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Alte Fotos entsorgen: Restmüll statt Papiertonne

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Alte Schwarz-Weiß-Fotos und ein Album
Fotopapier gehört in den Restmüll, nicht ins Altpapier
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wohin gehören alte Fotos?
  2. Warum Fotopapier nicht ins Altpapier darf
  3. Sofortbilder, Negative und alte Filme
  4. Alben und Bilderrahmen
  5. Erst sichten, dann wegwerfen
  6. Datenschutz: Fotos unkenntlich machen
  7. Kosten
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen
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Alte Fotos gehören in den Restmüll, nicht ins Altpapier. Fotopapier ist beschichtet und löst sich beim Papierrecycling schlecht auf. Dasselbe gilt für Negative und Sofortbilder. Nur Bilder, die Sie selbst auf normales Papier gedruckt haben, dürfen in die Papiertonne. Wer Fotos von Menschen wegwirft, zerreißt sie vorher, und wer einen Nachlass auflöst, sieht die Kisten besser einmal durch.

Wohin gehören alte Fotos?

WasRichtiger Weg
Fotoabzüge auf Fotopapier, auch alte Schwarz-Weiß-BilderRestmüll
Ausdrucke auf normalem DruckerpapierAltpapier
Ausdrucke auf Inkjet-FotopapierRestmüll
Negative, NegativstreifenRestmüll
SofortbilderRestmüll, nicht aufschneiden
Nicht entwickelte Filme, FilmpatronenRestmüll oder Wertstoffhof, je nach Kommune
Fotoalbum mit Folien, Klebeseiten oder KunststoffeinbandRestmüll, große Mengen zum Wertstoffhof
Leeres Album nur aus Papier und KartonAltpapier
Negativhüllen aus Papier, LaborumschlägeAltpapier
Bilderrahmenzerlegen: Glas Restmüll, Holz und Kunststoff Restmüll, Metall Altmetall

Welche Abweichungen in Ihrer Kommune gelten, steht im Abfallkalender, in der Abfall-App oder bei der Abfallberatung. Hier steht der Regelfall in Deutschland. Eine Übersicht, was in die Papiertonne darf und was nicht, gibt Altpapier.

Warum Fotopapier nicht ins Altpapier darf

Ein klassischer Fotoabzug besteht aus Papier, das auf beiden Seiten mit Kunststoff beschichtet ist, und einer lichtempfindlichen Schicht mit Farbstoffen oder Silber in Gelatine. Im Altpapier wird das Papier in Wasser aufgelöst, damit sich die Fasern lösen. Fotopapier hält genau dem stand: Es löst sich nicht auf, die Beschichtung verklebt Siebe und verschlechtert das Recyclingpapier. Deshalb gehört es in den Restmüll, wo es in der Regel verbrannt wird.

Den Unterschied zu normalem Papier merken Sie mit einer einfachen Reißprobe: Fotopapier reißt zäh, die Kante zeigt oft eine glatte Kunststoffschicht, und es lässt sich nicht weich zerknüllen. Ältere, matte Schwarz-Weiß-Abzüge auf Barytpapier haben zwar keine Kunststoffschicht, aber eine Gelatine- und Bildschicht; sie gehören ebenfalls in den Restmüll.

Sofortbilder, Negative und alte Filme

Sofortbilder bestehen aus mehreren Schichten, zwischen denen beim Entwickeln eine chemische Paste verteilt wurde. Schneiden Sie sie nicht auf, sondern werfen Sie sie ganz in den Restmüll. Negative sind Kunststofffilme mit Bildschicht und gehören wie Dias ebenfalls in den Restmüll, nicht in den Gelben Sack, denn sie sind keine Verpackung. Für Dias steht alles Weitere unter Dias entsorgen.

Nicht entwickelte Filme in Patronen oder Rollen werden von manchen Kommunen über den Restmüll entsorgt, von anderen am Wertstoffhof angenommen. Fragen Sie im Zweifel bei der Abfallberatung nach. Bevor Sie einen alten Film wegwerfen, überlegen Sie, ob er belichtet sein könnte: Fotolabore entwickeln auch ältere Filme, das Ergebnis ist allerdings ungewiss.

Alben und Bilderrahmen

Fotoalben sind meist ein Materialmix: Pappe, Kunststofffolien, Klebeseiten, Einbände aus Kunststoff, Leder oder Stoff. Auseinandernehmen lohnt sich in der Regel nicht. Mit Fotos oder Folien kommen sie in den Restmüll, große Mengen nehmen Wertstoffhöfe an. Nur ein leeres Album aus reinem Papier und Karton darf ins Altpapier.

Bilderrahmen zerlegen Sie dagegen leicht. Das Glas gehört nicht in den Altglascontainer, weil es eine andere Zusammensetzung hat als Flaschen und Gläser; es kommt, in Papier eingeschlagen, in den Restmüll. Rahmen aus Holz oder Kunststoff gehören in den Restmüll, große Rahmen zum Sperrmüll. Metallrahmen bringen Sie zum Altmetall am Wertstoffhof. Die Rückwand aus Pappe darf ins Altpapier. Gut erhaltene Rahmen sind auf Flohmärkten und in Sozialkaufhäusern beliebt.

Erst sichten, dann wegwerfen

  1. Kisten grob durchsehen. Beschriftete Umschläge und Alben zuerst, lose Bilder danach.
  2. Drei Stapel bilden. Behalten, Familie anbieten, entsorgen. Unscharfe Bilder, Doppelabzüge und Motive ohne Bezug können meist weg.
  3. Familie fragen. Geschwister, Kinder oder Cousins haben oft Interesse an einzelnen Bildern.
  4. Wichtiges digitalisieren. Bilder, die bleiben sollen, aber keinen Platz im Schrank finden, lassen sich mit einem Flachbettscanner oder einem guten Smartphone abfotografieren. Notieren Sie, was auf der Rückseite steht. Sichern Sie die Dateien an zwei Orten.
  5. Rest datenschutzgerecht entsorgen. Siehe nächster Abschnitt.

Ortsansichten, Bilder von Geschäften, Festen und Straßen aus früheren Jahrzehnten können für ein Stadtarchiv, ein Heimatmuseum oder einen Geschichtsverein interessant sein. Fragen Sie dort, bevor solche Bilder im Müll landen.

Fotos aus einem feuchten Keller kleben oft aneinander oder zeigen Schimmelflecken. Reißen Sie verklebte Bilder nicht mit Gewalt auseinander, wenn sie Ihnen wichtig sind; Fotorestauratoren können manches retten. Was ohnehin weg soll, kommt in einer verschlossenen Tüte in den Restmüll. Beim Sortieren stark verschimmelter Kisten helfen Handschuhe, ein gut gelüfteter Raum und der Verzicht darauf, den Staub aufzuwirbeln.

Datenschutz: Fotos unkenntlich machen

Fotos zeigen Gesichter, Wohnungen, manchmal Autokennzeichen oder Hausnummern. Werfen Sie Bilder mit erkennbaren Personen nicht als Stapel in die Tonne, sondern zerreißen oder zerschneiden Sie sie vorher. Bei größeren Mengen hilft ein Aktenvernichter, sofern er laut Hersteller Fotos verarbeiten kann; die beschichteten Abzüge sind zäher als Papier. Die Schnipsel gehören dann in den Restmüll, nicht in die Papiertonne. Für Unterlagen mit persönlichen Daten gelten ähnliche Überlegungen; mehr dazu unter Akten entsorgen.

Kosten

Fotos in der Restmülltonne kosten nichts extra. Große Mengen aus einer Haushaltsauflösung nimmt der Wertstoffhof an, je nach Kommune kostenlos oder gegen eine Gebühr nach Volumen. Metallrahmen beim Altmetall sind für Haushalte meist kostenlos.

Typische Fehler

  • Fotos ins Altpapier werfen. Sie stören dort das Recycling.
  • Glas aus Bilderrahmen in den Altglascontainer.
  • Negative in den Gelben Sack.
  • Bilder von Personen unzerrissen in die Tonne werfen.
  • Den ganzen Nachlass ungesichtet entsorgen. Ein Nachmittag mit den Kisten verhindert, dass das einzige Bild von jemandem verloren geht.

Wer gerade ein ganzes Haus leert, findet die Reihenfolge unter Haushaltsauflösung. Was sonst alles in die graue Tonne gehört, zeigt Restmüll.

Häufige Fragen

Dürfen Fotos ins Altpapier?

Nein, Abzüge auf Fotopapier nicht. Sie sind beschichtet und lösen sich beim Recycling nicht auf. Nur Ausdrucke auf normalem Druckerpapier dürfen in die Papiertonne.

In welchen Müll gehören Negative?

In den Restmüll. Negative sind Kunststofffilme, aber keine Verpackung, deshalb gehören sie nicht in den Gelben Sack.

Wie entsorge ich Fotoalben?

Alben mit Fotos, Folien oder Kunststoffeinband kommen in den Restmüll, große Mengen zum Wertstoffhof. Nur leere Alben aus reinem Papier und Karton dürfen ins Altpapier.

Muss ich alte Fotos vor dem Wegwerfen zerreißen?

Bei Bildern mit erkennbaren Personen ist es ratsam. Zerreißen, zerschneiden oder mit einem geeigneten Aktenvernichter zerkleinern und dann in den Restmüll geben.

Gehört das Glas vom Bilderrahmen ins Altglas?

Nein. Bilderrahmenglas hat eine andere Zusammensetzung als Verpackungsglas. Es gehört eingewickelt in den Restmüll.

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