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Adventskranz entsorgen: Grün und Schmuck trennen

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Adventskranz mit weißen Kerzen
Vor der Biotonne Draht, Kerzen und Schmuck abnehmen
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wohin gehört welcher Teil des Adventskranzes?
  2. Warum Draht und Deko nicht in die Biotonne dürfen
  3. So zerlegen Sie den Kranz
  4. Brandgefahr: der trockene Kranz
  5. Biotonne oder Grünschnitt – und was bei Weihnachtsbaum-Terminen gilt
  6. Weiterverwenden statt neu kaufen
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen
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Einen Adventskranz zerlegen Sie vor dem Entsorgen in zwei Haufen: Was gewachsen ist, also Tannenzweige, Moos, Zapfen und ein Strohrohling, gehört in die Biotonne oder zum Grünschnitt. Kerzen, Draht, Schleifen, Kugeln, Glitzer und Steckschaum kommen in den Restmüll oder, bei Metall in größeren Mengen, zum Wertstoffhof. Sobald Draht oder Kunststoff im Grün steckt, darf der Kranz nicht in die Biotonne.

Wohin gehört welcher Teil des Adventskranzes?

BestandteilRichtiger Weg
Tannen-, Kiefern- oder Buchsbaumzweige, Moos, EfeuBiotonne oder Grünschnittsammlung
Zapfen, Nüsse, Zimtstangen, getrocknete OrangenscheibenBiotonne, sofern nicht lackiert oder mit Glitzer besprüht
Rohling aus StrohBiotonne, wenn keine Kunststoffschnur darum gewickelt ist; sonst Restmüll
Rohling aus Styropor oder SteckschaumRestmüll
Kerzen, WachsresteRestmüll
Draht, Kerzenhalter, Pins aus MetallRestmüll in kleinen Mengen oder Altmetall am Wertstoffhof
Schleifen, Bänder, Kunststoffkugeln, KunstschneeRestmüll
LED-Kerzen, Kranz mit LichterketteBatterien heraus, Gerät zur Elektroschrottsammlung
Künstlicher Kranz aus KunststoffRestmüll, sehr große Stücke Sperrmüll

Wie Ihre Kommune das im Einzelnen regelt, steht im Abfallkalender oder in der Abfall-App; bei Fragen hilft die Abfallberatung. Manche Kommunen nehmen Adventskränze zusammen mit den Weihnachtsbäumen im Januar mit, andere ausdrücklich nicht. Hier steht der Regelfall in Deutschland.

Warum Draht und Deko nicht in die Biotonne dürfen

Bioabfall wird kompostiert oder in Vergärungsanlagen zu Gas und Kompost verarbeitet. Am Ende soll daraus Erde werden, die auf Felder und in Gärten kommt. Draht, Kunststoffbänder, Glitzer und Wachs zersetzen sich dabei nicht; sie müssen in der Anlage mühsam aussortiert werden oder landen als Störstoff im Kompost. Dünner Wickeldraht ist besonders lästig, weil er sich in den Maschinen verfängt und im Grünzeug kaum zu sehen ist.

Deshalb gilt: Ein Kranz, aus dem Sie den Draht nicht herausbekommen, gehört insgesamt in den Restmüll. Das ist kein Drama, denn ein Kranz hat wenig Masse. Wichtig ist nur, dass er nicht in der Biotonne landet, wo die Abfuhr die Tonne im ungünstigen Fall wegen Fehlbefüllung stehen lässt. Was in die Biotonne darf und was nicht, steht ausführlich unter Biotonne.

So zerlegen Sie den Kranz

  1. Kerzen abnehmen. Ziehen Sie die Kerzen von den Haltern. Sind sie weit heruntergebrannt, lösen Sie den Wachsrest mit einem stumpfen Messer. Kerzenreste lassen sich auch sammeln und einschmelzen; wie, steht unter Kerzenreste entsorgen.
  2. Deko abnehmen. Kugeln, Sterne, Schleifen, Figuren und Kerzenhalter abziehen. Was noch schön ist, legen Sie für das nächste Jahr in einen Karton.
  3. Draht abwickeln. Der Wickeldraht hält die Zweigbündel am Rohling. Schneiden Sie ihn an einer Stelle durch und wickeln Sie ihn ab. Steckdraht und Haften aus Metall ziehen Sie einzeln heraus.
  4. Rohling prüfen. Ein Strohrohling, der nur mit Draht umwickelt war, darf nach dem Abwickeln in die Biotonne. Ist er mit Kunststoffschnur oder Folie gebunden, gehört er in den Restmüll; dasselbe gilt für Rohlinge aus Styropor oder Steckschaum.
  5. Grün zerkleinern. Längere Zweige schneiden Sie mit der Gartenschere klein, damit die Biotonne nicht gleich voll ist und sich nichts verkeilt.
  6. Auf die Tonnen verteilen. Grün in die Biotonne oder zum Grünschnitt, Deko und Wachs in den Restmüll, Metall gesammelt zum Wertstoffhof, wenn eine nennenswerte Menge zusammenkommt.

Arbeiten Sie am besten auf einer alten Zeitung oder im Freien, denn trockene Tannenzweige verlieren beim Zerlegen viele Nadeln.

Brandgefahr: der trockene Kranz

Nach vier Wochen im warmen Wohnzimmer sind die Zweige eines Adventskranzes meist völlig ausgetrocknet. In diesem Zustand brennen Tannenzweige sehr schnell und heftig. Zünden Sie deshalb Kerzen auf einem trockenen Kranz nicht mehr an, und lassen Sie brennende Kerzen ohnehin nie unbeaufsichtigt. Ein trockener Kranz gehört auch nicht in den Kamin, den Ofen oder ein Gartenfeuer: Er brennt nicht gleichmäßig, sondern mit Stichflamme, und Draht, Wachs und Deko setzen dabei Schadstoffe frei. Ein Feuer im Garten ist für Grünschnitt in den meisten Gemeinden ohnehin nicht erlaubt.

Biotonne oder Grünschnitt – und was bei Weihnachtsbaum-Terminen gilt

Für einen einzelnen Kranz reicht die Biotonne. Fallen mehrere Kränze, Gestecke und Tannengrün vom Balkon zusammen an, ist die Grünschnittsammlung am Wertstoffhof oder an einer Grünschnittannahme der bequemere Weg; Hinweise dazu stehen unter Grünschnitt entsorgen. Wer keine Biotonne hat, kann das Grün auf den eigenen Kompost geben, wenn Draht und Deko entfernt sind. Tannengrün verrottet allerdings langsam, deshalb klein schneiden und mit anderem Material mischen.

Viele Kommunen holen im Januar die Weihnachtsbäume ab. Ob abgeschmückte Adventskränze dazugelegt werden dürfen, ist unterschiedlich geregelt; im Abfallkalender steht es meist dabei. Für den Baum selbst gilt Ähnliches wie für den Kranz: vollständig abschmücken, kein Lametta. Mehr dazu unter Weihnachtsbaum entsorgen.

Weiterverwenden statt neu kaufen

Ein Großteil eines Adventskranzes lässt sich mehrere Jahre nutzen. Ein Rohling aus Stroh hält meist mehrere Jahre, wenn er trocken lagert und Sie nur das Grün erneuern. Metallringe als Kranzunterlage, Kerzenhalter, Pins und Deko sowieso. Wer den Kranz jedes Jahr selbst bindet, braucht dann nur frische Zweige und Kerzen; eine Anleitung steht unter Adventskranz binden.

Ein künstlicher Kranz aus Kunststoff hält viele Jahre und muss dann wirklich entsorgt werden: in den Restmüll, sehr große Stücke zum Sperrmüll. Er gehört nicht in den Gelben Sack, weil er keine Verpackung ist. Ist eine Lichterkette eingebaut, entfernen Sie die Batterien und geben den Kranz zur Elektroschrottsammlung; wie Sie Lichterketten generell entsorgen, steht unter Lichterkette entsorgen.

Typische Fehler

  • Den ganzen Kranz mit Draht in die Biotonne. Der Draht wird zum Störstoff im Kompost.
  • Den Kranz in den Gelben Sack, weil Kunststoffdeko daran hängt. Dekoration ist keine Verpackung.
  • Den trockenen Kranz im Kamin verbrennen. Er brennt mit Stichflamme, Draht und Deko qualmen.
  • LED-Kerzen in den Restmüll. Sie sind Elektrogeräte, die Batterien gehören in die Batteriesammlung.
  • Den Kranz in den Wald oder ins Gebüsch werfen. Auch Grün mit Draht und Deko ist eine illegale Ablagerung, die je nach Bundesland mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Häufige Fragen

Darf ein Adventskranz in die Biotonne?

Nur das reine Grün: Zweige, Moos, Zapfen und ein Strohrohling ohne Kunststoffschnur. Draht, Kerzen, Bänder und Deko müssen vorher herunter. Geht das nicht, gehört der ganze Kranz in den Restmüll.

Wohin mit dem Steckschaum aus dem Gesteck?

In den Restmüll. Steckschaum ist ein Kunststoff, der nicht verrottet, und gehört weder in die Biotonne noch auf den Kompost oder in den Gelben Sack.

Kann ich den Adventskranz zu den Weihnachtsbäumen legen?

Das hängt von Ihrer Kommune ab. Manche nehmen abgeschmückte Kränze bei der Weihnachtsbaumabfuhr mit, andere nur Bäume. Im Abfallkalender oder in der Abfall-App steht, was bei Ihnen gilt.

Wohin mit alten Kerzen vom Adventskranz?

Kerzenreste kommen in den Restmüll, nicht in die Biotonne. Wer genug Reste sammelt, kann sie einschmelzen und zu neuen Kerzen gießen.

Wie entsorge ich einen Adventskranz aus Kunststoff?

Im Restmüll oder, wenn er sehr groß ist, beim Sperrmüll. Mit eingebauter Beleuchtung ist er ein Elektrogerät und gehört ohne Batterien zum Wertstoffhof.

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