Waschmaschine anschließen: Zulauf, Ablauf und Probelauf

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Eine Waschmaschine anschließen können Sie in den meisten Wohnungen selbst: Zulaufschlauch an den Gerätehahn, Ablaufschlauch an den Siphon oder ins Standrohr, Stecker in eine eigene Steckdose. Voraussetzung ist, dass die Anschlüsse vorhanden sind – wer erst einen Wasserhahn, einen Abfluss oder eine Steckdose braucht, holt dafür einen Fachbetrieb. Maßgeblich ist immer die Aufstellanleitung Ihres Geräts; sie nennt die zulässigen Höhen und Längen.
Was Sie brauchen
- die Aufstellanleitung der Maschine
- den mitgelieferten Zulaufschlauch mit Dichtungen und den Ablaufschlauch mit Schlauchbogen
- einen Maulschlüssel für Transportsicherungen und Füße; oft liegt ein passender Schlüssel bei
- eine Wasserwaage
- eine Schlauchschelle und einen Schraubendreher für den Anschluss am Siphon
- Eimer und Lappen
Reicht der Zulaufschlauch nicht bis zum Hahn, verwenden Sie einen längeren Schlauch aus einem Stück oder die vom Hersteller vorgesehene Verlängerung, etwa einen Zulaufschlauch mit Aquastop in passender Länge. Schläuche zusammenzustückeln oder zu kürzen ist keine gute Idee.
Vor dem Anschließen: Standort und Anschlüsse prüfen
Die Maschine braucht einen ebenen, tragfähigen Boden und drei Dinge in Reichweite der Schläuche und des Kabels:
- Kaltwasserhahn mit 3/4-Zoll-Außengewinde, das sogenannte Geräteanschlussventil. Es sitzt meist an der Wand oder als zusätzlicher Abgang am Eckventil unter dem Waschbecken.
- Abfluss: ein Siphon mit Geräteanschlussstutzen oder ein fest installiertes Standrohr mit eigenem Geruchsverschluss.
- Schutzkontaktsteckdose, die nach dem Aufstellen noch erreichbar ist, damit Sie den Stecker jederzeit ziehen können.
Normale Waschmaschinen werden an Kaltwasser angeschlossen. Ein Warmwasseranschluss ist nur bei Geräten möglich, die ausdrücklich dafür gebaut sind.
Drehen Sie einen lange unbenutzten Hahn vor dem Anschließen kurz in einen Eimer auf. So spülen Sie Rost und Ablagerungen heraus, die sonst im Sieb des Zulaufschlauchs landen.
Schritt 1: Transportsicherung entfernen
Auf der Rückseite sitzen mehrere Schrauben oder Stangen, die die Trommel für den Transport festhalten. Sie müssen vor dem ersten Lauf vollständig heraus, die Löcher werden mit den beiliegenden Kappen verschlossen. Eine Maschine mit Transportsicherung schlägt beim Schleudern heftig und kann schweren Schaden nehmen. Wie Sie die Sicherungen finden, lösen und für den nächsten Umzug aufbewahren, steht unter Transportsicherung der Waschmaschine.
Schritt 2: Zulauf anschließen
- Wasserhahn zudrehen. Sitzt noch ein alter Schlauch daran, Eimer darunterhalten und abschrauben.
- Dichtung prüfen. In jeder Überwurfmutter des Schlauchs muss eine Gummidichtung liegen. Auf der Hahnseite ist es meist eine Dichtung mit kleinem Sieb, das Schmutz zurückhält.
- An der Maschine anschrauben. Das gewinkelte Ende gehört an den Gewindestutzen auf der Geräterückseite – falls es nicht schon ab Werk montiert ist.
- Am Hahn anschrauben. Das gerade Ende oder der Kasten des Aquastops kommt an den Hahn. Die Mutter gerade ansetzen und von Hand festziehen. Kunststoffmuttern nicht mit der Zange anknallen, sie reißen. Hanf oder Dichtband gehören nicht auf dieses Gewinde; es dichtet allein die Flachdichtung.
- Schlauch ohne Knick verlegen. Er darf nicht gequetscht oder unter Zug sein, wenn die Maschine an ihren Platz geschoben wird – sonst bekommt sie später kein Wasser. Was in diesem Fall noch dahinterstecken kann, steht unter Waschmaschine zieht kein Wasser.
Aquastop: Viele Maschinen haben am Hahn-Ende des Zulaufschlauchs einen Kasten mit einem Sicherheitsventil. Es sperrt den Zulauf, wenn der Schlauch leckt, und begrenzt so den Wasserschaden. Dieser Kasten gehört direkt an den Hahn, darf nicht untergetaucht werden, und der Schlauch darf nicht gekürzt oder aufgeschnitten werden – bei vielen Systemen verläuft darin eine elektrische Leitung. Bei Geräten ohne solchen Schutz ist es eine gute Gewohnheit, den Hahn nach dem Waschen zuzudrehen.
Schritt 3: Ablauf anschließen
Für den Ablaufschlauch gibt es drei übliche Wege.
Am Siphon von Waschbecken oder Spüle. Der Siphon braucht einen seitlichen Stutzen für Geräte. Schieben Sie den Schlauch ganz auf den Stutzen und sichern Sie ihn mit einer Schlauchschelle, sonst drückt ihn die Pumpe irgendwann herunter. Bei einem neuen Siphon ist der Stutzen ab Werk verschlossen: Der Blindstopfen oder die Verschlusskappe muss vorher heraus. Wird das vergessen, pumpt die Maschine nicht ab und bleibt mit einer Fehlermeldung stehen.
Im Standrohr. In Waschküchen und Bädern gibt es oft ein eigenes Rohr an der Wand. Der Schlauch wird mit dem Schlauchbogen eingehängt und nicht luftdicht eingesteckt; zwischen Schlauch und Rohr muss Luft bleiben. Das Schlauchende darf nur wenige Zentimeter ins Rohr ragen und nicht ins stehende Wasser des Geruchsverschlusses tauchen.
Über Waschbecken oder Wanne. Als Notlösung lässt sich der Schlauch mit dem Schlauchbogen über den Beckenrand hängen. Er muss gegen Abrutschen gesichert sein, und der Abfluss muss frei sein – ein Stöpsel im Becken setzt sonst das Bad unter Wasser.
Für alle drei gilt: Der Schlauch wird hinter der Maschine in einem Bogen nach oben geführt und am höchsten Punkt befestigt. So läuft kein Schmutzwasser aus dem Abfluss in die Maschine zurück, und die Maschine läuft nicht von selbst leer. Wie hoch dieser Punkt mindestens und höchstens liegen darf, steht in der Anleitung; häufig genannt werden Werte zwischen etwa 40 cm und 1 m über dem Boden. Liegt der Ablauf höher, schafft die Pumpe es nicht. Auch die Schlauchlänge ist begrenzt.
Ein falsch geführter Ablaufschlauch ist übrigens eine häufige Ursache für Kanalgeruch in der Trommel. Mehr dazu unter Waschmaschine stinkt.
Schritt 4: Strom – eine eigene Steckdose
Keine Mehrfachsteckdose, kein Verlängerungskabel. Eine Waschmaschine zieht beim Aufheizen über längere Zeit viel Strom. Steckdosenleisten und Kabeltrommeln können dabei überhitzen; die Gerätehersteller schließen diesen Betrieb in ihren Anleitungen in der Regel aus. Die Maschine gehört direkt in eine fest installierte Schutzkontaktsteckdose, und an derselben Steckdose hängt kein zweites Großgerät.
Stecken Sie den Stecker erst ein, wenn Zulauf und Ablauf fertig sind, und nur mit trockenen Händen. Das Kabel darf nicht unter der Maschine eingeklemmt sein. Fehlt eine Steckdose in Reichweite, ist das ein Auftrag für eine Elektrofachkraft und kein Fall für eine Verlängerung.
Aufstellung im Bad: Rund um Badewanne und Dusche gelten nach den Installationsnormen Schutzbereiche, in denen Steckdosen nicht zulässig sind und nur dafür geeignete Geräte stehen dürfen. Steckdosen im Bad müssen zudem über einen Fehlerstromschutzschalter abgesichert sein. Als grobe Orientierung gilt: Die Maschine und ihre Steckdose gehören nicht in den Spritzbereich unmittelbar neben Wanne oder Dusche. Ob Ihre Installation passt – gerade im Altbau –, kann nur ein Elektriker vor Ort beurteilen.
Schritt 5: Ausrichten
Die Maschine muss auf allen vier Füßen fest und waagerecht stehen. Legen Sie die Wasserwaage quer und längs auf den Deckel, drehen Sie die Füße heraus oder hinein, bis die Blase mittig steht, und ziehen Sie dann die Kontermuttern gegen das Gehäuse fest. Kippeln Sie zur Kontrolle diagonal an den Ecken: Die Maschine darf sich nicht bewegen.
Schlecht ausgerichtete Maschinen wandern und dröhnen beim Schleudern. Erst wenn die Füße stimmen, lohnt sich der Gedanke an eine Unterlage; was sie leisten kann und was nicht, steht unter Antivibrationsmatte.
Schritt 6: Probelauf
- Hahn langsam aufdrehen und beide Verschraubungen des Zulaufs mit einem trockenen Tuch oder Finger prüfen. Tropft es, Hahn zu, Mutter lösen, Dichtung richten, neu ansetzen.
- Leergang starten. Ein kurzes Programm ohne Wäsche mit wenig Waschmittel spült Rückstände aus der Fertigung aus; viele Hersteller schreiben den ersten Lauf ohnehin leer vor.
- Beim Abpumpen zusehen. Sitzt der Ablaufschlauch fest? Läuft am Siphon oder Standrohr etwas über? Bleibt das Waschbecken frei, oder drückt Wasser nach oben?
- Beim Schleudern beobachten. Die Maschine darf vibrieren, aber nicht springen oder wandern.
- Nachkontrolle. Nach dem Lauf und noch einmal nach den ersten Wäschen hinter und unter das Gerät sehen.
Wann der Fachbetrieb ran muss
Einen Installateur brauchen Sie, wenn kein Gerätehahn oder kein geeigneter Abfluss vorhanden ist, wenn der Hahn selbst tropft oder sich nicht mehr schließen lässt, oder wenn Leitungen neu verlegt werden müssen. Für eine neue Steckdose oder Fragen zur Absicherung ist der Elektriker zuständig. In einer Mietwohnung sprechen Sie Eingriffe in die Installation vorher mit dem Vermieter ab.
Häufige Fragen
Kann ich eine Waschmaschine selbst anschließen?
Ja, wenn Gerätehahn, Abfluss und Steckdose vorhanden sind. Dann werden nur Schläuche angeschraubt und der Stecker eingesteckt. Arbeiten an der festen Wasser- oder Elektroinstallation gehören dagegen in Fachhand.
Welches Gewinde hat der Anschluss der Waschmaschine?
Der Zulaufschlauch hat Überwurfmuttern für ein 3/4-Zoll-Gewinde. Gedichtet wird mit der eingelegten Flachdichtung, nicht mit Hanf oder Dichtband.
Wie hoch muss der Ablaufschlauch hängen?
Das gibt die Aufstellanleitung vor. Der Schlauch muss in einem Bogen nach oben geführt sein und darf eine bestimmte Höhe nicht über- und nicht unterschreiten; häufig liegt der Bereich zwischen etwa 40 cm und 1 m.
Darf die Waschmaschine an eine Mehrfachsteckdose?
Nein. Hersteller untersagen das in aller Regel, weil Steckdosenleisten und Verlängerungen unter der langen, hohen Last überhitzen können. Die Maschine gehört an eine eigene Wandsteckdose.
Warum pumpt die neu angeschlossene Waschmaschine nicht ab?
Am häufigsten sitzt noch der Blindstopfen im Stutzen des Siphons. Weitere Ursachen sind ein geknickter Ablaufschlauch oder ein Ablauf, der höher liegt, als die Pumpe fördern kann.



