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Föhn reinigen: Flusensieb und Luftgitter

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Weißer Föhn mit Kabel vor schwarzem Hintergrund
Vor dem Reinigen des Föhns immer zuerst den Stecker ziehen
Inhalt8 Abschnitte
  1. Warum ein verstopftes Gitter zum Problem wird
  2. Was Sie brauchen
  3. Schritt für Schritt: Föhn reinigen
  4. Düse und Diffusor reinigen
  5. Sicherheit im Bad
  6. Brandgeruch: wann der Föhn in den Müll gehört
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen

Einen Föhn reinigen Sie vor allem an einer Stelle: am Ansauggitter oder Flusensieb auf der Rückseite. Dort saugt das Gerät Luft an und mit ihr Haare, Staub und Fussel. Stecker ziehen, das Gitter abnehmen, falls das geht, ausklopfen und mit einer Bürste säubern, dann das Gehäuse feucht abwischen. Das dauert fünf Minuten und verhindert, dass der Föhn überhitzt, sich abschaltet oder verbrannt riecht.

Warum ein verstopftes Gitter zum Problem wird

Ein Föhn saugt hinten Luft an, führt sie über ein Heizelement und bläst sie vorn wieder hinaus. Ist das Ansauggitter mit Haaren und Staub zugesetzt, kommt weniger Luft durch. Das Heizelement wird dann nicht mehr ausreichend gekühlt, der Föhn wird heißer, pustet schwächer und riecht oft nach verbranntem Staub. Die meisten Geräte haben einen Überhitzungsschutz, der sie in diesem Fall abschaltet. Wenn Ihr Föhn mitten im Trocknen ausgeht und nach ein paar Minuten wieder läuft, ist ein zugesetztes Gitter die häufigste Ursache. Dazu kommt, dass der Motor bei behindertem Luftstrom stärker belastet wird und schneller verschleißt.

Was Sie brauchen

  • weichen Pinsel oder alte, trockene Zahnbürste
  • Staubsauger mit Fugendüse oder Bürstenaufsatz
  • Pinzette für eingewickelte Haare
  • Mikrofasertuch, leicht angefeuchtet
  • warmes Wasser mit etwas Spülmittel für Düse und Diffusor

Schritt für Schritt: Föhn reinigen

  1. Stecker ziehen und abkühlen lassen. Den Föhn ausschalten, ausstecken und einige Minuten abkühlen lassen.
  2. Aufsätze abnehmen. Stylingdüse und Diffusor abziehen und beiseitelegen.
  3. Ansauggitter prüfen. Schauen Sie in die Anleitung oder auf die Rückseite: Viele Gitter oder Flusensiebe lassen sich abdrehen, abziehen oder abklipsen. Nehmen Sie das Gitter ab, wenn es dafür vorgesehen ist, und hebeln Sie nie an festen Teilen.
  4. Ausklopfen und ausbürsten. Das abgenommene Gitter über dem Mülleimer ausklopfen, dann mit Pinsel oder Zahnbürste von beiden Seiten säubern. Um das Gitter gewickelte Haare ziehen Sie mit der Pinzette heraus.
  5. Feste Gitter von außen reinigen. Ist das Gitter nicht abnehmbar, bürsten Sie es von außen ab und saugen Sie mit der Fugendüse den Staub ab. Dabei den Staubsauger nicht direkt auf das Gitter drücken, damit keine Teile angesaugt werden.
  6. Gehäuse abwischen. Griff und Gehäuse mit einem leicht feuchten, gut ausgewrungenen Tuch abwischen, besonders dort, wo Haarspray einen klebrigen Film hinterlässt. Das Tuch darf nicht tropfen, und nichts darf in Schalter oder Öffnungen laufen.
  7. Zusammensetzen. Gitter fest einsetzen, bis es einrastet. Ein Föhn ohne Gitter darf nicht betrieben werden, weil Haare direkt angesaugt werden können.

Der Föhn kommt nie ins Wasser und wird nie unter dem Hahn abgespült, auch nicht die Vorderseite, und auch nicht, wenn er ausgesteckt ist. Wasser im Gehäuse kann beim nächsten Einschalten einen Kurzschluss oder einen Stromschlag verursachen. Ist das Gerät einmal ins Wasser gefallen, während es eingesteckt war: nicht hineingreifen, erst den Stecker ziehen oder die Sicherung ausschalten. Danach wird es nicht mehr benutzt.

Düse und Diffusor reinigen

Aufsätze bestehen meist nur aus Kunststoff und enthalten keine Elektrik. Wenn die Anleitung nichts anderes sagt, dürfen sie in warmes Spülwasser. Die Zinken und Öffnungen eines Diffusors sammeln Haarspray, Schaumfestiger und Staub; eine kleine Bürste oder ein Wattestäbchen hilft in den Ecken. Gründlich mit klarem Wasser nachspülen und die Teile vollständig trocknen lassen, bevor sie wieder auf den Föhn kommen. Restwasser in einem Aufsatz wird beim nächsten Einschalten direkt vor das Heizelement geblasen. In die Spülmaschine gehören die Aufsätze nur, wenn der Hersteller es erlaubt; Hitze kann dünnen Kunststoff verziehen.

Sicherheit im Bad

Die meisten Föhns werden im Bad benutzt, also dort, wo Wasser in der Nähe ist. Ein paar Regeln verhindern Unfälle:

  • Abstand zum Wasser: nie über der gefüllten Wanne oder dem vollen Waschbecken föhnen.
  • Ausstecken nach Gebrauch: Auch ausgeschaltet steht ein eingesteckter Föhn unter Spannung.
  • Kabel schonen: nicht eng um den Griff wickeln, nicht am Kabel aus der Steckdose ziehen.
  • FI-Schutzschalter: In neueren Installationen sind Badstromkreise durch einen Fehlerstrom-Schutzschalter gesichert, der bei einem Fehler blitzschnell abschaltet. In älteren Wohnungen fehlt er manchmal. Ob Ihr Bad abgesichert ist, sieht man am Sicherungskasten; nachrüsten darf nur eine Elektrofachkraft. Einen Stecker-FI als Zwischenstecker können Sie selbst einsetzen, er ersetzt aber nicht die Prüfung durch den Fachmann.

Brandgeruch: wann der Föhn in den Müll gehört

Riecht ein Föhn nach verbranntem Staub, ist das meist ein zugesetztes Gitter oder ein Haar, das auf dem Heizelement verschmort ist. Nach dem Reinigen und ein, zwei Minuten Betrieb sollte der Geruch verschwinden. Bleibt er, riecht es nach geschmortem Kunststoff, sehen Sie Funken oder Rauch, wird das Kabel warm oder brummt der Motor ungewöhnlich, stecken Sie das Gerät aus und benutzen es nicht mehr. Reparieren lohnt sich bei günstigen Geräten selten; öffnen sollten Sie das Gehäuse als Laie ohnehin nicht. Alte Föhns gehören als Elektrogerät zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel. Wie Sie den Geruch aus dem Raum bekommen, steht unter Brandgeruch entfernen.

Für einzelne Haare, die sich im Gitter verfangen, genügt eine kleine Reinigungsbürste, wie man sie auch für Kaffeemaschinen und Siebe nimmt.

Typische Fehler

  • Gitter nie reinigen: Der Föhn wird heiß, schwach und schaltet ab.
  • Föhn feucht abwischen, solange er steckt: Erst ausstecken, dann wischen.
  • Nasse Aufsätze aufstecken: Wasser gelangt vor das Heizelement.
  • Kabel eng um den Griff wickeln: Die Isolierung bricht am Übergang zum Gehäuse.
  • Geruch ignorieren: Verbrannter Staub vergeht nach dem Reinigen, geschmorter Kunststoff nicht.

Weitere Anleitungen rund um Haarpflegegeräte: Haarbürste reinigen und Glätteisen reinigen; fürs ganze Badezimmer Bad putzen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das Flusensieb meines Föhns reinigen?

Bei täglicher Benutzung etwa einmal im Monat, bei langen Haaren oder Haustieren im Haushalt öfter. Werfen Sie einfach alle paar Wochen einen Blick auf die Rückseite; sieht das Gitter grau aus, ist es fällig.

Warum schaltet sich mein Föhn von selbst aus?

Meist hat der Überhitzungsschutz ausgelöst, weil zu wenig Luft durch das zugesetzte Gitter kommt. Reinigen Sie das Gitter und lassen Sie den Föhn abkühlen. Passiert es danach weiterhin, ist das Gerät möglicherweise defekt.

Darf ich den Föhn mit Wasser reinigen?

Das Gerät selbst nicht, nur mit einem leicht feuchten Tuch von außen und immer ausgesteckt. Abnehmbare Gitter ohne Elektronik dürfen oft ausgespült werden, wenn die Anleitung das erlaubt; sie müssen danach ganz trocken sein. Düse und Diffusor vertragen in der Regel Spülwasser.

Kann ich den Föhn mit dem Staubsauger reinigen?

Ja, zum Absaugen des Ansauggitters von außen eignet sich die Fugendüse gut. Halten Sie etwas Abstand, damit nichts angesaugt oder verbogen wird, und lösen Sie eingewickelte Haare vorher mit Pinzette oder Bürste.