrag Funktionskleidung waschen.
- Babykleidung waschen Sie anfangs getrennt und mit einem parfümfreien Waschmittel, zusätzlicher Spülgang inklusive. Neue Teile vor dem ersten Tragen einmal waschen.
- Mikrofasertücher nie mit Baumwolle zusammen: Sie nehmen deren Fusseln auf und reinigen danach schlechter. Ohne Weichspüler bei 40 bis 60 °C waschen.
- Stark Verschmutztes wie Arbeits- oder Gartenkleidung bekommt eine eigene Ladung, damit Erde und Öl nicht in der übrigen Wäsche landen.
Ein Sortiersystem für den Alltag
Am einfachsten ist das Sortieren, wenn es gar nicht erst nötig wird. Ein Wäschesammler mit zwei oder drei Fächern – etwa Weiß, Bunt und Dunkel – erledigt die Hauptarbeit, sobald jeder seine Wäsche gleich ins richtige Fach wirft. Empfindliches legen Sie in einen eigenen Beutel oder gleich ins Wäschenetz. Wer in einer kleinen Wohnung wenig Platz hat, kommt auch mit zwei Fächern und einem Beutel für Feines aus.
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Achten Sie beim Kauf auf luftdurchlässige Stoffbeutel oder Körbe. Feuchte Wäsche, etwa verschwitzte Sportsachen, lassen Sie vorher trocknen, sonst riecht der ganze Sammler. Wenn Sie schon feste Waschtage haben, reicht es, das Fach zu leeren, das voll ist.
Häufige Fragen
Muss ich Wäsche wirklich nach Farben sortieren?
Ja, zumindest grob. Weißes getrennt von Buntem und Dunklem zu waschen, verhindert Verfärbungen und Grauschleier. Innerhalb von Bunt und Dunkel können Sie großzügiger sein, solange die Teile schon öfter gewaschen wurden.
Kann ich Handtücher mit Kleidung zusammen waschen?
Mit heller Baumwollkleidung bei gleicher Temperatur ja. Mit dunkler Kleidung und Fleece besser nicht, weil Handtücher viele Fusseln abgeben.
Bei wie viel Grad wasche ich Unterwäsche?
Baumwollunterwäsche am besten bei 60 °C mit Vollwaschmittel, sofern das Etikett es erlaubt. Empfindliche Wäsche aus Spitze oder Synthetik bei 30 bis 40 °C im Wäschenetz.
Wie viele Wäschefächer brauche ich?
Für die meisten Haushalte reichen drei: Weiß, Bunt und Dunkel. Wer viel Empfindliches trägt, legt dafür einen vierten Beutel an.



