Zum Inhalt springen
haushalt&wohnen

Picknick: Ideen, Ausstattung und was sich gut transportieren lässt

Christoph · 7 Min. Lesezeit

Picknickkorb mit Decke, Thermoskanne und Gebäck auf einer Wiese
Für ein Picknick eignet sich, was ohne Kühlung gut durchhält
Inhalt7 Abschnitte
  1. Was sich gut transportieren lässt
  2. Ideen für jede Runde
  3. Die Kühlkette: was kalt bleiben muss
  4. Ausstattungsliste zum Abhaken
  5. Wespen: abdecken statt wedeln
  6. Müll wieder mitnehmen
  7. Häufige Fragen
Anzeige

Gute Picknick-Ideen haben drei Dinge gemeinsam: Die Speisen schmecken kalt, lassen sich ohne Tisch essen und überstehen eine Stunde im Rucksack oder Fahrradkorb. Belegte Brote, Wraps, Quiche, Gemüsesticks mit Dip, Frikadellen und festes Obst erfüllen das. Alles, was schnell verdirbt, braucht eine Kühltasche – und was sich nicht kühlen lässt, bleibt an heißen Tagen besser zu Hause.

Was sich gut transportieren lässt

Entscheidend ist weniger das Rezept als die Bauart: Was trocken, fest und mundgerecht ist, kommt heil an. Saucen, Dressings und Belag mit viel Flüssigkeit reisen getrennt und kommen erst vor Ort dazu.

Gut geeignetNur mit KühlungBesser zu Hause lassen
Brot, Brötchen, Brezeln, FladenbrotAufschnitt, Frischkäse, Joghurt, QuarkdipsSpeisen mit rohem Ei wie selbst gemachte Mayonnaise oder Tiramisu
Hartkäse am Stück, DauerwurstFrikadellen, Hähnchenschenkel, Schnitzel – durchgegart und kaltrohes Hackfleisch, Mett, roher Fisch
Rohkost: Möhren, Gurke, Paprika, Kohlrabi, RadieschenKartoffel- und Nudelsalat, Salate mit Fisch oder EiSahnetorte, Cremeschnitten, Eis
Quiche, herzhafte Muffins, Blätterteigschneckenhart gekochte EierBlattsalat, der schon angemacht ist
Äpfel, Trauben, Melone am Stück, Beeren in der DoseButter, WeichkäseSchokolade und Glasuren an heißen Tagen
Rührkuchen, Blechkuchen ohne Creme, Kekse, Nüssegeschnittenes Obst, Obstsalatalles, was nur warm schmeckt

Ideen für jede Runde

Herzhaft aus der Hand: Belegte Brote halten länger frisch, wenn zwischen Brot und feuchtem Belag eine Schicht Butter, Frischkäse oder ein Salatblatt liegt. Tomaten- und Gurkenscheiben packen Sie in eine eigene Dose und legen sie erst beim Essen auf. Wraps werden fest gerollt, einmal schräg halbiert und in Papier eingeschlagen; so fallen sie nicht auseinander. Quiche, Gemüsekuchen, Blätterteigschnecken und herzhafte Muffins lassen sich am Vortag backen und in Stücken mitnehmen.

Salate im Glas: Schichten Sie den Salat in ein Schraubglas – das Dressing zuunterst, darüber feste Zutaten wie Kichererbsen, Mais, Gurke oder Nudeln, obenauf die empfindlichen Blätter. Vor dem Essen wird das Glas einmal umgedreht und geschüttelt. Salate auf Basis von Bulgur, Couscous, Linsen oder Nudeln mit Essig-Öl-Dressing sind robuster als solche mit Mayonnaise oder Joghurt.

Zum Dippen: Gemüsesticks, Grissini, Brotwürfel und Cracker mit Hummus, Kräuterquark oder Guacamole. Hummus hält auch ohne Kühlung eine Weile durch, Quark und Joghurt gehören in die Kühltasche. Avocado bleibt mit einem Spritzer Zitronensaft länger grün.

Für Kinder: Kleine Portionen in einer Dose mit Fächern – Käsewürfel, Trauben, Möhren, Mini-Brötchen, ein paar Kekse. Was Kinder allein essen können, sorgt für Ruhe auf der Decke. Für kleine Kinder werden Trauben und Cocktailtomaten längs geviertelt, weil sie sich an ganzen Früchten verschlucken können.

Süßes: Rührkuchen, Bananenbrot, Muffins, Kekse und Obst am Stück. Wassermelone schneiden Sie zu Hause in Spalten oder nehmen sie ganz mit und schneiden vor Ort. Hart gekochte Eier passen fast immer; wie sie gelingen, steht unter Eier kochen. Kochen Sie sie am selben Tag und lassen Sie sie bis zum Essen in der Schale.

Getränke: Rechnen Sie an warmen Tagen großzügig mit Wasser. Leitungswasser mit Minze, Zitrone oder Gurkenscheiben, kalter Tee und Schorle sind beliebter als süße Limonade – und locken weniger Wespen an. Heiße Getränke bleiben in der Isolierkanne warm, kalte ebenso lange kalt.

Die Kühlkette: was kalt bleiben muss

Keime vermehren sich in der Wärme besonders schnell. Behörden und Verbraucherberatungen raten deshalb, leicht verderbliche Lebensmittel im Sommer durchgehend zu kühlen und nicht länger in der Wärme stehen zu lassen. Fleisch, Wurst, Fisch, Milchprodukte, Eierspeisen und geschnittenes Obst bleiben bis zum Essen in der Kühltasche und wandern danach gleich wieder hinein.

  1. Vorkühlen. Speisen und Getränke kommen kalt aus dem Kühlschrank in die Tasche. Eine Kühltasche erzeugt keine Kälte, sie hält sie nur.
  2. Akkus durchfrieren. Kühlakkus liegen mindestens über Nacht im Gefrierfach. Eine eingefrorene Wasserflasche kühlt ebenfalls und ist später ein kaltes Getränk; füllen Sie sie vor dem Einfrieren nicht ganz voll.
  3. Richtig schichten. Akkus nach oben und an die Seiten, das Empfindlichste in die Mitte, Getränke in eine zweite Tasche. Dann wird die Tasche mit dem Essen seltener geöffnet.
  4. In den Schatten stellen. Die Tasche gehört unter den Baum oder unter die Bank, nicht in die Sonne und nicht in den Kofferraum des geparkten Autos.
  5. Nur herausnehmen, was gegessen wird. Der Rest bleibt geschlossen in der Kühlung.

Fleisch und Geflügel müssen durchgegart sein, wenn sie kalt mitgenommen werden. Was längere Zeit ungekühlt in der Wärme stand, nehmen Sie nicht als Rest wieder mit nach Hause, sondern werfen es weg – nachträgliches Kühlen macht es nicht wieder sicher. Besonders vorsichtig sollten Sie sein, wenn kleine Kinder, Schwangere, ältere oder kranke Menschen mitessen.

Für längere Ausflüge mit dem Auto kann eine elektrische Kühltasche sinnvoll sein, die unterwegs am Bordnetz weiterkühlt; größere Mengen fasst eine elektrische Kühlbox. Für das Picknick im Park reicht eine gute passive Kühltasche mit zwei bis drei Akkus.

Ausstattungsliste zum Abhaken

Sitzen und Decken

  • Picknickdecke mit wasserdichter Unterseite oder Decke plus Plane
  • Kissen oder Sitzunterlage, bei Bedarf Klappstuhl für alle, die schlecht am Boden sitzen
  • Sonnenschutz: Hut, Sonnencreme, bei freier Wiese ein Sonnenschirm oder Strandmuschel

Essen und Trinken

  • Kühltasche mit durchgefrorenen Akkus
  • dicht schließende Dosen und Schraubgläser
  • Teller, Becher und Besteck – wiederverwendbar statt Einweg
  • scharfes Messer mit Klingenschutz und kleines Schneidebrett
  • Flaschenöffner, Korkenzieher
  • Salz, Pfeffer, Dressing im kleinen Glas
  • Wasser, auch zum Händewaschen
  • Stoffservietten oder Küchenrolle, Geschirrtuch

Sauberkeit und Kleinkram

  • Müllbeutel, am besten zwei zum Trennen
  • feuchte Tücher oder Waschlappen in einer Dose
  • leere Dose für Reste und schmutziges Besteck
  • Pflaster, Insektenschutz, Zeckenkarte
  • Ball, Kartenspiel, Buch

Transportiert wird Schweres unten und aufrecht: Gläser und Flaschen stehen, Dosen liegen flach darüber, Kuchen und Obst kommen obenauf. Ein Korb sieht hübsch aus, ein Rucksack trägt sich auf längeren Wegen bequemer.

Wespen: abdecken statt wedeln

Wespen kommen ab dem Hochsommer zuverlässig zu Süßem, Fleisch und Wurst. Ganz verhindern lässt sich das nicht, eindämmen schon:

  • Speisen in Dosen mit Deckel lassen und nur portionsweise öffnen.
  • Getränke verschließen; aus Dosen und dunklen Flaschen nicht direkt trinken, sondern aus einem Becher mit Deckel oder mit Strohhalm. Vor allem Kinder vor jedem Schluck ins Glas sehen lassen.
  • Ruhig bleiben, nicht schlagen und nicht anpusten – hektische Bewegungen machen die Tiere eher angriffslustig.
  • Kindern nach dem Essen Mund und Hände abwischen.
  • Den Platz nicht direkt neben Mülleimern, Fallobst oder blühendem Klee wählen.

Warum Wespen im Spätsommer so aufdringlich werden und was am eigenen Haus hilft, erklärt der Beitrag Wespen am Haus. Ist es doch passiert, finden Sie erste Maßnahmen unter Wespenstich behandeln; bei Stichen im Mund oder Rachen und bei Anzeichen einer allergischen Reaktion rufen Sie sofort den Notruf 112.

Müll wieder mitnehmen

Öffentliche Mülleimer in Parks sind an schönen Tagen schnell voll, und was daneben liegt, verteilen Krähen und Wind. Packen Sie deshalb alles wieder ein, was Sie mitgebracht haben – auch Obstschalen, Kerne und Kronkorken. Wer von vornherein Dosen, Stoffservietten und richtiges Geschirr nimmt, hat am Ende kaum Abfall. Die leere Restedose nimmt schmutziges Besteck auf, der Beutel den Rest.

Grillen und offenes Feuer sind in vielen Parks und in Wäldern nur an ausgewiesenen Stellen oder gar nicht erlaubt; die Regeln legt die Gemeinde fest. Bei Trockenheit gilt oft ein völliges Verbot. Für ein Picknick brauchen Sie kein Feuer – das ist einer seiner Vorzüge.

Häufige Fragen

Was nimmt man zu einem Picknick mit?

Brot oder Brötchen, etwas Herzhaftes wie Quiche, Frikadellen oder Käse, Rohkost mit Dip, Obst, einen trockenen Kuchen und reichlich Wasser. Dazu Decke, Kühltasche, Messer, Brett, Becher und einen Müllbeutel.

Welches Essen eignet sich für ein Picknick ohne Kühlung?

Brot, Hartkäse am Stück, Dauerwurst, ungeschnittenes Gemüse und Obst, Nüsse, Cracker, Rührkuchen und Kekse. Salate mit Hülsenfrüchten oder Getreide und Essig-Öl-Dressing halten ebenfalls einige Zeit, solange sie im Schatten stehen.

Wie lange dürfen Speisen beim Picknick draußen stehen?

So kurz wie möglich. Eine feste Stundenzahl hängt von Temperatur und Lebensmittel ab; als Regel gilt, Empfindliches erst zum Essen aus der Kühltasche zu nehmen und danach sofort zurückzulegen. Was lange in der Wärme stand, wird nicht mehr gegessen.

Wie viel Essen brauche ich pro Person?

Als grobe Planung reichen pro Person zwei bis drei herzhafte Teile, eine Handvoll Rohkost, ein Stück Obst und ein Stück Kuchen. Bringen mehrere Leute etwas mit, sprechen Sie vorher ab, wer was übernimmt – sonst gibt es fünf Nudelsalate und kein Brot.

Was tun, wenn es keine Kühltasche gibt?

Wählen Sie Speisen, die keine Kühlung brauchen, und wickeln Sie eine eingefrorene Wasserflasche zusammen mit den Dosen in ein dickes Handtuch. Das überbrückt kurze Wege; für Fleisch, Fisch und Milchprodukte an heißen Tagen ist es kein Ersatz.

Anzeige
Anzeige