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Kuscheltiere waschen: so übersteht der Teddy die Wäsche

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Brauner Teddybär mit bunt gestreiftem Strickschal vor weißem Hintergrund
Vor der Wäsche das Etikett lesen und Brummstimme oder Spieluhr herausnehmen
Inhalt8 Abschnitte
  1. Warum Kuscheltiere überhaupt gewaschen werden sollten
  2. Erst prüfen: darf das Tier in die Maschine?
  3. Das brauchen Sie
  4. Kuscheltiere in der Maschine waschen – Schritt für Schritt
  5. Handwäsche und Oberflächenreinigung
  6. Gegen Milben: Waschen oder Einfrieren
  7. Trocknen ohne Stockflecken
  8. Häufige Fragen

Die meisten Kuscheltiere lassen sich in der Waschmaschine waschen: im Wäschenetz oder Kissenbezug, im Schon- oder Wollwaschgang bei 30–40 °C und mit wenig Schleudern. Vorher entfernen Sie alles, was elektrisch ist oder klappert. Tiere mit Kirschkern- oder Getreidefüllung, alte Stofftiere und Sammlerstücke reinigen Sie dagegen nur an der Oberfläche. Ein Blick auf das Etikett erspart dem Lieblingsteddy manche Schramme.

Warum Kuscheltiere überhaupt gewaschen werden sollten

Ein Kuscheltier wird geküsst, angesabbert, mit ins Bett und in die Sandkiste genommen. Darin sammeln sich Speichel, Essensreste, Hautschuppen und Staub. Für die meisten Kinder ist das kein Problem, eine gelegentliche Wäsche ist trotzdem sinnvoll: nach einem Magen-Darm-Infekt, wenn das Tier riecht oder sichtbar verschmutzt ist, und bei Kindern mit Hausstauballergie regelmäßig. Als grober Anhaltspunkt reicht bei vielen Kuscheltieren eine Wäsche alle paar Monate, beim täglichen Einschlafbegleiter öfter.

Ein Tipp aus vielen Familien: Hat das Kind ein unersetzliches Lieblingstier, lohnt sich ein zweites Exemplar. Dann kann eines in die Wäsche, ohne dass es abends Tränen gibt.

Erst prüfen: darf das Tier in die Maschine?

Das Etikett ist meist am Hinterteil oder an einer Naht angenäht. Kuscheltiere für Kleinkinder sind oft bei 30 °C oder 40 °C waschbar, manche vertragen auch den Trockner; was die Symbole bedeuten, steht in unserer Übersicht Waschsymbole. Fehlt das Etikett, hilft ein prüfender Griff:

  • Füllung: Watte aus Polyester übersteht die Wäsche gut. Knistert oder raschelt es, steckt oft Granulat drin, das in der Regel ebenfalls waschbar ist. Harte Stellen mit Kirschkernen, Dinkel oder Rapssamen dürfen nicht nass werden, sie quellen, schimmeln oder keimen.
  • Elektronik: Brummstimme, Spieluhr, Batteriefach, Leuchtfunktion. Herausnehmen, sonst ist sie hinüber, und Batterien können auslaufen.
  • Aufgeklebtes: Geklebte Augen, Nasen, Pailletten oder Glitzer können sich in der Wäsche lösen. Aufgenähte oder gestickte Teile halten besser.
  • Alter und Wert: Alte Stofftiere, oft mit Holzwolle gefüllt, und Sammlerstücke gehören nicht in die Maschine. Das Material ist brüchig, die Füllung verklumpt oder wird muffig, und der Sammlerwert leidet.

Wärmetiere mit Kern- oder Getreidefüllung reinigen Sie wie ein Kernkissen; Hinweise dazu stehen im Beitrag Kirschkernkissen erwärmen. Viele haben einen abnehmbaren Bezug, der allein gewaschen werden darf.

Das brauchen Sie

  • Wäschenetz oder einen alten Kissenbezug mit Knoten oder Reißverschluss
  • mildes Feinwaschmittel oder Wollwaschmittel
  • ein paar Handtücher als Ausgleich in der Trommel
  • eine weiche Bürste zum Aufbürsten
  • Nadel und Faden für eine kurze Naht, falls Elektronik entfernt wurde

Kuscheltiere in der Maschine waschen – Schritt für Schritt

  1. Elektronik entfernen. Viele Tiere haben dafür einen Klettverschluss oder eine Öffnung. Ist das Modul eingenäht, trennen Sie die Naht an einer unauffälligen Stelle auf und nähen sie später wieder zu.
  2. Lose Nähte schließen. Kleine Löcher vorher zunähen, sonst wandert die Füllung in die Maschine.
  3. Einpacken. Das Tier kommt in ein Wäschenetz oder einen zugebundenen Kissenbezug. So verheddern sich lange Ohren nicht, und Augen reiben weniger an der Trommel.
  4. Mit Handtüchern auffüllen. Ein paar Handtücher in ähnlicher Farbe dämpfen die Bewegung und verhindern Unwucht beim Schleudern.
  5. Programm wählen. Schon-, Fein- oder Wollwaschgang bei 30 °C, robuste Tiere auch bei 40 °C. Wenig mildes Waschmittel, keinen Weichspüler.
  6. Sanft schleudern. Eine niedrige Drehzahl reicht. Hohe Drehzahlen drücken die Füllung zu Klumpen zusammen.
  7. Form geben. Direkt nach der Wäsche die Füllung mit den Händen zurechtdrücken und das Tier in Form ziehen.

Handwäsche und Oberflächenreinigung

Für empfindliche Tiere oder solche mit geklebten Teilen ist die Handwäsche schonender. Lauwarmes Wasser mit etwas Feinwaschmittel ins Waschbecken geben, das Tier eintauchen, sanft drücken statt reiben, mehrmals mit klarem Wasser nachspülen und das Wasser in einem Handtuch ausdrücken. Nicht auswringen.

Große Plüschtiere, Tiere mit Elektronik, die sich nicht entfernen lässt, und alte Stücke reinigen Sie nur an der Oberfläche: Etwas Feinwaschmittel in lauwarmem Wasser aufschäumen, nur den Schaum mit einem Schwamm auftragen, mit einem feuchten Tuch nachwischen und gut trocknen lassen. Staub nimmt ein Staubsauger mit Polsterdüse bei kleiner Saugstufe auf. Für einzelne Flecken hilft ein Tropfen Gallseife, vorher an einer verdeckten Stelle ausprobiert.

Gegen Milben: Waschen oder Einfrieren

Bei einer Hausstauballergie sind Kuscheltiere im Bett ein beliebter Aufenthaltsort für Milben. Eine Wäsche bei 30 oder 40 °C entfernt zwar Schmutz und einen Teil der Allergene, tötet die Milben aber nicht zuverlässig. Dafür braucht es 60 °C, und das vertragen viele Stofftiere nicht.

Die Alternative ist die Gefriertruhe: Das Tier in einen Gefrierbeutel stecken und mindestens 24 Stunden bei −18 °C einfrieren, besser zwei Tage. Die Kälte tötet die Milben, entfernt aber nicht deren Kot, der die eigentlichen Beschwerden auslöst. Deshalb waschen Sie das Tier danach bei niedriger Temperatur oder spülen es zumindest gründlich aus. Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag Hausstaubmilben.

Trocknen ohne Stockflecken

Kuscheltiere trocknen am besten an der Luft, an einem warmen, luftigen Ort, liegend oder mit Wäscheklammern an den Ohren aufgehängt. Dicke Tiere brauchen oft zwei bis drei Tage, bis sie auch innen trocken sind. Direkt auf der Heizung oder in praller Sonne kann das Fell verfilzen und die Farbe ausbleichen. Bleibt die Füllung zu lange feucht, entstehen muffiger Geruch und Stockflecken. Drücken Sie das Tier zwischendurch in ein trockenes Handtuch.

Erlaubt das Etikett den Trockner, dann nur bei niedriger Temperatur. Zum Schluss das Fell mit einer weichen Bürste aufbürsten, dann sieht der Plüsch wieder flauschig aus.

Häufige Fragen

Kann man Steiff-Tiere waschen?

Das hängt vom Tier ab. Spielzeug für Babys und Kleinkinder ist oft waschbar, Sammlerstücke und ältere Tiere mit Holzwolle dagegen nicht. Maßgeblich ist das Etikett; bei wertvollen Tieren fragen Sie besser beim Hersteller oder bei einer Puppenklinik nach.

Warum ist das Kuscheltier nach dem Waschen klumpig?

Meist wurde zu stark geschleudert oder das Tier war nicht gut verpackt. Kneten Sie die Füllung noch im feuchten Zustand zurecht. Hat sie sich dauerhaft verklumpt, lässt sie sich nur durch Auftrennen und Neufüllen ersetzen.

Darf ein Kuscheltier in den Trockner?

Nur wenn das Etikett es erlaubt, und dann bei niedriger Temperatur. Hitze kann Plüsch verfilzen, Kunststoffaugen verformen und Klebestellen lösen.

Wie oft sollte man Kuscheltiere waschen?

Das Lieblingstier, das jede Nacht im Bett liegt, alle paar Wochen bis Monate, bei einer Hausstauballergie häufiger. Tiere, die nur im Regal sitzen, reicht gelegentliches Absaugen.