Haarbürste reinigen: Haare, Fett und Staub entfernen

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Eine Haarbürste reinigen Sie in zwei Schritten: Zuerst ziehen Sie die Haare mit einem Stielkamm heraus, dann waschen Sie die Borsten in lauwarmem Wasser mit etwas Shampoo und lassen die Bürste mit den Borsten nach unten trocknen. Kunststoffbürsten vertragen das problemlos. Holzbürsten, Naturborsten und Bürsten mit Luftkissen brauchen mehr Vorsicht, weil Wasser dort Holz, Kleber und Kissen schadet.
Warum sich die Reinigung lohnt
In einer benutzten Haarbürste sammelt sich mehr als nur ausgefallenes Haar. Talg von der Kopfhaut, Hautschuppen, Reste von Haarspray, Gel und Trockenshampoo sowie Staub bilden zwischen den Borsten einen grauen Belag. Den bürsten Sie bei jedem Gebrauch zurück ins frisch gewaschene Haar. Es wirkt dann schneller fettig und stumpf. Außerdem kämmt eine volle Bürste schlechter, weil die Borsten nicht mehr frei durch das Haar gleiten.
Wie oft reinigen?
- Haare entfernen: nach jedem Gebrauch oder alle zwei bis drei Tage. Das dauert nur einige Sekunden.
- Gründlich waschen: etwa einmal im Monat, bei viel Stylingprodukten oder fettigem Haar alle zwei Wochen.
- Nach einer Erkältung oder bei Schuppenproblemen: zusätzlich waschen.
Ein fester Rhythmus hilft: etwa immer dann, wenn Sie auch die Handtücher waschen oder das Bad putzen. Wer einen Putzplan nutzt, trägt die Bürste gleich mit ein.
Was Sie brauchen
- einen Stielkamm oder einen groben Kamm, alternativ einen Zahnstocher oder eine Schere
- eine Schüssel mit lauwarmem Wasser
- etwas mildes Shampoo
- eine alte Zahnbürste für den Borstengrund
- ein Handtuch
Speziell dafür gibt es kleine Reinigungsrechen für Haarbürsten. Ein Stielkamm, wie ihn viele ohnehin im Bad haben, erfüllt denselben Zweck.
Haarbürste reinigen: Schritt für Schritt
- Haare lösen. Mit dem Stiel eines Stielkamms oder den Zinken eines groben Kamms dicht über dem Bürstenkissen unter die Haare fahren und sie nach oben herausziehen. Bei stark verfilzten Rundbürsten die Haare vorsichtig mit einer Schere einmal längs aufschneiden, dann lassen sie sich leicht abziehen.
- Shampoo-Wasser ansetzen. In einer Schüssel lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Shampoo verrühren. Heißes Wasser vermeiden, es kann Kleber und Kunststoffborsten verformen.
- Borsten waschen. Kunststoffbürsten mit den Borsten nach unten einige Minuten ins Wasser tauchen. Holz- und Naturborstenbürsten nur kurz eintauchen, sodass möglichst nur die Borsten nass werden.
- Borstengrund säubern. Mit einer alten Zahnbürste zwischen den Borsten und am Kissen entlangbürsten, bis der graue Belag weg ist.
- Ausspülen. Unter fließendem lauwarmem Wasser kurz abspülen, Holzgriffe dabei möglichst trocken halten.
- Trocknen. Die Bürste ausschütteln und mit den Borsten nach unten auf ein Handtuch legen. So läuft das Wasser aus der Bürste heraus und nicht ins Kissen oder in den Holzkörper. An der Luft vollständig trocknen lassen, meist über Nacht.
Kämme aus Kunststoff reinigen Sie genauso, nur einfacher: einige Minuten in Shampoo-Wasser legen, mit der Zahnbürste zwischen den Zinken säubern, abspülen, trocknen.
Rundbürsten und Bürsten mit dichten Borsten
In Rundbürsten wickeln sich Haare besonders fest um den Körper. Ziehen Sie sie nicht mit Gewalt ab, sondern schneiden Sie den Haarwickel mit einer kleinen Schere einmal längs auf und zupfen Sie die Stücke heraus. Rundbürsten mit Metall- oder Keramikkörper, die zum Föhnen gedacht sind, halten Sie beim Waschen möglichst nicht lange unter Wasser, damit der Körper innen nicht nass bleibt.
Holzbürste richtig reinigen
Holzbürsten, besonders solche mit Wildschwein- oder anderen Naturborsten, sind empfindlicher. Holz quillt bei längerem Kontakt mit Wasser auf, kann reißen oder sich verziehen, und Naturborsten werden weich und brechen leichter. Deshalb gilt: nie einweichen, nur kurz mit den Borsten nach unten eintauchen oder die Borsten mit einem feuchten Tuch und etwas Shampoo abreiben. Den Holzkörper wischen Sie nur mit einem gut ausgewrungenen Tuch ab und trocknen ihn sofort nach.
Ist der Holzgriff nach vielen Jahren stumpf und rau geworden, kann eine dünne Schicht Pflegeöl für Holz, etwa Leinöl, ihn auffrischen. Das Öl darf aber nicht an die Borsten gelangen. Ist Wasser in das Holz eingezogen, zeigt sich das oft als heller Rand; wie man solche Stellen behandelt, beschreibt der Ratgeber Wasserflecken auf Holz entfernen.
Bürsten mit Luftkissen
Bei Bürsten mit Luftkissen darf kein Wasser ins Kissen laufen. Die meisten dieser Bürsten haben seitlich oder am Griffansatz ein kleines Luftloch. Dringt Wasser dort ein, trocknet es kaum wieder heraus: Das Kissen bleibt feucht, beginnt zu riechen und kann schimmeln. Kleben Sie das Loch vor dem Waschen mit einem Stück Klebeband ab oder halten Sie es mit dem Finger zu, und tauchen Sie nur die Borstenspitzen ein, nie das ganze Kissen. Danach mit den Borsten nach unten trocknen.
Ist das Kissen bereits feucht oder riecht muffig, lässt sich das nur schwer beheben. Hat sich Schimmel gebildet, erkennbar an dunklen Flecken im Gummi, ersetzen Sie die Bürste.
Hausmittel: was hilft, was nicht
Shampoo ist das beste Mittel, denn es ist genau für Talg und Stylingreste gemacht. Bei hartnäckigen Rückständen von Haarspray oder Silikon hilft ein Teelöffel Natron im Shampoo-Wasser. Bei Kunststoffbürsten dürfen Sie auch einen Schuss Essig ins Wasser geben, er löst Kalkränder und riecht nach dem Trocknen nicht mehr. An Holz und Naturborsten lassen Sie Essig und Natron weg. Weitere Hausmittel und ihre Grenzen finden Sie unter Hausmittel zum Putzen.
Nicht geeignet sind Spülmaschine, Desinfektionsmittel und Alkohol. Hitze und Chemie greifen Kleber, Borsten und Kissen an, und für die Haarbürste im Haushalt ist Desinfektion ohnehin nicht nötig.
Wann eine neue Bürste fällig ist
Eine gute Bürste hält viele Jahre. Tauschen Sie sie aus, wenn Borsten abbrechen oder die Schutzkugeln an den Spitzen fehlen, denn scharfe Kanten reizen die Kopfhaut und rauen das Haar auf. Auch ein rissiges oder schimmliges Luftkissen, ein aufgequollener Holzkörper oder ein Geruch, der auch nach dem Waschen bleibt, sind klare Zeichen.
Häufige Fragen
Wie reinigt man eine Haarbürste am besten?
Zuerst die Haare mit einem Stielkamm herausziehen, dann die Borsten in lauwarmem Wasser mit Shampoo waschen, mit einer alten Zahnbürste nachhelfen, abspülen und mit den Borsten nach unten trocknen lassen.
Wie reinige ich eine Holzhaarbürste richtig?
Nie einweichen. Nur die Borsten kurz in Shampoo-Wasser tauchen oder mit einem feuchten Tuch abreiben, den Holzkörper trocken halten und sofort abtrocknen. Trocknen mit den Borsten nach unten.
Kann man die Haarbürste in die Spülmaschine geben?
Nein. Die Hitze verformt Kunststoff, löst Kleber und schadet Holz und Luftkissen.
Warum riecht meine Haarbürste muffig?
Meist ist Wasser in das Luftkissen oder in den Holzkörper gelangt und nicht getrocknet. Lässt sich der Geruch durch gründliches Trocknen nicht beheben, ist eine neue Bürste die bessere Lösung.



