Flusensieb der Waschmaschine reinigen

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Das Flusensieb der Waschmaschine reinigen Sie in einer Viertelstunde: Klappe unten an der Front öffnen, Restwasser ablassen, Sieb herausdrehen, säubern und fest wieder eindrehen. Wichtig ist die Reihenfolge – wer das Sieb einfach aufschraubt, hat schnell einen Liter Lauge oder mehr auf dem Boden. Diese Anleitung zeigt die Handgriffe im Einzelnen und was Sie tun, wenn das Sieb klemmt oder danach tropft.
Was das Flusensieb macht – und wo es sitzt
Das Flusensieb heißt in vielen Anleitungen Fremdkörperfalle oder Laugenpumpenfilter. Der Name trifft es besser: Es fängt nicht in erster Linie Flusen, sondern alles ab, was der Laugenpumpe schaden könnte – Münzen, Haarklammern, Knöpfe, BH-Bügel, Kiesel aus Hosentaschen. Das Wasser läuft auf dem Weg nach draußen durch das Sieb und erst dann in die Pumpe.
Bei Frontladern sitzt es fast immer unten an der Vorderseite, rechts oder links, hinter einer kleinen Klappe oder einer Sockelblende. Die Klappe öffnen Sie je nach Modell mit dem Finger, mit einer Münze oder mit einem kleinen Hebel, der im Waschmittelfach steckt. Bei Topladern liegt der Zugang teils ebenfalls unten vorn, teils in der Trommel. Einzelne Geräte haben gar keine zugängliche Fremdkörperfalle; das steht dann in der Anleitung.
Nicht verwechseln: Das Flusensieb des Wäschetrockners sitzt in der Türöffnung und wird nach jedem Trockengang geleert. Dazu mehr unter Trockner reinigen.
Wann die Reinigung fällig ist
Feste Fristen nennen die Hersteller unterschiedlich. Als Faustregel genügt es, alle paar Monate nachzusehen. Öfter lohnt es sich, wenn Sie Tierdecken, Arbeitskleidung, neue Handtücher oder stark flusende Stoffe waschen. Sofort nachsehen sollten Sie bei diesen Anzeichen:
- Nach dem Programm steht Wasser in der Trommel, oder die Wäsche ist tropfnass.
- Die Maschine pumpt hörbar lange, brummt oder rattert beim Abpumpen.
- Ein Fehlercode oder ein Symbol für den Ablauf erscheint.
- Die Maschine riecht muffig, obwohl Türdichtung und Schublade sauber sind.
- Ein Kleinteil ist verschwunden, etwa eine einzelne Kindersocke oder ein Bügel aus dem BH.
Was Sie brauchen
- Eine flache Schale, die unter die Klappe passt – eine Auflaufform oder ein Backblech mit Rand.
- Zwei bis drei alte Handtücher oder einen Bodenwischlappen.
- Eine alte Zahnbürste, bei festsitzendem Sieb ein Tuch für besseren Griff.
- Eine Taschenlampe.
Flusensieb reinigen – Schritt für Schritt
- Maschine ausschalten und Stecker ziehen. Nach einem heißen Waschgang warten, bis das Wasser abgekühlt ist. Hinter dem Sieb kann sonst heiße Lauge stehen.
- Wasserhahn schließen. Das ist nicht zwingend, verhindert aber, dass bei einem Fehler Wasser nachläuft.
- Boden schützen und Klappe öffnen. Handtücher auslegen, Schale unterstellen. Bei manchen Maschinen lässt sich die Klappe ganz abnehmen; dann kommen Sie mit der Schale besser heran.
- Restwasser ablassen. Hat Ihre Maschine einen Notablaufschlauch – ein dünner Schlauch mit Stopfen neben dem Sieb –, ziehen Sie ihn heraus, halten das Ende in die Schale und nehmen den Stopfen ab. Die Schale wird mehrmals voll: Stopfen wieder aufsetzen, ausleeren, weitermachen. Ohne Schlauch drehen Sie das Sieb nur eine Viertelumdrehung auf, lassen das Wasser in die Schale rinnen und drehen wieder zu, sobald sie voll ist.
- Sieb herausdrehen. Wenn nichts mehr nachläuft, das Sieb gegen den Uhrzeigersinn ganz herausdrehen und nach vorn herausziehen. Ein Rest Wasser kommt dabei immer noch.
- Sieb säubern. Flusen, Haare und Fremdkörper abnehmen, das Sieb unter fließendem Wasser mit der Zahnbürste abbürsten. Auch das Gewinde und die Gummidichtung reinigen.
- In die Öffnung sehen. Mit der Taschenlampe ins Gehäuse leuchten und Reste herausholen. Dahinter sitzt das Flügelrad der Laugenpumpe. Es sollte sich mit dem Finger drehen lassen – ruckweise ist normal, ein fester Widerstand nicht.
- Sieb fest eindrehen. Gerade ansetzen und im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen. Viele Siebe haben eine Markierung oder rasten in einer bestimmten Stellung ein. Stopfen auf den Notablaufschlauch stecken und den Schlauch zurück in die Halterung klemmen.
- Dichtheit prüfen. Klappe noch offen lassen, Stecker einstecken, Hahn öffnen und ein kurzes Programm oder nur „Spülen“ starten. Bleibt am Sieb alles trocken, Klappe schließen.
Wenn sich das Sieb nicht drehen lässt
Ein Sieb, das jahrelang nicht bewegt wurde, sitzt durch Kalk und Waschmittelreste fest. Lassen Sie zuerst das Wasser über den Notablaufschlauch vollständig ab. Dann fassen Sie den Griff mit einem trockenen Tuch oder einem Gummihandschuh und drehen mit gleichmäßigem Druck.
Geht es nach einer Vierteldrehung nicht weiter, klemmt oft ein Fremdkörper im Sieb – ein Bügel oder eine Haarnadel, die sich quer gestellt hat. Drehen Sie dann leicht hin und her und ziehen Sie gleichzeitig. Setzen Sie keine Zange mit Gewalt an: Der Griff ist aus Kunststoff, und ein abgebrochenes Sieb macht aus einer Kleinigkeit eine Reparatur. Bewegt sich nichts, ist der Kundendienst die bessere Wahl.
Was Sie im Sieb finden – und was es bedeutet
Ein grauer, schmieriger Flusenfilz ist normal. Er entsteht aus Fasern, Haaren und Waschmittelresten. Fällt er sehr dick und schleimig aus, wird vermutlich oft kalt gewaschen und reichlich Flüssigwaschmittel oder Weichspüler verwendet. Dagegen hilft ab und zu eine 60-Grad-Wäsche mit Vollwaschmittel in Pulverform; mehr dazu unter Waschmaschine reinigen und, wenn es schon riecht, unter Waschmaschine stinkt.
Münzen, Schrauben und Klammern zeigen, dass die Taschen vor dem Waschen nicht geleert wurden. Kleine Socken und Bügel aus BHs rutschen dagegen zwischen Trommel und Türdichtung hindurch. Ein Wäschenetz für Kleinteile verhindert das; warum Socken überhaupt verschwinden, steht unter Socken waschen.
Nach dem Reinigen tropft es
Tropft es am Sieb, sitzt es fast immer schief oder nicht bis zum Anschlag. Stecker ziehen, Wasser erneut ablassen, Sieb herausnehmen und die Dichtung prüfen: Sie muss sauber, unbeschädigt und ohne Flusen in ihrer Nut liegen. Dann neu und gerade eindrehen. Tropft der Notablaufschlauch, sitzt der Stopfen nicht fest. Eine poröse oder gerissene Dichtung oder ein Sieb mit beschädigtem Gewinde bekommen Sie als Ersatzteil über die Modellnummer vom Typenschild.
Wann der Kundendienst kommen sollte
Das Sieb ist sauber, aber die Maschine pumpt weiter nicht ab? Dann prüfen Sie noch den Ablaufschlauch auf Knicke und den Anschluss am Siphon, der ebenfalls zusitzen kann; Hinweise dazu finden Sie unter Abfluss verstopft. Hilft auch das nicht, lässt sich das Flügelrad nicht drehen oder brummt die Pumpe nur, ist sie blockiert oder defekt. Arbeiten hinter der Pumpe und an der Elektrik gehören in die Hand des Kundendienstes.
Häufige Fragen
Wie oft muss man das Flusensieb der Waschmaschine reinigen?
Alle paar Monate nachzusehen genügt in den meisten Haushalten. Wer Haustiere hat oder viel flusende Wäsche wäscht, sieht häufiger nach. Bei Abpumpproblemen sofort.
Wie viel Wasser kommt beim Öffnen heraus?
Nach einem normal beendeten Programm ist es nur der Rest aus Pumpe und Schläuchen – je nach Gerät grob ein Liter, manchmal mehr. Hat die Maschine nicht abgepumpt, steht das Wasser bis in die Trommel – dann sind es viele Liter, und Sie brauchen Geduld, einen Eimer und den Notablaufschlauch.
Meine Waschmaschine hat keinen Notablaufschlauch – was nun?
Dann lassen Sie das Wasser über das Sieb selbst ab: nur ein kleines Stück aufdrehen, in die flache Schale laufen lassen, wieder zudrehen, ausleeren. Das dauert länger, funktioniert aber genauso.
Kann ich das Flusensieb in der Spülmaschine reinigen?
Nötig ist es nicht. Abbürsten unter warmem Wasser reicht. Kalkränder lösen sich, wenn das Sieb eine Weile in verdünntem Essigwasser liegt; danach gut abspülen.
Darf die Waschmaschine ohne Flusensieb laufen?
Nein. Das Sieb verschließt zugleich die Öffnung im Gehäuse. Ohne es läuft das Wasser vorn aus der Maschine.



