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Grillasche, Holzkohle und Kaminasche entsorgen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Glühende Grillbriketts mit weißer Ascheschicht im Grill
Glutnester in der Asche halten sich bis zu zwei Tage
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wohin gehört Asche?
  2. Warum Asche so lange gefährlich bleibt
  3. Asche sicher lagern und entsorgen
  4. Asche in den Garten? Lieber nicht
  5. Warum Asche nicht in die Biotonne gehört
  6. Einweggrill, Gasgrill und Elektrogrill
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen

Grillasche entsorgen Sie über den Restmüll, aber erst, wenn sie wirklich kalt ist. Das dauert länger, als man denkt: In der Asche können sich 24 bis 48 Stunden lang Glutnester halten. Bis dahin gehört sie in einen Metalleimer mit Deckel, der auf Stein oder Beton steht. Für Kaminasche gilt dasselbe. In den Garten gehört Asche von Holzkohle und Briketts nicht, auch wenn das oft empfohlen wird.

Wohin gehört Asche?

Art der AscheRichtiger Weg
Holzkohle- und Brikettasche vom GrillRestmüll, nur vollständig erkaltet
Asche aus Kamin oder HolzofenRestmüll, nur vollständig erkaltet
Asche von Kohle- oder BraunkohlebrikettsRestmüll, nie in den Garten
Asche aus PelletofenRestmüll, erkaltet
Unverbrannte Holzkohlestückeaufheben und beim nächsten Grillen wieder anzünden
Einweggrillausgekühlt komplett in den Restmüll
Fett aus der Auffangschale des Gasgrillserstarren lassen, in Papier gewickelt in den Restmüll

Ob Asche bei Ihnen ausnahmsweise in die Biotonne darf oder ob es Sonderregeln für große Mengen aus Holzheizungen gibt, steht in der Abfallsatzung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises. Die Abfallberatung und die Abfall-App wissen es genau; die Tabelle zeigt den Regelfall.

Warum Asche so lange gefährlich bleibt

Oben ist die Asche grau und scheint kalt. Darunter glimmen oft noch Kohlestücke weiter, gut isoliert von der Asche darüber, die wie eine Decke wirkt. Besonders Briketts und dicke Holzstücke halten die Glut lange. Wer so eine Asche in die Kunststofftonne kippt, riskiert einen Brand: Sobald Luft an die Glut kommt, entzündet sie Papier und Verpackungen, die Tonne schmilzt, und das Feuer kann auf Nachbartonnen, Carport oder Hauswand übergreifen. Feuerwehren warnen jedes Jahr vor genau diesem Fall, vor allem an Sommerabenden nach dem Grillen und im Winter bei Kaminöfen.

Die Faustregel lautet deshalb: Asche mindestens 24 Stunden, besser 48 Stunden abkühlen lassen, und zwar in einem nicht brennbaren Behälter. Der Handtest über der Asche reicht nicht, weil die Hitze in der Tiefe sitzt.

Asche sicher lagern und entsorgen

  1. Grill oder Ofen ausbrennen lassen. Den Deckel des Kugelgrills schließen und die Lüftungsschieber zumachen, dann erstickt die Glut schneller.
  2. In einen Metalleimer umfüllen. Erst wenn die Kohle nicht mehr sichtbar glüht, die Asche mit einer Metallschaufel in einen Metalleimer mit dicht schließendem Deckel geben. Kunststoffeimer, Pappkartons und Papiertüten sind tabu.
  3. Sicher abstellen. Den Eimer auf Stein, Beton oder Fliesen stellen, mit Abstand zu Hauswand, Holz, Möbeln und Mülltonnen. Nicht in die Garage neben den Kanister, nicht auf den Holzbalkon.
  4. Mindestens 24 bis 48 Stunden warten. Bei Briketts oder großen Mengen eher länger.
  5. Kontrollieren. Vor dem Entleeren mit der Schaufel einmal durch die Asche gehen. Ist nichts mehr warm, darf sie in den Restmüll.
  6. Verpackt einfüllen. Asche staubt stark. Sie in einen Beutel füllen, zuknoten und in die Tonne legen, nicht lose hineinschütten.

Einen passenden Ascheeimer mit Deckel aus verzinktem Stahl gibt es in Baumärkten und im Kaminzubehör; für Kaminbesitzer lohnt er sich ohnehin.

Wer es eilig hat, kann die Asche im Metalleimer mit Wasser übergießen und durchrühren. Dabei entsteht heißer Dampf und eine Aschewolke, halten Sie also Abstand und schütten Sie kein Wasser direkt in den heißen Grill: Emaillierte Grillkessel und Gusseisen können durch den Temperaturschock Schaden nehmen. Die nasse Asche wird zu einem schweren Brei, der erst trocknen sollte, bevor er in die Tonne kommt.

Asche in den Garten? Lieber nicht

Holzasche galt früher als guter Dünger, weil sie Kalium und Kalk enthält. Heute raten Fachleute zur Zurückhaltung. Holz reichert Schwermetalle wie Cadmium an, die in der Asche konzentriert zurückbleiben, und Asche ist stark basisch, sie hebt also den pH-Wert des Bodens deutlich. Kleine Mengen Asche aus unbehandeltem, naturbelassenem Holz dünn auf dem Kompost zu verteilen, ist umstritten; wer Gemüse anbaut, verzichtet besser ganz darauf.

Asche von Holzkohle-Briketts, Braunkohle- und Steinkohlebriketts gehört nie in den Garten. Briketts enthalten Bindemittel, Kohleasche bringt Schwermetalle und Schwefelverbindungen mit. Grillasche ist außerdem oft mit heruntergetropftem Fett und Gewürzen durchsetzt. Asche von lackiertem, beschichtetem oder imprägniertem Holz ist ohnehin Restmüll; solches Holz gehört auch gar nicht in den Ofen, siehe Holz entsorgen.

Warum Asche nicht in die Biotonne gehört

In den meisten Kommunen ist Asche in der Biotonne verboten. Sie bringt nichts für den Kompost, belastet ihn mit Schwermetallen und kann in der Tonne dieselbe Brandgefahr auslösen wie im Restmüll. Einige Abfallbetriebe erlauben kleine Mengen kalter Holzasche, das ist aber die Ausnahme. Im Zweifel ist die Restmülltonne immer der richtige Ort.

Einweggrill, Gasgrill und Elektrogrill

Ein Einweggrill besteht aus einer Aluminiumschale mit Kohle und Rost. Lassen Sie ihn vollständig auskühlen, am besten über Nacht und nie auf dem Rasen oder im Wald, und entsorgen Sie ihn dann komplett im Restmüll. In den Gelben Sack gehört er nicht, weil Asche und Kohlereste daran hängen. An vielen Grillplätzen stehen eigene Behälter für heiße Asche und Einweggrills; nutzen Sie diese statt der Papierkörbe.

Ein Gasgrill hinterlässt keine Asche, wohl aber eine Fettauffangschale. Das Fett lassen Sie erstarren, streifen es mit Küchenpapier ab und geben es in den Restmüll, nie in den Ausguss. Beim Elektrogrill gilt dasselbe für die Tropfschale. Wie Sie danach den Rost sauber bekommen, erklärt Grillrost reinigen.

Typische Fehler

  • Asche am Abend nach dem Grillen in die Tonne kippen. Genau so entstehen die meisten Tonnenbrände.
  • Plastikeimer als Zwischenlager. Er schmilzt schon bei mäßiger Glut.
  • Den Aschesauger für warme Asche nutzen. Aschesauger sind für kalte Asche gebaut; glimmende Reste können den Filter entzünden. Die Grenzwerte stehen in der Anleitung.
  • Asche unter die Hecke kippen. Glut kann trockenes Laub entzünden, und für den Boden bringt es mehr Schaden als Nutzen.
  • Kohleasche als Dünger verwenden.

Wer den Kamin gerade leert, findet unter Kaminscheibe reinigen, was man mit etwas Asche an der Scheibe anfangen kann.

Häufige Fragen

Wie lange muss Grillasche abkühlen?

Mindestens 24 Stunden, besser 48 Stunden, und zwar in einem Metalleimer mit Deckel auf nicht brennbarem Untergrund. Glutnester in der Tiefe sind von oben nicht zu sehen.

In welche Tonne gehört Grillasche?

In die Restmülltonne, vollständig erkaltet und in einem Beutel verpackt. In die Biotonne gehört sie in den meisten Kommunen nicht.

Darf Kaminasche in den Garten?

Asche aus unbehandeltem Holz in kleinen Mengen ist umstritten, weil sie Schwermetalle enthält und den Boden stark alkalisch macht. Für Gemüsebeete ist davon abzuraten. Asche von Kohle und Briketts gehört nie in den Garten.

Darf ich Grillasche mit Wasser ablöschen?

Ja, aber im Metalleimer und nicht direkt im heißen Grill. Es entsteht Dampf und Staub, und der entstehende Aschebrei sollte vor dem Einfüllen in die Tonne abtrocknen.

Wohin mit unverbrannter Holzkohle?

Kohlestücke, die nicht ganz durchgeglüht sind, können Sie nach dem Auskühlen trocken aufbewahren und beim nächsten Grillen mit frischer Kohle wieder anzünden.