Waschmaschine läuft aus: woher das Wasser kommt

Inhalt10 Abschnitte
- Sofort: Strom weg, Wasser zu
- Wo tritt das Wasser aus? Die Stelle verrät die Ursache
- Vorn an der Tür: die Manschette
- Oben an der Schublade: Waschmittelkammer und Schaum
- Vorn unten: das Flusensieb
- Hinten: Zulaufschlauch und Verschraubungen
- Hinten beim Abpumpen: Ablaufschlauch und Abfluss
- Unter der Maschine: ab hier Kundendienst
- Reparatur oder Neukauf?
- Häufige Fragen
Wenn die Waschmaschine ausläuft, kommt das Wasser fast immer von einer von fünf Stellen: Türmanschette, Waschmittelschublade, Flusensieb, Zulauf oder Ablauf. Wo die Pfütze entsteht und in welcher Programmphase, zeigt Ihnen recht zuverlässig, welche es ist. Vorher gilt allerdings: Strom weg, Wasser zu, aufwischen.
Sofort: Strom weg, Wasser zu
- Programm anhalten. Drücken Sie die Aus- oder Pausetaste, sofern Sie trocken an die Maschine herankommen.
- Strom trennen. Steht Wasser auf dem Boden oder ist die Steckdose nass, schalten Sie zuerst die Sicherung für den Raum aus und ziehen erst dann den Stecker. Treten Sie nicht in die Pfütze, solange das Gerät am Netz hängt.
- Wasserhahn schließen. Den Gerätehahn zudrehen, an dem der Zulaufschlauch hängt.
- Wasser aufnehmen. Mit Handtüchern und Wischlappen, bevor es unter Sockelleisten, Laminat oder in die Decke der Nachbarn zieht.
- Trommel leeren, falls noch Wasser darin steht. Über den Notablaufschlauch oder das leicht geöffnete Flusensieb in eine flache Schale; die Handgriffe stehen unter Waschmaschine pumpt nicht ab.
Ist viel Wasser ausgelaufen oder in Boden und Wände gezogen, lesen Sie weiter unter Wasserschaden: was sofort zu tun ist. Dort steht auch, wen Sie informieren sollten.
Wo tritt das Wasser aus? Die Stelle verrät die Ursache
| Wo und wann | Wahrscheinliche Ursache | Was tun |
| Vorn an der Tür, läuft am Bullauge herunter | Türmanschette verschmutzt, verrutscht oder gerissen; Wäsche eingeklemmt | Manschette reinigen und absuchen; bei Riss tauschen lassen |
| Vorn oben an der Schublade, beim Wassereinlauf | Einspülkammer verklebt, zu viel Schaum | Schublade und Schacht reinigen, weniger dosieren |
| Vorn unten an der Klappe | Flusensieb schief oder nicht fest, Dichtung beschädigt | Sieb neu eindrehen, Dichtung prüfen |
| Hinten, schon bei stehender Maschine | Zulaufschlauch oder Verschraubung undicht | Dichtung prüfen, handfest anziehen, Schlauch tauschen |
| Hinten oder am Abfluss, nur beim Abpumpen | Ablaufschlauch herausgerutscht, Siphon oder Rohr verstopft | Schlauch sichern, Abfluss reinigen |
| Unter der Maschine, Anschlüsse trocken | Schlauch, Pumpe oder Laugenbehälter im Gerät undicht | Kundendienst |
Wenn die Stelle nicht eindeutig ist: Wischen Sie alles trocken, legen Sie Küchenpapier oder Zeitungspapier unter und hinter die Maschine und lassen Sie ein kurzes Programm unter Aufsicht laufen. Auf dem Papier sehen Sie, wo der erste Tropfen fällt.
Vorn an der Tür: die Manschette
Die graue Gummimanschette dichtet die Trommelöffnung gegen das Bullauge ab. In ihrer Falte sammeln sich Haare, Flusen, Waschmittelreste und gelegentlich eine Haarklammer. Schon ein Faden, der über die Dichtlippe hängt, wirkt wie ein Docht und zieht Wasser nach außen. Wischen Sie die Falte rundum aus und fahren Sie mit dem Finger die Dichtlippe ab.
Sehen Sie sich die Manschette danach genau an. Kleine Risse und Löcher sitzen oft unten, wo Fremdkörper scheuern, und sind manchmal erst zu erkennen, wenn Sie das Gummi leicht auseinanderziehen. Eine gerissene Manschette lässt sich nicht dauerhaft kleben; sie wird über die Modellnummer als Ersatzteil bestellt und getauscht – bei den meisten Geräten Arbeit für den Kundendienst. Prüfen Sie auch das Bullauge selbst: Kalk- und Waschmittelkrusten auf dem Glas verhindern, dass die Lippe sauber anliegt. Ist die Manschette schmierig oder riecht sie, hilft der Beitrag Waschmaschine stinkt.
Oben an der Schublade: Waschmittelkammer und Schaum
Läuft beim Wassereinlauf Wasser aus der Waschmittelschublade über die Front, kann es in der Kammer nicht schnell genug ablaufen. Meist ist die Schublade mit Pulverresten und eingedicktem Weichspüler verklebt, oder die Düsen im Schacht darüber sind zugesetzt und spritzen in die falsche Richtung. Ziehen Sie die Schublade ganz heraus, weichen Sie sie in warmem Wasser ein und bürsten Sie auch den Schacht aus; die Schritte stehen unter Waschmaschine reinigen.
Quillt dagegen Schaum aus Schublade oder Tür, war es zu viel Waschmittel oder das falsche. Lassen Sie die Maschine spülen und richten Sie sich künftig nach Waschmittel richtig dosieren.
Vorn unten: das Flusensieb
Eine Pfütze direkt unter der Serviceklappe tritt typischerweise nach einer Reinigung auf. Das Sieb sitzt dann schief im Gewinde oder ist nicht bis zum Anschlag eingedreht, oder auf der Gummidichtung klebt eine Fluse. Auch der Stopfen des Notablaufschlauchs kann locker sein. Wasser ablassen, Sieb herausnehmen, Dichtung säubern, gerade ansetzen und fest eindrehen – die Einzelheiten zeigt Flusensieb reinigen.
Hinten: Zulaufschlauch und Verschraubungen
Der Zulauf steht unter Leitungsdruck. Eine Undichtigkeit dort tropft deshalb auch, wenn die Maschine aus ist, solange der Hahn offen steht. Ziehen Sie das Gerät vor und fahren Sie mit einem trockenen Tuch über beide Verschraubungen und den Schlauch.
- Verschraubung tropft. Hahn schließen, Verschraubung lösen und nachsehen, ob die Dichtung vorhanden, sauber und nicht verhärtet ist. Wieder handfest anziehen; mit der Zange überdrehte Kunststoffmuttern reißen.
- Schlauch ist porös, geknickt oder feucht. Tauschen Sie ihn gegen einen neuen, am besten einen Sicherheitsschlauch mit Wasserstopp.
- Der Hahn selbst tropft. Dann liegt es an der Armatur; in Mietwohnungen ist das Sache des Vermieters.
Wie Zulauf und Ablauf richtig sitzen, steht unter Waschmaschine anschließen.
Hinten beim Abpumpen: Ablaufschlauch und Abfluss
Kommt das Wasser nur in den Minuten, in denen die Maschine abpumpt, ist der Ablauf verdächtig. Der Schlauch kann aus dem Standrohr oder vom Waschbeckenrand gerutscht sein, die Schlauchschelle am Siphon sitzt locker, oder der Schlauch hat an einer Scheuerstelle ein Loch.
Sehr häufig ist auch der Abfluss selbst schuld: Ist das Rohr oder der Siphon teilweise verstopft, kann es die Menge nicht aufnehmen, die die Pumpe in kurzer Zeit fördert. Das Wasser drückt dann am Standrohr oder im Waschbecken hoch und läuft über – die Maschine ist in diesem Fall völlig in Ordnung. Abhilfe steht unter Abfluss verstopft.
Unter der Maschine: ab hier Kundendienst
Sind Tür, Schublade, Sieb und alle Anschlüsse trocken und das Wasser kommt trotzdem unter dem Gerät hervor, sitzt die Undichtigkeit innen: an einem der Schläuche zwischen Einspülkammer, Laugenbehälter und Pumpe, an der Pumpe selbst oder am Laugenbehälter. Rostbraune Tropfen an der Rückseite des Behälters deuten auf eine verschlissene Wellendichtung und beginnenden Lagerschaden hin.
Öffnen Sie das Gehäuse nicht selbst und kippen Sie die Maschine nicht am Netz. Geräte mit Wasserschutz sammeln ausgelaufenes Wasser in einer Bodenwanne; ein Schwimmer sperrt dann den Zulauf, und die Pumpe läuft oft ununterbrochen. Das ist kein zweiter Fehler, sondern die Folge des Lecks. Lassen Sie die Maschine aus, halten Sie den Hahn geschlossen und rufen Sie den Kundendienst.
Reparatur oder Neukauf?
Schläuche, Manschette und Pumpe lassen sich bei einem sonst intakten Gerät in aller Regel sinnvoll ersetzen. Anders sieht es aus, wenn der Laugenbehälter gerissen ist oder die Lager undicht sind: Bei vielen Maschinen ist der Behälter verschweißt und wird nur komplett getauscht. Lassen Sie sich dann vor der Entscheidung einen Kostenvoranschlag geben.
Häufige Fragen
Die Waschmaschine läuft unten aus – woran liegt das am häufigsten?
Vorn unten am Flusensieb, das schief oder locker sitzt, hinten an Zulauf oder Ablauf. Erst wenn diese Stellen trocken sind, kommt ein Leck im Gerät in Betracht.
Die Maschine verliert Wasser, obwohl sie gar nicht läuft – warum?
Dann ist der Zulauf undicht, denn nur er steht ständig unter Druck: Verschraubung, Dichtung, Schlauch oder der Hahn. Schließen Sie den Hahn; hört das Tropfen auf, haben Sie die Seite gefunden.
Darf ich die Waschmaschine weiter benutzen, wenn sie nur ein wenig tropft?
Besser nicht, bevor die Ursache klar ist. Aus wenigen Tropfen wird schnell mehr, und Feuchtigkeit unter der Maschine schadet Boden und Gerät. Unbeaufsichtigt sollte eine tropfende Maschine nie laufen.
Zahlt die Versicherung, wenn die Waschmaschine ausläuft?
Das hängt von Vertrag und Schaden ab. Grob gilt: Für den eigenen Hausrat kommt die Hausratversicherung in Frage, für das Gebäude die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers, für Schäden bei Nachbarn die private Haftpflicht. Melden Sie den Schaden unverzüglich und fotografieren Sie ihn vorher.
Sollte der Wasserhahn nach dem Waschen geschlossen werden?
Ja, das empfehlen die Hersteller in aller Regel. Ein geschlossener Hahn nimmt den Druck vom Zulaufschlauch, solange niemand hinsieht – besonders sinnvoll vor einem Urlaub.



