Hemden waschen: Kragen, Programm und richtig aufhängen

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Hemden waschen Sie bei 40 °C im Hemden- oder Pflegeleichtprogramm, mit offenen Knöpfen, vorbehandeltem Kragen und niedriger Schleuderdrehzahl. Danach kommen sie sofort nass auf einen Kleiderbügel. Wer diese wenigen Punkte beachtet, bekommt saubere Kragen und muss deutlich weniger bügeln.
Temperatur, Programm und Waschmittel im Überblick
Die meisten Hemden bestehen aus Baumwolle oder einer Mischung mit Polyester und tragen im Etikett 40 °C. Was die übrigen Zeichen bedeuten, steht unter Waschsymbole; das Pflegeetikett hat Vorrang, besonders bei Hemden mit Stretch-Anteil und bei bügelfreier Ware.
| Was | Temperatur | Programm | Waschmittel | Trockner |
| Baumwollhemd, weiß | 40 °C, 60 °C nur laut Etikett | Hemden oder Pflegeleicht | Vollwaschmittel | besser nicht |
| Baumwollhemd, farbig oder dunkel | 30–40 °C | Hemden oder Pflegeleicht | Colorwaschmittel | besser nicht |
| Bügelfrei und bügelleicht | 40 °C | Hemden oder Pflegeleicht | Voll- oder Colorwaschmittel je nach Farbe | nur nach Etikett, niedrige Stufe |
| Mischgewebe mit Polyester oder Elasthan | 30–40 °C | Pflegeleicht | Colorwaschmittel | nein |
| Leinenhemd | 30–40 °C | Pflegeleicht oder Feinwäsche | Fein- oder Colorwaschmittel | nein |
| Seidenhemd, Seidenbluse | kalt bis 30 °C | Handwäsche | Seidenwaschmittel ohne Enzyme | nein |
Für Leinen und Seide gibt es eigene Anleitungen: Leinen waschen und Seide waschen.
Vorbereiten: Kragen, Knöpfe, Stäbchen
Die Vorbereitung dauert pro Hemd eine halbe Minute und entscheidet über das Ergebnis.
- Brusttasche leeren. Ein vergessener Kugelschreiber oder ein Papiertaschentuch ruiniert die ganze Ladung.
- Kragenstäbchen herausnehmen. Die kleinen Stäbchen aus Kunststoff oder Metall stecken in Taschen an der Unterseite der Kragenspitzen. In der Maschine verbiegen sie, scheuern den Stoff durch oder gehen verloren. Bei manchen Hemden sind sie fest eingenäht – dann bleiben sie natürlich drin.
- Alle Knöpfe öffnen. Auch die an den Manschetten, am Kragen und die kleinen Knöpfe eines Button-down-Kragens. Bei geschlossenen Knöpfen zerrt die Trommelbewegung an Fäden und Knopflöchern, und die Knopfleiste wird nicht richtig sauber.
- Kragen und Manschetten aufklappen. So erreichen Wasser und Waschmittel den Kragenbruch, also die Kante, an der der Kragen umgelegt wird. Dort sitzt der dunkle Rand.
- Kragen und Manschetten vorbehandeln. Den Stoff anfeuchten und Gallseife oder einen Tropfen Flüssigwaschmittel einreiben, mit den Fingern oder einer weichen Bürste. Zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lassen, nicht antrocknen lassen. Der Rand besteht aus Hautfett, Schweiß und Hautschuppen, und gegen Fett wirkt Gallseife besonders gut.
- Achseln prüfen. Gelbe oder steife Stellen unter den Armen sind Schweiß- und Deorückstände. Sie brauchen eine eigene Behandlung, die der Beitrag Schweißflecken entfernen beschreibt. Je früher, desto besser: Nach vielen Wäschen sitzen sie fest.
- Auf links drehen, wenn das Hemd dunkel ist. Dunkle und bedruckte Hemden behalten so länger ihre Farbe. Helle Hemden können rechts herum bleiben.
Waschen: so stellen Sie die Maschine ein
- Trommel nur halb füllen. Hemden brauchen Platz. In einer vollen Trommel werden sie zusammengepresst, und jede Falte wird beim Schleudern festgedrückt. Waschen Sie Hemden am besten unter sich, sortiert nach Weiß, Hell und Dunkel.
- Hemden- oder Pflegeleichtprogramm wählen. Beide arbeiten mit mehr Wasser und weniger Trommelbewegung als das Baumwollprogramm. Ein Kurzprogramm ist für getragene Hemden mit Kragenrand meist zu knapp.
- 40 °C einstellen. Das reicht für normal getragene Hemden. Dunkle und empfindliche Hemden waschen Sie bei 30 °C.
- Waschmittel nach Farbe wählen. Für weiße Hemden Vollwaschmittel; als Pulver enthält es Bleiche, die Vergrauen und Gilb entgegenwirkt. Für farbige und dunkle Hemden Colorwaschmittel, damit die Farben nicht verblassen.
- Niedrig schleudern. Eine Drehzahl im unteren Bereich genügt, viele Hemdenprogramme stellen das von selbst ein. Je höher die Drehzahl, desto tiefer die Knitter.
- Sofort ausräumen. Jede Viertelstunde, die Hemden nass in der Trommel liegen, macht das Bügeln mühsamer.
Weichspüler ist nicht nötig. Wer feste, glatte Kragen und Manschetten mag, kann stattdessen mit Wäschestärke arbeiten; wie das geht, steht im Beitrag Wäschestärke.
Trocknen: nass auf den Bügel
Hier wird die meiste Bügelarbeit gespart.
- Ausschütteln. Das Hemd an den Schultern fassen und zwei-, dreimal kräftig ausschlagen.
- Auf einen Kleiderbügel hängen. Am besten einen aus Kunststoff oder lackiertem Holz mit breiten, abgerundeten Schultern. Dünne Drahtbügel hinterlassen Beulen, rohes Holz kann auf nassem Stoff abfärben.
- Den obersten Knopf schließen. Dann sitzt der Kragen rund und rutscht nicht vom Bügel.
- Glatt ziehen. Knopfleiste, Nähte, Manschetten und Kragen mit den Händen in Form ziehen und glatt streichen. Die Ärmel nach unten ausstreichen.
- Frei hängen lassen. Mit Abstand zum nächsten Hemd und nicht in praller Sonne, die Farben ausbleicht und Weißes auf Dauer vergilben lässt.
Den Trockner vertragen viele Hemden schlecht: Baumwolle kann einlaufen, und was in der Trommel heiß durchtrocknet, ist voller Knitter. Erlaubt das Etikett den Trockner, dann auf niedriger Stufe und nur kurz – die Hemden sollten noch leicht feucht herauskommen und auf dem Bügel fertig trocknen. Tipps für die Wohnung stehen unter Wäsche aufhängen.
Bügeln – und wann Sie es sich sparen können
Am leichtesten lassen sich Hemden bügeln, solange sie noch etwas feucht sind. Die Reihenfolge von Kragen über Manschetten und Ärmel bis zum Rücken erklärt der Beitrag Hemd bügeln. Hängt ein Hemd nur wenig knittrig auf dem Bügel und verschwindet es ohnehin unter einem Pullover, reicht oft das Glattstreichen im feuchten Zustand; weitere Wege stehen unter Glätten ohne Bügeleisen.
Die Kragenstäbchen kommen erst nach dem Bügeln wieder hinein. Für den Schrank oder die Reise zeigt der Beitrag Hemden falten drei Methoden.
Bügelfreie Hemden richtig behandeln
Bügelfreie und bügelleichte Hemden bestehen meist aus Baumwolle, die mit einer besonderen Ausrüstung behandelt wurde, damit die Fasern weniger knittern. Das Versprechen gilt nur, wenn die Wäsche dazu passt:
- 40 °C im Hemden- oder Pflegeleichtprogramm, Trommel halb voll,
- niedrig schleudern,
- sofort nass aufhängen und glatt ziehen,
- kein heißer Trockner, sofern das Etikett nichts anderes sagt.
Dann sind sie nach dem Trocknen tatsächlich tragbar oder brauchen nur ein kurzes Überbügeln an Kragen und Knopfleiste. Wer sie voll schleudert und über Nacht in der Trommel lässt, muss auch ein bügelfreies Hemd bügeln. Mit den Jahren lässt die Wirkung der Ausrüstung nach.
Typische Fehler
- Kragenrand nicht vorbehandelt. Er wird von Wäsche zu Wäsche dunkler und geht irgendwann nicht mehr heraus.
- Zu heiß gewaschen. Baumwolle läuft ein, Ärmel und Kragenweite passen nicht mehr. Der verstärkte Kragen kann Blasen werfen, wenn sich die Einlage vom Oberstoff löst.
- Weiße Hemden mit Buntem gewaschen. Sie vergrauen schleichend. Ist es passiert, hilft der Beitrag Weiße Wäsche wieder weiß.
- Chlorbleiche auf Schweißflecken. Sie kann gelbe Ränder noch verstärken und greift die Fasern an.
- Flecken mit heißem Bügeleisen überbügelt. Hitze fixiert Flecken. Erst entfernen, dann bügeln.
Wie oft muss ein Hemd in die Wäsche?
Ein Hemd, das einen Arbeitstag lang direkt auf der Haut getragen wurde, gehört danach in die Wäsche: Kragen und Achseln haben Schweiß und Hautfett aufgenommen, auch wenn man es noch nicht sieht. Wer ein Unterhemd trägt und das Hemd nur wenige Stunden anhatte, kann es auslüften und ein zweites Mal anziehen. Getragene Hemden sollten nicht wochenlang im Wäschekorb liegen, weil Schweißränder mit der Zeit schwerer herausgehen.
Häufige Fragen
Bei wie viel Grad wäscht man Hemden?
Meist bei 40 °C, dunkle und empfindliche Hemden bei 30 °C. Weiße Baumwollhemden vertragen nur dann 60 °C, wenn das Etikett es ausweist; viele Hemden laufen bei dieser Temperatur ein.
Welches Programm ist für Hemden richtig?
Das Hemden- oder Blusenprogramm, falls vorhanden, sonst Pflegeleicht. Beide schonen den Stoff und schleudern nur schwach. Das Baumwollprogramm reinigt kräftiger, hinterlässt aber deutlich mehr Knitter.
Soll man Hemden beim Waschen zuknöpfen?
Nein. Offene Knöpfe schonen Knopflöcher und Nähgarn, und die Knopfleiste wird sauberer. Erst zum Trocknen auf dem Bügel schließen Sie den obersten Knopf.
Wie bekommt man den Kragenrand wieder sauber?
Den feuchten Kragen mit Gallseife oder Flüssigwaschmittel einreiben, etwas einwirken lassen und das Hemd dann normal waschen. Bei alten, dunklen Rändern das Ganze wiederholen, bevor das Hemd getrocknet und gebügelt wird.
Wie viele Hemden passen in eine Waschladung?
So viele, dass die Trommel etwa halb voll ist. Bei einer üblichen Haushaltsmaschine sind das ungefähr fünf bis sieben Hemden. Weniger Füllung bedeutet weniger Knitter.



