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Fenster streifenfrei putzen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Hand führt einen Fensterwischer mit Einwascher über eine Glasscheibe
Für die Scheibe genügt lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel
Inhalt8 Abschnitte
  1. Was Sie brauchen
  2. Erst Rahmen, dann Glas
  3. Die Scheibe streifenfrei putzen
  4. Warum Streifen entstehen
  5. Essig, Spiritus, Zeitungspapier: was die Hausmittel taugen
  6. Besondere Fenster
  7. Wie oft Fenster putzen?
  8. Häufige Fragen

Fenster putzen Sie streifenfrei in dieser Reihenfolge: zuerst Rahmen und Dichtungen säubern, dann die Scheibe mit lauwarmem Wasser und einem Spritzer Spülmittel einwaschen, das Wasser mit einem Abzieher abziehen und die Ränder mit einem trockenen Mikrofasertuch nachwischen. Putzen Sie nicht in der prallen Sonne und nicht mit zu viel Spülmittel. Mehr Geheimnis steckt nicht dahinter, und teure Spezialreiniger brauchen Sie dafür nicht.

Was Sie brauchen

  • zwei Eimer oder einen Eimer und eine Schüssel: einen für Rahmen, einen für Glas
  • lauwarmes Wasser und Spülmittel
  • einen Einwascher (Fensterwischer mit Bezug) oder einen weichen Schwamm
  • einen Fensterabzieher mit Gummilippe, etwa 25 bis 35 cm breit
  • zwei saubere Mikrofasertücher für Glas, ein Tuch für die Rahmen
  • für Rahmen und Dichtungen eine weiche Bürste oder alte Zahnbürste
  • ein Handtuch für die Fensterbank

Erst Rahmen, dann Glas

Die Frage, ob zuerst der Rahmen oder die Scheibe dran ist, hat eine klare Antwort: erst der Rahmen. Beim Rahmenputzen läuft Schmutzwasser herunter und spritzt aufs Glas. Wer die Scheibe zuerst putzt, macht sie danach wieder schmutzig.

  1. Grob entstauben. Tote Insekten, Laub und Staub aus dem Falz und den Ecken mit Handfeger, Staubsauger oder Pinsel entfernen.
  2. Rahmen abwaschen. Mit Spülmittelwasser und Tuch, in den Ecken mit der Bürste. Kunststoffrahmen vertragen keine Scheuermittel, Holzrahmen nicht zu viel Wasser.
  3. Dichtungen abwischen. Mit feuchtem Tuch, ohne Essig oder Lösungsmittel, damit der Gummi nicht spröde wird.
  4. Wasserablauf prüfen. In der Unterseite des Rahmens sitzen bei Kunststofffenstern kleine Schlitze, die Wasser nach außen leiten. Mit einem Zahnstocher frei machen.
  5. Wasser wechseln, bevor es an die Scheibe geht.

Die Scheibe streifenfrei putzen

  1. Wasser vorbereiten. Einen Eimer lauwarmes Wasser mit einem kleinen Spritzer Spülmittel, wirklich nur ein paar Tropfen. Zu viel Spülmittel hinterlässt Schlieren.
  2. Einwaschen. Die Scheibe mit Einwascher oder Schwamm großzügig nass machen und den Schmutz lösen. Fliegendreck und Vogelkot kurz einweichen lassen, nicht trocken kratzen.
  3. Abziehen. Den Abzieher oben am Rand ansetzen, etwas schräg halten und in einem Zug nach unten ziehen, oder in S-Kurven von oben nach unten. Nach jedem Zug die Gummilippe mit dem Tuch abwischen.
  4. Ränder nacharbeiten. Die Wasserreste an Rahmen und Kanten mit einem trockenen Mikrofasertuch aufnehmen.
  5. Kontrollieren. Von der Seite gegen das Licht schauen. Einzelne Streifen mit einem trockenen, fusselfreien Tuch nachpolieren.

Stellen Sie sich zum Putzen nicht auf Stuhl oder Fensterbank. Eine standsichere Trittleiter oder ein Teleskopstiel ist sicherer. Außen nur so weit arbeiten, wie Sie sich nicht hinauslehnen müssen; Scheiben, die sich nicht öffnen lassen und außen schwer erreichbar sind, überlassen Sie einem Glasreiniger.

Warum Streifen entstehen

Streifen haben fast immer eine dieser Ursachen:

  • Sonne. Auf warmem Glas trocknet das Wasser, bevor der Abzieher es erreicht, und hinterlässt Rückstände. Putzen Sie bei bedecktem Himmel, morgens oder abends oder auf der Schattenseite. Auch bei Hitze um 30 °C trocknet das Glas zu schnell.
  • Zu viel Spülmittel oder Reiniger. Weniger ist mehr.
  • Schmutziges Wasser. Nach jedem Fenster oder spätestens bei trübem Wasser wechseln.
  • Kalk. Bei hartem Wasser bleiben Kalkflecken, wenn das Glas an der Luft trocknet. Hier hilft ein Schuss Essig im Wasser oder das Nachpolieren mit einem trockenen Tuch. Wer sehr hartes Wasser hat, nimmt für den letzten Durchgang destilliertes Wasser.
  • Verschmutztes Tuch. Mikrofasertücher, die mit Weichspüler gewaschen wurden, schmieren. Ohne Weichspüler waschen.
  • Abgenutzte Gummilippe. Kerben und Risse ziehen Streifen. Die Lippe lässt sich bei den meisten Abziehern austauschen.

Essig, Spiritus, Zeitungspapier: was die Hausmittel taugen

MittelEinschätzung
SpülmittelDer Standard: wenige Tropfen auf einen Eimer lösen Fett und Schmutz.
EssigHilft gegen Kalkflecken, riecht, und sollte nicht auf Dichtungen und Naturstein-Fensterbänke laufen.
SpiritusEin kleiner Schuss löst Fett und verdunstet streifenfrei; gut lüften, von offenem Feuer fernhalten.
GlasreinigerPraktisch für kleine Scheiben, Spiegel und Glastische, für große Fenster teurer als nötig.
ZeitungspapierPoliert gut nach, färbt aber auf helle Rahmen ab und macht schwarze Finger.
FensterlederNimmt viel Wasser auf, muss aber sauber und weich gehalten werden; ein Mikrofasertuch ist einfacher.

Glycerin im Wasser soll angeblich einen Abperleffekt erzeugen. Das bringt wenig und hinterlässt leicht einen Film. Wer wirklich möchte, dass Regen abperlt, greift zu einer Glasversiegelung; sie hält aber nur eine begrenzte Zeit.

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Besondere Fenster

  • Dachfenster: Die meisten Dachfenster lassen sich zum Putzen um 180 Grad drehen, so dass die Außenseite nach innen zeigt. Dazu gibt es meist eine Putzstellung mit Arretierung; wie sie funktioniert, steht in der Anleitung des Herstellers.
  • Sprossenfenster: Statt Abzieher ein fusselfreies Tuch verwenden, feucht wischen und trocken nachpolieren.
  • Nach Bauarbeiten: Zementspritzer und Estrichstaub nie trocken abreiben, sie zerkratzen das Glas. Erst gründlich einweichen, dann mit viel Wasser lösen. Festsitzende Spritzer vorsichtig mit einem Glasschaber mit neuer Klinge abheben, das Glas dabei immer nass halten.
  • Große Fensterfronten: Ein elektrischer Fensterputzer saugt das Wasser ab, statt es abzuziehen, und erleichtert die Arbeit bei vielen und großen Scheiben. Für die Außenseite hoher, schwer erreichbarer Scheiben gibt es Fensterputzroboter.

Wie oft Fenster putzen?

Zweimal im Jahr reicht für die meisten Fenster, im Frühjahr und im Herbst. An einer viel befahrenen Straße oder in der Nähe von Bäumen öfter. Viele verbinden es mit dem Frühjahrsputz und waschen dabei gleich die Gardinen. Beschlagen die Scheiben innen regelmäßig, liegt das nicht am Putzen, sondern an der Luftfeuchte; Hinweise dazu im Beitrag Kondenswasser am Fenster.

Häufige Fragen

Was ist das beste Mittel zum Fensterputzen?

Lauwarmes Wasser mit wenigen Tropfen Spülmittel. Mit einem Abzieher und einem trockenen Mikrofasertuch bekommen Sie damit fast jede Scheibe streifenfrei. Essig lohnt sich nur bei Kalkflecken.

Warum soll man Fenster nicht in der Sonne putzen?

Weil das Wasser auf dem warmen Glas antrocknet, bevor Sie es abziehen können. Die Rückstände bleiben als Streifen und Schlieren zurück. Besser bei bedecktem Himmel oder auf der Schattenseite putzen.

Heißes oder kaltes Wasser zum Fensterputzen?

Lauwarm. Heißes Wasser verdunstet zu schnell und macht Streifen, kaltes Wasser löst Fett schlechter.

Was ist beim Fensterputzen vor der Wohnungsübergabe zu beachten?

Fenster, Rahmen, Falze und Fensterbänke sollten sauber sein, innen wie außen, soweit Sie gefahrlos herankommen. Was genau verlangt werden kann, hängt vom Mietvertrag und vom Zustand bei Einzug ab; im Zweifel beim Vermieter nachfragen.