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Beschichtete Pfanne pflegen: so hält die Antihaftschicht länger

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Beschichtete Bratpfanne mit schwarzem Griff vor weißem Hintergrund
Mittlere Hitze und Wender aus Holz oder Silikon schonen die Antihaftschicht
Inhalt10 Abschnitte
  1. Welche Beschichtungen es gibt
  2. Vor dem ersten Gebrauch
  3. Die richtige Temperatur
  4. Pfannenwender und Besteck
  5. Beschichtete Pfanne reinigen – Schritt für Schritt
  6. Warum die Spülmaschine keine gute Idee ist
  7. Kein Kochspray, sparsam mit Fett
  8. Richtig aufbewahren
  9. Wann die Pfanne ersetzt werden muss
  10. Häufige Fragen

Eine beschichtete Pfanne hält am längsten, wenn Sie sie auf mittlerer Stufe mit etwas Fett erhitzen statt leer auf voller Leistung, mit Holz- oder Silikonwendern arbeiten und sie nach dem Abkühlen von Hand mit einem weichen Schwamm spülen. Kein Metall, keine Scheuermittel, kein Kochspray, kein Abschrecken mit kaltem Wasser. Selbst bei guter Pflege ist eine Antihaftbeschichtung ein Verschleißteil: Nach einigen Jahren lässt der Effekt nach, und dann ist eine neue Pfanne fällig.

Welche Beschichtungen es gibt

Die meisten Antihaftpfannen sind mit PTFE beschichtet, bekannt unter dem Markennamen Teflon. Die Oberfläche ist sehr glatt, fast nichts haftet. Daneben gibt es Keramikbeschichtungen, meist im Sol-Gel-Verfahren aufgebracht und oft als PTFE-frei beworben. Sie vertragen etwas höhere Temperaturen, verlieren den Antihafteffekt aber erfahrungsgemäß schneller. Für beide gelten im Kern dieselben Pflegeregeln.

Nicht zu verwechseln sind beschichtete Pfannen mit Pfannen aus Eisen, Gusseisen oder Carbonstahl. Diese bekommen ihre Antihaftschicht durch Einbrennen von Öl; wie das geht, steht unter Pfanne einbrennen. Eine beschichtete Pfanne wird nicht eingebrannt – die dafür nötige Hitze würde die Beschichtung beschädigen. Einen Überblick über die Materialien gibt der Kaufratgeber für langlebiges Kochgeschirr.

Vor dem ersten Gebrauch

Neue Pfannen spülen Sie mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ab, um Produktionsrückstände und Staub zu entfernen, und trocknen sie ab. Manche Hersteller empfehlen, die Beschichtung danach hauchdünn mit Speiseöl einzureiben. Halten Sie sich an die Beilage; mit Einbrennen hat das nichts zu tun.

Die richtige Temperatur

Zu hohe Temperaturen schaden der Beschichtung, und bei starker Überhitzung können aus PTFE Dämpfe entstehen, die man nicht einatmen sollte; für Ziervögel gelten sie als besonders gefährlich. Kritisch ist vor allem die leere Pfanne auf höchster Stufe: Ohne Inhalt, der Wärme aufnimmt, steigt die Temperatur schnell, auf Induktion innerhalb kurzer Zeit. Geben Sie deshalb immer zuerst etwas Fett oder das Bratgut in die Pfanne und heizen Sie auf mittlerer Stufe vor. Für Eier, Pfannkuchen, Fisch und Gemüse reicht das ohnehin. Wer scharf anbraten will, etwa ein Steak mit kräftiger Kruste, nimmt besser eine Pfanne aus Edelstahl oder Eisen.

Lassen Sie eine beschichtete Pfanne nie auf eingeschalteter Platte unbeaufsichtigt stehen, und stellen Sie sie ohne ausdrückliche Freigabe des Herstellers nicht unter den Grill oder in den heißen Backofen.

Pfannenwender und Besteck

Metallwender, Gabeln und Schneebesen hinterlassen Kratzer, auch wenn Hersteller mitunter eine „kratzfeste“ Beschichtung versprechen. Kratzer sind nicht nur ein Schönheitsfehler: An ihnen setzt sich Bratgut fest, und dort beginnt die Beschichtung sich zu lösen. Nehmen Sie Wender aus Holz, Silikon oder hitzefestem Kunststoff, und schneiden Sie nichts in der Pfanne, sondern auf dem Brett. Ein Pfannenwender aus Silikon ist hitzefest und flexibel genug, um unter ein Spiegelei zu gleiten.

Beschichtete Pfanne reinigen – Schritt für Schritt

  1. Abkühlen lassen. Die Pfanne erst auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen. Kaltes Wasser in der heißen Pfanne kann den Boden verziehen und setzt der Beschichtung zu.
  2. Fett auswischen. Reste mit Küchenpapier auswischen, Fett in den Restmüll, nicht in den Ausguss.
  3. Spülen. Mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und der weichen Seite eines Schwamms oder einem weichen Tuch. Keine Scheuerseite, keine Stahlwolle, kein Scheuermittel.
  4. Hartnäckiges lösen. Etwas Wasser mit einem Tropfen Spülmittel in die Pfanne geben und einige Minuten auf niedriger Stufe erwärmen, dann lösen sich Reste mit dem Holzwender. Angebranntes niemals abkratzen; weitere Hausmittel stehen unter Topf angebrannt, dort aber nur die sanften für Beschichtungen nutzen.
  5. Abtrocknen. Mit einem weichen Tuch trocknen, damit keine Kalkflecken bleiben.

Warum die Spülmaschine keine gute Idee ist

Viele Pfannen tragen das Symbol „spülmaschinengeeignet“. Das heißt, sie gehen dort nicht sofort kaputt. Der stark alkalische Reiniger, die hohen Temperaturen und Stöße im Korb greifen die Beschichtung und den Rand aber auf Dauer an, und der Antihafteffekt lässt schneller nach. Eine beschichtete Pfanne ist von Hand in einer Minute sauber, deshalb lohnt der Aufwand. Mehr zum Handspülen steht unter Geschirr von Hand spülen.

Kein Kochspray, sparsam mit Fett

Kochsprays enthalten neben Öl oft Emulgatoren und Treibmittel. Sie brennen sich bei Hitze als klebriger, bräunlicher Film ein, der sich kaum abwaschen lässt und die Antihaftwirkung zunichtemacht. Nehmen Sie lieber etwas normales Öl oder Butter. Ganz ohne Fett zu braten ist möglich, aber auch für die Beschichtung nicht ideal, weil die leere Fläche heißer wird.

Richtig aufbewahren

Werden Pfannen gestapelt, reibt der Boden der oberen an der Beschichtung der unteren. Legen Sie ein Küchentuch dazwischen oder einen Pfannenschoner aus Filz. Noch besser hängen die Pfannen an einer Reling oder stehen hochkant in einem Pfannenhalter.

Wann die Pfanne ersetzt werden muss

Eine Antihaftbeschichtung hält je nach Qualität und Nutzung einige Jahre. Ersetzen sollten Sie die Pfanne, wenn

  • die Beschichtung blättert, Blasen wirft oder sich an Stellen ganz gelöst hat,
  • tiefe Kratzer bis auf das Metall gehen,
  • trotz Fett alles anhängt und sich auch nach gründlicher Reinigung nichts bessert.

Reparieren oder neu beschichten lässt sich eine Haushaltspfanne in der Regel nicht wirtschaftlich; auch Einbrennen oder Öl-Kuren bringen den Antihafteffekt nicht zurück.

Häufige Fragen

Darf eine beschichtete Pfanne in die Spülmaschine?

Wenn der Hersteller sie freigibt, geht sie davon nicht sofort kaputt. Die Beschichtung hält aber von Hand gespült deutlich länger. Wir empfehlen daher das Spülbecken, auch bei „spülmaschinengeeigneten“ Modellen.

Was bedeutet „PFOA-frei“?

PFOA ist eine Substanz, die früher bei der Herstellung von PTFE-Beschichtungen verwendet wurde und in der EU seit 2020 verboten ist. Der Hinweis „PFOA-frei“ ist deshalb heute kaum mehr als eine Selbstverständlichkeit. Er sagt nichts darüber aus, ob die Pfanne PTFE enthält.

Kann man eine zerkratzte Antihaftpfanne weiter benutzen?

Einzelne feine Kratzer sind unkritisch, die Pfanne haftet dort nur etwas stärker. Löst sich die Beschichtung dagegen großflächig oder reichen die Kratzer bis zum Metall, gehört die Pfanne ersetzt.

Wie heiß darf eine beschichtete Pfanne werden?

Die zulässige Höchsttemperatur nennt der Hersteller. Im Alltag gilt: mittlere Stufe mit Fett ist sicher, die leere Pfanne auf voller Leistung nicht. Für sehr hohe Hitze ist eine Edelstahl- oder Eisenpfanne die bessere Wahl.

Warum klebt meine beschichtete Pfanne plötzlich?

Oft liegt ein unsichtbarer Film aus eingebranntem Fett oder Kochspray auf der Beschichtung. Weichen Sie die Pfanne mit warmem Spülwasser ein, erwärmen Sie etwas Wasser mit einem Löffel Natron darin kurz auf niedriger Stufe und reinigen Sie sie danach mit dem weichen Schwamm. Klebt es danach immer noch, ist die Beschichtung meist verschlissen.