Zum Inhalt springen
haushalt&wohnen

Ananas schneiden und schälen: Schritt für Schritt

Christoph · 7 Min. Lesezeit

Hand schneidet Ananasscheiben auf einem Holzbrett in Stücke
Nach dem Schälen wird die Ananas in Scheiben oder Viertel geteilt
Inhalt8 Abschnitte
  1. Eine reife Ananas erkennen
  2. Was Sie brauchen und worauf Sie achten
  3. Ananas schälen und schneiden: Schritt für Schritt
  4. Die Augen entfernen: zwei Wege
  5. Ananasschneider: bequem, aber nicht nötig
  6. Ananas lagern: ganz und geschnitten
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen

Eine Ananas schneiden Sie in fünf Schritten: Krone und Boden abschneiden, die Frucht hochkant stellen, die Schale von oben nach unten in Streifen abschneiden, die Augen entfernen und die Frucht längs vierteln, um den Strunk herauszuschneiden. Mit einem langen, scharfen Messer dauert das keine fünf Minuten. Wichtiger als jede Technik ist allerdings, eine reife Frucht zu erwischen, denn nachreifen wird sie nicht.

Eine reife Ananas erkennen

Ananas gehört zu den Früchten, die nach der Ernte nicht mehr süßer werden. Sie wird zu Hause höchstens weicher und irgendwann überreif. Was Sie im Laden auswählen, entscheidet also über den Geschmack.

  • Duft: Riechen Sie am Boden der Frucht. Eine reife Ananas duftet dort deutlich süß und fruchtig. Riecht sie nach nichts, ist sie unreif; riecht sie säuerlich, gärig oder nach Alkohol, ist sie überreif.
  • Gewicht: Eine gute Frucht ist für ihre Größe schwer, also saftig.
  • Blätter: Die Krone soll frisch und grün sein, nicht braun, trocken oder welk.
  • Schale: Sie gibt auf Druck minimal nach. Weiche, dunkle oder feuchte Stellen, vor allem am Boden, sprechen gegen die Frucht.

Der bekannte Zupftest – lässt sich ein inneres Blatt leicht herausziehen, sei die Ananas reif – ist ein Hinweis, aber kein verlässlicher. Auch die Farbe täuscht: Es gibt Sorten, die bei voller Reife außen noch überwiegend grün sind.

Was Sie brauchen und worauf Sie achten

Ein großes Schneidebrett, am besten mit Saftrille, ein langes, scharfes Messer und ein kleines Messer für die Feinarbeit genügen. Ein Brotmesser mit Wellenschliff kommt gut durch die harte Schale, ein glattes Kochmesser schneidet das Fruchtfleisch sauberer.

Die Schale ist zäh, die Frucht rund und der Saft macht alles glitschig. Legen Sie ein feuchtes Tuch unter das Brett, damit es nicht rutscht, schneiden Sie immer vom Körper weg nach unten auf das Brett und halten Sie die Frucht oben fest, nie unterhalb der Klinge. Die Blattspitzen der Krone sind bei manchen Sorten stachelig; fassen Sie sie mit einem Küchentuch an. Ein stumpfes Messer ist hier das größte Risiko, weil es an der Schale abgleitet. Mehr dazu unter Messer schärfen.

Ananas schälen und schneiden: Schritt für Schritt

  1. Krone abschneiden. Die Ananas quer auf das Brett legen, mit einer Hand festhalten und die Blattkrone samt etwa einem Zentimeter Frucht abschneiden. Alternativ die Krone mit einer kräftigen Drehung herausdrehen und dann den Kopf gerade schneiden.
  2. Boden abschneiden. Auf der anderen Seite ebenfalls eine Scheibe von gut einem Zentimeter abnehmen. Jetzt hat die Frucht zwei gerade Standflächen.
  3. Aufstellen. Die Ananas hochkant auf das Brett stellen.
  4. Schale in Streifen abschneiden. Das Messer oben am Rand ansetzen und der Wölbung der Frucht folgend nach unten schneiden. Die Frucht ein Stück weiterdrehen und den nächsten Streifen abnehmen, bis die Schale rundum entfernt ist. Schneiden Sie lieber zu dünn als zu dick; nacharbeiten geht immer.
  5. Augen entfernen. Die braunen, harten Vertiefungen im Fruchtfleisch herausschneiden. Wie das am geschicktesten geht, steht im nächsten Abschnitt.
  6. Vierteln. Die geschälte Frucht stehend längs halbieren, die Hälften mit der Schnittfläche nach unten legen und noch einmal längs teilen.
  7. Strunk herausschneiden. In der Mitte jedes Viertels sitzt als heller, fester Streifen der Strunk. Das Viertel hinlegen und den Strunk mit einem geraden Längsschnitt abtrennen.
  8. In Form schneiden. Die Viertel quer in Stücke, längs in Spalten oder in Würfel schneiden.

Für Ringe gehen Sie nach Schritt 5 anders vor: Die geschälte Frucht hinlegen, in fingerdicke Scheiben schneiden und aus jeder Scheibe den Strunk mit einem kleinen runden Ausstecher oder einem Apfelausstecher herausstechen.

Die Augen entfernen: zwei Wege

Die Augen sind Reste der einzelnen Blüten, aus denen die Ananas zusammengewachsen ist. Sie sind hart und kratzig und sollten weg.

Der schnelle Weg: Sie schneiden die Schale von vornherein so dick ab, dass die Augen mit verschwinden. Das geht zügig, kostet aber einen guten Teil des süßesten Fruchtfleisches, das direkt unter der Schale sitzt.

Der sparsame Weg: Sie schälen dünn und sehen dann, dass die Augen in schrägen Reihen um die Frucht laufen, wie eine Spirale. Setzen Sie links und rechts einer solchen Reihe je einen schrägen Schnitt, sodass ein schmaler Keil mit drei oder vier Augen herausfällt, und arbeiten Sie sich Reihe für Reihe um die Frucht. Am Ende hat die Ananas ein Spiralmuster und kaum Verlust. Einzelne übersehene Augen stechen Sie mit der Spitze eines kleinen Messers oder eines Sparschälers heraus.

Ananasschneider: bequem, aber nicht nötig

Ein Ananasschneider ist ein Rohr mit Schneidkante und Griff. Man kappt die Krone, setzt das Gerät mittig auf und dreht es wie einen Korkenzieher in die Frucht. Heraus kommt eine Spirale aus Fruchtfleisch, die sich in Ringe teilen lässt; Schale und Strunk bleiben als leere Hülle stehen.

Dafür
  • schnell und sauber, auch für Ungeübte
  • gleichmäßige Ringe ohne Strunk
  • die hohle Schale lässt sich als Servierschale nutzen
Dagegen
  • ein fester Durchmesser: bei großen Früchten bleibt viel Fruchtfleisch an der Schale, bei kleinen schneidet man in die Schale
  • bei sehr reifen, weichen Früchten reißt die Spirale
  • noch ein Gerät in der Schublade

Wer oft Ananas isst oder regelmäßig Ringe braucht, hat an einem Ananasschneider aus Edelstahl Freude. Für die gelegentliche Frucht reicht das Messer, und es nutzt die Ananas besser aus.

Ananas lagern: ganz und geschnitten

Eine ganze, reife Ananas essen Sie am besten innerhalb von zwei bis drei Tagen. Sie ist eine tropische Frucht und kälteempfindlich; an einem kühlen Platz in der Küche ist sie besser aufgehoben als im kalten Kühlschrank, wo das Fruchtfleisch bei längerer Lagerung braune, glasige Stellen bekommen kann. Wenn es doch der Kühlschrank sein muss, dann das Gemüsefach und nur für wenige Tage. Welche Früchte sonst keine Kälte vertragen, steht unter Obst und Gemüse richtig lagern.

Geschnittene Ananas gehört dagegen immer in den Kühlschrank: in einer geschlossenen Dose aus Glas oder Kunststoff hält sie sich zwei bis drei Tage. Decken Sie sie nicht mit Alufolie ab, denn die Fruchtsäure greift Aluminium an. Riecht das Fruchtfleisch gärig, prickelt es auf der Zunge wie Brause oder zeigt es Schimmel, gehört es in den Müll; mehr dazu unter Verschimmelte Lebensmittel entsorgen.

Zum Einfrieren die Stücke nebeneinander auf einem Brett oder Blech vorfrieren und dann in einen Beutel umfüllen. So kleben sie nicht zusammen. Aufgetaut ist Ananas weicher und eignet sich für Smoothies, Kompott, Kuchen und zum Kochen; die Grundregeln stehen unter Lebensmittel einfrieren.

Typische Fehler

  • Unreife Frucht anschneiden. Sie wird nicht mehr süß. Sauer geratene Ananas lässt sich immerhin noch braten, grillen oder zu Kompott kochen.
  • In der Hand schälen. Die Ananas gehört beim Schälen auf das Brett, nicht in die hohle Hand.
  • Strunk mitservieren. Er ist essbar, aber hart und faserig. Fein gewürfelt kann er in den Smoothie.
  • Frische Ananas in Gelatine oder Sahnecreme. Rohe Ananas enthält ein eiweißspaltendes Enzym. Gelatine wird damit nicht fest, und Quark, Joghurt oder Sahne schmecken nach kurzer Zeit bitter. Für Tortenguss, Götterspeise und Cremes nehmen Sie Ananas aus der Dose oder erhitzen die frischen Stücke vorher kurz.

Saftspritzer auf Tischdecke und Kleidung behandeln Sie wie unter Obstflecken entfernen beschrieben.

Häufige Fragen

Kann man den Strunk der Ananas essen?

Ja, er ist nicht schädlich, nur fest und faserig. Bei sehr reifen Früchten ist er zarter und kann mitgegessen werden, sonst schneidet man ihn heraus oder püriert ihn.

Warum brennt Ananas auf der Zunge?

Das liegt an der Fruchtsäure und dem eiweißspaltenden Enzym der rohen Frucht, das die Mundschleimhaut reizt. Das Gefühl vergeht von selbst. Erhitzte Ananas und Ananas aus der Dose lösen es nicht aus.

Reift eine Ananas zu Hause nach?

Nein. Sie wird weicher und die Schale gelber, aber nicht süßer. Lange liegen lassen bringt deshalb nichts, im Gegenteil: Die Frucht beginnt vom Boden her zu gären.

Wird die Ananas süßer, wenn man sie auf den Kopf stellt?

Dahinter steht die Idee, dass sich der Zucker vom Boden her in der Frucht verteilt. Belegt ist das nicht; schaden kann es für ein paar Stunden auch nicht. Den Zuckergehalt insgesamt ändert es nicht.

Wie schneide ich eine Ananas als Schiffchen?

Die ungeschälte Frucht samt Krone längs vierteln, den Strunk abschneiden, das Fruchtfleisch mit einem flachen Schnitt von der Schale lösen und quer in Stücke teilen, die in der Schale liegen bleiben. Das sieht auf dem Buffet gut aus und spart das Schälen.