Kühlschrank richtig einräumen

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Einen Kühlschrank richtig einräumen heißt, die unterschiedlich kalten Zonen zu nutzen. Kalte Luft sinkt nach unten, deshalb ist es bei den meisten Geräten oben am wärmsten und auf der untersten Glasplatte am kältesten. Dorthin gehören Fleisch und Fisch, nach oben Käse und Reste, in die Tür Getränke und Saucen. Wer das beachtet, hat länger frische Lebensmittel und weniger im Müll.
Die richtige Temperatur
Als Richtwert gilt: Im Kühlschrank sollten es höchstens 7 °C sein, besser 4–5 °C in der Mitte. Kälter als nötig kostet unnötig Strom, wärmer lässt vor allem Fleisch, Fisch und Milchprodukte schneller verderben. Die Skala am Drehregler (1 bis 5 oder ähnlich) sagt nichts über Grad aus. Legen Sie ein Kühlschrankthermometer in ein Glas Wasser in die Mitte und lesen Sie es nach einigen Stunden ab. So sehen Sie die tatsächliche Temperatur der Lebensmittel und nicht die der Luft, die beim Türöffnen schwankt.
Die Kältezonen im Überblick
Wie groß die Unterschiede sind, hängt vom Gerät ab. Bei Geräten mit Umluft ist die Temperatur gleichmäßiger, bei einfachen Modellen ohne Ventilator deutlicher gestaffelt. Die folgenden Werte sind ungefähre Angaben für einen typischen Kühlschrank bei einer Einstellung um 5 °C.
| Zone | ungefähre Temperatur | Was hineingehört |
| Oberes Fach | etwa 7–8 °C | Käse, Reste, Geräuchertes, angebrochene Gläser |
| Mittleres Fach | etwa 5 °C | Milchprodukte: Joghurt, Quark, Sahne, Milch |
| Untere Glasplatte | etwa 2 °C | rohes Fleisch, Hackfleisch, Wurst, Fisch |
| Gemüsefach | etwa 8–10 °C | Gemüse, Salat, kälteverträgliches Obst |
| Tür oben | etwa 8–10 °C | Butter, Eier |
| Tür unten | etwa 10 °C | Getränke, Senf, Ketchup, Marmelade |
Die Anleitung Ihres Geräts zeigt, wie es bei Ihrem Modell aussieht. Manche Kühlschränke haben den Verdampfer oben oder eine Umluft, dann kann die Verteilung abweichen.
Oben: Käse und Reste
Im oberen Fach ist es bei den meisten Geräten am wärmsten. Das reicht für Käse, der bei etwas höherer Temperatur ohnehin aromatischer bleibt, für Geräuchertes, angebrochene Gläser und Reste vom Vortag. Reste gehören in geschlossene Dosen, damit sie nicht austrocknen und keine Gerüche aufnehmen oder abgeben.
Mitte: Milchprodukte
Joghurt, Quark, Sahne, Frischkäse und Milch fühlen sich in der Mitte wohl. Gerade geöffnete Milch hält hier einige Tage. Hier ist auch der beste Platz für das Thermometer.
Unten: Fleisch und Fisch
Die untere Glasplatte über dem Gemüsefach ist die kälteste Stelle, etwa 2 °C. Rohes Fleisch, Hackfleisch, Geflügel, Fisch und Wurst gehören hierher, und zwar in einer Dose oder auf einem Teller. Das hat zwei Gründe: Hier ist es am kältesten, und wenn Fleischsaft austritt, tropft er nicht auf andere Lebensmittel. Rohes Fleisch nie über Salat oder fertigen Speisen lagern. Fleisch in der Verpackung aus dem Laden kann dort bleiben, solange sie dicht ist. Viele Geräte haben statt der Glasplatte oder zusätzlich ein Null-Grad-Fach, das noch kälter ist und für Fleisch, Fisch und empfindliches Gemüse gedacht ist.
Das Gemüsefach
Die Schublade ganz unten ist wegen ihrer Abdeckung etwas wärmer und feuchter als die Glasplatte darüber. Das passt zu Gemüse, Salat, Kräutern und kälteverträglichem Obst wie Beeren, Trauben oder Äpfeln. Äpfel geben aber Ethylen ab, ein Reifegas, das Salat und Brokkoli schneller welken lässt; legen Sie sie besser getrennt. Mehr dazu, was in den Kühlschrank gehört und was nicht, steht unter Obst und Gemüse richtig lagern.
Die Tür
In der Tür ist es am wärmsten, und die Temperatur schwankt bei jedem Öffnen. Dort ist Platz für alles, was nur leicht gekühlt werden muss: Butter oben, Eier im Eierfach, Getränke, Senf, Ketchup und Marmelade unten. Milch steht in der Tür nicht ideal; wer sie schnell verbraucht, kann es trotzdem so machen.
Was nicht in den Kühlschrank gehört
- Brot wird im Kühlschrank schneller altbacken. Warum, steht unter Brot richtig aufbewahren.
- Bananen, Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Zitrusfrüchte und Ananas sind kälteempfindlich; sie verlieren Aroma oder bekommen Flecken.
- Kartoffeln bilden im Kühlschrank Zucker und werden süßlich; beim Braten und Frittieren entsteht dann mehr Acrylamid.
- Zwiebeln und Knoblauch werden weich und geben ihren Geruch ab.
- Honig, Speiseöl, Kaffee und die meisten ungeöffneten Konserven brauchen keine Kühlung.
Nach dem Einkauf: schnell in die Kälte
Die Kühlkette reißt am häufigsten zwischen Laden und Küche. Packen Sie Fleisch, Fisch und Milchprodukte zuletzt in den Einkaufswagen und an warmen Tagen in eine Kühltasche. Zu Hause kommen sie zuerst in den Kühlschrank, das Trockensortiment kann warten. Hackfleisch ist besonders empfindlich und sollte noch am Einkaufstag verbraucht oder eingefroren werden.
Angebrochene Konservendosen gehören nicht mit offenem Deckel in den Kühlschrank. Füllen Sie den Rest in ein Glas oder eine Dose mit Deckel um; an der Schnittkante der Dose kann das Lebensmittel sonst Metallgeschmack annehmen, und offen trocknet es aus.
Fünf Regeln, die viel bewirken
- Nicht überfüllen. Die Luft muss zirkulieren können, sonst entstehen warme Nester.
- Nichts Warmes hineinstellen. Speisen erst abkühlen lassen, aber zügig; ein Topf im Kaltwasserbad beschleunigt das.
- Ältere Ware nach vorn. Neues nach hinten, damit nichts vergessen wird.
- Alles abdecken. Offene Lebensmittel trocknen aus und übertragen Gerüche.
- Rückwand frei halten. Berührt etwas die Rückwand, friert es an oder es bildet sich Wasser.
Reinigen Sie das Gerät alle paar Wochen gründlich; wie das geht, lesen Sie unter Kühlschrank reinigen. Riecht es trotz allem, hilft der Beitrag Kühlschrank-Geruch.
Häufige Fragen
Wo ist es im Kühlschrank am kältesten?
Bei den meisten Geräten auf der untersten Glasplatte direkt über dem Gemüsefach, mit etwa 2 °C. Hat Ihr Gerät ein Null-Grad-Fach, ist es dort noch kälter.
Gehören Eier in den Kühlschrank?
Im Laden liegen sie meist ungekühlt, zu Hause empfiehlt es sich, sie in den Kühlschrank zu legen, weil sie dort länger frisch bleiben. Das Eierfach in der Tür reicht dafür.
Auf welche Stufe stelle ich den Kühlschrank?
Das hängt vom Gerät ab, die Zahlen am Regler sind keine Grad. Stellen Sie so ein, dass ein Thermometer in der Mitte etwa 4–5 °C anzeigt, höchstens 7 °C.
Darf Butter in die Kühlschranktür?
Ja, das Butterfach oben in der Tür ist dafür gedacht. Dort ist es etwas wärmer, die Butter bleibt streichfähiger und hält trotzdem mehrere Wochen. Wer sie ganz weich mag, lässt eine kleine Menge in einer Butterdose bei Raumtemperatur und den Rest im Kühlschrank.
Wie lange halten Reste im Kühlschrank?
Gekochte Reste sollten Sie in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen essen. Was länger aufgehoben werden soll, frieren Sie besser ein, siehe Lebensmittel einfrieren.
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