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Putzplan: was wie oft geputzt werden sollte

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Gelbe Gummihandschuhe, Schwämme, Seifenspender und ein Glas mit weißem Pulver
Ein guter Putzplan verteilt die Arbeit auf kleine, feste Termine statt auf einen einzigen Großputztag
Inhalt9 Abschnitte
  1. Warum ein Plan besser ist als der große Samstagsputz
  2. Der Putzplan zum Abschreiben
  3. Die täglichen Handgriffe: klein halten
  4. Wochentage: ein Schwerpunkt je Tag
  5. Monatlich und halbjährlich: nicht vergessen
  6. Aufgaben verteilen in Familie und WG
  7. Papier, Tafel oder App
  8. Typische Fehler beim Putzplan
  9. Häufige Fragen

Ein Putzplan legt fest, was wann erledigt wird, und nimmt damit die tägliche Frage „Müsste ich nicht mal …?“ aus dem Kopf. Bewährt hat sich eine Mischung aus wenigen täglichen Handgriffen, einem Schwerpunkt je Wochentag und einer Liste für die selteneren Arbeiten. Die Tabelle unten ist so angelegt, dass Sie sie abschreiben oder ausdrucken und an Ihren Haushalt anpassen können.

Warum ein Plan besser ist als der große Samstagsputz

Wer alles auf einen Tag legt, verbringt diesen Tag mit Putzen – und schiebt ihn gern auf. Schmutz, der eine Woche Zeit hatte, sitzt außerdem fester: Kalk auf der Armatur, Fett auf dem Herd, Haare im Abfluss. Verteilt auf die Woche, dauert dieselbe Arbeit oft weniger, weil sie jeweils frisch und leicht zu entfernen ist. Der zweite Vorteil ist Ruhe: Wenn Montag Badtag ist, müssen Sie am Donnerstag nicht über das Bad nachdenken.

Ein Plan ist kein Gesetz. Fällt ein Tag aus, rutscht seine Aufgabe auf den nächsten freien Tag oder wartet eine Woche. Wichtig ist nur, dass jede Aufgabe einen festen Platz hat.

Der Putzplan zum Abschreiben

Die Wochentage sind Vorschläge. Wer am Wochenende mehr Zeit hat, legt die längeren Aufgaben dorthin; wer am Wochenende frei haben will, verteilt sie auf die Werktage. Die Zeitangaben sind grobe Richtwerte für eine Wohnung mittlerer Größe.

WannAufgabenEtwa
TäglichGeschirr spülen oder Spülmaschine ein- und ausräumen, Arbeitsfläche und Herd abwischen, Waschbecken kurz ausspülen, Duschwand abziehen, herumliegende Dinge wegräumen, Müll bei Bedarf rausbringen, kurz lüften10–20 Minuten
MontagBad: WC, Waschbecken, Dusche oder Wanne, Armaturen, Spiegel, Badboden; Handtücher wechseln30 Minuten
DienstagWäsche waschen, aufhängen, zusammenlegenje nach Menge
MittwochKüche gründlich: Fronten, Griffe, Spüle, Mikrowelle innen, Kühlschrank auf Abgelaufenes durchsehen, Küchenboden wischen30 Minuten
DonnerstagStaub wischen in Wohn- und Schlafräumen, Lichtschalter und Türgriffe abwischen20 Minuten
FreitagGanze Wohnung saugen, Böden wischen, Fußmatten ausschütteln30–45 Minuten
SamstagBettwäsche wechseln (alle ein bis zwei Wochen), Einkauf und Vorräte, Altpapier und Altglas wegbringen30 Minuten
SonntagFrei oder Puffer für Liegengebliebenes–
MonatlichKühlschrank auswischen, Backofen und Mikrowelle gründlich, Spülmaschinensieb reinigen, Wasserkocher entkalken, Mülleimer auswaschen, Heizkörper und Fußleisten abstauben, Staubsaugerbeutel oder Behälter prüfen1–2 Stunden
HalbjährlichFenster samt Rahmen, Vorhänge oder Gardinen waschen, Kissen und Bettdecken waschen, Matratze wenden oder drehen, Schränke von innen, Dunstabzugshaube, Waschmaschine pflegen, Duschkopf und Perlatoren entkalken, Vorräte ausmistenüber mehrere Wochenenden verteilt

Einige Aufgaben hängen stark vom Haushalt ab. Bei hartem Wasser verkalkt der Wasserkocher schneller, wer viel brät, muss den Fettfilter der Dunstabzugshaube häufiger reinigen, Haustiere verdoppeln oft den Saugtakt. Beobachten Sie zwei, drei Monate, wo der Plan nicht reicht oder übertreibt, und passen Sie ihn dann an.

Die täglichen Handgriffe: klein halten

Die tägliche Liste ist der wichtigste Teil des Plans, weil sie verhindert, dass sich etwas festsetzt. Sie sollte aber kurz bleiben. Wer täglich eine Stunde einplant, hält das selten lange durch. Die Faustregel lautet: Was Sie in zwei Minuten erledigen können, sofort erledigen. Den Teller gleich in die Spülmaschine, die Jacke gleich an den Haken, die Duschwand gleich abziehen.

Am meisten bringt das Abziehen nach dem Duschen. Tropfen, die nicht eintrocknen, hinterlassen keinen Kalk. Das spart am Montag die halbe Badzeit. Ähnlich wirkt es, die Spüle abends kurz trocken zu wischen.

Wochentage: ein Schwerpunkt je Tag

Der Gedanke hinter den Wochentagen: Jeder Tag hat genau eine Hauptaufgabe von etwa einer halben Stunde. Bad und Küche liegen auseinander, damit nicht zwei nasse Aufgaben auf einen Tag fallen. Saugen und Wischen kommen nach dem Staubwischen, denn Staub fällt nach unten. Die Reihenfolge innerhalb eines Raums erklärt der Beitrag Wohnung putzen genauer.

Wer nur an drei Tagen Zeit hat, legt je zwei Schwerpunkte zusammen: Bad und Staub, Küche und Wäsche, Böden und Bettwäsche. Wichtig ist die Reihenfolge der Woche, nicht der Name des Tages.

Monatlich und halbjährlich: nicht vergessen

Die seltenen Aufgaben fallen am leichtesten unter den Tisch, weil kein Wochentag an sie erinnert. Zwei Wege helfen: Sie tragen sie fest in den Kalender ein, etwa immer am ersten Samstag im Monat, oder Sie hängen sie als eigene Liste neben den Wochenplan und haken ab, was erledigt ist. Die halbjährlichen Aufgaben passen gut in den Frühjahrsputz und einen zweiten Durchgang im Herbst, bevor die Heizperiode beginnt.

Anleitungen zu einzelnen Punkten: Kühlschrank reinigen, Bettwäsche waschen und Entkalken mit den passenden Mitteln für jedes Gerät.

Aufgaben verteilen in Familie und WG

In einem Haushalt mit mehreren Personen ist der Plan vor allem ein Verteilungsplan. Damit er funktioniert, braucht er drei Dinge:

  1. Namen statt „wir“. Jede Aufgabe gehört einer Person. „Wir putzen am Freitag das Bad“ heißt in der Praxis oft: Einer putzt, die anderen sind unterwegs.
  2. Feste Tage oder Fristen. „Bis Sonntagabend“ lässt Spielraum und ist trotzdem überprüfbar.
  3. Wechsel der ungeliebten Aufgaben. Bad, Müll und Küche wandern wöchentlich weiter, damit nicht immer dieselbe Person das WC putzt.

In einer WG hat sich ein Rotationsplan bewährt: So viele Aufgabenbereiche wie Mitbewohner, jede Woche rückt jeder einen Bereich weiter. Gemeinsame Vorräte wie Spülmittel, Müllbeutel und Toilettenpapier laufen am besten über eine kleine Haushaltskasse, in die alle monatlich denselben Betrag geben. Wer nicht mitmacht, wird besser direkt angesprochen als über Zettel am Kühlschrank.

In Familien bekommen Kinder Aufgaben, die zu ihrem Alter passen: Kleinere räumen Spielzeug weg, decken den Tisch oder sortieren Socken, Schulkinder leeren die Spülmaschine, bringen Müll raus oder saugen ihr Zimmer, Jugendliche übernehmen ganze Bereiche. Ein Plan mit Bildern oder Symbolen hilft Kindern, die noch nicht lesen. Mehr zum Verteilen von Zuständigkeiten steht im Beitrag Haushalt organisieren.

Papier, Tafel oder App

Die einfachste Form ist ein ausgedrucktes Blatt am Kühlschrank oder ein abwischbarer Wochenplaner, auf dem jeder abhakt. Das hat den Vorteil, dass alle den Plan sehen, ohne ein Gerät in die Hand zu nehmen. Apps für geteilte Aufgabenlisten oder ein gemeinsamer Kalender sind praktisch, wenn die Beteiligten viel unterwegs sind und Erinnerungen wollen. Welches Werkzeug Sie nehmen, ist weniger wichtig, als dass alle denselben Plan benutzen.

Typische Fehler beim Putzplan

  • Zu viel auf einmal. Ein Plan, der jeden Tag eine Stunde verlangt, wird nach zwei Wochen ignoriert. Lieber klein anfangen und später erweitern.
  • Keine Pufferzeit. Ohne freien Tag bricht der Plan beim ersten Termin zusammen.
  • Unklare Aufgaben. „Küche“ kann fünf Minuten oder zwei Stunden bedeuten. Schreiben Sie auf, was genau dazugehört.
  • Keine Anpassung. Ein Plan für die Wohnung ohne Kinder passt nicht mehr, wenn ein Baby oder ein Hund einzieht.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man die Wohnung putzen?

Bad, Küche und Böden einmal pro Woche gründlich, dazu täglich die kleinen Handgriffe an Spüle, Herd und Waschbecken. Mit Kindern, Haustieren oder viel Straßenschmutz ist Saugen häufiger nötig, oft zwei- bis dreimal pro Woche.

Wie viel Zeit braucht ein Putzplan pro Woche?

Für eine Wohnung mittlerer Größe mit dem Plan oben etwa drei bis vier Stunden in der Woche, verteilt auf kurze Einheiten. Größere Wohnungen, Kinder und Tiere erhöhen den Aufwand.

Was gehört in einen Putzplan für eine WG?

Die gemeinsam genutzten Räume: Küche, Bad, Flur, Böden, Müll und Altglas. Die eigenen Zimmer regelt jeder selbst. Bewährt hat sich ein wöchentlich rotierender Plan mit Namen und einem festen Stichtag.

Wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln?

Üblich ist alle ein bis zwei Wochen, bei starkem Schwitzen, Krankheit oder Haustieren im Bett häufiger. Kopfkissenbezüge dürfen öfter gewechselt werden als der Bettbezug.