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Katzenklo reinigen: wie oft, womit und was man vermeiden sollte

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Weiße Katze liegt auf einer hellen Decke auf dem Sofa
Klumpen und Kot kommen täglich aus dem Katzenklo, bei mehreren Katzen auch öfter
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum Sauberkeit hier so viel ausmacht
  2. Was Sie brauchen
  3. Täglich: Klumpen und Kot entfernen
  4. Komplett wechseln: wie oft je nach Streu
  5. Die Wanne reinigen
  6. Welche Reiniger nicht in die Katzentoilette gehören
  7. Toxoplasmose und Schwangerschaft
  8. Wohin mit der alten Streu
  9. Gerüche zwischen den Reinigungen
  10. Häufige Fragen

Ein Katzenklo reinigen Sie in zwei Takten: Täglich kommen Klumpen und Kot mit der Schaufel heraus, und in regelmäßigen Abständen wird die Streu komplett gewechselt und die Wanne mit heißem Wasser und milder Seife gesäubert. Stark duftende Reiniger und Ammoniak lassen Sie weg, weil sie die Katze stören. Wer schwanger ist, überlässt die Arbeit am besten jemand anderem.

Warum Sauberkeit hier so viel ausmacht

Katzen sind reinliche Tiere mit sehr feiner Nase. Eine Toilette, die ihnen zu schmutzig ist, meiden sie, und dann suchen sie sich einen anderen Platz – den Teppich, das Sofa, den Wäschekorb. Viele Fälle von Unsauberkeit beginnen mit einem Klo, das nicht oft genug gereinigt wird oder nach dem falschen Mittel riecht. Was Sie tun, wenn es schon passiert ist, steht im Beitrag Katzenurin-Geruch entfernen.

Dazu kommt die Hygiene für die Menschen im Haushalt. Katzenkot kann Krankheitserreger enthalten, unter anderem den Erreger der Toxoplasmose. Regelmäßiges Reinigen und Händewaschen halten das Risiko klein.

Was Sie brauchen

  • eine Streuschaufel, am besten aus Metall oder festem Kunststoff
  • Müllbeutel oder einen Windeleimer mit Deckel für die Klumpen
  • Einweghandschuhe oder Haushaltshandschuhe
  • heißes Wasser und milde, unparfümierte Seife oder Spülmittel
  • eine Bürste oder einen Schwamm, der nur für das Katzenklo benutzt wird
  • frische Streu
  • Mülltüten für die alte Streu

Täglich: Klumpen und Kot entfernen

  1. Handschuhe anziehen. Das ist für alle sinnvoll und für Schwangere Pflicht, falls sie diese Arbeit doch übernehmen müssen.
  2. Kot und Urinklumpen herausschaufeln. Die Schaufel vorsichtig durch die Streu ziehen, damit Klumpen nicht zerbrechen. Zerfallene Klumpen verteilen Urin in der sauberen Streu.
  3. In einen Beutel geben und diesen verschlossen in den Restmüll bringen.
  4. Streu auffüllen. Die entnommene Menge ersetzen, damit die Schicht hoch genug bleibt, bei Klumpstreu meist fünf bis zehn Zentimeter.
  5. Hände waschen. Auch mit Handschuhen, gründlich mit Seife.

Bei mehreren Katzen lohnt sich zweimal täglich. Als Faustregel für die Zahl der Toiletten gilt: eine je Katze plus eine.

Komplett wechseln: wie oft je nach Streu

Wie oft die Streu vollständig ausgetauscht wird, hängt vor allem von der Sorte ab. Die Herstellerangabe auf der Packung ist ein guter Anhaltspunkt. Grundsätzlich gilt: Riecht die Toilette trotz täglichem Ausschaufeln, ist der Wechsel fällig.

StreuTäglichKompletter Wechsel
Klumpstreu (Bentonit)Klumpen und Kot entfernen, nachfüllenin größeren Abständen, meist alle paar Wochen, wenn sie nicht mehr sauber klumpt
Klumpstreu aus PflanzenfasernKlumpen und Kot entfernen, nachfüllenähnlich wie Bentonit, nach Herstellerangabe
SilikatstreuKot entfernen, Streu umrührenwenn sie sich gelb färbt oder zu riechen beginnt, oft nach ein bis drei Wochen
nicht klumpende Streu (Ton, Holzpellets)Kot und nasse Stellen entfernenhäufig, oft mehrmals pro Woche, weil der Urin in der Streu bleibt

Die Wanne reinigen

Beim kompletten Wechsel wird auch die Wanne gesäubert. So geht es:

  1. Streu vollständig ausleeren in einen Müllbeutel.
  2. Mit heißem Wasser ausspülen und grobe Reste mit der Bürste lösen.
  3. Mit milder Seife reinigen. Unparfümierte Seife oder etwas Spülmittel genügen, auch für Deckel, Einstiegsklappe und Rand.
  4. Gründlich klar spülen, bis nichts mehr schäumt oder riecht.
  5. Vollständig trocknen lassen. Feuchte Streu am Boden verklumpt und riecht schneller.
  6. Frische Streu einfüllen.

Kalkartige, gelbliche Ablagerungen am Boden sind Urinstein. Er lässt sich mit etwas Zitronensäure oder Essig lösen, danach gründlich nachspülen. Wie das bei hartnäckigen Fällen geht, lesen Sie unter Urinstein entfernen. Ist der Kunststoff tief verkratzt, setzen sich Gerüche in den Riefen fest. Dann ist eine neue Wanne die bessere Lösung, alle ein bis zwei Jahre ist das nicht ungewöhnlich.

Welche Reiniger nicht in die Katzentoilette gehören

  • Stark duftende Reiniger. Zitrus, Kiefer oder Blumenduft sind für die Katzennase aufdringlich. Manche Katzen meiden die frisch geputzte Toilette.
  • Ammoniakhaltige Reiniger und Salmiakgeist. Ammoniak riecht für die Katze wie Urin und kann sie dazu bringen, auch anderswo zu markieren.
  • Chlorreiniger. Sie sind nicht nötig. Wer sie dennoch verwendet, etwa nach einer Erkrankung auf Anraten des Tierarztes, muss die Wanne vorher gründlich von Urin befreien und danach sehr gut ausspülen. Chlor bildet mit Urin reizende Chloramine und mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure giftiges Chlorgas. Deshalb nie Chlor und Urinsteinentferner nacheinander ohne Spülen dazwischen einsetzen. Mehr dazu im Beitrag Putzmittel nie mischen.
  • Phenolhaltige Desinfektionsmittel. Einige sind für Katzen giftig. Wenn Desinfektion nötig ist, fragen Sie in der Tierarztpraxis nach einem geeigneten Mittel.

Toxoplasmose und Schwangerschaft

Toxoplasmose wird durch einen Parasiten übertragen, dessen Dauerformen, die Oozysten, Katzen mit dem Kot ausscheiden können. Für gesunde Erwachsene verläuft eine Infektion meist unauffällig. Steckt sich eine Frau aber erstmals in der Schwangerschaft an, kann das ungeborene Kind geschädigt werden.

Frische Oozysten sind noch nicht ansteckend. Sie brauchen je nach Temperatur etwa ein bis fünf Tage, bis sie infektiös werden. Daraus ergeben sich die wichtigsten Regeln:

  • Katzenklo täglich leeren. Kot, der früh entfernt wird, hat keine Zeit, ansteckend zu werden.
  • Schwangere lassen andere das Klo reinigen. Geht das nicht, Handschuhe tragen und danach gründlich die Hände waschen.
  • Im Zweifel ärztlich nachfragen. Ob schon eine Immunität besteht, lässt sich mit einem Bluttest klären. Beraten können Frauenarztpraxis und Tierarztpraxis.

Reine Wohnungskatzen, die kein rohes Fleisch bekommen und keine Mäuse fangen, tragen den Erreger seltener. Die Hygieneregeln gelten trotzdem.

Wohin mit der alten Streu

Gebrauchte Streu gehört in den Restmüll, gut verschlossen im Beutel. Nicht in die Toilette: Klumpstreu aus Bentonit quillt auf und kann Rohre verstopfen, und auch als „spülbar“ beworbene Streu belastet Abwasser und Kläranlage, weil mit dem Kot Krankheitserreger in die Gewässer gelangen können. Auch in die Biotonne gehört sie in den meisten Gemeinden nicht; im Zweifel fragt man beim örtlichen Entsorger nach.

Gerüche zwischen den Reinigungen

  • Standort. Ein gut gelüfteter Platz, nicht im engen, warmen Abstellraum. Nicht direkt neben Futter und Wasser.
  • Genug Streu. Eine zu dünne Schicht lässt Urin bis auf den Boden laufen.
  • Kein Duftspray daneben. Es überdeckt nur und stört die Katze.
  • Ein Klo pro Katze plus eins. Weniger Benutzung je Toilette heißt weniger Geruch.

Riecht der Urin plötzlich viel stärker oder ändern sich Menge und Häufigkeit, lohnt ein Besuch beim Tierarzt; dahinter können Nieren- oder Harnwegsprobleme stecken.

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Häufige Fragen

Wie oft muss man das Katzenklo komplett sauber machen?

Das hängt von der Streu ab. Klumpstreu wird meist nur alle paar Wochen komplett gewechselt, nicht klumpende Streu deutlich öfter. Ausschaufeln ist dagegen immer täglich fällig.

Womit reinige ich das Katzenklo am besten?

Mit heißem Wasser und unparfümierter Seife oder etwas Spülmittel. Mehr braucht es im Alltag nicht. Urinstein lösen Sie mit etwas Zitronensäure oder Essig und spülen danach gründlich.

Darf ich als Schwangere das Katzenklo sauber machen?

Besser nicht. Lassen Sie das jemand anderen übernehmen. Wenn es nicht anders geht: Handschuhe tragen, das Klo täglich leeren und danach gründlich die Hände waschen.

Kann ich Katzenstreu in der Toilette entsorgen?

Nein. Streu gehört in den Restmüll. In der Toilette kann sie Rohre verstopfen, und Erreger aus dem Kot gelangen ins Abwasser.