Sparduschkopf: wie viel er spart und worauf es ankommt

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Ein Sparduschkopf senkt den Wasserdurchfluss beim Duschen von üblichen 12 bis 15 Litern je Minute auf etwa 6 bis 9 Liter. Weil Duschwasser warm ist, sparen Sie dabei zweimal: Wasser samt Abwasser und die Energie zum Erhitzen. In den meisten Haushalten ist das eine der günstigsten Sparmaßnahmen überhaupt – mit zwei wichtigen Ausnahmen bei der Warmwasserbereitung, die Sie vor dem Kauf klären sollten.
Wie ein Sparduschkopf funktioniert
Hinter dem Begriff stecken drei Bauweisen, die oft kombiniert werden.
Durchflussbegrenzer. Eine kleine Scheibe oder ein Einsatz im Anschluss verengt den Querschnitt. Einfache Begrenzer sind starr; bessere arbeiten mit einem Gummiring, der sich bei hohem Leitungsdruck stärker zusammendrückt und die Menge so einigermaßen gleich hält. Solche Begrenzer gibt es auch einzeln als Zwischenstück, das zwischen Armatur und Schlauch geschraubt wird.
Kleinere und weniger Düsen. Das Wasser tritt durch engere Öffnungen aus und wird dadurch schneller. Der Strahl fühlt sich kräftig an, obwohl weniger Wasser fließt.
Luftbeimischung. Durch seitliche Öffnungen saugt der Wasserstrom Luft an. Die Tropfen werden größer und weicher, der Strahl wirkt voller. Manche empfinden ihn als etwas kühler, weil die Tropfen auf dem Weg zum Körper Wärme abgeben.
Begriffe wie „Eco“ oder „Spar“ sind nicht geschützt. Verlassen Sie sich deshalb auf die Zahl: Die Durchflussmenge in Litern je Minute sollte auf der Verpackung stehen, meist bezogen auf einen Druck von 3 bar. Die Verbraucherzentrale rät zu Modellen mit weniger als 9 Litern je Minute.
Wie viel fließt vorher, wie viel nachher?
Die folgenden Spannen nennt die Verbraucherzentrale für herkömmliche Brausen; die Werte der Sparmodelle sind typische Herstellerangaben.
| Brause | Durchfluss je Minute | Wasser bei 8 Minuten Duschen |
| einfache Handbrause | etwa 10–12 Liter | 80–96 Liter |
| größere Handbrause, ältere Modelle | oft um 14 Liter | rund 110 Liter |
| Regendusche (Kopfbrause) | bis etwa 20 Liter | bis 160 Liter |
| Sparduschkopf | etwa 6–9 Liter | 48–72 Liter |
Wie viel Ihre eigene Dusche verbraucht, messen Sie in einer Minute: Halten Sie die voll aufgedrehte Brause in einen 10-Liter-Eimer und stoppen Sie die Zeit, bis er voll ist. 60 geteilt durch die Sekunden, mal 10, ergibt die Liter je Minute. Ist der Eimer nach 50 Sekunden voll, fließen 12 Liter je Minute. Braucht er länger als 70 Sekunden, haben Sie bereits eine sparsame Brause und gewinnen mit einem Tausch wenig.
Was das im Jahr ausmacht: ein Rechenbeispiel
Die Rechnung steht und fällt mit den Annahmen, deshalb stehen sie hier offen: eine Person, eine Dusche am Tag, 8 Minuten, vorher 12 Liter je Minute, nachher 7 Liter. Wasser und Abwasser zusammen 4 Euro je Kubikmeter, Strom 35 Cent je Kilowattstunde. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Werten nach.
- Wasser. 5 Liter weniger je Minute mal 8 Minuten sind 40 Liter am Tag, im Jahr rund 14.600 Liter, also 14,6 Kubikmeter. Bei 4 Euro je Kubikmeter sind das etwa 58 Euro.
- Energie. Um einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen, braucht es rund 1,16 Wattstunden. Von 10 °C Kaltwasser auf 38 °C Duschtemperatur sind es 28 Grad, also etwa 0,033 Kilowattstunden je Liter. Für 14.600 Liter ergibt das rund 475 Kilowattstunden im Jahr, Verluste der Anlage nicht mitgerechnet.
- Kosten der Energie. Bei einem elektrischen Durchlauferhitzer wären das mit 35 Cent je Kilowattstunde etwa 165 Euro. Bei Gas, Öl oder Fernwärme ist der Betrag kleiner; setzen Sie Ihren Preis je Kilowattstunde ein.
Die Energie ist also der größere Posten, nicht das Wasser. Wer nur jeden zweiten Tag oder nur vier Minuten duscht, halbiert die Ersparnis; in einem Haushalt mit vier Personen vervierfacht sie sich. Die kürzere Dusche spart übrigens genauso viel wie der neue Kopf – beides zusammen am meisten. Weitere Stellschrauben stehen unter Wasser sparen und im Beitrag zum Wasserverbrauch beim Duschen.
Durchlauferhitzer: hydraulisch oder elektronisch?
Hier liegt die häufigste Enttäuschung. Hydraulische Durchlauferhitzer schalten ihre Heizung erst ein, wenn genügend Wasser durchfließt – nach Angaben der Verbraucherzentrale meist erst ab etwa 8 Litern je Minute. Mit einem Sparduschkopf, der nur 6 oder 7 Liter durchlässt, bleibt das Wasser kalt, oder das Gerät schaltet beim Duschen ständig ein und aus, sodass die Temperatur schwankt.
Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer kommen mit kleinen Mengen zurecht und halten die eingestellte Temperatur. Welche Bauart Sie haben, verrät das Bedienfeld nur ungefähr: Ein Gerät mit zwei oder drei festen Stufen ist meist hydraulisch, eines mit Temperaturwahl in Grad elektronisch. Sicher ist nur die Typenbezeichnung auf dem Typenschild und die Auskunft des Herstellers. Die Anleitung nennt die Einschaltmenge.
Ein günstiger Test vor dem Kauf: Drehen Sie die Dusche nur so weit auf, dass der Eimer in etwa 80 bis 90 Sekunden voll wird – das entspricht rund 7 Litern je Minute. Bleibt das Wasser dabei gleichmäßig warm, verträgt Ihr Gerät einen Sparduschkopf dieser Größe. Auch Gas-Durchlauferhitzer und Kombithermen brauchen eine Mindestmenge; hier hilft derselbe Test.
Drucklose Speicher und Boiler: Finger weg
An einem drucklosen Warmwasserspeicher darf weder ein Sparduschkopf noch ein Durchflussbegrenzer montiert werden. Solche Geräte – meist kleine Boiler unter dem Waschbecken oder ältere Wandspeicher über der Wanne – sind zum Auslauf hin offen. Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus und tropft über den Auslauf ab; das ist gewollt. Jeder zusätzliche Widerstand am Auslauf lässt im Behälter Druck entstehen, für den er nicht gebaut ist. Armaturenhersteller schreiben deshalb ausdrücklich vor, hinter solchen Speichern keine Drosseln oder fremden Strahlregler einzubauen, weil der Speicher sonst Schaden nimmt.
Sie erkennen einen drucklosen Speicher an der zugehörigen Niederdruckarmatur mit drei Anschlussschläuchen statt zwei und daran, dass der Hahn beim Aufheizen tropft. An solchen Anlagen gehört nur die Brause, die der Hersteller dafür vorsieht. Dasselbe gilt für den Wasserhahn; Näheres steht unter Perlator reinigen und wechseln.
Bei einer Zentralheizung mit Warmwasserspeicher, bei Fernwärme und bei druckfesten Speichern gibt es diese Einschränkung nicht.
Worauf Sie beim Kauf achten
- Litermenge: Angabe in Litern je Minute auf der Verpackung, am besten unter 9. Sehr niedrige Werte um 5 Liter verlängern bei langem Haar das Ausspülen.
- Anschluss: Handbrausen haben praktisch immer ein ½-Zoll-Gewinde und passen an jeden üblichen Schlauch.
- Strahlarten: Eine Umstellung ist angenehm, aber jede Mechanik mehr kann verkalken.
- Düsen: Weiche Noppen aus Silikon lassen sich mit dem Daumen von Kalk freirubbeln.
- Leitungsdruck: Bei ohnehin schwachem Druck wird der Strahl mit einem Begrenzer dünn. Klären Sie dann erst die Ursache, siehe Wasserdruck zu niedrig.
Brauchbare Modelle kosten meist zwischen 15 und 40 Euro.
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Die Montage dauert wenige Minuten und ist unter Duschkopf wechseln beschrieben. Wer zur Miete wohnt, hebt die alte Brause auf und schraubt sie beim Auszug wieder an.
Und die Legionellen?
Gelegentlich heißt es, Sparduschköpfe förderten Legionellen. Entscheidend für das Risiko sind die Warmwassertemperatur der Anlage und Wasser, das lange in Leitung und Schlauch steht – nicht die Bauart der Brause. Ein Sparduschkopf macht die Anlage nicht unsicher, ersetzt aber auch keine Vorsorge. Was dazugehört, lesen Sie unter Legionellen im Duschkopf und Warmwasser-Temperatur.
Häufige Fragen
Wie viel Wasser spart ein Sparduschkopf?
Gegenüber einer Brause mit 12 bis 15 Litern je Minute etwa ein Drittel bis die Hälfte. Wie viel es bei Ihnen ist, zeigt der Eimertest vor und nach dem Tausch.
Merkt man den Unterschied beim Duschen?
Bei guten Modellen mit 7 bis 9 Litern kaum, weil engere Düsen oder beigemischte Luft den Strahl kräftig halten. Bei sehr sparsamen Modellen und niedrigem Leitungsdruck wird der Strahl spürbar dünner.
Funktioniert ein Sparduschkopf mit jedem Durchlauferhitzer?
Nein. Hydraulische Geräte brauchen eine Mindestmenge, die viele Sparduschköpfe unterschreiten. Elektronische Geräte kommen damit in der Regel zurecht. Im Zweifel hilft der Test mit halb aufgedrehter Dusche oder eine Nachfrage beim Hersteller.
Reicht ein Durchflussbegrenzer als Zwischenstück?
Er spart ebenfalls Wasser und kostet nur wenige Euro. Weil die alte Brause aber für mehr Wasser gebaut ist, wird ihr Strahl meist schlapp. Ein Sparduschkopf ist auf die kleine Menge abgestimmt. Für beide gelten dieselben Einschränkungen bei Durchlauferhitzern und drucklosen Speichern.
Lohnt sich ein Sparduschkopf auch für eine Regendusche?
Große Kopfbrausen brauchen viel Wasser, damit der Regen gleichmäßig fällt. Es gibt sparsamere Kopfbrausen mit Luftbeimischung; mit einer Handbrause sparen Sie aber fast immer mehr.



