Obst und Gemüse richtig lagern

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Obst und Gemüse halten am längsten, wenn Sie drei Dinge beachten: Kälteempfindliches bleibt aus dem Kühlschrank, Früchte, die das Reifegas Ethylen abgeben, liegen getrennt von empfindlichen Sorten, und gewaschen wird erst vor dem Essen. Mit einem Kühlschrank, einem kühlen dunklen Platz und einer Obstschale kommen Sie für fast alles aus.
Drei Lagerorte, die Sie brauchen
- Das Gemüsefach im Kühlschrank für Blattgemüse, Kohl, Karotten, Beeren, Trauben und alles, was schnell welkt. Wie der Kühlschrank insgesamt aufgeteilt wird, steht unter Kühlschrank richtig einräumen.
- Ein kühler, dunkler Ort zwischen etwa 8 und 15 °C, zum Beispiel eine Speisekammer, ein trockener Keller oder ein kühler Schrank, für Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Kürbis.
- Die Obstschale bei Raumtemperatur für kälteempfindliche Früchte und alles, was noch nachreifen soll.
Ethylen: warum Äpfel und Bananen getrennt gehören
Manche Obst- und Gemüsesorten geben beim Reifen Ethylen ab, ein Gas, das die Reifung in ihrer Umgebung beschleunigt. Zu den starken Ethylen-Bildnern gehören Äpfel, Bananen, Birnen, Tomaten, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen und Avocados.
Das Gas ist nicht schädlich, aber es lässt empfindliche Nachbarn schneller altern. Brokkoli wird gelb, Salat welk, Gurken weich, Karotten schmecken bitter, und Bananen bekommen braune Flecken. Legen Sie Äpfel und Tomaten deshalb nicht in dieselbe Schale oder Schublade wie Gemüse und empfindliches Obst.
Man kann den Effekt auch gezielt nutzen: Eine harte Avocado oder unreife Kiwi reift schneller, wenn Sie sie zusammen mit einem Apfel in eine Papiertüte legen. Ein hängender Obstkorb hält Bananen von anderem Obst fern, und frei hängend bekommen sie auch keine Druckstellen.
Was nicht in den Kühlschrank gehört
Viele Früchte aus warmen Regionen vertragen Kälte schlecht. Unter etwa 10 bis 12 °C bekommen sie Flecken, werden glasig oder verlieren ihr Aroma:
- Bananen werden im Kühlschrank außen schwarz.
- Tomaten verlieren ihr Aroma und werden mehlig.
- Gurken, Paprika, Auberginen und Zucchini bekommen wässrige Stellen; für wenige Tage im Gemüsefach geht es, länger nicht.
- Zitrusfrüchte, Ananas, Mangos, Melonen im Ganzen gehören in die Obstschale. Aufgeschnitten kommen sie abgedeckt in den Kühlschrank.
- Avocados reifen bei Raumtemperatur nach. Erst die reife Avocado darf einige Tage in den Kühlschrank.
Was in den Kühlschrank gehört
- Beeren, Kirschen, Trauben im Gemüsefach, ungewaschen, am besten in einer flachen Schale, damit sie sich nicht gegenseitig zerdrücken. Faulige Früchte sofort aussortieren.
- Salat, Spinat, Kräuter in einem feuchten Tuch oder einer Dose. Kräuter wie Petersilie halten sich auch wie ein Blumenstrauß im Wasserglas.
- Karotten, Kohl, Brokkoli, Lauch, Sellerie, Spargel.
- Pilze in einer Papiertüte, nicht in Plastik, sonst werden sie schleimig.
- Äpfel und Birnen halten im Kühlschrank deutlich länger, sollten aber wegen des Ethylens eine eigene Schublade oder Dose bekommen.
Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch
Kartoffeln mögen es kühl, dunkel und trocken, ideal sind einige Grad über dem Gefrierpunkt bis etwa 10 °C. Im Licht werden sie grün und bilden Solanin, das Übelkeit auslösen kann; grüne Stellen und Keime großzügig wegschneiden, stark ergrünte Knollen wegwerfen. Im Kühlschrank wandelt sich ihre Stärke teilweise in Zucker, sie schmecken süßlich, und beim Braten und Frittieren bildet sich mehr Acrylamid.
Zwiebeln und Knoblauch lagern trocken, luftig und dunkel. Nicht direkt neben Kartoffeln, denn Zwiebeln fördern die Keimung der Kartoffeln, und die Kartoffeln geben Feuchtigkeit ab, die Zwiebeln schimmeln lässt.
Übersicht: wo was am besten liegt
| Lagerort | Obst | Gemüse |
| Kühlschrank, Gemüsefach | Beeren, Kirschen, Trauben, Äpfel, Birnen (getrennt), reife Pfirsiche | Salat, Spinat, Kohl, Brokkoli, Karotten, Lauch, Spargel, Pilze |
| Kühl und dunkel (etwa 8–15 °C) | Äpfel in größerer Menge | Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Kürbis |
| Raumtemperatur | Bananen, Zitrusfrüchte, Ananas, Mango, Melone, unreife Avocados und Kiwis | Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen |
Obst und Gemüse richtig waschen
Waschen Sie Obst und Gemüse erst kurz vor dem Essen oder Kochen. Vor dem Lagern gewaschen, bleibt Feuchtigkeit in Ritzen und an Stielansätzen hängen, und alles schimmelt schneller. Beeren sind dafür besonders anfällig.
- Unter fließendem Wasser waschen. Lauwarmes oder kaltes Leitungswasser reicht. Das Abspülen entfernt Erde, Staub und einen Teil der Rückstände von der Oberfläche besser als ein stehendes Wasserbad.
- Abreiben. Feste Früchte wie Äpfel, Karotten oder Kartoffeln mit den Händen oder einer Gemüsebürste abreiben.
- Blattgemüse zerlegen. Salatblätter einzeln abspülen, denn zwischen den Blättern sitzt Erde.
- Trocken tupfen. Mit einem Küchentuch oder in einer Salatschleuder.
Spülmittel, Essigbäder oder spezielle Gemüsereiniger sind im Haushalt nicht nötig. Spülmittelreste gehören nicht ins Essen, und fließendes Wasser leistet das meiste. Schälen entfernt Rückstände in der Schale zusätzlich, kostet aber einen Teil der Vitamine, die direkt darunter sitzen. Zitrusfrüchte, deren Schale Sie abreiben wollen, sollten als „unbehandelt“ gekennzeichnet sein; wie Sie die Schale dann verwenden, zeigt der Beitrag Zitronenreibe.
Weniger wegwerfen
Kaufen Sie empfindliches Obst und Gemüse öfter und in kleineren Mengen. Sortieren Sie Früchte mit Druckstellen oder Faulstellen sofort aus, denn sie stecken die Nachbarn an. Welke Karotten oder schlaffer Sellerie werden in kaltem Wasser wieder knackig. Und was zu reif wird, eignet sich für Kompott, Smoothies oder zum Einfrieren; wie das geht, steht unter Lebensmittel einfrieren. Liegt reifes Obst länger offen in der Küche, locken Sie damit Fruchtfliegen an, gegen die eine selbst gemachte Fruchtfliegenfalle hilft.
Häufige Fragen
Gehören Äpfel in den Kühlschrank?
Sie halten dort deutlich länger als in der Obstschale, oft mehrere Wochen. Legen Sie sie aber getrennt von Gemüse, weil sie viel Ethylen abgeben. Für den schnellen Verbrauch in den nächsten Tagen können sie auch in der Schale liegen.
Warum werden Bananen im Kühlschrank schwarz?
Bananen stammen aus den Tropen und vertragen keine Kälte. Unter etwa 12 °C werden die Zellen in der Schale geschädigt und färben sich braun bis schwarz. Das Fruchtfleisch ist oft noch in Ordnung, reift aber nicht mehr richtig nach.
Sollte man Obst und Gemüse in Essigwasser waschen?
Das ist nicht nötig. Gründliches Abspülen und Abreiben unter fließendem Wasser entfernt Schmutz und einen großen Teil der Rückstände auf der Oberfläche. Essig verändert zudem den Geschmack empfindlicher Früchte.
Wie lagert man Tomaten richtig?
Bei Raumtemperatur, mit dem Stielansatz nach unten, und nicht neben Gurken oder Salat, weil Tomaten Ethylen abgeben. Nur sehr reife Tomaten, die schnell verbraucht werden sollen, kommen für einen Tag oder zwei in den Kühlschrank; vor dem Essen wieder auf Raumtemperatur kommen lassen.



