Skijacke und Skihose waschen und imprägnieren

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Skijacke und Skihose waschen Sie bei 30 °C im Outdoor- oder Feinwaschprogramm, mit flüssigem Funktionswaschmittel, ohne Weichspüler und mit einem zusätzlichen Spülgang. Im Kern ist das dieselbe Pflege wie bei jeder Jacke mit Membran; die Grundlagen zu Waschmittel, Wärme und Imprägnierung stehen im Beitrag Regenjacke waschen und neu imprägnieren. Skikleidung bringt aber eigene Besonderheiten mit: Wattierung, Schneefang, viele Klettverschlüsse, Sonnencreme am Kragen und eine lange Sommerpause im Schrank. Das Pflegeetikett hat Vorrang; die Zeichen erklärt der Beitrag Waschsymbole.
Wie oft und wann waschen?
Skikleidung wird wenige Wochen im Jahr getragen, dann aber intensiv: Schweiß von innen, Schnee, Streusalz, Sonnencreme und Liftfett von außen. Als Anhaltspunkt genügt bei ein bis zwei Wochen Skiurlaub eine Wäsche am Ende der Saison. Wer viele Tage auf der Piste steht, wäscht zusätzlich zwischendurch – immer dann, wenn die Kleidung riecht, sichtbar schmutzig ist oder Schnee nicht mehr abperlt, sondern den Stoff dunkel färbt.
Die wichtigste Wäsche ist die vor dem Einlagern. Schweiß und Hautfett, die über den Sommer im Futter bleiben, sorgen im nächsten Winter für muffigen Geruch und beeinträchtigen den Abperleffekt.
Skibekleidung waschen auf einen Blick
| Was | Temperatur | Programm | Waschmittel | Trockner |
| Wattierte Skijacke mit Membran | 30 °C, laut Etikett auch 40 °C | Outdoor oder Feinwäsche | Funktionswaschmittel, flüssig | laut Etikett, niedrige Temperatur |
| Skihose, Latzhose | 30 °C | Outdoor oder Feinwäsche | Funktionswaschmittel, flüssig | laut Etikett, niedrige Temperatur |
| Ungefütterte Shelljacke | 30–40 °C laut Etikett | Outdoor oder Feinwäsche | Funktionswaschmittel | oft erlaubt |
| Skijacke mit Daunenfüllung | 30 °C | Daunen- oder Feinwäsche | Daunenwaschmittel | ja – siehe Daunenjacke waschen |
| Softshell-Skihose | 30 °C | Outdoor oder Feinwäsche | Funktionswaschmittel | laut Etikett |
Die meisten Skijacken sind mit Synthetikwatte gefüttert und damit unkompliziert. Steckt Daune darin, gilt die Anleitung für Daunenjacken: anderes Waschmittel und Trocknen mit Bällen.
Vorbereiten: Skikleidung hat viele Ecken
- Alle Taschen leeren. Skipass aus der Ärmeltasche, Brillenputztuch, Taschentücher, Müsliriegelpapier, Handwärmer. Ein mitgewaschener Skipass mit Chip ist danach meist unbrauchbar.
- Elektronik und Ausrüstung entfernen. Lawinenverschüttetensuchgerät, Akkus für Heizwesten oder Heizeinlagen und herausnehmbare Rückenprotektoren gehören nicht in die Maschine. Fest eingenähte Reflektoren zur Ortung sind passiv und können mitgewaschen werden, sofern der Hersteller nichts anderes angibt.
- Abnehmbares abnehmen. Hosenträger abknöpfen oder ausklipsen, Fellbesatz von der Kapuze nehmen; abnehmbare Kapuze und Schneefang einzeln mitwaschen.
- Schneefang schließen. Den elastischen Bund im Inneren der Jacke zuknöpfen, damit sich seine Gummierung und die Druckknöpfe nirgends verhaken. An der Hose die inneren Gamaschen über den Saum ziehen.
- Klett und Reißverschlüsse zu. Skikleidung hat besonders viel Klett: an Ärmelbündchen, Kapuze, Taschenpatten und Hosensaum. Offener Klett raut Futter und Oberstoff auf. Belüftungsreißverschlüsse nicht vergessen, Kordelzüge lockern.
- Auf links drehen. Die verschwitzte Innenseite wird besser erreicht, die Außenseite geschont.
Flecken vor der Wäsche behandeln
Bei 30 °C mit mildem Waschmittel gehen manche Flecken nicht von allein heraus.
- Sonnencreme und Make-up am Kragen und Kinnschutz. Fetthaltig und oft gelblich. Mit etwas Flüssigwaschmittel oder Gallseife und lauwarmem Wasser sanft einarbeiten, 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Mehr dazu unter Sonnencreme-Flecken entfernen.
- Liftfett und Öl an Hosenboden und Hosenbein. Dunkle, schmierige Streifen vom Sessellift oder von den Skikanten. Mit Gallseife oder einem Tropfen Spülmittel vorbehandeln und ausspülen. Nicht kräftig bürsten – das trägt die Imprägnierung an der Stelle ab. Lösungsmittel wie Waschbenzin können Beschichtungen und Nahtbänder angreifen; nur verwenden, wenn der Hersteller es zulässt.
- Salzränder am Hosensaum. Lösen sich in klarem Wasser; vor der Wäsche ausspülen.
- Harz, Kakao, Glühwein. Wie bei anderer Kleidung zügig behandeln, aber ohne Bleiche und Fleckensalz.
Waschen in der Maschine
- Jacke und Hose getrennt oder höchstens zusammen. Wattierte Teile brauchen Platz und viel Wasser; die Trommel sollte nur locker gefüllt sein.
- Waschmittelfach ausspülen. Reste von Pulver und Weichspüler aus der letzten Wäsche gelangen sonst mit hinein.
- Flüssiges Funktionswaschmittel knapp dosieren. Pulver löst sich bei 30 °C schlecht und bleibt als heller Belag in Wattierung, Nähten und Klett hängen. Ist das schon passiert, hilft ein weiterer Durchlauf ohne Waschmittel.
- Kein Weichspüler. Er mindert die Atmungsaktivität der Membran und den Abperleffekt.
- Zusätzlich spülen. Bei wattierter Kleidung besonders wichtig, weil die Füllung Waschmittel festhält.
- Niedrig schleudern. Etwa 600 bis 800 Umdrehungen. Bleibt viel Wasser in der Jacke, noch einmal kurz schleudern.
Geeignet ist jedes Funktionswaschmittel für Outdoorbekleidung; was Membranstoffe grundsätzlich brauchen, steht unter Funktionskleidung waschen.
Trocknen
Erlaubt das Etikett den Trockner, ist er bei wattierter Skikleidung die bessere Wahl: niedrige Temperatur, Schonprogramm, zwei oder drei Trocknerbälle für die Füllung. Die Wärme frischt zugleich die vorhandene Imprägnierung auf. Zwischendurch herausnehmen, aufschütteln und die dicken Stellen prüfen.
Ohne Trockner hängen Sie die Jacke auf einen breiten Bügel und die Hose am Bund auf, mit geöffneten Reißverschlüssen, an einem luftigen Platz und nicht direkt über der Heizung. Wattierte Teile brauchen ein bis zwei Tage. Erst einlagern, wenn auch Taschenbeutel, Bund und Schneefang ganz trocken sind.
Imprägnieren: dort, wo der Schnee sitzt
Ob es nötig ist, zeigt der Tropfentest nach dem Trocknen: Perlt Wasser ab, bleibt die Flasche zu. Zieht es ein, wird nachimprägniert. Bei Skikleidung sind es fast immer dieselben Stellen – Gesäß und Oberschenkelrückseite vom nassen Liftsessel, Knie vom Hinknien im Schnee, Schultern und Unterarme, an der Hose der Saum.
Für wattierte und gefütterte Skikleidung ist ein Imprägnierspray die passende Wahl, weil es nur außen wirkt und das Futter saugfähig bleibt. Einwaschmittel eignen sich eher für ungefütterte Shelljacken. Sprühen Sie nur im Freien und atmen Sie den Nebel nicht ein; auf dem Hotelbalkon ja, im Skikeller nein. Fluorfreie Mittel, meist als „PFC-frei“ gekennzeichnet, reichen für den Pistenalltag aus. Vorgehen, Wärmebehandlung und die Unterschiede der Mittel beschreibt der Regenjacken-Artikel im Einzelnen.
Einlagern über den Sommer
- Sauber und vollständig trocken wegräumen.
- Hängend oder locker gefaltet lagern, nicht im Vakuumbeutel und nicht unter anderen Sachen zusammengedrückt. Dauerhaft gepresste Wattierung verliert an Bausch und damit an Wärmeleistung.
- Trocken und dunkel, also im Kleiderschrank statt im feuchten Keller oder auf dem heißen Dachboden. Feuchtigkeit lässt Beschichtungen altern und fördert Stockflecken.
- Taschen offen lassen und nichts darin vergessen. Ein Rest Sonnencreme oder ein Lippenpflegestift hinterlässt über den Sommer Fettflecken.
- Bei der Gelegenheit prüfen: Reißverschlüsse, Druckknöpfe, Nahtbänder innen und den Kantenschutz am Hosensaum. Im Frühjahr ist für Reparaturen Zeit, im Dezember nicht.
Typische Fehler
- Ungewaschen einlagern. Geruch und Flecken setzen sich über Monate fest.
- Pulver, Vollwaschmittel, Weichspüler. Rückstände und verminderte Funktion sind die Folge.
- Offener Klett. Er zieht Fäden aus Futter und Bündchen.
- Zum Trocknen auf den Heizkörper legen. Punktuelle Hitze schadet Beschichtung und Nahtbändern.
- Großflächig imprägnieren, ohne vorher zu waschen. Das Mittel hält auf Schmutz nicht.
Häufige Fragen
Kann man Skijacke und Skihose zusammen waschen?
Ja, wenn beide locker in die Trommel passen und dieselbe Pflege brauchen. Bei dick wattierten Teilen oder einer kleinen Maschine besser einzeln, sonst wird nicht sauber gespült.
Bei wie viel Grad wäscht man Skikleidung?
Meist bei 30 °C, einzelne Teile laut Etikett bei 40 °C. Heißer sollte es wegen Membran, verklebten Nähten und Wattierung nicht sein.
Darf eine Skijacke in den Trockner?
Viele dürfen, bei niedriger Temperatur. Entscheidend ist das Trocknersymbol auf dem Etikett. Ist es durchgestrichen, trocknet die Jacke auf dem Bügel an der Luft.
Muss ich Skikleidung nach jeder Wäsche imprägnieren?
Nein. Oft genügt die Wärme im Trockner, um den Abperleffekt aufzufrischen. Neu imprägniert wird nur, wenn Wasser danach noch einzieht – und dann vor allem an den beanspruchten Stellen.
Wie wasche ich die Skikleidung der Kinder?
Genauso. Weil Kinder mehr im Schnee sitzen und knien, lässt die Imprägnierung an Gesäß und Knien schneller nach; dort lohnt der Tropfentest besonders.



