Altes Benzin und Diesel entsorgen

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Altes Benzin und alter Diesel gehören zur Schadstoffsammlung, also zum Schadstoffmobil oder zur Schadstoffannahme am Wertstoffhof. Bringen Sie die Reste in einem zugelassenen Kraftstoffkanister hin, nicht in einer Getränkeflasche. In den Abfluss, auf den Boden oder ins Feuer darf Kraftstoff nie, auch nicht ein kleiner Rest aus dem Rasenmäher.
Wohin gehört altes Benzin?
| Was | Richtiger Weg |
| Altes Benzin oder Diesel im Kanister | Schadstoffmobil oder Schadstoffannahme am Wertstoffhof |
| Zweitaktgemisch (Benzin mit Öl) aus Motorsäge, Freischneider, Roller | Schadstoffsammlung |
| Kraftstoff mit Wasser, Schmutz oder unbekannter Mischung | Schadstoffsammlung, Inhalt auf dem Kanister angeben |
| Leerer Kraftstoffkanister mit Resten | Schadstoffsammlung |
| Defekter oder undichter Kanister | Inhalt in einen dichten zugelassenen Kanister umfüllen lassen, nicht so transportieren |
| Getränkte Lappen, Bindemittel | ausgelüftet und dicht verpackt zur Schadstoffsammlung, Kommune fragen |
Ob und in welcher Menge die Sammelstelle Kraftstoffe annimmt, regelt Ihre Kommune; die Angaben stehen im Abfallkalender, in der Abfall-App oder bei der Abfallberatung. Hier steht der Regelfall in Deutschland. Termine und Standorte finden Sie unter Schadstoffmobil.
Wann Benzin zum Abfall wird
Kraftstoff ist nicht ewig haltbar. Benzin verliert mit der Zeit leicht flüchtige Bestandteile, kann Wasser aufnehmen und bildet in Vergasern und Leitungen Ablagerungen. Motoren springen dann schlecht an oder laufen unrund. Diesel kann altern und verschmutzen. Wie schnell das geht, hängt von Sorte, Behälter und Lagerung ab; eine feste Frist lässt sich nicht nennen.
Typische Fälle für die Entsorgung sind der Kanister, der seit Jahren in der Garage steht, Kraftstoff aus einem stillgelegten Rasenmäher oder Roller, ein Gemisch, dessen Mischungsverhältnis niemand mehr kennt, und Benzin, das versehentlich in den falschen Tank kam und abgepumpt wurde. Kraftstoff, der verunreinigt aussieht, Wasser enthält oder schlecht riecht, gehört nicht mehr in einen Motor. Versuchen Sie nicht, ihn mit frischem Kraftstoff zu strecken; das ist eine Sache für die Schadstoffsammlung, nicht für Experimente.
Sicherheit: warum Benzin so heikel ist
Benzin ist hoch entzündlich, und schon bei niedrigen Temperaturen bilden sich Dämpfe, die mit Luft ein zündfähiges Gemisch ergeben. Diese Dämpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich am Boden, in Kellern und Gruben. Ein Funke, eine Zigarette oder eine Gastherme kann reichen. Diesel ist schwerer entflammbar, aber ebenfalls brennbar und gewässergefährdend. Hantieren Sie deshalb nur im Freien, bei kaltem Motor, ohne Zündquellen in der Nähe und nie in der Wohnung.
Benzin ist außerdem gesundheitsschädlich: Die Dämpfe sollten Sie nicht einatmen, auf der Haut wirkt es entfettend und reizend. Handschuhe aus beständigem Material und eine gute Belüftung gehören dazu. Wurde Kraftstoff verschluckt, kein Erbrechen herbeiführen, sondern sofort die Giftnotrufzentrale oder den Rettungsdienst über 112 anrufen.
Kraftstoff richtig sammeln und transportieren
- Zugelassenen Kanister nehmen. Für Kraftstoff gibt es Kanister aus Metall oder Kunststoff mit Bauartzulassung und entsprechender Kennzeichnung. Getränkeflaschen, Farbeimer oder Kanister für Wasser sind nicht geeignet: Sie können sich auflösen, undicht werden oder verwechselt werden.
- Nicht randvoll füllen. Kraftstoff dehnt sich bei Wärme aus. Lassen Sie im Kanister Luft.
- Sorten getrennt halten. Benzin, Diesel und Zweitaktgemisch nicht zusammenschütten, und keinesfalls Altöl, Bremsflüssigkeit oder Lösemittel dazugeben.
- Beschriften. Was drin ist und, wenn bekannt, wie alt.
- Aufrecht und gesichert transportieren. Im Kofferraum stehend, gegen Umfallen gesichert, nicht in der prallen Sonne und nur so lange im Auto wie nötig. Nicht rauchen.
- Abgeben. Bei der Sammelstelle sagen, dass es sich um Kraftstoff handelt; das Personal entscheidet, wie es weitergeht.
Für den privaten Transport von Kraftstoff gelten Mengen- und Behältervorschriften. Bei den kleinen Mengen, die in einem Haushalt anfallen, sind Sie mit einem zugelassenen Kanister im Rahmen; bei größeren Mengen fragen Sie vorab die Sammelstelle.
Tank von Rasenmäher und Co. leeren
Soll ein Gerät mit Verbrennungsmotor entsorgt oder für lange Zeit eingelagert werden, muss der Kraftstoff heraus. Bei vielen Geräten geht das mit einer kleinen Absaugpumpe aus dem Zubehörhandel direkt in den Kanister, draußen und bei kaltem Motor. Die Bedienungsanleitung sagt, ob der Hersteller einen anderen Weg vorsieht. Kippen Sie das Gerät dafür nicht einfach über einer Wiese aus. Wie das Gerät selbst entsorgt wird, steht unter Rasenmäher entsorgen; das Motoröl gehört getrennt zurück zum Händler, die Einzelheiten stehen unter Altöl entsorgen.
Tankstelle, Werkstatt, Wertstoffhof
Tankstellen verkaufen Kraftstoff, nehmen ihn aber in der Regel nicht zurück; eine Rücknahmepflicht wie beim Altöl gibt es für Benzin nicht. Werkstätten haben meist eigene Entsorger für Kraftstoffreste. Ob sie Privatleuten etwas abnehmen, ist ihre Entscheidung und häufig mit einer Gebühr verbunden. Der verlässliche Weg ist die kommunale Schadstoffsammlung. Manche Wertstoffhöfe haben dafür feste Öffnungszeiten, andere nehmen Schadstoffe nur an bestimmten Tagen an.
Leere Kanister
Ein Kraftstoffkanister ist nie wirklich leer: Dämpfe und ein Rest bleiben immer darin. Er gehört deshalb nicht in den Gelben Sack und nicht in den Restmüll, sondern zur Schadstoffsammlung. Ein intakter zugelassener Kanister ist allerdings kein Abfall, sondern lässt sich weiter verwenden oder verschenken. Mit Wasser ausspülen sollten Sie ihn nicht, denn dann gelangt der Rest ins Abwasser.
Kosten
Für private Haushalte ist die Abgabe haushaltsüblicher Mengen bei der Schadstoffsammlung in den meisten Kommunen kostenlos. Was haushaltsüblich ist und ob größere Mengen etwas kosten, legt die Kommune fest. Bei Werkstätten oder gewerblichen Entsorgern hängt es vom Betrieb ab.
Typische Fehler
- Benzin in den Gully oder Ausguss kippen. Es ist gewässergefährdend, und Dämpfe in der Kanalisation sind gefährlich.
- Rest im Garten verschütten oder „verdunsten lassen“. Der Boden wird verunreinigt, die Dämpfe sind brennbar.
- Benzin zum Anzünden von Grill, Lagerfeuer oder Gartenabfällen verwenden. Das führt immer wieder zu schweren Verbrennungen.
- Kraftstoff in Getränkeflaschen aufbewahren.
- Kanister im Keller oder in der Wohnung lagern.
Weitere Schadstoffe aus Garage und Werkstatt: Bremsflüssigkeit entsorgen und Kühlflüssigkeit entsorgen. Die Übersicht über alle Wege gibt Wertstoffhof.
Häufige Fragen
Wo kann ich altes Benzin entsorgen?
Beim Schadstoffmobil oder an der Schadstoffannahme des Wertstoffhofs, in einem zugelassenen Kanister. Die Termine stehen im Abfallkalender oder in der Abfall-App Ihrer Kommune.
Nimmt die Tankstelle altes Benzin zurück?
In der Regel nicht. Eine Rücknahmepflicht gibt es für Kraftstoffe nicht. Fragen Sie im Zweifel vorher nach; verlässlich ist die kommunale Schadstoffsammlung.
Wie entsorge ich alten Diesel?
Genauso wie Benzin: im zugelassenen Kanister zur Schadstoffsammlung. Diesel nicht mit Benzin oder Altöl mischen.
Kann ich altes Benzin noch verwenden?
Kraftstoff, der lange gelagert wurde, verunreinigt aussieht oder Wasser enthält, kann Motoren schaden. Im Zweifel gehört er zur Schadstoffsammlung statt in den Tank.
Was mache ich mit einem leeren Benzinkanister?
Einen intakten zugelassenen Kanister können Sie weiterverwenden oder verschenken. Ein kaputter Kanister mit Resten gehört zur Schadstoffsammlung, nicht in den Gelben Sack.



