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Elektrische Kühlbox

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Elektrische Kühlbox für unterwegs
Elektrische Kühlbox für unterwegs
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die drei Kühltechniken im Überblick
  2. Thermoelektrische Kühlbox: günstig, leicht, aber abhängig von der Hitze
  3. Kompressorbox: kalt wie ein Kühlschrank
  4. Absorberbox: lautlos und mit Gas
  5. Die passende Größe
  6. Stromverbrauch im Auto und die Batterie
  7. Sinnvolles Zubehör
  8. Kühlbox oder Kühltasche?
  9. Tests und Testsieger
  10. Häufige Fragen

Eine elektrische Kühlbox hält Getränke und Essen unterwegs aktiv kühl – im Auto über die 12-Volt-Steckdose, zu Hause oder auf dem Campingplatz am Stromnetz. Welche Box die richtige ist, entscheidet vor allem die Kühltechnik: Für den Tagesausflug reicht eine günstige thermoelektrische Box, für den Campingurlaub im Hochsommer und alles, was wirklich kalt bleiben muss, führt kaum ein Weg an einer Kompressorbox vorbei.

Die drei Kühltechniken im Überblick

MerkmalThermoelektrisch (Peltier)KompressorAbsorber
KühlleistungEtwa 15–20 °C unter UmgebungUnabhängig von der Umgebung, oft bis −18 °CEtwa 25–30 °C unter Umgebung
Energie12 V, meist auch 230 V12/24 V, meist auch 230 V12 V, 230 V und Gas
StromverbrauchLäuft dauernd, typisch 40–60 WattTaktet, im Mittel am sparsamstenAm 12-V-Anschluss hoch
GeräuschLüfter hörbarKompressor hörbarNahezu lautlos
WarmhaltenMeist jaSeltenNein
PreisNiedrigHochMittel bis hoch

Dazu kommen passive Kühlboxen ohne Technik: gut gedämmte Behälter, die mit Kühlakkus oder Eis kalt gehalten werden. Sie sind die richtige Wahl, wenn es gar keinen Strom gibt – und für kurze Ausflüge oft völlig ausreichend.

Thermoelektrische Kühlbox: günstig, leicht, aber abhängig von der Hitze

Das Herz dieser Boxen ist ein Peltier-Element, ein kleiner Halbleiterbaustein, der unter Strom auf der einen Seite kalt und auf der anderen warm wird. Ein Lüfter führt die Wärme außen ab. Dreht man die Stromrichtung um, wärmt die Box – daher können die meisten Modelle auch warmhalten.

Der Haken: Ein Peltier-Element schafft nur einen begrenzten Temperaturunterschied. Bei 25 °C im Schatten sind das 5 bis 10 °C in der Box, im aufgeheizten Auto bei 35 °C aber eher 15 bis 20 °C. Das reicht, um vorgekühlte Getränke kühl zu halten, nicht aber, um rohes Fleisch oder Fisch über Stunden sicher zu lagern. Außerdem läuft das Element pausenlos, auch wenn die Box längst kalt ist.

Thermoelektrische Boxen gibt es für wenig Geld, sie wiegen nur wenige Kilo und sind fast wartungsfrei. Als Beispiel für eine einfache 12-Volt-Box: die Tristar KB-7224 mit 24 Litern.

Kompressorbox: kalt wie ein Kühlschrank

Kompressorkühlboxen funktionieren wie ein Kühlschrank: Ein Kältemittel wird verdichtet und wieder entspannt und transportiert dabei Wärme nach außen. Die Box hält die eingestellte Temperatur unabhängig davon, wie heiß es draußen ist, viele Modelle auch als Gefrierbox bis −18 °C. Weil der Kompressor abschaltet, sobald die Temperatur erreicht ist, braucht er im Mittel am wenigsten Strom.

Nachteile sind Preis und Gewicht. Kompressorboxen kosten ein Vielfaches einer Peltier-Box, und der Kompressor ist beim Anlaufen hörbar. Für längere Campingreisen, für Wohnmobil und Boot und für alle, die Medikamente, Fleisch oder Milchprodukte zuverlässig kühlen müssen, ist die Kompressorbox trotzdem die beste Wahl. Die meisten Geräte haben einen eingebauten Batteriewächter.

Absorberbox: lautlos und mit Gas

Absorberkühlboxen arbeiten ohne bewegliche Teile. Eine Wärmequelle – Heizstab oder Gasflamme – treibt einen geschlossenen Kreislauf mit Ammoniak, Wasser und Wasserstoff an. Das Ergebnis ist eine Box, die fast lautlos kühlt und auch dort funktioniert, wo es keinen Strom gibt, sondern nur eine Gaskartusche.

Die Box muss dafür waagerecht stehen und braucht Luft an den Lüftungsschlitzen. Am 12-Volt-Anschluss ist sie sehr stromhungrig und deshalb nur während der Fahrt sinnvoll. Der Gasbetrieb gehört ins Freie oder in gut belüftete Bereiche – niemals im geschlossenen Auto, im Zelt oder im Vorzelt, denn es entsteht Kohlenmonoxid. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Gas-Kühlbox. Ein Beispiel für diese Bauart ist die Tristar KB-7146, die mit 12 Volt, 230 Volt und Gas betrieben werden kann:

Die passende Größe

Mann trägt eine elektrische Kühlbox über den Strand
Kleine Boxen lassen sich am Griff tragen, große brauchen Rollen
  • 10 bis 20 Liter: Getränke und Brotzeit für ein oder zwei Personen, passt hinter den Beifahrersitz.
  • 25 bis 30 Liter: der Klassiker für Familienausflüge und die Fahrt in den Urlaub. Achten Sie darauf, dass 1,5-Liter-Flaschen stehend hineinpassen.
  • 35 bis 50 Liter: Campingurlaub mit mehreren Personen. Voll beladen wird so eine Box schwer, Rollen und ein Teleskopgriff helfen – oder ein Bollerwagen.

Größere Boxen brauchen mehr Energie, um den Innenraum herunterzukühlen. Eine halb leere große Box kühlt schlechter als eine gut gefüllte kleine.

Stromverbrauch im Auto und die Batterie

Die 12-Volt-Steckdose im Auto liefert je nach Fahrzeug nur bei eingeschalteter Zündung Strom oder dauerhaft. Im zweiten Fall kann eine Kühlbox die Starterbatterie über Nacht leer saugen – eine thermoelektrische Box mit rund 4 bis 5 Ampere schafft das in wenigen Stunden. Deshalb:

  • Box bei stehendem Motor ausschalten oder einen Batteriewächter dazwischenstecken, der bei sinkender Spannung abschaltet. Viele Kompressorboxen haben ihn eingebaut.
  • Nur vorgekühlte Lebensmittel und Getränke einlegen. Die Box ist zum Kühlthalten gebaut, nicht zum Herunterkühlen warmer Ware.
  • Lüftungsschlitze frei lassen. Eine zwischen Gepäck eingekeilte Box überhitzt und kühlt schlecht.
  • Bei 230 Volt nur das mitgelieferte Netzteil oder Kabel benutzen, nicht beide Anschlüsse gleichzeitig.

Sinnvolles Zubehör

  • Kühlakkus: Auch in einer elektrischen Box helfen sie, die Temperatur zu halten, wenn der Strom mal weg ist. Welche Größe passt, steht auf dem Innenmaß der Box: Kühlakkus gibt es flach und in vielen Formaten.
  • Verlängerungskabel für 12 Volt: wenn die Box im Kofferraum steht und die Steckdose vorn ist. Auf einen ausreichenden Kabelquerschnitt achten, sonst sinkt die Spannung.
  • Batteriewächter: siehe oben – bei Peltier-Boxen ohne eingebauten Schutz sehr empfehlenswert.
  • Trennwände und Körbe: halten Ordnung und Flaschen aufrecht.

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Kühlbox oder Kühltasche?

Offene Kühlbox mit Eiswürfeln und Getränkeflaschen
Kühlbox oder Kühltasche. Was ist besser?

Eine Kühltasche ist leichter, lässt sich falten und über die Schulter tragen. Sie ist ideal für den Strand, das Picknick oder den Einkauf, hält aber nur so lange kalt, wie die Kühlakkus durchhalten. Eine feste Kühlbox dämmt besser, lässt sich stapeln und bleibt formstabil, wenn etwas daraufgestellt wird. Einen Mittelweg bietet die elektrische Kühltasche mit Peltier-Element – mit denselben Grenzen wie die thermoelektrische Box.

Tests und Testsieger

Wer nach dem Testsieger sucht, sollte wissen: Eigene Messungen haben wir nicht gemacht. Die Stiftung Warentest hat Kühlboxen verschiedener Bauarten geprüft, die Ergebnisse finden Sie unter Kühlboxen im Test. Achten Sie beim Lesen solcher Tests auf das Datum: Modelle wechseln, die Grundaussagen zu den Kühltechniken bleiben aber gültig.

Unsere Empfehlung: Für Tagesausflüge und kurze Fahrten eine thermoelektrische Box mit 20 bis 30 Litern und Batteriewächter. Für Camping, Wohnmobil und heiße Sommer eine Kompressorbox – teurer, aber sie kühlt wirklich. Die Absorberbox ist die Wahl für alle, die ohne Strom auskommen müssen und Gas sicher im Freien betreiben können. Mehr für unterwegs finden Sie in der Rubrik Freizeit.

Häufige Fragen

Wie kalt wird eine elektrische Kühlbox?

Thermoelektrische Boxen kühlen etwa 15 bis 20 °C unter die Umgebungstemperatur, Absorberboxen etwa 25 bis 30 °C. Kompressorboxen halten die eingestellte Temperatur unabhängig von der Umgebung, oft bis −18 °C.

Kann ich die Kühlbox über Nacht im Auto laufen lassen?

Nur mit Batteriewächter oder wenn die 12-Volt-Steckdose mit der Zündung abschaltet. Sonst droht eine leere Starterbatterie. Eine Kompressorbox mit eingebautem Batterieschutz ist dafür am besten geeignet.

Warum kühlt meine Kühlbox im Sommer kaum?

Bei thermoelektrischen Boxen liegt es fast immer an der Hitze: Sie kühlen nur relativ zur Umgebung. In einem heißen Auto kommen sie an ihre Grenzen. Vorgekühlt einladen, Box in den Schatten stellen, Lüftung freihalten.

Kann ich eine Kühlbox mit Gas im Auto betreiben?

Nein. Gasbetrieb ist nur im Freien oder in gut belüfteten Bereichen erlaubt und sinnvoll. Im Auto, Zelt oder Vorzelt besteht Erstickungs- und Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid.

Wie reinige ich eine elektrische Kühlbox?

Stecker ziehen, Innenraum mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel auswischen, gut trocknen lassen und den Deckel bis zur nächsten Nutzung einen Spalt offen lassen, damit sich kein Geruch bildet. Das Lüftergitter mit einem Pinsel entstauben.

Ein Leserkommentar

  1. Manu

    Eine elektrische Kühlbox ist nicht nur beim Camping von Vorteil, sondern auch beim Einkaufen von Lebensmitteln, die gekühlt werden müssen. Die Kühlkette wird nach dem Einkauf auf dem Weg nach Hause nicht unterbrochen, weil die Kühlbox einfach am Zigarettenanzünder angeschlossen werden kann. Zu Hause kann dann der Anschluss an der 230 Volt Steckdose erfolgen.

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