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Glätteisen reinigen: Rückstände von den Platten entfernen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Frau mit dunklen Haaren glättet eine Haarsträhne mit einem Glätteisen
Gereinigt wird das Glätteisen erst, wenn es ausgesteckt und abgekühlt ist
Inhalt8 Abschnitte
  1. Warum die Platten verschmutzen
  2. Was Sie brauchen
  3. Sicherheit zuerst: Hitze und Strom
  4. Schritt für Schritt: Platten reinigen
  5. Keramik, Titan, Turmalin: was die Beschichtung verträgt
  6. Gehäuse und Kabel pflegen
  7. So bleiben die Platten länger sauber
  8. Häufige Fragen

Ein Glätteisen reinigen Sie, wenn es ausgesteckt und abgekühlt ist: Die Platten mit einem feuchten, weichen Tuch oder Wattepad abwischen, klebrige Rückstände von Haarspray oder Hitzeschutz mit etwas Isopropanol lösen, danach trocken nachwischen. Gehäuse und Kabel werden nur feucht abgewischt. Wer das alle ein bis zwei Wochen macht, hat glatte Platten, die gleichmäßig gleiten und nicht nach verbranntem Haarspray riechen.

Warum die Platten verschmutzen

Stylingprodukte wie Haarspray, Hitzeschutzspray, Öle, Seren oder Trockenshampoo bleiben an den Haaren haften und landen beim Glätten auf den heißen Platten. Dort brennen sie zu einem dünnen, klebrigen oder bräunlichen Film ein. Dieser Film lässt das Eisen am Haar haken, verteilt die Hitze ungleichmäßig und kann beim nächsten Aufheizen unangenehm riechen oder leicht qualmen. Dazu kommen Kalkspuren, wenn feuchtes Haar geglättet wird, und Staub am Gehäuse.

Was Sie brauchen

  • weiches Mikrofasertuch oder Baumwolltuch
  • Wattepads
  • lauwarmes Wasser, bei Bedarf ein Tropfen mildes Spülmittel
  • Isopropanol (Isopropylalkohol) aus Apotheke oder Drogerie
  • Wattestäbchen für Ränder und Scharnier

Sicherheit zuerst: Hitze und Strom

Glätteisen werden je nach Modell über 200 °C heiß und kühlen nur langsam ab. Ziehen Sie immer zuerst den Stecker und warten Sie, bis die Platten abgekühlt sind. Einige Hersteller empfehlen, die Platten lauwarm zu reinigen, weil sich Rückstände dann leichter lösen; fassen Sie das Gerät dann nur am Griff an und prüfen Sie die Temperatur vorsichtig. Wischen Sie nie über heiße Platten, weder mit einem feuchten Tuch (Verbrühung durch Dampf) noch mit Alkohol (brennbar). Und reinigen Sie das Gerät nie, solange es am Strom hängt.

Schritt für Schritt: Platten reinigen

  1. Ausstecken und abkühlen lassen. Stecker ziehen, das Glätteisen auf eine hitzefeste Unterlage legen und abkühlen lassen, bis es kalt oder nur noch handwarm ist.
  2. Trocken vorwischen. Lose Haare und Staub mit einem trockenen Tuch von den Platten und aus dem Scharnierbereich entfernen.
  3. Feucht abwischen. Ein Tuch oder Wattepad mit lauwarmem Wasser anfeuchten, gut ausdrücken und die Platten in Längsrichtung abwischen. Bei leichtem Film hilft ein Tropfen Spülmittel im Wasser.
  4. Hartnäckiges mit Isopropanol. Ein Wattepad mit wenig Isopropanol tränken, nicht tropfnass, und auf die verschmutzte Stelle drücken. Einen Moment einwirken lassen und dann ohne Druck abreiben. Bei Bedarf wiederholen.
  5. Ränder und Scharnier. Mit einem leicht angefeuchteten Wattestäbchen an den Plattenrändern und am Gelenk entlangfahren, wo sich gern Reste sammeln.
  6. Nachwischen und trocknen. Mit einem sauberen, feuchten Tuch nachwischen, trocken reiben und das Gerät vollständig trocknen lassen, bevor Sie es wieder einstecken. Nach Isopropanol einige Minuten warten, bis alles verdunstet ist.

Keramik, Titan, Turmalin: was die Beschichtung verträgt

Die meisten Platten bestehen aus Keramik oder sind damit beschichtet, andere aus Titan; Turmalin ist meist ein Zusatz in einer Keramikbeschichtung. Für die Reinigung ist die Regel bei allen gleich: weiches Tuch, wenig Flüssigkeit, kein Druck.

  • Keramik und Keramikbeschichtungen sind glatt, aber empfindlich gegen Kratzer und Schläge. Ist die Beschichtung einmal beschädigt, bleiben Haare dort hängen.
  • Titan ist härter und wird schneller heiß, verträgt aber ebenfalls keine Scheuermittel.
  • Turmalin- oder andere Zusatzbeschichtungen sind dünne Schichten, die sich mit aggressiven Mitteln ablösen können.

Maßgeblich ist, was der Hersteller in der Anleitung zulässt. Wenn dort nur ein feuchtes Tuch genannt ist, verzichten Sie auf Alkohol.

Keine Scheuermilch, keine Metallschwämme, keine Messer oder Klingen zum Abkratzen. Auch Backofenspray, Aceton (Nagellackentferner) und Glaskeramikschaber haben an den Platten nichts zu suchen. Sie entfernen zwar den Belag, aber auch die Beschichtung, und ein zerkratztes Glätteisen lässt sich nicht mehr reparieren.

Gehäuse und Kabel pflegen

Das Gehäuse wischen Sie mit einem feuchten Tuch ab, bei Haarspray-Nebel mit einem Tropfen Spülmittel. Wasser darf nicht in Schalter, Anzeige oder Lüftungsschlitze laufen. Das Glätteisen kommt nie ins Wasser und nie unter den Hahn.

Das Kabel ist die Schwachstelle vieler Stylinggeräte. Wickeln Sie es nach dem Benutzen nicht eng um das noch warme Gerät, sondern legen Sie es in lockeren Schlaufen. Achten Sie auf den Übergang zwischen Kabel und Gehäuse: Ist die Isolierung dort brüchig, sind Drähte sichtbar oder wird das Kabel warm, benutzen Sie das Gerät nicht mehr. Ein drehbares Kabelgelenk verringert das Verdrehen, ersetzt aber den sorgsamen Umgang nicht.

So bleiben die Platten länger sauber

  • Produkte einziehen lassen: Hitzeschutz und Haarspray erst trocknen lassen, bevor Sie glätten.
  • Nur trockenes Haar glätten, sofern das Gerät nicht ausdrücklich für feuchtes Haar gemacht ist. Das schont Haar und Platten.
  • Sparsam dosieren: Viel Produkt heißt viel Belag.
  • Regelmäßig kurz wischen: Nach jeder zweiten oder dritten Anwendung einmal mit einem feuchten Tuch über die abgekühlten Platten, dann brennt nichts dauerhaft ein.
  • Abkühlen lassen, dann verstauen: Eine hitzebeständige Tasche oder Matte schützt Platten und Unterlage.

Ein Glätteisen, dessen Platten trotz Reinigung stumpf und zerkratzt sind, zieht an den Haaren; dann ist ein Ersatz sinnvoller als weiteres Putzen. Wer ohnehin Isopropanol braucht, findet ihn in Apotheke und Drogerie oder als Isopropanol zum Reinigen.

Verwandte Anleitungen finden Sie unter Haarbürste reinigen, Föhn reinigen und Make-up-Pinsel reinigen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man ein Glätteisen reinigen?

Wer täglich glättet und Stylingprodukte benutzt, reinigt die Platten etwa einmal pro Woche; bei gelegentlichem Gebrauch alle paar Wochen. Sichtbarer Film, Haken am Haar oder Geruch beim Aufheizen sind Zeichen, dass es fällig ist.

Warum qualmt oder riecht mein Glätteisen?

Meist verbrennen Rückstände von Haarspray, Öl oder Hitzeschutz auf den Platten. Reinigen Sie das abgekühlte Gerät gründlich. Riecht es danach weiter verschmort, qualmt es aus dem Gehäuse oder wird das Kabel heiß, stecken Sie es aus und benutzen es nicht mehr. Zum Beseitigen des Geruchs im Raum hilft der Beitrag Brandgeruch entfernen.

Kann ich mein Glätteisen mit Essig reinigen?

Das ist nicht nötig und bei empfindlichen Beschichtungen auch nicht ratsam. Für Stylingrückstände ist Isopropanol besser geeignet, weil er Fett und Harze löst und rasch verdunstet. Leichte Kalkspuren gehen meist schon mit einem feuchten Tuch weg.

Wie bekomme ich eingebranntes Haarspray von den Platten?

Geduld statt Kraft: Ein mit Isopropanol getränktes Wattepad eine Minute auf die Stelle legen, dann ohne Druck abwischen und den Vorgang bei Bedarf mehrmals wiederholen. Bleiben dunkle Flecken, die sich glatt anfühlen, ist das oft nur eine Verfärbung der Beschichtung, die dem Haar nicht schadet.

Darf ich Nagellackentferner benutzen?

Nein. Aceton kann Kunststoffe und Beschichtungen angreifen. Isopropanol in kleiner Menge oder Wasser mit einem Tropfen Spülmittel reichen aus.