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Schweißflecken und gelbe Ränder entfernen

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Weißer Hemdkragen mit gelber Krawatte und Manschettenknopf
Gelbe Ränder an Kragen und Achseln sind Schweiß und Deo, die sich verbunden haben
Inhalt8 Abschnitte
  1. Woher die gelben Ränder kommen
  2. Was Sie brauchen
  3. Frische Schweißflecken entfernen
  4. Gelbe Ränder und eingetrocknete Schweißflecken
  5. Wenn die Wäsche trotz Waschen nach Schweiß riecht
  6. Matratze, Sofa und Leder
  7. Schweißflecken vorbeugen
  8. Häufige Fragen

Schweißflecken lassen sich meist entfernen, solange sie nicht jahrelang eingewaschen wurden. Frische Flecken behandeln Sie kalt oder lauwarm mit Gallseife und waschen dann normal. Gelbe, steife Ränder unter den Achseln brauchen ein Einweichbad mit Zitronensäure oder Natron und danach eine Wäsche mit Vollwaschmittel. Wichtiger als jedes Mittel ist, die Wäsche nicht heiß vorzubehandeln und nicht in den Trockner zu geben, bevor der Fleck heraus ist.

Woher die gelben Ränder kommen

Frischer Schweiß ist fast farblos. Er besteht überwiegend aus Wasser mit Salzen, dazu kommen Harnstoff, Milchsäure, Eiweiß und – aus den Duftdrüsen der Achseln – Fette. Gelb wird der Fleck erst mit der Zeit:

  • Eiweiß und Fett setzen sich in der Faser fest und oxidieren. Das Ergebnis ist ein gelblicher Ton, besonders an Kragen und Achseln heller Kleidung.
  • Aluminiumsalze aus Antitranspirants verbinden sich mit diesen Bestandteilen zu festen Ablagerungen, die mit jeder Wäsche dicker werden. Das sind die steifen, harten Ränder.
  • Hitze beschleunigt beides. Heißes Wasser lässt Eiweiß gerinnen, der Trockner und das Bügeleisen fixieren die Ablagerungen.

Den Anteil des Deos behandelt der Beitrag über Deoflecken ausführlich. Hier geht es um den Schweiß selbst und um Flecken, die auch ohne Deo entstehen: an Kragen, Hutbändern, Bettwäsche, Matratzen und Polstern.

Was Sie brauchen

  • Gallseife, als Stück oder flüssig
  • Zitronensäurepulver oder Haushaltsessig
  • Natron oder Backpulver
  • enzymhaltiges Vollwaschmittel (nicht für Wolle und Seide)
  • für weiße Wäsche: Fleckensalz auf Sauerstoffbasis
  • eine weiche Bürste, etwa eine alte Zahnbürste

Frische Schweißflecken entfernen

  1. Kalt oder lauwarm vorspülen. Den Kragen oder die Achselpartie unter fließendem Wasser anfeuchten, nicht heiß.
  2. Gallseife einarbeiten. Die angefeuchtete Seife in den Fleck reiben und mit der Bürste sanft einarbeiten.
  3. Einwirken lassen, etwa eine halbe Stunde. Die Stelle feucht halten.
  4. Waschen. Mit Vollwaschmittel bei der höchsten Temperatur, die das Pflegeetikett erlaubt. Vollwaschmittel enthält Enzyme, die Eiweiß abbauen.
  5. An der Luft trocknen. Erst prüfen, dann bügeln oder in den Trockner.

Wer gelbe Kragen vermeiden will, wäscht Hemden und Blusen möglichst bald nach dem Tragen. Je länger Schweiß in der Faser sitzt, desto fester wird er.

Gelbe Ränder und eingetrocknete Schweißflecken

Alte, gelbe und steife Flecken brauchen ein Einweichbad. Welches Mittel passt, hängt vom Stoff ab:

MittelGeeignet fürAnwendung
Zitronensäureweiße und helle Baumwolle1 Esslöffel auf 1 Liter lauwarmes Wasser, einige Stunden bis über Nacht
Essighelle und farbige Stoffe nach Test1 Tasse Haushaltsessig auf 1 Liter Wasser, einige Stunden
Natron-Pasteleichte Ränder auf hellen Stoffenmit etwas Wasser anrühren, auftragen, einige Stunden wirken lassen
Fleckensalz (Sauerstoffbleiche)weiße Wäschenach Packungsangabe einweichen oder als Waschzusatz
Gallseifefast alle waschbaren Stoffe, auch farbigeeinreiben, 30 Minuten wirken lassen

Nach jedem Bad gründlich ausspülen und normal waschen. Säure und Natron nicht gleichzeitig verwenden, sie heben sich gegenseitig auf. Aspirintabletten tauchen oft als Geheimtipp auf; sie wirken als schwache Säure auch nicht besser als Zitronensäure.

Keine Chlorbleiche auf Schweißflecken. Chlor reagiert mit dem Eiweiß aus dem Schweiß und macht die Ränder oft noch gelber. Außerdem darf Chlorbleiche nie mit Essig, Zitronensäure oder anderen Säuren zusammenkommen – dabei entsteht giftiges Chlorgas. Und auf Wolle und Seide gehören weder Enzyme noch Bleiche: Beide zersetzen die Eiweißfasern. Hier nur Gallseife oder Wollwaschmittel und kurze, kalte Bäder.

Für stark verschmutzte Kragen gibt es Kragenreiniger und Vorwaschsprays mit Enzymen. Sie arbeiten ähnlich wie Gallseife und sparen vor allem das Einreiben.

Wenn die Wäsche trotz Waschen nach Schweiß riecht

Ein häufiges Problem, vor allem bei Sport- und Funktionskleidung. Die Ursache ist fast immer dieselbe: Hautfett und Schweißbestandteile haften an Kunstfasern wie Polyester fester als an Baumwolle, und bei 30 °C mit wenig Waschmittel gehen sie nicht vollständig heraus. Bakterien zersetzen die Reste, und der Geruch kommt mit der Körperwärme beim nächsten Tragen zurück. Auch der Schweißgeruch beim Bügeln zeigt an, dass noch Rückstände im Stoff sitzen, die die Hitze verdampft.

  • Auf links waschen, damit die Innenseite mehr Wasser und Waschmittel abbekommt.
  • Wärmer waschen, wenn das Etikett es erlaubt, bei Baumwolle gern 60 °C.
  • Richtig dosieren und die Trommel nicht überladen. Zu wenig Waschmittel und zu viel Wäsche sind die häufigsten Gründe für Restgeruch.
  • Einweichbad im Eimer mit etwas Essig oder Natron vor der Wäsche für Sportkleidung. Essig nicht dauerhaft ins Weichspülerfach geben, er greift auf Dauer Gummidichtungen der Maschine an.
  • Kein Weichspüler bei Funktionskleidung, er legt einen Film auf die Faser, in dem sich Gerüche halten.
  • Nicht im Wäschekorb liegen lassen. Verschwitzte Kleidung erst trocknen lassen, dann in den Korb.

Riecht die ganze Wäsche muffig, lohnt ein Blick in die Maschine; Hinweise dazu stehen im Beitrag über Stockflecken.

Matratze, Sofa und Leder

Schweißflecken auf der Matratze sind gelbliche, oft wolkige Ränder. Saugen Sie die Matratze ab, tupfen Sie den Fleck mit lauwarmem Wasser und etwas Gallseife oder Spülmittel ab und nehmen Sie die Feuchtigkeit mit einem trockenen Tuch wieder auf. Wenig Wasser verwenden, damit der Kern nicht durchfeuchtet. Danach gut trocknen lassen, am besten bei offenem Fenster. Natron, dünn aufgestreut und nach einigen Stunden abgesaugt, nimmt Geruch auf. Mehr steht im Beitrag über Matratzenflecken; ein waschbarer Matratzenschoner verhindert die meisten Flecken von vornherein.

Auf Stoffsofas gilt dasselbe Vorgehen. Abnehmbare Bezüge nach Pflegeetikett waschen. Glattleder an Armlehnen und Kopfteilen dunkelt durch Schweiß und Hautfett nach. Hier hilft ein milder Lederreiniger, danach Lederpflege. Keine Hausmittel mit Säure, Alkohol oder Natron – sie trocknen das Leder aus oder lösen die Farbe.

Schweißflecken vorbeugen

  • Hemden und Blusen bald waschen, nicht mehrmals tragen und dann liegen lassen.
  • Unterhemd oder Achselpads tragen, die den Schweiß aufnehmen, bevor er ins Oberteil zieht.
  • Deo trocknen lassen, bevor Sie sich anziehen, und sparsam auftragen.
  • Nicht heiß trocknen oder bügeln, solange Kragen und Achseln nicht wirklich sauber sind.
  • Atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle und Leinen wählen; Kunstfasern halten Geruch stärker.

Wer ungewöhnlich stark schwitzt, auch ohne Hitze oder Anstrengung, kann das ärztlich abklären lassen. Weitere Anleitungen stehen in der Übersicht Flecken entfernen.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich gelbe Schweißflecken aus weißen Hemden?

Einige Stunden oder über Nacht in lauwarmem Wasser mit Zitronensäure einweichen, dann Gallseife einarbeiten und mit Vollwaschmittel und Fleckensalz waschen. Keine Chlorbleiche verwenden, sie macht die Ränder gelber.

Warum riecht meine Wäsche trotz Waschen nach Schweiß?

Meist sitzen Hautfett und Schweißreste noch in der Faser, vor allem bei Kunstfasern und Wäschen bei 30 °C. Auf links, wärmer und ausreichend dosiert waschen, die Trommel nicht überladen und Sportkleidung vorher einweichen.

Kann man Schweißflecken mit heißem Wasser auswaschen?

Nicht als ersten Schritt. Hitze lässt das Eiweiß aus dem Schweiß gerinnen und setzt den Fleck fest. Vorbehandeln Sie kalt oder lauwarm; danach darf die Waschmaschine so heiß waschen, wie das Etikett erlaubt.

Wie entferne ich Schweißflecken aus der Matratze?

Absaugen, mit lauwarmem Wasser und etwas Gallseife abtupfen, Feuchtigkeit mit einem trockenen Tuch aufnehmen und gründlich trocknen lassen. Gegen Geruch Natron aufstreuen und nach einigen Stunden absaugen. Möglichst wenig Wasser verwenden.