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Altmetall entsorgen: Schrott kostenlos abgeben oder verkaufen

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Großer Haufen Metallschrott auf einem Schrottplatz
Schrott nimmt der Wertstoffhof meist kostenlos an – sortenreines Metall bringt beim Händler sogar Geld
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wohin gehört Altmetall?
  2. Was als Altmetall gilt und was nicht
  3. Altmetall vorbereiten
  4. Wertstoffhof oder Schrotthändler?
  5. Schrottsammler an der Haustür
  6. Weitergeben statt verschrotten
  7. Kosten
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen
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Altmetall bringen Sie zum Wertstoffhof, der Schrott aus privaten Haushalten in üblicher Menge meist kostenlos annimmt. Größere Mengen oder wertvolle Sorten wie Kupfer, Messing und Aluminium können Sie auch beim Schrotthändler abgeben, der sie oft ankauft. In den Restmüll gehört Metall nicht: Es lässt sich nahezu ohne Qualitätsverlust einschmelzen und wiederverwenden.

Wohin gehört Altmetall?

WasRichtiger Weg
Metallteile aus dem Haushalt: Töpfe, Werkzeug, Gestelle, Bleche, RohreWertstoffhof (Container für Altmetall oder Schrott)
Sortenreines Kupfer, Messing, Aluminium, Edelstahl in größerer MengeSchrotthändler, oft gegen Bezahlung; alternativ Wertstoffhof
Metallverpackungen: Konservendosen, Alufolie, Kronkorken, leere SpraydosenGelber Sack oder Wertstofftonne
Alles mit Stecker, Kabel, Akku oder BatterieElektroschrott: Wertstoffhof oder Rückgabe im Handel
Gasflaschen, Feuerlöscher, Spraydosen mit Inhalt, Ölkanistereigene Rückgabewege, nicht in den Schrottcontainer
Sperrige Metallmöbel, Wäschespinne, FahrradWertstoffhof oder Sperrmüll, je nach Kommune

Welche Teile Ihr Wertstoffhof annimmt und ob es Mengengrenzen gibt, regelt die Abfallsatzung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises; Auskunft gibt die Abfallberatung oder die Abfall-App. Hier steht der Regelfall in Deutschland.

Was als Altmetall gilt und was nicht

Altmetall ist alles, was überwiegend aus Metall besteht und keine Verpackung und kein Elektrogerät ist: alte Töpfe und Pfannen, Besteck, Werkzeug, Schrauben und Nägel, Heizkörper, Metallregale, Gartenstühle aus Stahl, Zaunpfosten, Bleche, Rohre, Felgen ohne Reifen. Wertstoffhöfe unterscheiden meist nur grob zwischen Eisen- und Nichteisenmetallen oder werfen alles in einen Container.

Nicht dazu gehören drei Gruppen, die oft verwechselt werden. Verpackungen aus Metall – Konservendosen, Getränkedosen ohne Pfand, Deckel, Alufolie – gehören in den Gelben Sack, weil die Hersteller für ihre Verwertung bezahlt haben. Elektrogeräte sind ebenfalls kein Schrott, auch wenn sie fast nur aus Metall bestehen wie ein Toaster oder eine Bohrmaschine: Sie enthalten Leiterplatten, Kabel und manchmal Schadstoffe und gehören zum Elektroschrott. Und Druckbehälter und Behälter mit Resten sind gefährlich: Eine Gasflasche, ein Feuerlöscher oder ein Kanister mit Ölresten kann in der Schrottpresse platzen oder auslaufen.

Altmetall vorbereiten

  1. Fremdmaterial entfernen, soweit es leicht geht. Holzgriffe, Kunststoffbezüge, Gummifüße oder Polster abschrauben, wenn das ohne großen Aufwand möglich ist. Ein Gartenstuhl mit festgenieteter Bespannung darf meist trotzdem in den Schrottcontainer; fragen Sie im Zweifel vor Ort.
  2. Batterien und Akkus herausnehmen. Ein Akku im Schrottcontainer kann beim Pressen in Brand geraten. Batterien gehören in die Sammelbox im Handel oder am Wertstoffhof.
  3. Behälter vollständig leeren. Eimer, Kanister und Dosen mit Farb-, Öl- oder Chemikalienresten sind kein Schrott. Reste gehören zum Schadstoffmobil.
  4. Wertvolles getrennt halten. Wenn Sie zum Schrotthändler wollen, legen Sie Kupfer, Messing und Aluminium in eigene Eimer oder Kisten. Gemischt gilt alles als einfacher Mischschrott.
  5. Sicher transportieren. Scharfe Kanten mit Pappe abdecken, schwere Teile im Kofferraum sichern und Arbeitshandschuhe einpacken.

Wertstoffhof oder Schrotthändler?

Für die meisten Haushalte ist der Wertstoffhof der einfachste Weg: Sie fahren hin, werfen das Metall in den passenden Container, fertig. Für private Haushalte ist das in haushaltsüblicher Menge meist kostenlos, weil die Kommune das Metall selbst weiterverkauft.

Ein Schrotthändler lohnt sich, wenn Sie größere Mengen haben oder sortenreine Nichteisenmetalle. Kupfer, Messing und Aluminium werden in der Regel nach Gewicht angekauft; was der Händler zahlt, hängt von Sorte, Sauberkeit und den aktuellen Rohstoffpreisen ab und schwankt deutlich. Für Eisen und Stahl aus dem Haushalt bekommen Sie wenig oder nichts, manche Händler nehmen gemischten Schrott aber kostenlos an. Rufen Sie vorher an, was angenommen wird, und nehmen Sie Ihren Ausweis mit: Viele Händler verlangen ihn beim Ankauf. Welche Sorten sich unterscheiden, steht in den Artikeln zu Kupfer und Aluminium.

Große Altmetallteile wie Heizkörper, Stahl- oder Gussbadewannen, alte Fahrräder oder Maschendraht samt Zaunpfosten nimmt der Wertstoffhof ebenfalls an, oft aber nur nach Absprache oder gegen Gebühr, weil sie schwer und sperrig sind. Was beim Ausbau eines Heizkörpers zu beachten ist, steht unter Heizkörper entsorgen.

Schrottsammler an der Haustür

Zettel im Briefkasten oder ein Lautsprecherwagen, der „Schrott, alte Waschmaschinen, Fahrräder“ ausruft: Solche Sammlungen sind nicht automatisch illegal, aber nicht jede ist erlaubt. Wer gewerblich Abfälle aus privaten Haushalten sammelt, muss das vorher bei der zuständigen Abfallbehörde anzeigen. Ob das geschehen ist, sehen Sie dem Zettel nicht an; manche Kommunen veröffentlichen Listen angezeigter Sammlungen oder geben bei der Abfallberatung Auskunft.

Elektrogeräte gehören nicht zu solchen Sammlern. Sie dürfen nur an die offiziellen Rückgabestellen gehen, also Wertstoffhof, kommunale Abholung oder Händler-Rücknahme. Hintergrund: Bei Altgeräten, die über unklare Wege verschwinden, landen Kältemittel, Öle und Leiterplatten oft dort, wo sie nicht hingehören. Stellen Sie Schrott auch nicht unaufgefordert an den Straßenrand, damit ihn jemand mitnimmt: Bleibt er liegen, gilt er als illegal abgelegter Abfall.

Weitergeben statt verschrotten

Nicht jedes Metallteil ist Schrott. Gusseiserne Pfannen, solides Werkzeug, Schraubzwingen, alte Metallregale oder ein Amboss finden über Kleinanzeigen oder Verschenkgruppen oft schnell jemanden. Repair-Cafés, offene Werkstätten und Fahrradselbsthilfen freuen sich häufig über Werkzeug, Schrauben und Ersatzteile, fragen Sie aber vorher, was gebraucht wird. Künstler und Bastler suchen manchmal gezielt nach alten Blechen, Rohren oder Fahrradteilen.

Bevor Sie Besteck, alte Töpfe oder Gartengeräte in den Container werfen, lohnt ein kurzer Blick auf den Zustand. Angelaufenes Messing oder Kupfer sieht oft schlimmer aus, als es ist, und lässt sich meist wieder aufpolieren.

Kosten

Für private Haushalte ist die Abgabe von Altmetall am Wertstoffhof in den allermeisten Kommunen kostenlos, solange es um haushaltsübliche Mengen geht. Manche Kommunen holen Altmetall auch zusammen mit dem Sperrmüll ab, manche getrennt, manche gar nicht. Beim Schrotthändler zahlen Sie für sauberes Metall nichts, für sortenreine Nichteisenmetalle bekommen Sie oft etwas Geld. Verbundteile mit viel Kunststoff oder Holz können dort abgelehnt werden.

Typische Fehler

  • Gasflaschen oder Feuerlöscher in den Schrottcontainer. Gasflaschen gehören zurück zum Händler oder Gaslieferanten, Feuerlöscher zum Fachbetrieb oder Wertstoffhof.
  • Akkuwerkzeug mit Akku zum Schrott. Das Gerät ist Elektroschrott, der Akku gehört getrennt in die Sammlung.
  • Kabel abbrennen, um an das Kupfer zu kommen. Das ist verboten und setzt giftige Stoffe frei.
  • Dosen und Alufolie zum Wertstoffhof fahren. Verpackungen gehören in den Gelben Sack.
  • Metall in den Restmüll. Ein einzelner Kochtopf ist kein Drama, aber verloren für das Recycling.

Häufige Fragen

Wo kann ich Altmetall kostenlos abgeben?

Am Wertstoffhof Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises, in haushaltsüblicher Menge meist ohne Gebühr. Viele Schrotthändler nehmen sauberen Schrott ebenfalls kostenlos an. Manche Kommunen holen Altmetall mit dem Sperrmüll ab.

Bekomme ich Geld für Altmetall?

Für sortenreines Kupfer, Messing, Aluminium oder Edelstahl zahlen Schrotthändler oft etwas, für Eisen und Stahl aus dem Haushalt meist wenig oder nichts. Der Betrag hängt von Sorte, Sauberkeit und den Rohstoffpreisen ab, die stark schwanken. Am Wertstoffhof gibt es kein Geld.

Gehört ein alter Kochtopf in den Gelben Sack?

Nein. Ein Topf ist keine Verpackung, sondern ein Gebrauchsgegenstand. Er gehört zum Altmetall am Wertstoffhof oder, wenn er noch gut ist, an jemanden, der ihn braucht.

Darf ich Schrott an den Straßenrand stellen?

Nur, wenn Ihre Kommune einen Abholtermin für Sperrmüll oder Altmetall vergeben hat und Sie sich an die Vorgaben halten. Schrott, der ohne Termin am Straßenrand steht, gilt als illegal abgelegter Abfall.

Sind Schrottsammler mit Zetteln erlaubt?

Gewerbliche Sammlungen aus Privathaushalten müssen bei der zuständigen Behörde angezeigt sein. Ob ein Sammler das getan hat, kann Ihnen die Abfallberatung sagen. Elektrogeräte geben Sie in keinem Fall dort ab, sondern beim Wertstoffhof oder im Handel.

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