Wäsche aufhängen: so trocknet sie schnell und knitterarm

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Wäsche aufhängen ist schnell erledigt – und entscheidet doch darüber, ob die Sachen in ein paar Stunden glatt und frisch von der Leine kommen oder zerknittert, mit Klammerbeulen und muffigem Geruch. Drei Dinge machen den Unterschied: sofort aufhängen, jedes Teil ausschlagen und genug Abstand lassen. Der Rest ist eine Frage davon, welches Stück wie hängt.
Vor dem Aufhängen: sofort herausnehmen und ausschlagen
Feuchte Wäsche, die in der Trommel liegen bleibt, knittert unter ihrem eigenen Gewicht fest und beginnt nach einigen Stunden zu riechen. Nehmen Sie sie deshalb heraus, sobald die Maschine fertig ist. Hat es doch länger gedauert und die Wäsche riecht schon, lesen Sie unter Wäsche riecht muffig, was dann hilft.
Dann jedes Teil einzeln an zwei Ecken oder am Bund fassen und zwei-, dreimal kräftig ausschlagen. Das löst die Schleuderfalten, richtet die Fasern auf und macht Frottee weicher. Danach mit den Händen glatt streichen, Nähte, Knopfleisten und Säume in Form ziehen, Taschen und Kragen ausrichten. Was jetzt glatt hängt, trocknet glatt.
Auch die Schleuderdrehzahl spielt mit: Hohe Drehzahlen holen mehr Wasser heraus und verkürzen die Trockenzeit, pressen aber tiefere Falten in den Stoff. Für Handtücher und Bettwäsche ist viel Schleudern richtig, für Hemden, Blusen und Feines eine niedrigere Stufe – diese Teile hängen dann etwas länger, sind aber fast bügelfertig.
Was hängt wie? Die Übersicht
| Wäschestück | So aufhängen | Warum |
| Hemden, Blusen | auf einen Bügel, oberster Knopf zu, Kragen aufgestellt | hängen sich glatt, keine Klammerspuren |
| T-Shirts, Tops | kopfüber am Saum klammern oder über die Stange legen | Schultern und Ausschnitt leiern nicht aus |
| Hosen, Jeans | am Bund klammern oder kopfüber an den Beinsäumen | das Gewicht zieht die Beine glatt |
| Röcke | am Bund | der Stoff fällt wie beim Tragen |
| Pullover, Strick, Wolle | liegend auf einem Handtuch oder Wäschenetz | nasser Strick zieht sich hängend in die Länge |
| Handtücher | einzeln, an der kurzen Seite geklammert oder nur wenig übergeschlagen | möglichst viel Fläche an der Luft |
| Bettwäsche, Laken | einmal gefaltet über zwei Leinen oder an den Ecken geklammert | keine dicken Lagen, die innen feucht bleiben |
| Socken, Unterwäsche | Socken an der Spitze, Slips am Bund, BHs an der Mitte oder am Unterbrustband | Gummis und Bündchen werden geschont |
Hemden, T-Shirts und Hosen im Detail
Hemden und Blusen gehören nass auf einen Kleiderbügel. Nehmen Sie einen aus Kunststoff oder lackiertem Holz mit breiten Schultern; dünne Drahtbügel drücken Spitzen in die Schulterpartie, und rohes Holz kann auf hellem, nassem Stoff abfärben. Den obersten Knopf schließen, Kragen hochstellen, Knopfleiste und Manschetten glatt ziehen. Viele Hemden müssen danach nur noch kurz oder gar nicht gebügelt werden. Mehr dazu unter Hemden waschen.
T-Shirts hängen besser kopfüber: Zwei Klammern am unteren Saum, dort fallen Abdrücke nicht auf. An den Schultern geklammert, entstehen die bekannten Zipfel. Auch ein Bügel geht, wenn Sie ihn von unten einführen statt durch den Ausschnitt – sonst weitet sich der Kragen.
Hosen und Jeans klammern Sie am Bund oder, noch glatter, kopfüber an den Hosenbeinen. Schlagen Sie die Taschenbeutel nach außen, sie sind sonst das Letzte, was trocknet. Jeans hängen am besten auf links, damit die Farbe nicht ausbleicht; die Einzelheiten stehen unter Jeans waschen. Stoffhosen mit Bügelfalte legen Sie Naht auf Naht und hängen sie an den Säumen auf.
Strick hängt nie. Ein nasser Wollpullover wiegt ein Mehrfaches seines Trockengewichts und zieht sich an der Leine unwiderruflich lang. Rollen Sie ihn in ein Handtuch, drücken Sie das Wasser heraus, ziehen Sie ihn in Form und lassen Sie ihn flach liegend trocknen – auf einem Handtuch über dem Wäscheständer oder auf einem Trockennetz. Mehr zur Pflege unter Wolle waschen.
Abstand lassen: so ordnen Sie Leine und Wäscheständer
Wäsche trocknet, weil Luft an ihr vorbeistreicht und die Feuchtigkeit mitnimmt. Ein dicht behängter Ständer, auf dem sich die Teile berühren, braucht deutlich länger und fängt eher an zu riechen.
- Eine Handbreit Platz zwischen den Teilen ist ein guter Richtwert. Wenn der Platz knapp ist, lieber jede zweite Stange freilassen und die nächste Ladung später waschen.
- Dickes nach außen, Dünnes nach innen. Handtücher, Jeans und Sweatshirts hängen an den äußeren Stangen, wo am meisten Luft hinkommt.
- Lang und kurz abwechseln. So entstehen Luftgassen zwischen den Reihen.
- Nicht doppelt legen. Was mit zwei Lagen über der Stange hängt, bleibt an der Knickstelle am längsten feucht. Große Teile über zwei Stangen ziehen.
- Bügel nutzen. Hemden auf Bügeln an Türrahmen, Duschstange oder der Außenkante des Ständers sparen Stangenplatz.
- Nach der Hälfte der Zeit wenden. Dicke Teile einmal umhängen oder umdrehen, vor allem Bündchen, Taschen und Kapuzen.
Klammerabdrücke und Stangenfalten vermeiden
Klammern hinterlassen Beulen, wenn sie mitten im Stoff sitzen und der Stoff unter Zug trocknet. Setzen Sie sie deshalb dorthin, wo ohnehin eine Naht verläuft oder niemand hinsieht: an Bund, Saum, Seitennaht, bei Hemden unter den Arm. Zwei Klammern verteilen das Gewicht besser als eine. Benachbarte Teile können sich eine Klammer teilen; das spart Platz, verlängert aber die Trockenzeit an der Überlappung.
Feine Stoffe und Strick vertragen gar keine Klammern. Hier helfen Bügel, das Überlegen über eine dicke Stange oder das Trocknen im Liegen. Gegen die Querfalte von der Wäscheleine hilft es, das Teil nur wenige Zentimeter überzuschlagen und zu klammern, statt es in der Mitte zu knicken. Alte Holzklammern, die grau geworden sind, sortieren Sie aus – sie können auf nasser, heller Wäsche Flecken hinterlassen.
Ist doch eine Beule geblieben: Stelle mit etwas Wasser anfeuchten, glatt ziehen und an der Luft trocknen lassen. Weitere Wege ohne Eisen stehen unter Bügeln ohne Bügeleisen.
Draußen oder drinnen trocknen?
Draußen
| Drinnen
|
Draußen gilt: Weißes darf in die Sonne, Buntes und Dunkles hängt auf links und im Schatten oder Halbschatten, denn UV-Licht bleicht Farbstoffe aus. Holen Sie die Wäsche ab, sobald sie trocken ist – stundenlang in praller Sonne werden Fasern hart und Farben fahl. Wer unter Heuschnupfen leidet, trocknet in der Pollensaison besser drinnen. Auch bei Frost trocknet Wäsche draußen, nur langsamer; gefrorene Teile nicht knicken, sondern erst auftauen lassen.
Drinnen kommt es vor allem auf den Raum und das Lüften an. Welcher Raum sich eignet, wie oft gelüftet werden sollte und wie Sie Feuchtigkeit und Schimmel im Griff behalten, steht ausführlich im Beitrag Wäsche in der Wohnung trocknen. Für das Aufhängen selbst gilt drinnen dasselbe wie draußen, nur mit noch etwas mehr Abstand. Den Ständer stellen Sie frei in den Raum, nicht direkt an die Wand oder vor Möbel, und Wäsche gehört nicht auf den Heizkörper: Sie trocknet dort ungleichmäßig und behindert die Wärmeabgabe.
Typische Fehler
- Wäsche bleibt in der Trommel liegen. Knitter und Geruch sind dann kaum noch aufzuhalten.
- Alles auf einen Ständer. Zwei Maschinenladungen auf einmal trocknen schlechter als zwei nacheinander.
- T-Shirts an den Schultern geklammert. Das gibt Zipfel, die erst die nächste Wäsche beseitigt.
- Pullover über die Leine. Der Knick und die gedehnten Ärmel bleiben.
- Buntes in der Mittagssonne. Nach einem Sommer ist die Vorderseite heller als die Rückseite.
- Feucht in den Schrank. Wäsche erst abnehmen und falten, wenn auch Bündchen, Nähte und Taschen trocken sind.
Häufige Fragen
Wie hängt man Wäsche auf, damit sie nicht knittert?
Sofort nach dem Waschen herausnehmen, jedes Teil kräftig ausschlagen, glatt ziehen und mit Abstand aufhängen. Hemden und Blusen kommen auf Bügel, Hosen an den Bund. Eine niedrigere Schleuderdrehzahl verringert die Falten zusätzlich.
Hängt man T-Shirts oben oder unten auf?
Besser unten am Saum, also kopfüber. Klammerabdrücke fallen dort nicht auf, und Schultern und Ausschnitt behalten ihre Form.
Wie lange braucht Wäsche zum Trocknen?
Das hängt von Stoff, Schleuderdrehzahl, Temperatur, Luftfeuchte und Luftbewegung ab. Draußen bei Wind und Sonne sind dünne Teile nach wenigen Stunden trocken, drinnen kann es einen Tag dauern. Dauert es deutlich länger, hängt die Wäsche zu eng oder der Raum ist zu feucht.
Darf man Wäsche über Nacht draußen hängen lassen?
Ja, sie nimmt dabei keinen Schaden. Durch Tau wird sie allerdings wieder klamm und ist morgens selten trocken. Besser abends abnehmen oder am nächsten Vormittag nachtrocknen lassen.
Welche Wäsche darf nicht auf die Leine?
Schwere Strickteile aus Wolle oder Kaschmir und alles, was sich nass verzieht, trocknet liegend. Daunenteile brauchen meist den Trockner, damit die Füllung nicht klumpt. Welche Stücke umgekehrt nicht in den Trockner gehören, zeigt der Beitrag Was darf nicht in den Trockner.



