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Teichfolie entsorgen: PVC, EPDM und Folienreste

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Gartenteich mit sichtbarer Folie und Steinrand
Alte Teichfolie vor dem Entsorgen säubern und klein falten – meist nimmt sie der Wertstoffhof als Sperrmüll an
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wohin gehören Teichfolie und Zubehör?
  2. PVC, PE oder EPDM: welche Folie haben Sie?
  3. Den Teich leerräumen
  4. Teichfolie herausnehmen und vorbereiten
  5. Pumpe, Filter und UV-Klärer
  6. Fertigteiche und Teichschalen
  7. Kosten
  8. Weitergeben statt wegwerfen
  9. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen
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Teichfolie bringen Sie gereinigt, getrocknet und gefaltet zum Wertstoffhof; manche Kommunen nehmen sie auch mit dem Sperrmüll mit, kleine Reste dürfen in den Restmüll. In den Gelben Sack gehört sie nicht, weil sie keine Verpackung ist. Vor der Folie räumen Sie den Teich leer: Wasser, Pflanzen, Schlamm, Steine und die Technik haben jeweils eigene Wege.

Wohin gehören Teichfolie und Zubehör?

WasRichtiger Weg
Teichfolie aus PVC, PE oder EPDM, große BahnenWertstoffhof oder Sperrmüll, je nach Kommune, oft gegen Gebühr
Kleine Folienreste und VerschnittRestmüll
Schutzvlies unter der FolieRestmüll, große Mengen Wertstoffhof oder Sperrmüll
Fertigteich aus Kunststoff (Teichschale)Wertstoffhof oder Sperrmüll; gut erhalten verkaufen
Pumpe, Filter mit Elektrik, UV-Klärer, BeleuchtungElektroschrott, Leuchtmittel des UV-Klärers getrennt
Wasserpflanzen und TeichschlammKompost oder Biotonne, große Mengen Grüngut
Kies, Steine, UfersubstratBauschutt oder Bodenaushub am Wertstoffhof

Wie Ihr Wertstoffhof Teichfolie einordnet, ob als Sperrmüll, Restmüll oder Kunststoff, und was das kostet, steht in der Abfallsatzung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises; die Abfallberatung oder die Abfall-App gibt Auskunft. Hier steht der Regelfall in Deutschland.

PVC, PE oder EPDM: welche Folie haben Sie?

Die meisten Gartenteiche sind mit einer von drei Folienarten ausgelegt. PVC-Folie ist weich und geschmeidig, oft schwarz, manchmal auf einer Seite grün oder braun, und riecht neu leicht nach Kunststoff. Sie enthält Weichmacher; ältere Folien können außerdem Stabilisatoren enthalten, die heute nicht mehr verwendet werden. PE-Folie ist steifer, glatter und meist günstiger. EPDM ist ein synthetischer Kautschuk, fühlt sich gummiartig an, ist sehr dehnbar und hält lange.

Für den Wertstoffhof spielt die Art meist keine große Rolle, weil Teichfolie selten sortenrein recycelt wird; sie landet in der Regel in der Verbrennung mit Energiegewinnung. Fragen Sie trotzdem nach: Manche Höfe trennen PVC von anderen Kunststoffen, und für eine gut erhaltene EPDM-Folie gibt es oft Abnehmer, die einen kleineren Teich bauen wollen. Die Art finden Sie, falls vorhanden, auf der Rechnung oder dem Aufdruck am Folienrand.

Den Teich leerräumen

  1. Tiere umsetzen. Fische, Frösche und Molche brauchen einen neuen Platz, bevor Sie das Wasser ablassen. Fische und Wasserpflanzen niemals in Bäche, Seen oder Tümpel setzen: Fremde Arten können dort heimische verdrängen. Fragen Sie im Zoofachhandel, in Teichvereinen oder bei Nachbarn mit Teich nach.
  2. Wasser abpumpen. Teichwasser ohne Chemie-Zusätze eignet sich zum Gießen von Beeten und Rasen. Verteilen Sie es auf eine größere Fläche, statt alles auf eine Stelle zu pumpen, und leiten Sie es nicht aufs Nachbargrundstück.
  3. Pflanzen und Schlamm entnehmen. Wasserpflanzen kommen auf den Kompost oder in die Biotonne. Teichschlamm in kleinen Mengen kann auf dem Kompost landen oder dünn unter Beeten verteilt werden; größere Mengen nimmt der Wertstoffhof mit dem Grüngut oder als Erdaushub, je nach Kommune.
  4. Steine und Kies ausräumen. Sauberer Kies und Steine lassen sich wiederverwenden. Sonst gehören sie zum Wertstoffhof, mehr dazu unter Kies entsorgen.
  5. Technik abbauen. Pumpe, Filter, Beleuchtung und UV-Klärer vom Strom trennen und abbauen.

Teichfolie herausnehmen und vorbereiten

  1. Folie lösen. Randsteine, Ufermatten und Erde vom Folienrand entfernen und die Folie vorsichtig aus der Grube ziehen. Bei großen Teichen helfen zwei Personen und ein scharfes Teppichmesser, um die Folie in handliche Stücke zu schneiden.
  2. Gründlich abspülen. Schlamm, Erde und Algen mit dem Gartenschlauch abspritzen. Verdreckte Folie ist schwerer, und viele Wertstoffhöfe nehmen stark verschmutzte Folie nicht oder nur als teureren Mischabfall.
  3. Trocknen lassen. Auf dem Rasen oder über einem Zaun abtrocknen lassen, sonst steht Wasser in den Falten.
  4. Falten oder rollen. Eng zusammenlegen und mit Schnur oder Klebeband sichern. So passt die Folie ins Auto oder in den Sperrmüll-Stapel.
  5. Vlies getrennt. Das Schutzvlies unter der Folie ist kein Teil der Folie. Gut erhalten lässt es sich wiederverwenden, sonst gehört es in den Restmüll oder zum Sperrmüll.

Pumpe, Filter und UV-Klärer

Teichpumpen, Filter mit Elektrik, Beleuchtung und Springbrunnen sind Elektrogeräte. Sie gehören kostenlos zum Wertstoffhof oder in die Rückgabe im Handel, nie in den Restmüll. Ausführlich steht das unter Elektroschrott entsorgen.

Im UV-Klärer sitzt eine UV-C-Lampe. Das ist in der Regel eine Niederdruck-Quecksilberdampflampe, ähnlich einer Leuchtstoffröhre; einige neuere Geräte arbeiten mit UV-LEDs, die mit dem Gerät zum Elektroschrott gehen. Eine Röhre nehmen Sie heraus, wenn das ohne Werkzeug geht, und geben Sie sie getrennt bei der Sammelstelle für Leuchtstofflampen am Wertstoffhof ab. Zerbricht sie, lüften Sie gut und kehren Sie die Bruchstücke nicht mit dem Staubsauger auf.

Fertigteiche und Teichschalen

Ein Fertigteich aus Kunststoff ist schwer zu zerkleinern, und manche Schalen sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Gut erhalten verkaufen oder verschenken Sie ihn am besten über Kleinanzeigen, das ist oft einfacher als jede Entsorgung. Sonst nimmt ihn der Wertstoffhof an oder die Sperrmüllabfuhr, wenn er die zulässige Größe nicht überschreitet; fragen Sie bei Teichschalen aus glasfaserverstärktem Kunststoff vorher nach, da nicht jede Annahmestelle sie nimmt.

Kosten

Teichfolie gilt bei den meisten Wertstoffhöfen nicht als kostenloser Wertstoff, sondern als Rest- oder Sperrmüll. Viele berechnen deshalb eine Gebühr nach Gewicht, Volumen oder Kofferraumladung, andere nehmen haushaltsübliche Mengen im Rahmen des Sperrmülls mit. Die Unterschiede zwischen Kommunen sind groß; ein Anruf beim Wertstoffhof erspart Überraschungen. Elektrogeräte geben Sie dagegen immer kostenlos ab.

Weitergeben statt wegwerfen

Eine intakte EPDM-Folie oder eine gut erhaltene Teichschale finden über Kleinanzeigen oft einen Abnehmer. Auch kleinere Stücke einer heilen Folie werden gesucht, etwa für Hochbeete, Miniteiche in Zinkwannen oder als Wurzelsperre. Kleine Löcher lassen sich bei vielen Folien flicken. Brüchige, stark verhärtete PVC-Folie geben Sie dagegen nicht weiter.

Typische Fehler

  • Teichfolie in den Gelben Sack. Sie ist keine Verpackung.
  • Folie verbrennen. Beim Verbrennen von PVC entstehen giftige Gase, das Verbrennen von Abfällen im Garten ist verboten.
  • Fische aussetzen, statt sie abzugeben.
  • Verschlammte Folie abliefern. Sie ist schwer, und mancher Wertstoffhof lehnt sie ab.
  • UV-Lampe mit der Pumpe in den Elektroschrott werfen, statt sie getrennt abzugeben.

Häufige Fragen

Wie entsorge ich alte Teichfolie?

Abspülen, trocknen, eng falten und zum Wertstoffhof bringen oder, wo die Kommune es erlaubt, mit dem Sperrmüll abholen lassen. Kleine Reste kommen in den Restmüll. Rechnen Sie bei großen Folien mit einer Gebühr.

Darf Teichfolie in den Restmüll?

Kleine Reste und Verschnitt ja. Eine ganze Teichfolie passt meist nicht in die Tonne und gehört zum Wertstoffhof oder Sperrmüll.

Ist PVC-Teichfolie Sondermüll?

In der Regel nicht. Sie wird wie anderer Kunststoffabfall angenommen. Wichtig ist, dass sie nicht verbrannt wird. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bei der Abfallberatung nach.

Was mache ich mit dem Teichwasser?

Teichwasser ohne Zusätze können Sie zum Gießen verwenden und im eigenen Garten verteilen. Wurden Chemikalien gegen Algen eingesetzt, fragen Sie bei der Kommune nach, wohin das Wasser darf.

Wohin mit Teichschlamm?

In kleinen Mengen auf den Kompost oder dünn unter Sträucher und Beete. Größere Mengen nimmt der Wertstoffhof als Grüngut oder Bodenaushub an, je nach Kommune. Ist viel Erde dabei, hilft Erde entsorgen weiter.

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