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Brokkoli einfrieren: so geht es richtig

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Brokkolikopf mit zwei Röschen vor weißem Hintergrund
Brokkoli wird in Röschen geteilt, blanchiert und abgeschreckt
Inhalt7 Abschnitte
  1. Warum Brokkoli vor dem Einfrieren blanchiert wird
  2. Der richtige Brokkoli zum Einfrieren
  3. Brokkoli einfrieren: Schritt für Schritt
  4. Brokkoli roh einfrieren
  5. Auftauen und zubereiten
  6. Typische Fehler
  7. Häufige Fragen

Brokkoli einfrieren gelingt am besten in vier Schritten: in Röschen teilen, zwei bis drei Minuten blanchieren, in Eiswasser abschrecken und gut getrocknet lose vorfrieren. So bleibt er grün und einigermaßen bissfest und hält bis zu einem Jahr. Roh einfrieren geht ebenfalls, liefert aber das deutlich schlechtere Ergebnis.

Warum Brokkoli vor dem Einfrieren blanchiert wird

Brokkoli gehört zu den Gemüsen, bei denen sich das Blanchieren besonders lohnt. Seine Enzyme arbeiten auch bei Frost langsam weiter und bauen Blattgrün, Aroma und Vitamine ab. Roh eingefrorene Röschen werden über die Wochen graugrün, entwickeln einen strengeren Kohlgeschmack und sind nach dem Auftauen weich. Zwei bis drei Minuten in kochendem Wasser inaktivieren die Enzyme weitgehend und lassen das Grün sogar kräftiger werden. Nebenbei spült das Blanchieren Schmutz und kleine Insekten aus den dichten Röschen und verringert die Keimzahl auf der Oberfläche.

VarianteVorbereitungHaltbarkeit bei −18 °C
Röschen, blanchiertetwa 2–3 Minuten blanchieren, abschrecken, trocknen, vorfrierenetwa 9–12 Monate
Strunk in Scheiben, blanchiertschälen, schneiden, etwa 3 Minuten blanchierenetwa 9–12 Monate
Röschen, rohwaschen, sehr gut trocknen, vorfrierenetwa 2–3 Monate
Gekocht, als Rest, Püree oder Supperasch abkühlen, in Portionen füllenetwa 3 Monate

Die Zeiten sind Richtwerte für die Qualität. Bei durchgehend −18 °C wird Brokkoli auch danach nicht gefährlich, sondern nur blasser und fader.

Der richtige Brokkoli zum Einfrieren

Nehmen Sie frische Köpfe mit fest geschlossenen, dunkelgrünen bis bläulich grünen Knospen und knackigem Strunk. Gelbe Stellen bedeuten, dass die Knospen aufblühen; solcher Brokkoli schmeckt strenger und wird nicht besser, wenn er Monate im Frost lag. Frieren Sie Brokkoli möglichst am Kauf- oder Erntetag ein, er verliert im Kühlschrank rasch an Frische. Das Einfrieren lohnt sich vor allem bei Angeboten, bei eigener Ernte oder wenn von einem großen Kopf die Hälfte übrig bleibt.

Brokkoli einfrieren: Schritt für Schritt

Bereiten Sie alles vor, bevor das Wasser kocht: großer Topf, Schüssel mit Eiswasser, Schaumkelle oder Sieb, Küchentücher, ein Tablett fürs Gefrierfach, Gefrierbeutel oder Dosen.

  1. Waschen. Den Kopf unter fließendem Wasser abspülen. Brokkoli aus dem Garten legen Sie einige Minuten in kaltes Salzwasser, dann lösen sich Raupen und Läuse aus den Röschen.
  2. Zerteilen. In möglichst gleich große Röschen schneiden, etwa so groß wie ein Bissen. Sehr große Röschen am Stiel einschneiden oder halbieren, damit sie gleichmäßig garen.
  3. Strunk vorbereiten. Den Strunk schälen, holzige Enden abschneiden und den Rest in etwa fingerdicke Scheiben oder Stifte schneiden. Er schmeckt mild und ist zu schade für den Biomüll.
  4. Blanchieren. Röschen portionsweise etwa 2–3 Minuten in reichlich sprudelnd kochendes Wasser geben; die Zeit zählt, sobald das Wasser wieder kocht. Strunkstücke brauchen etwa eine Minute länger und gehen deshalb zuerst hinein. Achten Sie auf den heißen Dampf.
  5. Abschrecken. Mit der Schaumkelle herausheben und sofort ins Eiswasser geben, bis die Röschen durchgekühlt sind. Bei mehreren Portionen Eis nachlegen.
  6. Abtropfen und trocknen. Im Sieb abtropfen lassen, dann mit den Köpfen nach unten auf Küchentüchern ausbreiten und trocken tupfen. In den Röschen hängt viel Wasser; nehmen Sie sich dafür ein paar Minuten.
  7. Vorfrieren. Die Röschen nebeneinander auf das Tablett legen und ein bis zwei Stunden anfrieren lassen.
  8. Verpacken und beschriften. Lose in Gefrierbeutel füllen, die Luft herausdrücken, verschließen, Inhalt und Datum notieren und zügig zurück ins Fach.

Das Blanchierwasser können Sie für mehrere Portionen verwenden. Wie Sie Beutel dicht bekommen und warum Luft im Beutel schadet, steht unter Gefrierbrand; Grundsätzliches zu Temperatur und Verpackung unter Lebensmittel einfrieren.

Brokkoli roh einfrieren

Wenn es schnell gehen muss, können Sie die Röschen auch ohne Blanchieren einfrieren. Waschen Sie sie, trocknen Sie sie besonders gründlich und frieren Sie sie auf dem Tablett vor. Planen Sie rohen Brokkoli für die nächsten zwei bis drei Monate ein und verwenden Sie ihn dort, wo die Konsistenz keine Rolle spielt: in Cremesuppen, Püree oder Aufläufen mit viel Soße. Für eine Gemüsepfanne, in der die Röschen Biss haben sollen, ist blanchierter Brokkoli klar im Vorteil.

Auftauen und zubereiten

Gefrorenen Brokkoli tauen Sie nicht auf. Aufgetaut wird er weich und wässrig; direkt aus dem Fach in die Hitze bleibt er am besten. Da blanchierter Brokkoli vorgegart ist, braucht er kürzer als frischer:

  • Kochen oder Dämpfen: gefroren in wenig kochendes Salzwasser oder in den Dämpfeinsatz, etwa 3–5 Minuten.
  • Pfanne oder Wok: gefroren in die heiße Pfanne, bei starker Hitze braten, damit austretendes Wasser verdampft.
  • Auflauf und Quiche: gefroren einschichten; rechnen Sie mit etwas mehr Flüssigkeit und binden Sie die Soße lieber eine Spur fester.
  • Suppe: gefroren in die Brühe geben und mitkochen.

Garzeiten für frischen Brokkoli und die Garprobe finden Sie unter Brokkoli kochen. Als Rohkost oder im Salat eignet sich Brokkoli aus dem Gefrierfach nicht.

Typische Fehler

  • Zu lange blanchieren. Nach fünf Minuten ist Brokkoli gar. Dann zerfällt er später beim Erhitzen.
  • Nicht abschrecken. Ohne Eiswasser gart er in der eigenen Hitze weiter und wird olivgrün und weich.
  • Feucht verpacken. Die Röschen frieren zu einem Block zusammen und bekommen eine Eisschicht.
  • Unterschiedlich große Stücke. Kleine sind dann zerkocht, große innen roh.
  • Vergessen zu beschriften. Nach einem halben Jahr weiß niemand mehr, von wann der Beutel ist.

Häufige Fragen

Kann man Brokkoli roh einfrieren?

Ja, das ist unbedenklich. Roher Brokkoli verliert im Frost aber schneller Farbe und Geschmack und wird weicher. Er sollte innerhalb von zwei bis drei Monaten verbraucht werden; für längere Lagerung blanchieren Sie ihn.

Wie lange muss Brokkoli blanchieren?

Röschen etwa zwei bis drei Minuten in sprudelnd kochendem Wasser, Strunkscheiben etwa eine Minute länger. Danach sofort in Eiswasser abkühlen.

Wie lange ist eingefrorener Brokkoli haltbar?

Blanchiert und luftdicht verpackt etwa neun bis zwölf Monate bei −18 °C. Das ist ein Qualitätsrichtwert; danach lässt vor allem der Geschmack nach.

Kann man gekochten Brokkoli einfrieren?

Ja. Reste lassen Sie rasch abkühlen und frieren sie innerhalb eines Tages ein. Fertig gegarter Brokkoli ist nach dem Aufwärmen sehr weich und passt am besten in Suppe oder Püree. Wie lange Gekochtes im Kühlschrank hält, steht unter Reste aufbewahren.

Lässt sich Brokkoli zusammen mit Blumenkohl einfrieren?

Ja, als Mischung im selben Beutel. Blanchieren Sie beide getrennt, weil die Röschen unterschiedlich fest sind; die Zeiten für den Blumenkohl stehen unter Blumenkohl einfrieren.